Angeln im Biosphärenreservat ist beliebt, wird jedoch durch zunehmend schlechte Gewässerbedingungen erschwert.
Die verschlechterte Gewässerqualität stellt Angler im Biosphärenreservat vor wachsende Herausforderungen (Bild @pixabay)
Angeln ist für viele Menschen mehr als nur ein Hobby – es bietet die Möglichkeit, Natur intensiv zu erleben. Auch im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue zieht es zahlreiche Angler an die Gewässer. Doch die Bedingungen sind nicht überall optimal. Vertreter der sieben Angelvereine der Gemeinde Amt Neuhaus trafen sich im Biosphärenzentrum in Konau mit Behörden und Verbänden, um über aktuelle Probleme zu sprechen. In dem rund dreistündigen Austausch wurden zunächst praktische Fragen geklärt, etwa zum Nachtangeln und zur Beschilderung. Schnell wurde jedoch deutlich, dass diese Themen nur einen Teil der Herausforderungen ausmachen. Entscheidend für die Ausübung des Angelns ist vor allem die Qualität der Gewässer – und genau hier gibt es zunehmende Probleme. Besonders die Krainke, die sich durch die gesamte Gemeinde zieht, leidet unter starkem Bewuchs, zunehmender Verschlammung und teilweise sehr niedrigen Wasserständen.
Diese Entwicklungen wirken sich spürbar auf die Fischbestände aus: Arten und Populationen gehen zurück, zudem schreitet die Verlandung in einigen Bereichen voran. Die Gemeinde sucht daher kontinuierlich nach Finanzierungsmöglichkeiten für ökologische Maßnahmen. Zwar stehen Fördermittel der EU zur Verfügung, deren Beantragung erfordert jedoch ein umfangreiches Gewässerkonzept. Als möglicher Lösungsansatz wurde die Bildung einer sogenannten Gewässerallianz ins Spiel gebracht. Durch eine solche Zusammenarbeit könnten Projekte gebündelt und effizienter umgesetzt werden.
Auch die Verwaltung des Biosphärenreservats stellte konkrete Schritte in Aussicht. Aktuell wird eine Stelle im Bereich „Auenmanagement und Gewässerökologie“ besetzt, um kurzfristig Verbesserungen anstoßen zu können. Die Angelvereine signalisierten ebenfalls ihre Bereitschaft zur Mitwirkung: In den Vereinen seien ausreichend Arbeitskräfte und technische Mittel vorhanden, um Maßnahmen direkt vor Ort umzusetzen. Der Austausch machte deutlich, dass es bei allen Beteiligten weder an Problembewusstsein noch an Motivation mangelt. Entscheidend wird nun sein, die besprochenen Maßnahmen tatsächlich umzusetzen, damit das Angeln in der Gemeinde Amt Neuhaus auch künftig attraktiv bleibt.
Quelle: https://www.nordkurier.de/regional/hagenow/richtig-angeln-im-biosphaerenreservat-4434099
Die verschlechterte Gewässerqualität stellt Angler im Biosphärenreservat vor wachsende Herausforderungen (Bild @pixabay)
Angeln ist für viele Menschen mehr als nur ein Hobby – es bietet die Möglichkeit, Natur intensiv zu erleben. Auch im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue zieht es zahlreiche Angler an die Gewässer. Doch die Bedingungen sind nicht überall optimal. Vertreter der sieben Angelvereine der Gemeinde Amt Neuhaus trafen sich im Biosphärenzentrum in Konau mit Behörden und Verbänden, um über aktuelle Probleme zu sprechen. In dem rund dreistündigen Austausch wurden zunächst praktische Fragen geklärt, etwa zum Nachtangeln und zur Beschilderung. Schnell wurde jedoch deutlich, dass diese Themen nur einen Teil der Herausforderungen ausmachen. Entscheidend für die Ausübung des Angelns ist vor allem die Qualität der Gewässer – und genau hier gibt es zunehmende Probleme. Besonders die Krainke, die sich durch die gesamte Gemeinde zieht, leidet unter starkem Bewuchs, zunehmender Verschlammung und teilweise sehr niedrigen Wasserständen.
Diese Entwicklungen wirken sich spürbar auf die Fischbestände aus: Arten und Populationen gehen zurück, zudem schreitet die Verlandung in einigen Bereichen voran. Die Gemeinde sucht daher kontinuierlich nach Finanzierungsmöglichkeiten für ökologische Maßnahmen. Zwar stehen Fördermittel der EU zur Verfügung, deren Beantragung erfordert jedoch ein umfangreiches Gewässerkonzept. Als möglicher Lösungsansatz wurde die Bildung einer sogenannten Gewässerallianz ins Spiel gebracht. Durch eine solche Zusammenarbeit könnten Projekte gebündelt und effizienter umgesetzt werden.
Auch die Verwaltung des Biosphärenreservats stellte konkrete Schritte in Aussicht. Aktuell wird eine Stelle im Bereich „Auenmanagement und Gewässerökologie“ besetzt, um kurzfristig Verbesserungen anstoßen zu können. Die Angelvereine signalisierten ebenfalls ihre Bereitschaft zur Mitwirkung: In den Vereinen seien ausreichend Arbeitskräfte und technische Mittel vorhanden, um Maßnahmen direkt vor Ort umzusetzen. Der Austausch machte deutlich, dass es bei allen Beteiligten weder an Problembewusstsein noch an Motivation mangelt. Entscheidend wird nun sein, die besprochenen Maßnahmen tatsächlich umzusetzen, damit das Angeln in der Gemeinde Amt Neuhaus auch künftig attraktiv bleibt.
Quelle: https://www.nordkurier.de/regional/hagenow/richtig-angeln-im-biosphaerenreservat-4434099