Nymphen mit bunten Köpfen sehen nicht nur toll aus, sie fangen auch. Elmar Elfers über seine Erfahrungen mit den farbigen Hinguckern.

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Bunt ist es in Elmars Box geworden

„Junge, die Farben knallen aber!“ Vor einigen Jahren suchte ich auf der Messe „Aqua Fisch“ in Friedrichshafen mir an einem Stand diverse Fliegen für einen Trip gen Norden aus. Die Nymphen mit ihren roten, gelben, blauen und orangen Köpfen sehen klasse aus. Auch Lila darf nicht fehlen. Schnell ist eine bunte Auswahl getroffen und ich freue mich aufs Fischen mit den Fluo-Nymphen. In Gesprächen mit anderen Fliegenfischern höre ich oft, dass gerade in Gewässern mit viel Angeldruck der Einsatz von Nymphen mit Schockfarben top ist! Unsere geschuppten Ziele sehen immer wieder dieselben natürlichen Muster. Da lockt so ein „buntes Ding“ auch schon mal einen erfahrenen Fische aus der Reserve. Eine Scheuchwirkung habe ich bisher nicht feststellen können und die „Eyecatcher“ sorgen immer wieder für volle Kescher.
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Elmar fischt die Nymphen in einer Schlaufe für besseres Spiel

Unglaubliches Ergebnis im hohen Norden
Zurück zum ersten Einsatz. Die Fluo-Nymphen boten mir auf der Reise ins Grenzgebiet von Schweden und Norwegen eine traumhafte Fischerei. Tief im Pool lauerten wunderschöne Saiblinge. Meine Sedges und Streamer blieben absolut unbeachtet. Dann griff ich die Nymphen-Box und wählte eine Variante mit gelbem Köpfchen aus. Kaum war sie unter Wasser, straffte sich schon die Schnur und wenige Augenblicke später legten sich die Keschermaschen um den ersten von zwei Traumsaiblingen. Die grünen Varianten mit gelbem und grünem Köpfchen brachte die Bisse.
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Der Arktische Saibling kam an der Nymphen mit gelben Kopf nicht vorbei

Überall top
Nach dieser megamäßigen Einweihung besorgte ich mir weitere Ausführungen und Größen. Am Forellensee trumpfen häufig die lilafarbenen Muster auf. Eine richtige Erklärung habe ich dafür nicht. Lila war vorher nie meine erste Wahl. In klaren Bächen oder norddeutschen Wald-und-Wiesen-Flüsschen mit wenig Sicht haben Orange und Gelb die Nase vorne. Neben verschiedenen Salmonidenarten überlistete ich auch Friedfische wie Rotaugen. Ich zupfe die Fluo-Nymphen gerne gegen oder auch mit der Strömung ein – wenn diese nicht zu hart ist. Genauso lasse die Tiefschwimmer aber auch in der Dead Drift Richtung Fisch treiben. Beim Sichtfischen bieten die knalligen Farben einen hervorragenden Fixpunkt und ich kann die Drift des Musters gut verfolgen.
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Andy, Freund des Autors, nimmt gerne die lilafarbene Nymphe im Winter

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Hier treibt der bunte Happen in der Dead Drift durchs tiefe Wasser

Schwinge ich im Winter die Fliegenrute und das Wasser misst nur wenige Grad, erhöhen die knalligen Köppe ebenfalls meine Chancen. Wo erlaubt, geht es dann auf Äschen oder eben am Bezahlsee auf Forelle. Habt Ihr schon Popfarben in der Box? Falls nicht, bringt unbedingt mal Farbe in Bach & Co.

Ein schönes Wochenende wünscht Euch, Elmar