Rettet die Bienen - Was ist eure Meinung als Angler

Dieses Thema im Forum "Angeln in Politik und Verbänden" wurde erstellt von Naturliebhaber, 2. Februar 2019.

  1. Fisherbandit1000

    Fisherbandit1000 Well-Known Member

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    Die Frage ist für wen ein akzeptables Ergebnis- für Naturschutzverbände oder Angler? Mal im ernst, die Natur/ der Naturschutz ist durch dieses Volksbegehren so in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, dass ich befürchte, dass alle Naturnutzer einschließlich der Angler am Ende als Verlierer darstehen werden. Wie willst Du da noch bei drohenden Verboten argumentieren, wenn die Bevölkerung pro Naturschutz stimmt?

    Ich freue mich immer, wenn jemand die rechtliche Situation erkennt, dass Angler nicht hegen, weil sie es ja sogar vom Gesetz her gar nicht dürfen. Danke für die Klarstellung!

    Dazu habe ich mich heute gerade mit einem Juristen unterhalten, allerdings S-H betreffend. Eine Verpachtung von Gewässern der öffentlichen Hand nur an Naturschutzverbände, sollte verfassungsrechtlich nicht haltbar sein. In diesen Fällen dürfte eine Klage gute Erfolgschancen haben.
     
  2. fishhawk

    fishhawk Well-Known Member

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    Hallo,

    Soweit ich weiß, waren das private Fischereirechte.

    Fischereirecht ist zwar Landesrecht, aber trotzdem danke für den Hinweis.

    In Bayern wurde ja der Erwerb von Fischereirechten durch reine Naturschutzverbände schon mit 85% aus Mitteln des Bayerischen Naturschutzfonds gefördert.

    Ob da jemals naturschützende Angelvereine gefördert wurden, weiß ich nicht.
     
  3. MarkusZ

    MarkusZ Member

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    Heute war ein ganzseitiger Artikel in der Lokalpresse. Unabhängig vom Volksbegehren wären jetzt alle Gesellschaftsgruppen gefordert was gegen das Insektensterben zu tun, Bauern, Gartenbesitzer, Jäger etc. .

    Der Bayerische Jagdverband kam auch zu Wort. Man hätte klare Positionen und es wären bereits vielversprechende Gespräche mit der Staatsregierung gelaufen.

    Im ganzen Text kein Wort von Anglern oder Fischereiverbänden/Vereinen. Ist für die Verbände/Vereine natürlich auch schwierig positive PR zu betreiben, wenn man sich schon untereinander nicht auf eine Linie einigen kann. Schon irgendwie traurig.

    Wieder eine Chance verpasst.
     
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  4. phirania

    phirania phirania

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  5. Kopfschuettel

    Kopfschuettel Member

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    Und dennoch wird ein englischer Rasen im Garten bevorzugt.
    Oder auch das perfekte Obst u. Gemüse in der Ladentheke.
    Die Spinne im Haus?
    Ameisen im Garten? Oder sogar ein Maulwurf?

    Manchmal habe ich eher das Gefühl, man hat etwas neues gefunden um Bauern etc. zu gängeln.
    Insekten? Gerne, aber nicht bei mir!

    (Als ich Kind war, stand das Korn 1m+ hoch. Heute?)
     
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  6. Fischer am Inn

    Fischer am Inn Member

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  7. Fisherbandit1000

    Fisherbandit1000 Well-Known Member

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    Wie viele der Unterschriften würde es geben, wenn all diese Naturschützer gleichzeitig dem Bau einer Höchststromtrasse vor ihrer Haustür hätten zustimmen müssen, um erneuerbare Energien von Nord nach Süd zu transportieren? Wäre dann das eigene Heim wichtiger, als die Natur?

    Als hier die Trasse gebaut wurde, war die Natur plötzlich für viele zweitrangig. Da ging es nur noch um "weg von meinem Haus"...
     
  8. Kopfschuettel

    Kopfschuettel Member

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    Ich denke man muss es mit dem Beispiel/ Vergleich nicht übertreiben. ;)

    Ich halte es dennoch für Schizophren wenn man perfektes Obst und Gemüse möchte und gleichzeitig die Bauern beschimpft sie würden zuviel Pestizide sprühen und Insekten vernichten.
     
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  9. MarkusZ

    MarkusZ Member

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    Wenn mit der Unterschrift beim Volksbegehren auch persönliche Konsequenzen verbunden gewesen wären, hätte es die Hürde vermutlich niemals geschafft.

    Ich vermute schon, dass so einige Unterzeichner es halten wie viele Politiker: Wasser predigen und Wein trinken.

    Ist ja auch hipp erst gegen die 3. Startbahn zu protestieren und dann zum Eisessen nach Kalifornien zu fliegen.

    Deshalb sind Plebiszite für Minderheiten, wie es die Angler nun mal sind, auch ne echte Gefahr.

    Und die Angelvertreter (wenn es sowas gibt) haben da aus meiner Sicht da jetzt auch nicht gerade ne gute Figur abgegeben.
     
  10. Kopfschuettel

    Kopfschuettel Member

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  11. Luis2001

    Luis2001 Member

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  12. Naturliebhaber

    Naturliebhaber Active Member

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    Was dieser Clown dort zusammenschreibt, ist einfach dümmlich. Das sage ich als jemand, der bisher nie Grün gewählt hat und der weit entfernt von Weltuntergangsstimmung ist.

    Interessant übrigens der Kommentar meiner Tochter (18) zu diesem Beitrag: "Der Typ ist ein Blödmann, der mit dem Schrott, den er da schreibt, niemanden unter 40 erreicht." Ich glaube, sie hat (wie des öfteren) Recht.

    Die "kleine Minderheit" der Grünenwähler dürfte bei der nächsten Bundestagswahl übrigens zweitstärkste Kraft werden.
     
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  13. Fisherbandit1000

    Fisherbandit1000 Well-Known Member

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    Ich finde der "Clown" liegt insgesamt gar nicht so verkehrt, denn "die Masche mit der Angst" funktioniert in allen Bereichen und hat sich seit Jahrzehnten bewehrt, um z.B. Mitglieder und Unterstützer zu gewinnen oder Spenden zu sammeln.

    Gerade diese Aktion zeigt deutlich, dass man hier aber nicht nur mit emotionalen Argumenten versucht Unterstützer zu gewinnen, sondern auch auf rationale Art und Weise. Das macht die Aktion auch so erfolgreich, da man sehr, sehr viele Menschen erreicht. Hier wird also mit der Angst gespielt, aber auch an die Verantwortung eines jeden einzelnen appeliert. Psychologisch erfolgreich und nicht von ein paar kleinen dummen Jungs ins Leben gerufen. Die Aktion ist ins Detail geplant, doch ob den Bürgern der ganze Plan mitgeteilt wurde? Ich denke nicht, denn das Volksbegehren ist nur der erste Schritt, um die Bürger für dieses Projekt zu gewinnen und dann lässt man die Katze aus dem Sack. Ähnlich wie Natura2000- der Plan, uns Menschen unter diesem Deckmantel asuzusperren, scheint aufzugehen! Hier ist es halt nicht die Biene Maja, sondern der kleine Seehund mit den Knopfaugen. Die Menschen sehen das Bild und zeigen Verständnis, dass Angler ausgesperrt werden- ein Nachweis wird nicht mehr hinterfragt. Ich hoffe nicht, dass Maja einen Imageschaden erleidet...
     
  14. Kopfschuettel

    Kopfschuettel Member

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    Das Volksbegehren in Bayern wird das "Aussterben der Insekten" so weit es dieses überhaupt geben wird nicht aufhalten.
    Da kann Bayern oder auch Deutschland sich auf den Kopf stellen. Das ist wie als wenn ein Sack Reis in China umkippt.
    Die einzigen zuverlässigen Erhebung dazu kommen aus Nordamerika und Europa.

    Die Welt ist dynamisch. Ein Spezi wird und wurde von der anderen ersetzt.
    Ich denke, Insekten wird es länger als uns Menschen geben.

    Um unsere Fische macht sich keiner Sorgen.

    Und ja, die Imker haben Probleme. Die Bienen finden immer weniger blühende Flächen.
    Dafür immer mehr englische Rasen, Steinbeete etc. (sogar freilaufende Katzen...Vogelsterben?)
    Sterben Vögel aus?
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Februar 2019 um 08:46 Uhr
  15. Pokolyt

    Pokolyt Active Member

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    Woher hast du deine enormen Weisheiten? Bei deiner Fähigkeit in die Zukunft zu sehen, kannst uns doch auch die Lottozahlen von Morgen mitteilen. Bitte.:sneakythumbsup
     
  16. Kopfschuettel

    Kopfschuettel Member

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    Dafür reicht es leider noch nicht. :) ;)
     
  17. Fisherbandit1000

    Fisherbandit1000 Well-Known Member

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  18. Kopfschuettel

    Kopfschuettel Member

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    Zuletzt bearbeitet: 15. Februar 2019 um 09:25 Uhr
  19. Grünknochen

    Grünknochen Natur schützender Angler

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    Um so fataler ist es, sich an dem öffentlichen Meinungsbildungsprozess nicht zu beteiligen...
    Im Übrigen ist es zunächst einmal völlig legitim, über Bilder und Geschichten (heute als Narrativ bezeichnet) in der Lebenswirklichkeit der Menschen anzukommen. Welche Bilder und Geschichten hat die Anglerschaft zu bieten? ''Findet Nemo'' ist wohl kaum ein geeignetes Bild, mag es noch so positiv belegt sein.
    Sodann: Ich halte rein gar nichts davon, im Kontext bestimmter an die Öffentlichkeit gebrachter Projekte schon im ersten Angang irgendwelche Verschwörungstheorien oder Meta Pläne, die der Öffentlichkeit vorenthalten werden, zu bemühen. Für mich war und ist Natura 2000 ein Meilenstein. Die Frage ist nur, wie dies umgesetzt wird. Wer also der Meinung ist, Umweltschutz, Naturschutz oder aber Grün seien Teufelszeugs, das man als Angler grundsätzlich bekämpfen müsse, weil es mit Einschränkungen verbunden sei, hat wirklich nicht den Schuss gehört. Erstens ist es völlig legitim, als für bestimmte Interessen stehende Gruppe konkrete Ziele zu vertreten. Zweitens liegt es in der Natur der Sache, dass bei unterschiedlichen Positionen Kompromisse in der Umsetzung gefunden werden müssen, wobei hierbei es um vieles geht, nur nicht um Schwarz oder Weiß. Die Frage ist also in Wirklichkeit, wie kompetent man aufgestellt ist, wenn es um die Geltendmachung eigener Positionen geht ( was übrigens sehr viel komplizierter ist, als Glaubensbotschaften zum Thema Angeln zu verbreiten).
    Zuletzt: Seit Jahren führe ich bei meinen Studenten Befragungen durch zum Thema Angeln. Eines kann ich definitiv sagen: Das Thema findet schlicht und ergreifend nicht statt in deren Lebenswirklichkeit. Wenn überhaupt, wird ein Bild geschildert, was etwas zu tun hat mit alten Männern, die gelangweilt und Bier trinkend am Wasser sitzen und darauf warten, dass irgend ein Fischchen an der Leine zappelt. Ob dieser mein subjektiver Eindruck verallgemeinerungsfähig ist, sei mal dahingestellt. Eins habe ich aber festgestellt: Sobald ich anfange, Geschichten (verbunden mit Bildern) zu erzählen (zB über meine Norge Erlebnisse), verändert sich das Interesse merklich.

    P.S.: Die größte Sekte in D ist die Autosekte!!!
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Februar 2019 um 09:33 Uhr
  20. Fisherbandit1000

    Fisherbandit1000 Well-Known Member

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    Ich denke nicht, dass ich mit der Einstellung auf die Welt gekommen bin. Ähnlich wie bei vielen anderen Dingen im Leben sammelt man seine Erfahrungen mit anderen Menschen oder auch Politik und Schützern. Dass ich Natura2000 skeptisch gegenüber stehe, liegt einfach an der deutschen Umsetzung. Fehlt der Nachweis der erheblichen Störwirkung und wir werden ausgesperrt, ist das für mich Willkür und Ideologie. Das Problem bleibt doch einfach, dass genau durch diese Willkür und Ideologie die Akzeptanz von Naturschutz in der Bevölkerung nachhaltig gefährdet wird.

    Ob die Vorstellung Deiner Studenten vom Angeln von alten, biertrinkenden Männern mit Dir zusammenhängt? :laugh2;)
     

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