Anglerdemo- Aktuelles

Brillendorsch

Teilzeitangler
Ja, wirklich unglaublich, diese Borniertheit, bar jeder Vernunft
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

Müssen wir noch mehr Beweise für die Ideologie und die Willkür des BMUB und die anglerfeindliche Politik der Bundesregierung bringen?
Aus meiner Sicht nicht. Wer es jetzt noch nicht kapiert hat, für den dürfte es eh zu spät sein.

Ich befürchte aber, dass der Nachschub so schnell nicht ausgehen wird. Wäre allerdings froh, wenn ich mich da irre.
 

Grünknochen

Natur schützender Angler
Der Feind des freiheitlichen Bürgers (und somit auch der Angler) ist die eigene Bundesregierung. Gilt in dieser Zeit mittlerweile für alle Lebensbelange.
Dein Wort in Gottes Ohr... Zu solch tiefschürfenden ''Erkenntnissen'' bin ich jedenfalls nicht gekommen. Ich beherrsche einfach nicht die Kunst der maximalen Simplifizierung auf der Basis von Nichtwissen.
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

wen man als Feind wahrnimmt, ist individuell verschieden.

Zumindest haben wir in der BRD noch die Demokratie (auch wenn Habeck das anders sieht) und da wählt halt die Masse, wer sie in die Sch**** reitet.

Und Leute wie fisherbandit können sich auch gegen Regierungsentscheidungen engagieren ohne gleich um Leib und Leben fürchten zu müssen.

Danke übrigens für sein Engagement.

Ob wir unter einem Diktator besser leben würden, käme wohl auch auf die betreffende Person an.

Soweit ich weiß sind aber die Menschen in Diktaturen auch überwiegend unzufrieden, selbst wenn es ihnen insgesamt eigentlich ganz gut geht.
 

Anglerdemo

Well-Known Member
Im Mittelalter lag mitten in Deutschland eine Stadt, die Schilda hieß. Ihre Bewohner nannte man deshalb die Schildbürger. Das waren seltsame Leute…

Ist das heutige Berlin etwa Schilda?

Viele Angler verstehen leider immer noch nicht, warum wir uns mit einer Klage gegen die Verbotszone für Freizeitfischerei in Teilen des Fehmarnbelts wehren. Schließlich wird mit dem Angelverbot doch die Natur geschützt. Es gibt jedoch bis heute keinen haltbaren wissenschaftlichen Nachweis für das Angelverbot- und genau das wird jetzt durch das BMUB bestätigt!

Auch die Fischerei soll Einschränkungen auferlegt bekommen

Die Politik hat uns ja immer wieder versichert, dass selbstverständlich auch die erwerbsmäßige Fischerei aus diesem Gebiet ausgeschlossen wird. Ja, und jetzt wird es tatsächlich ernst, zumindest ein wenig.

Der Entwurf zu Beschränkungen der Fischerei

Der deutsche Entwurf einer gemeinsamen Empfehlung des BMUB und BMEL für den Schutz der Natura 2000-Gebiete in der deutschen AWZ in der Ostsee sieht vor, dass Fischereien mit „beweglichen Bodenkontaktgeräten“ aus Teilen der Natura 2000-Gebiete ausgeschlossen werden.

Das hört sich tatsächlich im ersten Stepp nach einem Schutz der Natura-2000 Gebiete an. Schließlich wurden ja auch Freizeitfischer mit ihrer Angelrute aus Teilen des Fehmarnbelts zum Schutz der Natur ausgeschlossen.

Große Gefahr von Freizeitfischern?

Das BMUB sieht ja auch heute noch von der Freizeitfischerei eine große Gefahr für den Fehmarnbelt ausgehen, denn ansonsten hätte ja die verantwortliche Ministerin Svenja Schulze die Verordnung entsprechend ändern können.

Zum Verständnis haben wir die Verbotszone der Freizeitfischerei auf der beigefügten Karte rot dargestellt und Ihr könnt erkennen, dass diese mittig in der geplanten Verbotszone der Fischerei für bewegliche Bodenkontaktgeräte liegt.

Fehmarnbelt_Angelverbot_Fischereiverbot.jpg

Beschäftigen wir uns noch einmal intensiver mit der Empfehlung des BMUB (SPD geführt) und BMEL (CDU geführt). Die Maßnahme zielt gemäß der Empfehlung darauf ab, einen wirksamen Schutz der Lebensraumtypen Riffe und Sandbänke und ihrer benthischen Gemeinschaften im Natura 2000-Gebiet „Fehmarn Belt“ gegen bewegliche, mit dem Boden in Kontakt stehende Fanggeräte zu gewährleisten. Zur Erinnerung- aus dem gleichen Grund hat man ja uns Freizeitfischern das Angeln verboten.

„Wer angelt“ ist für das BMUB entscheidend bei den Schutzmaßnahmen

Interessant ist dann die Unterscheidung zwischen Angeln durch Angler und Angeln durch Fischer. Das BMUB sieht nämlich von Anglern, die Angeln eine Gefahr für die Riffe und Sandbänke, für Fischer die Angeln hingegen nicht.

Könnt Ihr uns noch folgen?

Das BMUB hat das Angeln durch Angler ja explizit verboten, hingegen das Angeln für die Fischerei vom Verbot ausgenommen. Ja, die Fischer dürfen sogar Schleppangeln. Oder mit einer Ringwade fischen (dort wird ein Anker eingesetzt). Grundberührende Gummifische oder Pilker mit 50 Gramm sind also eine Gefahr für Riffe und Sandbänke, Anker von 10 Kg und mehr hingegen nicht.

Wir haben Euch die zukünftig erlaubten Angelmethoden für die erwerbsmäßige Fischerei auch einmal dieser Meldung beigefügt.

L112_65_Fehmarnbelt_Monile Gears.JPG

Verstehen können wir das alles nicht mehr, aber wir haben selbstverständlich in den zuständigen Ministerien einmal nachgefragt.

Bitte teilt wie gewohnt diesen Beitrag, damit wir möglichst viele Menschen über diesen politischen Wahnsinn aufklären können.

Herzliche Grüße von der Küste und ein sonniges Wochenende!
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

damit wir möglichst viele Menschen über diesen politischen Wahnsinn aufklären können
Wer soll sich denn außer ein paar Anglern darüber aufregen, dass für die gewerbliche Fischerei Grundleinen, Langleinen, Treibleinen etc. erlaubt bleiben, während die Freizeitfischerei mit der Angelrute verboten ist ?

Gut, vielleicht noch ein paar Leute aus der Tourismusindustrie und der kümmerliche Rest, der keine grün-roten Scheuklappen aufhat, aber sonst?

Da wir ja nach Meinung gewisser Parteivorsitzenden eh in einer Diktatur leben, braucht man ja dann wohl auch keine vernünftige Legitimation für solche Verbote.

Und wer festlegt, wann ein paar Steine als ein paar Steine oder als Riff gelten, wird ja auch niemand hinterfragen wollen.

Ich bin jedenfalls froh, dass Anglerdemo das anders sieht und mit rechtsstaatlichen Mitteln dagegen vorgeht.
 

Anglerdemo

Well-Known Member
Es wird mal wieder Zeit DANKE zu sagen!

Danke an die Jungs und Mädels, die Anglerdemo regelmäßig freiwillig an den Wochenenden auf Veranstaltungen in Deutschland präsentieren. Hierbei dürfen wir nie vergessen, dass alle Kosten von diesen Angelkollegen zu 100% privat getragen werden, sei es für Benzin, Übernachtungen oder Verpflegung. Ich denke das DANKE kann gar nicht groß genug sein, oder?

Danke an alle Angler, die uns durch Spenden unterstützen!

Danke an alle Angler für den regelmäßigen Zuspruch!

Danke an alle Angler, die mit uns das Gespräch suchen und sich über unsere Arbeit informieren!

Angeln ist ein geiles Hobby. Ob nun der Drill, das Naturerlebnis oder einfach die Herausforderung die Fische zu überlisten. Angeln ist Erholung, Spannung und Erlebnis. Wenn am Ende des Tages dann noch ein frischer Fisch auf dem Teller liegt, haben wir den krönenden Abschluss einer erfolgreichen Angeltages vor uns liegen.

So ist es auch immer wieder interessant sich auf den vielen Messen über neue Köder, Ruten und Rollen zu informieren oder auch mit anderen Anglern einfach mal zu fachsimpeln. Wir wollen ja nicht nur über Verbote und Beschränkungen mit Euch reden, sondern viel lieber auch über die immer noch überwiegenden positiven Dinge rund um unser Hobby.

Dabei sollten wir jedoch die drohenden Gefahren nicht ausblenden, denn diese sind leider sehr real und betreffen immer mehr Angler in unterschiedlichen Regionen in Deutschland. Sei es durch Natura2000 oder auch einfach nur durch Willkür- wir müssen uns gemeinsam wehren.
So war heute natürlich Saza das Topthema, genauer gesagt die Veröffentlichung in diversen Medien „FCK PTA" – Wie und warum Dirk Sazalowski gegen Peta kämpft“.

Ja, ein Angler kämpft privat gegen PETA! Auch hier sieht man leider einmal mehr, dass viele Angler ihre Interessen nicht oder nur ungenügend von den Verbänden vertreten sehen. Danke Saza, dass Du Dich diesem Thema annimmst und natürlich auch danke, dass Du uns unterstützt. Es ist uns eine Ehre „FCK PTA“ im Team zu haben.

Natürlich freuen wir uns auch immer wieder über den Zuspruch aus der Angelszene. Auch hier stellen wir fest, dass wir immer mehr Promis mit unserer Arbeit erreichen. Auch hierfür möchten wir uns bedanken.

FZ_Lingen_2019_Anglerdemo.jpg

Wir wünschen Euch einen schönen Sonntag und ein paar schöne Stunden am Wasser. Und falls Ihr mal wieder Bock auf Dorsch habt- zur Zeit sind die Fänge bei uns an der Küste so gut, wie seit vielen Jahren nicht mehr.

Bis bald bei uns an der Küste!
 
G

Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
Ich wäre gerne auch persönlich vor Ort gewesen, jedoch hatte ich Termine bezüglich dem Entwurf zur Fischerei in den Schutzgebieten. Wir haben diesbezüglich jetzt neue Gespräche mit der EU aufgenommen, aber natürlich auch auf Bundesebene. Ich denke die Gespräche mit Anglern sind angenehmer :). Danke an alle, die dieses Wochenende die Spendenbox in Lingen hochhalten, danke Fred , Horst, Gregor, Saza und die vielen anderen!
 

Brillendorsch

Teilzeitangler
Hallo,



Respekt !

Einmal für Anglerdemo, aber auch für die Kommission, dass die sich Zeit für ne private Organisation ohne offizielle Legitimierung nimmt.
so sehe ich das auch, allerdings auch, dass Anglerdemo zusehens mehr und mehr Ernst genommen wird.
Es wird wahr genommen, welch fundierte Arbeit die machen, deshalb kann man Anglerdemo nicht mehr so einfach links liegen lassen, was man mit den eigentlich
zuständigen Verbänden durchaus kann und auch tut.
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

es gibt halt Institutionen, die wären offiziell über Mitgliederzahlen legitimiert und es gibt private Organisationen.

Schöner wäre es, wenn es der privaten Organisationen gar nicht bedürfte.

Solange das nicht so ist, wünsche ich Anglerdemo viel Erfolg und nötige Unterstützung aus der Anglerschaft.
 

Anglerdemo

Well-Known Member
Aller, Leine, Este, Hamel und Herksbach sowie an der Aue bei Stade hat der AV Niedersachsen Nachtangelverbote verhindert, gegen ein Angelverbot an der Elbe hat man eine fachlich fundierte Stellungnahme abgegeben! Der AV Niedersachsen kämpft für uns Angler und weiß, wie wichtig und schwierig dieser Kampf ist.

Umso mehr freuen wir uns, dass Werner Klasing und Klaus Bargmann uns auf unserem Stand auf der "Faszination Angeln 2019" in Lingen besucht haben und uns eine gute Arbeit bescheinigt haben. Vielen Dank!

IMG-20190224-WA0008.jpg

Auch wir haben uns natürlich über die Arbeit des AVN informiert und sind an einem regelmäßigen Austausch interessiert.

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Auch unsere Spendenbox wird weiterhin gefüllt, danke Mats!

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Lob für unsere Arbeit, einen Austausch mit dem AVN, gute Gespräche mit Euch und ein paar Euro für unsere Arbeit- so macht Messe Spaß!

www.av-nds.de/wir.html
 
Zuletzt bearbeitet:

Brandungsbrecher

Active Member
Auf https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/F/fischerei/dorsch.html fand ich folgenden, interessanten Satz:
"Da aufgrund umfangreicher wissenschaftlicher Untersuchungen belegt ist, dass die Freizeitfischerei einen nicht unerheblichen Anteil am Gesamtfang an Dorschen in der westlichen Ostsee ausmacht, hat die EU auch den Dorschfang der Freizeitfischer begrenz."

War das nicht gerade so, dass eine "umfangreiche wissenschaftliche Untersuchung" zu eben dieser Freizeitfischerei nicht genehmigt wurde?
Da ist diese Behauptung doch mal ganz starker Tobak. o_O
 
G

Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
Es gab eine wissenschaftliche Untersuchung, jedoch war da der Auftraggeber das BMEL nach Vorgabe der EU. Wir hätten das jetzt gerne mal von der anderen Seite - also auf Anglersicht - untersucht, aber uns ging es ja nicht speziell um die Fangmengen. Ich persönlich habe unsere Studie auch noch nicht zu den Akten gelegt...
 

Brandungsbrecher

Active Member
Ja genau, Lars, die meinte ich. Also die nicht-Genehmigung der Studie aus Anglersicht.
Denn was im Netz zu "umfangreichen wissenschaftlichen Untersuchungen" zu finden ist, ist doch sehr alt, dürftig und erinnert mehr an Ratespielchen.

In dem Artikel https://www.welt.de/regionales/hamburg/article1181361/Freizeitfischer-angeln-mehr-Dorsch-als-angenommen.html von 2007 wird davon gesprochen, dass 20-50% der Fänge auf das Konto der Freizeitfischer gehen.
Hier in https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn051522.pdf von 2012 sind es schon 35-70%.
Laut netzwerk-angeln.de: "
ICES - Zahlen klar: Angler haben nur 10 % der Fänge der Fischerei erreicht"
Das ist doch alles nicht wissenschaftlich belastbar.

So wie ich das sehe, müsste man mal 1-2 Jahre lang die Zahlen von den Kuttern aufnehmen lassen und auf den Länderportalen von SH und MV Fangmengen melden lassen, gerne auch anonym, nach Anzahl/Gewicht/Ort. Das sollte wesentlich belastbarer sein.

Also alleine diese schwankenden Angaben sollten doch genug Munition liefern, um auch dem uneinsichtigsten Bürokratenhengst die Sinnhaftigkeit eurer Studie vor Augen zu führen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Georg Baumann

Administrator
Teammitglied
Meines Wissens beruhen alle Aussagen ausschließlich auf Schätzungen und Hochrechnungen. Da liest dann jeder raus, was ihm gerade opportun erscheint.
 
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