Sinnvoller Besatz? Karpfen und Regenbogenforellen

Dieses Thema im Forum "Gewässergütebestimmung und Bewirtschaftung" wurde erstellt von rheinfischer70, 7. Februar 2019.

  1. Kochtopf

    Kochtopf Chub Niggurath

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    Da hast du völlig recht, würde ich mir für hier auch wünschen
     
  2. Forelle74

    Forelle74 Active Member

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    Wenns so bleibt ist alles fein;).
    Für mich und einer Handvoll anderer
    zumindest:laugh2.

    Viele würden lieber Zander reinsetzten.
    Die meisten Angeln dort nicht wegen der Größe.

    Es Jedem recht zu machen geht sowieso niergendwo.

    Das ist auch nur möglich weil wir so ne Art Gewässer Pool haben.
    Eine Jahreskarte gilt für alle stehenden Gewässer .

    Viele Verreine pachten so kleine Gewässer erst gar nicht.
    Weil keiner ne Jahreskarte kaufen würde .
     
  3. Andal

    Andal Teilzeitketzer

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    Als Einzelner muss man es eh behandeln, wie der Karl Valentin den Regen. Wenn man sich nicht über den Regen freut, regnet es trotzdem. Nur hat man dann bescheidene Laune. ;)
     
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  4. Taxidermist

    Taxidermist Well-Known Member

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    Hier kann man anhand einiger Bilder eindrucksvoll sehen, was ein übermäßiger Karpfenbesatz (Großfische) mit einem Gewässer anrichtet!
    https://www.wav-stuttgart.de/
    Innerhalb eines Jahres von der Idylle zur Unterwasserwüste.
    Danke dafür, Hantas!
    Immerhin könnt ihr jetzt eure Wasserschweine ungehindert durch Kraut in Ruhe drillen, immer wieder aufs neue!

    Jürgen
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Februar 2019 um 07:51 Uhr
  5. MarkusZ

    MarkusZ Member

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    Und wiedermal versuchen Funktionäre einen Keil zwischen die Angler zu treiben.

    Ich halte zwar auch nichts von solchen Praktiken, aber die Argumentation finde ich schon ziemlich lächerlich.

    Satzkarpfenbesatz vom WAV ist gut und unbedenklich , Karpfenbesatz von "Hantas" ist böse und schädigt die Gewässer. Geht´s noch?

    Kommt es auf die Fischgröße an oder auf die Bestandsdichte?

    Wer gründelt mehr, verstoffwechselt mehr und schädigt ein Gewässer ggf. stärker, ein Karpfen von 20kg oder 20 Karpfen von je 1 kg oder 40 von 0,5 kg?

    Und üblicherweise wird ja deutlich mehr Biomasse an Satzkarpfen ins Gewässer gekippt als bei Großfischbesatz.

    Mir würde in einem Hecht/Schlei-See weder das eine noch das anderere taugen.

    Wer im Glashaus sitzt, sollte halt nicht mit Steinen werfen.
     
  6. Lajos1

    Lajos1 Well-Known Member

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    Hallo,

    Grossfischbesatz wird bei uns überhaupt nicht gemacht, in die entsprechenden Gewässer kommen K2 und K3 rein. Erstere brauchen noch ein Jahr bis zur "Pfannengröße" und zweitere haben diese in aller Regel bereits. Die Großkarpfen in unseren Gewässern sind alle Überlebende aus solchen Besatzmaßnahmen. Aber wie schon erwähnt, die Franken haben zum Karpfen meist eine andere Einstellung und viele Angler gehen eben speziell zum Karpfenangeln um einen (oder auch mehrere) in die Pfanne zu hauen, im wahrsten Sinne des Wortes. Und selbst ich, der ich eigentlich kein Ansitzangler bin, fange mir doch einige im Jahr, ganz einfach nur zur Verwertung.

    Petri Heil

    Lajos
     
  7. Toni_1962

    Toni_1962 freidenkend

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    Was? Wie? Karpfen kann man essen? Ich dachte, die sind nur zum Zurücksetzen gut?!
     
  8. Lajos1

    Lajos1 Well-Known Member

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    Hallo,

    wenn Du bei uns einen Karpfen in Pfannengröße wieder zurücksetzt, dann kommen die mit den weissen Turnschuhen und holen Dich ab:laugh2. Leicht übertrieben dargestellt.

    Petri Heil

    Lajos
     
  9. Kochtopf

    Kochtopf Chub Niggurath

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    Man muss aber auch sagen, dass ihr Franken schon wisst wie Karpfen richtig lecker geht
     
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  10. Taxidermist

    Taxidermist Well-Known Member

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    Da kann ich mich deiner Meinung nur anschließen!
    Denn es geht in der Tat nicht um Groß oder Klein, sondern nur um wie viel!
    Angler sind aber nun dafür bekannt kein vernünftiges Maß zu kennen und es läuft fast immer auf ein "zu viel" hinaus.

    Die von Lajos immer wieder zitierten Fränkischen Karpfenteiche haben hier wohl eine Sonderstellung.
    Diese werden schließlich schon seit Jahrhunderten genau zum Zweck der Karpfenmast bewirtschaftet und sind somit schon lange für andere Arten ökologisch tot, bzw. diese anderen Fischarten sind und waren in den Gewässern immer nur "Zubrot".

    Das kann ich selbst bestätigen.
    Ich habe mal anderthalb Jahre in Nürnberg gelebt und der überall im Herbst (günstig) angebotene Karpfen im Bierteig ist legendär.
    War wohl eines der besten Dinge von Nürnberg die mir in Erinnerung blieben, dagegen so ziemlich alles Essbare mit Kümmel zu "verseuchen", war hingegen eher gruselig.

    P.S.: Die Nürnberger Bratwürstchen, aus der ältesten Bratwurstbude der Welt, auf die sich die Leute dort so furchtbar viel einbilden, kommen geschmacklich trotzdem nicht an die Thüringer Bratwürste ran!

    Jürgen
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Februar 2019 um 11:48 Uhr
  11. MarkusZ

    MarkusZ Member

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    Hallo,

    ich finde es allgemein gefährlich, wenn Angler sich in der Öffentlichkeit bekriegen.

    Die Bilder auf der WAV-Seite könnte man super als Argument verwenden, wenn es darum geht, ob ein Gewässer an Angler oder echte Naturschutzvereine verpachtet werden soll. Auf das gute Angler/böse Angler Spiel dürften die Angelgegner kaum einsteigen.

    Nürnberger Elisenlebkuchen sind aber auch für Ortsfremde durchaus genießbar.

    Und auch der Nürnberger Club ist in der Fremde ziemlich beliebt, zumindest als Punktelieferant. :)
     
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  12. Laichzeit

    Laichzeit Well-Known Member

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    Das stimmt, aber wir dürfen auch nicht unsere Probleme unter den Teppich kehren, bis sich jemand anderes beschwert. Zum Beispiel die Taucher, wenn ihre Tauchgewässer veröden und trübe werden.
     
  13. Lajos1

    Lajos1 Well-Known Member

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    Hallo,

    danke für die Lorbeeren. Wir angeln aber auch die Karpfen aus Fliessgewässern (unser Verein z.B. hat gar keine Karpfenteiche).
    Und, Fränkisches "Schäuferla" (für Nichtfranken: Schulterstück vom Schwein mit Knochen) hast Du nicht probiert? Das kommt als Spezialität gleichauf mit Karpfen und Bratwürsten. Das mit der ältesten Bratwurstbude ist Geschichte. Da haben vor einigen Jahren die Regensburger nachweisen können, dass die "Wurstkuchl" (Wurstküche) an der Steinernen Brücke die älteste Bratwurstzubereitungsstätte ist.
    Auch darfst Du die speziellen "Nürnberger Bratwürste" nicht mit den fränkischen Bratwürsten gleichsetzen, das ist etwas anderes und die sind wirklich auch gut (meistens).
    Allerdings sind Thüringer, wenn es gute sind schon auch top.

    Petri Heil

    Lajos
     
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  14. Kochtopf

    Kochtopf Chub Niggurath

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    Schäufele sind das geilste das die fränkische Küche zu bieten hat! Auf Dienstreise in Noris habe ich es geschafft in 5 Tagen vier mal Schäufele zu essen. Das beste hatte der Schützenhof in der südstadt
     
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  15. Taxidermist

    Taxidermist Well-Known Member

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    Wieso habe ich gewusst, dass du das so nicht stehen lassen kannst?

    Nö, hab ich wohl verpasst?
    Dafür ist mir eine andere Spezialität in Erinnerung, hab allerdings vergessen wie meine Arbeitskollegen diese "Sauerei" genannt haben?
    Gab es bei diesen fast jeden Mittag und wurde regelrecht zelebriert.
    Ein Teller mit Essig, in dem Zwiebeln und klein geschnittene Wurst schwammen und manche haben auch da das unvermeidbare Kümmel rein gehauen, wirklich schauderhaft, im Wortsinne!
    So, jetzt genug OT von mir.

    Jürgen
     
  16. Andal

    Andal Teilzeitketzer

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    Gegen die fränkische Küche kann ich absolut nix sagen. Aber ich bin es auch von Haus aus gewöhnt, dass man mit Gewürzen, wie Kümmel und Majoran, recht großzügig umgeht. Ebenso Knoblauch, nach dem ja ein ganzer Landstrich südlich von Nürnberg benannt ist. Viele nicht Süddeutsche haben da gewisse Probleme. So die Rheinländer, wo ich beinahe schon glaube, dass Majoran zu den verbotenen Substanzen zählt, weil der dem Stoff aus Holland so ähnlich sieht. Man stelle es sich nur mal vor. Blutwurscht ohne Majoran - geht ja gar nicht!
     
  17. MarkusZ

    MarkusZ Member

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    Man kann Probleme schon diskutieren, aber doch nicht in aller Öffentlichkeit.

    Muss man denn solche Bilder und solche Vorwürfe ins Netz stellen?

    Noch dazu mit der Behauptung, mit Satzkarpfen könnte das nicht pasieren? Da kommen sich die Naturschützer bestimmt selber verarscht vor.

    Ich glaube nicht, dass man damit der Anglerschaft nen Imagegewinn verschafft.
     
  18. Andal

    Andal Teilzeitketzer

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    Jo... immer schön am Ast sägen, auf dem man selber sitzt!
     
  19. Toni_1962

    Toni_1962 freidenkend

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    Sich als Kameraden im selben Hobby gegenseitig an den Pranger zu stellen empfinde ich als widerlich ...
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Februar 2019 um 13:33 Uhr
  20. fishhawk

    fishhawk Well-Known Member

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    Hallo,

    da fallen mir schon einige Fragen zu ein :

    Was hat der WAV mit einem See in Brandenburg zu schaffen?

    Warum bauscht er die Sache so groß auf, obwohl sie auf der Website der Taucher nur mit ner Randnotiz erwähnt wird?

    Warum erweckt man den Eindruck, der ganze See wäre komplett verwüstet, während die Taucher nur von Fressplätzen der Karpfen sprechen?

    Dass ich von Karpfenbesatz nicht begeistert bin, habe ich ja schon erwähnt.

    Aber von dieser Art "Berichterstattung" durch einen Angelverein noch viel weniger.
     

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