Pressemeldung
Kind_Angeln.jpg

So soll es sein: Gefangen von der Spannung am Wasser (Beispielfoto/Pixabay)

Agrarminister Till Backhaus (SPD) teilte am Montag mit, dass im nächsten Schuljahr in zahlreichen Ganztagsschulen in Mecklenburg-Vorpommern Angelunterreicht angeboten werden soll. Fünft- und Sechstklässler könnten das Angebot ergänzend zum Regelunterricht belegen. Besonders spannend: Am Ende könnte die Fischereischeinprüfung möglich sein. Nun werden für das Projekt des Landesanglerverbands interessierte Schulen gesucht.

Bereits erprobt
An vier Schulen wird das Projekt bereits erprobt. „Angeln macht Schule“ startete 2018. Dazu wurde in Zusammenarbeit mit vier Ganztagsschulen, der Universität Rostock, der Fischerei Müritz-Plau GmbH sowie dem Biosphärenreservat Schaalsee-Elbe das benötigte Lehrmaterial erstellt. Den Kindern soll durch Exkursionen und Experimente das nötige Wissen über Fische und die Gewässerökologie vermittelt werden und sie offen für Naturschutz machen. Tierrechtler kritisierten das Projekt damals.
Das nun gestartete Folgeprojekt wird zunächst bis 2024 laufen und mit 14.000 Euro vom Landwirtschaftsministerium aus der Fischereiabgabe gefördert.

Quelle: https://www.nordkurier.de/mecklenbu...n-angeln-in-der-schule-lernen-0743819606.html

Habt Ihr Kinder, die bereits an Angel-AGs oder ähnlichem teilnahmen?
Sollte Angeln ein Wahlfach werden?
Oder ist das Aufgabe der Vereine?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Von welchem Bundesland ist denn da die Rede? Schulen und Fischerei (insbesondere die Fischerprüfung) sind ja nicht bundesweit einheitlich geregelt. Fände die Idee aber klasse. Fischer machen Schule gibt es ja auch schon ein paar Jahre und das läuft sehr erfolgreich, wie ich immer wieder höre. Einen Angelkurs könnte man wunderbar mit dem Unterrichtsfach „Soziales“ (ehemals Hauswirtschaft) kombinieren. Dann lernen die Schüler den frisch gefangenen Fisch zu filetieren und zuzubereiten.
Angeln als Wahlfach fände ich etwas übertrieben. Aber eine enge Kooperation zwischen Vereinen und Schulen halte ich schon für eine gute Idee. Die Schulen bieten ja auch Sportunterricht an, aber keinen eigenen Fußballverein (zumindest ist mir keine Schule bekannt).
 
Nur wer soll das machen ? , einer meiner Lehrer damals hat zwar geangelt aber das war auch mehr ein Sonntagsangler , damals konnte mann in der Schule auch noch den Klasse 4 Führerschein machen , ich habe ihn 1975 mit 15 gemacht und muste dann noch warten bis ich 16 wurde , Lehrer war unser Religionslehrer , mann brauchte aber auch keine Fahrstunden damals
 
Hallo,
Fischer machen Schule gibt es ja auch schon ein paar Jahre und das läuft sehr erfolgreich
Das hat aber vordergründig nichts mit Angeln zu tun, da dies nicht im Lehrplan steht. Das kommt dann eher mal durch Hintertür, je nachdem wer diese Projekte durchführt.

IN MVP ist das m.W. ja von vornherein auch auf praktisches Angeln ausgelegt.

Nur wer soll das machen ?
Da wird der LAV bei Bedarf schon jemand vermitteln. Außerdem ist in MVP der Zugang zum Fischereischein sehr unkompliziert und Kinder bis 13 Jahre dürfen bei Fischereischeininhabern mitangeln.

Ich finde diese AGs jedenfalls besser, als solche, wo Tierrechtler den Kindern ihre Ideologie eintrichtern dürfen.
 
moin,

das ist sicher lobenswert, ob sich das durchsetzt wage ich zu bezweifeln.
Besser fände ich allerdings, wenn die Kids in der Schule erstmal elementare Dinge lernen: lesen, schreiben, rechnen. Dazu Geschichte, Biologie, Geografie...

Wenn ich daran denke, dass mein Enkel in einem Jahr zur Schule kommt wird mir schon ein wenig flattrig ums Nervenkostüm.

Gruß
 
Hi Deniz,
wie du richtig sagtest, Aufstand der veganen Eltern...
Ich stell mir grade das Gespräch eines "Angelschülers" mit seinen Hipster- Eltern im Prenzelberg vor.
Schüler: Ab nächste Woche haben wir Angeln im Unterricht.
Eltern: Vater: Angeln? Hab ich mal als Kind gemacht. Total langweilig!
Mutter: Wo? Am Wasser? Mit Würmern? Ihhhh Aber, du bekommst doch schon Nachhilfe in Chinesisch, gehst zum Klavierunterricht. Hast du
doch alles gern gemacht.
Schüler: Mama! Das ist ein Schulfach! Ja, am Wasser. Vielleicht auch mit Würmern. So mit Natur und so. Ausserdem, könnte ich uns dann am vielleicht ein paar Fische fangen, wenn ich den Angelschein habe. Die Fische könnten wir dann essen.

Eltern: Wie willst du denn an das Unterrichtsgewässer kommen? Denk doch mal an deinen ökologischen Fussabdruck! Mit dem Lastenfahrrad fahren wir
dich nicht. Wirst langsam zu schwer auf lange Strecken, mit deinen 12Jahren.
Mutter: Fisch von hier? Ist der nicht verseucht? Aber, letztens, der Lachs aus dem Bio-laden, der war doch gut und ist ökologisch vertretbar.
Schüler: Oooch menno! Ich will auch mal angeln gehen. Der Lachs hat Sch.. geschmeckt
Eltern: Nix ist! Du nimmst am Angelunterricht nicht teil! Dafür gibt's ne extra Stunde Ethik und gendergerechte Sprache.

Ich hab das Ganze zwar überspitzt, aber ein guter Kumpel verkehrt in solchen Kreisen, in Berlin. Alles was ausserhalb vom Kiez ist, ist "terra incognita". Bäume umarmen gilt als Waldpflege. Der 400Eu WE-Einkauf im Bio-Markt ist normal.
Da sieht mein Kumpel mit seinem Job, beim NABU, ganz schön alt aus.
Zumindest hat er begriffen, dass sein heutiges "grünes" Stadtleben, rein gar nix mit mit seinen grünen Idealen verbindet.
 
Brillendorsch,
da hast du recht. Ich dachte, mein grüner Kumpel wollte mich verschei...als er mir paar Storys erzählt hat.
Aber weltfremd scheint ja "in " zu sein.

Hab grade nen Beitrag gesehen, wie eine FFW in S-A um Nachwuchs wirbt. Da gibt's nen praktischen Grundkurs, welcher als Schulunterricht angerechnet wird.
Deswegen: Daumen hoch! Für Angeln als Schulfach. Vorher sollten die Kinder, vielleicht, einen Schwimmkurs machen. Sicher ist sicher.
 
Das Problem ist in Deutschland bei solchen Projekten die Konformität zum Tierschutzgesetz. Was wird mit den gefangenen Fischen gemacht? Hier in Mittelfranken sind Fischereivereine regelmäßig Anzeigen von PETA ausgesetzt und man muss bei jedem Kinderangeln irgend ein Schlupfloch konstruieren, um bei der zu 80% eh stattfindenden Anzeige belegen zu können, dass man tierschutzkonform gehandelt hat.
 
Bei mir am Vereingewässer in NL muss jeder gefangene Fisch zurückgesetzt werden und die Kids machen sich darüber auch Gedanken
Aber da herrscht vornehmlich die Meinung das es ja besser für den Fisch ist, ihm wieder die Freiheit zu schenken, als ihn zu töten
In NL sieht man die Angelei auch mit ganz anderen Augen, hier sitzt oft die ganze Familie zusammen am Wasser und es wird geangelt, so bringt man den Kids die Natur und deren Tiere/Fische spielerisch näher
Ich wundere mich sehr oft darüber das mich schon 5 oder 6 jährige Kids ansprechen und mir sagen können um welchen Fisch es sich handelt den ich da gerade gefangen habe
In NL wissen die jüngsten meist schon um welchen Fisch es sich handelt und mit welchen Ködern sie zu fangen sind
In NL entwickeln sich die Kids, bezüglich der Angelei auch ein wenig anders, hier lernt man als Kleinkind schon mit der Stippe umzugehen
In Deutschland steigen Kids meist erst im Alter zwischen 10 bis 14 ins Angeln ein, 1 Jahr später sind die schon Raubfisch oder Karpfen Profis mit eigenem YouTube Kanal, haben in ihrem Leben aber noch nie einen Wurm oder eine Made an den Haken gehangen, geschweige denn mal ein Rotauge gefangen
Nein, in Deutschland ist nicht alles viel schlechter, aber man sollte vielleicht mal über den Tellerrand schauen und ganz wichtig, den Zugang zur Angelei vereinfachen
Angeln ist bei den Kids in NL cool, da würde nie jemand sagen,. Angeln ist doch voll langweilig oder Angler sind Außenseiter und haben keine Freunde :laugh2
 
Es ist in Deutschland gar nicht so einfach wie in den Niederlanden. Kinder unter 8 -10 haben ohne Eltern oder Verwandte überhaupt keine Möglichkeit, die Angel auszuwerfen.
Darüber hinaus in Jugendgruppen von Vereinen, die immer weniger werden. Dadurch ergibt sich wieder eine hohe Hemmschwelle.
In der Schule kann der Lehrer nicht einfach das Fach Angeln einführen oder Angelsessions machen. Wenn Aktivitäten am Wasser stattfinden, wird in NRW mindestens ein Rettungsschwimmer vom Lehrer und ein Freischwimmerabzeichen von den Schülern verlangt. Dann gibt es noch den Lehrplan, der eingehalten und durchgeführt werden muss.
Unter diesen Randbedingungen geht fast gar nichts, was sehr traurig ist. Als Kind wollte ich so gerne Angeln, aber ohne Eltern oder Verwandte musste ich bis zum 16-ten Lebensjahr warten, bis ich zufällig einen Großonkel entdeckte, der mich zum Angeln gebracht hat und mir die erste Angel geschenkt hatte.
 
Früher war alles einfacher :D
Ich bin über meinen Opa zum Angeln gekommen, von ihm habe ich auch meine erste Angel geschenkt bekommen
Dann hat man Würmer gesucht, ist unter an die Erft und hat geangelt, da war ich keine 10 Jahre alt
Fischereischein?
Seepferdchen?
Rettungsschwimmer?
Handy?
Nöö, man hat gesagt ich bin zum angeln und gut war es
Ab und zu musste man ganz schnell einpacken und abhauen weil ein Fischereiaufseher vorbei schaute, war man zu langsam zog er einem schon mal die Ohren lang
Heute zocken viele Kids "Angel" lieber am PC als das sie in der Natur unterwegs sind
Aber ich habe alles richtig gemacht, ich habe in der Natur überlebt, trotz Fischereiaufseher, Killermücken, verseuchten Wasser und saurem Regen :D
 
Früher war alles einfacher :D
Ich bin über meinen Opa zum Angeln gekommen, von ihm habe ich auch meine erste Angel geschenkt bekommen
Dann hat man Würmer gesucht, ist unter an die Erft und hat geangelt, da war ich keine 10 Jahre alt
Fischereischein?
Seepferdchen?
Rettungsschwimmer?
Handy?
Nöö, man hat gesagt ich bin zum angeln und gut war es
Ab und zu musste man ganz schnell einpacken und abhauen weil ein Fischereiaufseher vorbei schaute, war man zu langsam zog er einem schon mal die Ohren lang
Heute zocken viele Kids "Angel" lieber am PC als das sie in der Natur unterwegs sind
Aber ich habe alles richtig gemacht, ich habe in der Natur überlebt, trotz Fischereiaufseher, Killermücken, verseuchten Wasser und saurem Regen :D
Aber leider haben sich die Zeiten geändert und wenn die Eltern auch nur noch auf ihr Handy gucken...wird man wohl kaum von denen das angeln lernen. Bleibt zu hoffen, das angeln im Unterricht mit einfließt und man begeisterte Kinder/ Jugendliche dadurch hervorkommen. Je mehr sich für den Lebensraum Wasser/ Gewässer interessieren, desto besser. Auch das sich der Mensch, oder große Teile davon, nicht mehr von der Natur entfremdet.
 
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