Anglerverband Hamburg stellt Beitrittsantrag beim DAFV

Am Samstag, 26.08.2023 hat der Anglerverband Hamburg e.V. auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen, zum 01.01.2024 die Mitgliedschaft beim Deutschen Angelfischerverband e.V. zu beantragen.

DAFV_Anglerverband_Hamburg_Beitrittsantrag.jpg

Foto: DAFV, Oliver Vonberg

Nachdem der Anglerverband Hamburg e.V. den DAFV am 31.12.2018 verlassen hatte, wurde auf Grundlage der veränderten Rahmenbedingungen beim DAFV der Antrag auf einen Wiedereintritt beschlossen.

„Der DAFV hat sich in den letzten Jahren konsequent neu aufgestellt und weiterentwickelt. Die Geschäftsstellen wurden zusammengelegt, das Personal bei gleichbleibenden Kosten mit neuen Fachkräften besetzt und die Digitalisierung vorangetrieben. Im Rahmen zahlreicher Kampagnen, Initiativen und fachlichen Stellungnahmen vertritt der DAFV die Interessen von Anglerinnen und Anglern auf Bundes- und Europaebene. Diesen Bereichen ist in den letzten Jahren immer mehr Bedeutung zugekommen. Dazu ist es wichtig, fortwährend die Bedeutung und Leistungen der Angler in Deutschland für die Gewässer und Fische in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern und eine breite gesellschaftliche Akzeptanz zu erhalten. Als Beleg dafür haben die Leistungen der organisierten Angler für den Natur- und Artenschutz erstmalig in dieser Deutlichkeit den Weg in einen Koalitionsvertrag gefunden.“, so Klaus-Dieter Mau, Präsident des Deutschen Angelfischerverbandes.

Klaus Hommel, Präsident des Anglerverbandes Hamburg: “In Hamburg hat das Angeln traditionell einen hohen Stellenwert. Wir sehen die Notwendigkeit einer schlagkräftigen Interessenvertretung für die Zukunft der Freizeitfischerei in Deutschland. Als Landesverband können wir diese Arbeit nicht aus eigener Kraft leisten. Dazu beobachten wir in den letzten Jahren eine positive Entwicklung beim DAFV. Die Mitgliedschaft ist mit Mehrwerten verbunden, welche dem Anglerverband Hamburg und den Vereinen zugutekommen“.

Der DAFV begrüßt den Beitrittsantrag des Anglerverbandes Hamburg und bedankt sich ausdrücklich für das entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung der gemeinsamen Interessenvertretung auf Bundes- und Europaebene. Ohne eine breite Beteiligung der Landesverbände wäre diese Vertretung nicht möglich.

-Pressemeldung DAFV-
 
Das kann ich absolut nachvollziehen. Mein Eindruck (aus der Ferne) ist auch, dass sich der DAFV bzgl. der küstennahen Fischerei besonders stark positioniert und trotzdem diplomatisch, sachlich bleibt. Das finde ich gut, selbst wenn es mit meiner persönlichen Angelei nicht so viel zu tun hat
 
Das kann ich absolut nachvollziehen. Mein Eindruck (aus der Ferne) ist auch, dass sich der DAFV bzgl. der küstennahen Fischerei besonders stark positioniert und trotzdem diplomatisch, sachlich bleibt. Das finde ich gut, selbst wenn es mit meiner persönlichen Angelei nicht so viel zu tun hat

Wo hat sich denn der DAFV bzgl. irgendeiner Angelei stark positioniert und etwas für die Angler herausgeholt? Diplomatie hilft in diesem Zusammenhang übrigens aus meiner Sicht nur bedingt. Wer in dieser Sache etwas für die Angler erreichen will, muss da eher das grobe Besteck auspacken und sich zur Wehr setzen, auch mit rechtlichen Schritten.
 
.......rechtliche Schritte?..........welche sollten das sein ab51

Ich lese diese Forderungen hier immer wieder.............leider nur so "Pauschal" und "pauschale rechtliche Schritte" führen meiner Meinung nach ins Leere.

gruß degl

Siehe die Aktivitäten von Angler-Demo. Das auf Ebene eines Verbands mit den entsprechenden finanziellen Mitteln angestrengt, um durch die Instanzen zu gehen, mit entsprechender medialer Unterstützung, sehe ich nicht als aussichtslos an. Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil.
 
Hallo Naturliebhaber,

was genau wollen wir den einklagen?

Siehe die Aktivitäten von Angler-Demo. Das auf Ebene eines Verbands mit den entsprechenden finanziellen Mitteln angestrengt, um durch die Instanzen zu gehen, mit entsprechender medialer Unterstützung, sehe ich nicht als aussichtslos an. Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil.

ein unbegrenztes "bag-limit" für Fische, die es nicht mehr gibt, oder entgangene Angelerlebnisse. Das mit den Angelverboten in der AWZ war damals eine extrem linke Nummer, die ich der Ministerin Barbara Hendricks auch nie verzeihen würde. Wir haben das im Nachgang auch entsrechend kommentiert: https://dafv.de/aktuelles/barbara-hendricks-und-das-verloren-gegangene-vertrauen und verwenden das heute noch erfolgreich als Beispiel für Politik zum abgewöhnen.

Wir haben damals rechtliche Schritte seitens der Freizeitfischerei ausgiebig geprüft. AnglerDemo war eine Klage der Kutterbetreiber, dass sie ihren Beruf nicht mehr ausüben können, die es aber auch nicht für nötig befunden haben sich an der gemeinsamen Interessenvertretung ihrer Kunden in irgendeiner Art und Weise zu beteiligen. Dazu wurden aber trotzdem die Presseitteilungen des DAFV in der Klagebegründung verwendet. Und wir wissen auch alle wie das ausgegangen ist.

Beim BfN gibt es mittlerweile eine neue Präsidentin und im Rahmen eines gemeinschaftlichen Projektes mit Jörg Strehlow hat sich das BfN offen gezeigt evtl. auch das Angeln teilweise in Schutzgebieten wieder zu öffnen. Manchmal hilft es auch einfach miteinander zu reden bzw. für seine berechtigten Interessen mit Argumenten zu werben.

LG,

Olaf
 
Hallo Naturliebhaber,

was genau wollen wir den einklagen?



ein unbegrenztes "bag-limit" für Fische, die es nicht mehr gibt, oder entgangene Angelerlebnisse. Das mit den Angelverboten in der AWZ war damals eine extrem linke Nummer, die ich der Ministerin Barbara Hendricks auch nie verzeihen würde. Wir haben das im Nachgang auch entsrechend kommentiert: https://dafv.de/aktuelles/barbara-hendricks-und-das-verloren-gegangene-vertrauen und verwenden das heute noch erfolgreich als Beispiel für Politik zum abgewöhnen.

Wir haben damals rechtliche Schritte seitens der Freizeitfischerei ausgiebig geprüft. AnglerDemo war eine Klage der Kutterbetreiber, dass sie ihren Beruf nicht mehr ausüben können, die es aber auch nicht für nötig befunden haben sich an der gemeinsamen Interessenvertretung ihrer Kunden in irgendeiner Art und Weise zu beteiligen. Dazu wurden aber trotzdem die Presseitteilungen des DAFV in der Klagebegründung verwendet. Und wir wissen auch alle wie das ausgegangen ist.

Beim BfN gibt es mittlerweile eine neue Präsidentin und im Rahmen eines gemeinschaftlichen Projektes mit Jörg Strehlow hat sich das BfN offen gezeigt evtl. auch das Angeln teilweise in Schutzgebieten wieder zu öffnen. Manchmal hilft es auch einfach miteinander zu reden bzw. für seine berechtigten Interessen mit Argumenten zu werben.

LG,

Olaf

Was ihr einklagen sollt? Die Aufhebung von Angelverboten!

Ich gebe dem DAFV gern eine weitere Chance. Bekommt was hin, im Sinne der Angler.

Ich glaube aber nicht an Erfolge mit einem "Schmusekurs".
So sehr ich die Leute der sog. Letzten Generation inhaltlich ablehne, so sehr bewundere ich deren Vorgehen: Knallharte Konfrontation, anders bewegt man in diesem System nichts.
 
Hallo Naturliebhaber,

Ich gebe dem DAFV gern eine weitere Chance. Bekommt was hin, im Sinne der Angler.

Wow das ist total nett von dir. Beteiligst du dich in irgendeiner Weise an der gemeinsamen solidarisch getragenen Interessenvetretung der Angler auf Bundes- oder Europaebene , ausser mit schlauen Kommentaren und Befehlen? Dem Wohnort in deim Profil zufolge nicht, aber das kann natürlich täuschen. Als Delegierter in der demokratischen Verbandsauschusssitzung einer unserer angeschlossen Landesverbände beim DAFV hast du im Grunde in der Hand, was wir machen sollen und was nicht ...

Du hast meine Frage auch nicht beantwortet: "Mit welcher Bergündung klagen wir?" Ich finde das ungerecht, oder ich kann mein persönliches Angelerlebnis nicht mehr ausleben, zieht laut den Aussagen der Rechtsanwälte vor Gericht leider nicht. Wenn du uns eine plausible und erfolgversprechende Klagebegründung lierferst, sind wir die ersten die das gerne jurisitisch verfolgen. Recht haben und recht bekommen sind immer noch zwei unterschiedliche Dinge vor Gericht. Auch eine Normenkontrollklage gegen die Ausarbeitung der Managementpläne der NSG in der AWZ erscheint schwierig. Wenn du den Königsweg kennst, dann erleuchte uns. Wir hatten noch ein paar Winkelzüge über die fehlende Abstimmung von Deutschland im Rahmen der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) in Petto, aber auch davon wurde uns abgeraten. Da die Freizetfischerei von der GFP zwar reguliert wird, aber es unterschiedliche Ansichten auf Ebene der EU gibt ob sie Teil der GFP ist. Das ist alles nicht so einfach.

Wir sind dem ordnungsgemäßen Umgang mit den Mitgliedsbeiträgen unserer Mitglieder verpflichtet. Wir können und dürfen nicht mal eben eine fünf bis sechs-stellige Summe in einer ungewissen Klage versenken. Die Begründung der Kutterbetreiber als kommerzielle Betriebe fand ich durchaus relevant, aber selbst die haben verloren. Was ich unfair fand, war das uns dauerhaft in den Arsch getreten wurde, parallel dazu unsere Pressemittelungen als Klagebegründung verwendet wurden und das ganze Projekt nach der verloren Klage über Nacht geschlosen wurde. Dazu werden wir bis heute immer noch als die Doofen dargestellt.

Der Thread geht ja eigentlich darum, dass Verbände beim DAFV wieder eingetreten sind und die Notwendigkeit sehen da als Angler gemeinsam mehr zusammenzustehen. Wir haben aus meiner Sicht ganz andere Probleme als uns gegenseitig Vorwürfe zu machen ...

Ich denke du wirst da eine Antwort drauf haben. Ich belasse es dabei, ich werde dich sicher nicht überzeugen. Es geht mir auch mehr um die Leute die mitlesen und sich ein eigenes Bild machen ...

LG,

Olaf
 
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Hallo Naturliebhaber,



Wow das ist total nett von dir. Beteiligst du dich in irgendeiner Weise an der gemeinsamen solidarisch getragenen Interessenvetretung der Angler auf Bundes- oder Europaebene , ausser mit schlauen Kommentaren und Befehlen? Dem Wohnort in deim Profil zufolge nicht, aber das kann natürlich täuschen. Als Delegierter in der demokratischen Verbandsauschusssitzung einer unserer angeschlossen Landesverbände beim DAFV hast du im Grunde in der Hand, was wir machen sollen und was nicht ...

Du hast meine Frage auch nicht beantwortet: "Mit welcher Bergündung klagen wir?" Ich finde das ungerecht, oder ich kann mein persönliches Angelerlebnis nicht mehr ausleben, zieht laut den Aussagen der Rechtsanwälte vor Gericht leider nicht. Wenn du uns eine plausible und erfolgversprechende Klagebegründung lierferst, sind wir die ersten die das gerne jurisitisch verfolgen. Recht haben und recht bekommen sind immer noch zwei unterschiedliche Dinge vor Gericht. Auch eine Normenkontrollklage gegen die Ausarbeitung der Managementpläne der NSG in der AWZ erscheint schwierig. Wenn du den Königsweg kennst, dann erleuchte uns. Wir hatten noch ein paar Winkelzüge über die fehlende Abstimmung von Deutschland im Rahmen der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) in Petto, aber auch davon wurde uns abgeraten. Da die Freizetfischerei von der GFP zwar reguliert wird, aber es unterschiedliche Ansichten auf Ebene der EU gibt ob sie Teil der GFP ist. Das ist alles nicht so einfach.

Wir sind dem ordnungsgemäßen Umgang mit den Mitgliedsbeiträgen unserer Mitglieder verpflichtet. Wir können und dürfen nicht mal eben eine fünf bis sechs-stellige Summe in einer ungewissen Klage versenken. Die Begründung der Kutterbetreiber als kommerzielle Betriebe fand ich durchaus relevant, aber selbst die haben verloren. Was ich unfair fand, war das uns dauerhaft in den Arsch getreten wurde, parallel dazu unsere Pressemittelungen als Klagebegründung verwendet wurden und das ganze Projekt nach der verloren Klage über Nacht geschlosen wurde. Dazu werden wir bis heute immer noch als die Doofen dargestellt.

Der Thread geht ja eigentlich darum, dass Verbände beim DAFV wieder eingetreten sind und die Notwendigkeit sehen da als Angler gemeinsam mehr zusammenzustehen. Wir haben aus meiner Sicht ganz andere Probleme als uns gegenseitig Vorwürfe zu machen ...

Ich denke du wirst da eine Antwort drauf haben. Ich belasse es dabei, ich werde dich sicher nicht überzeugen. Es geht mir auch mehr um die Leute die mitlesen und sich ein eigenes Bild machen ...

LG,

Olaf

Ich bin 1. Vorstand eines nicht ganz kleinen Fischereivereins in Mittelfranken und erkenne überhaupt nicht den Sinn eines Bundesverbands, da die Angelgesetzgebung den Bundesländern unterliegt. Diese Meinung teilt auch die Mehrzahl der Mitglieder im Bezirksverband Mittelfranken. Der Landesverband Bayern ist ja auch nicht Mitglied im DAFV.

Von daher kann ich mich zur wiederholen: Der DAFV muss uns von seinem Mehrwert überzeugen. Bisher hat er das nicht geschafft.

Aus deinem Erläuterungen höre ich viel Ratlosigkeit raus. Ich kann da nur eines sagen: Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Wenn die aktuelle Gesetzeslage anglerfeindlich ist, muss ein Interessenverband der Angler dagegen vorgehen. Aber dann wird es halt unangenehm, weil man sich mit der aktuellen Politik anlegt und auch schnell mal in eine bestimmte politische Ecke geschoben wird. Und darauf hat euer Vorstand anscheinend keine Lust oder generell ein anderes Weltbild. Mein Fazit: Für meinen Verein ein Verband ohne Mehrtwert. Da engagiere ich mich lieber auf Bezirks- und Landesebene, gemeinsam mit den Vertretern der Teichwirtschaft, um konkrete Verbesserungen zugunsten der Angler zu erreichen. Beispiel: Bestandsregulierung bei Biber und Fischotter. Was hat der DAFV hier getan?
 
Wow das ist total nett von dir. Beteiligst du dich in irgendeiner Weise an der gemeinsamen solidarisch getragenen Interessenvetretung der Angler auf Bundes- oder Europaebene , ausser mit schlauen Kommentaren und Befehlen?

Wow, da hast du es denen, die dich dafür bezahlen, dass du deinen Job machst, aber mal richtig gegeben. Sollen die doch für dich (unentgeldlich) die Arbeit machen! ab36

Aber, wenn die die Arbeit selber machen, wofür brauchen sie dann noch den Verband?

Viele Grüße!

Achim
 
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