Auf Döbel, Aland & Co. mit „Raubfischmethoden”

rustaweli

Well-Known Member
@Andal
Naja, preislich ist halt immer so ein persönliches Empfinden. Sage mal so, wenn der 40er Dickkopf als Nichtzielfisch noch Spaß macht, auch gerne mehr.
Die Tamer Barbel von den Dir erwähnten FS hatte ich auch gerade ins Auge gefaßt. 11ft, 1,5lbs. Kennst Du die, bzw weißt was über sie?
 

geomas

Swing is mein Ding
Tja, meine Versuche, mit kleinen und kleinsten Kunstködern den heimischen Cypriniden (Rapfen gibts in meiner Umgebung nicht) nachzustellen, sind bislang alle gescheitert. Hatte an kleinen Wobblern Nachläufer (1x ein mutmaßlicher Aland), aber keiner packte zu.

Zugelangt haben nur kleine und sehr kleine Stachelritter.

Habe aber noch andere Gewässer und auch ein paar frische Ideen in der Hinterhand, es ist wohl nur ne Frage der Zeit...
 

Mescalero

Well-Known Member
#experimentellesangeln
#montessorifischen

Mir hat kürzlich auf Youtube die Mormyschka-Angelei eines russischen Eisanglers imponiert aber Eis gibt es hier nicht und auch keine Stege o.ä. zum vertikalen Angeln und Mormyschkas waren ebenfalls nicht aufzutreiben. Mit Nymphen an der Tenkararute habe ich schon einige Friedliche gefangen und so kam ich auf den Trichter, das eine mit dem anderen zu kombinieren.

Die Idee war es, an einer langen Rute (um nicht vor den Füßen angeln zu müssen) eine oder mehrere Nymphen abzulassen und tremarella-mäßig zu präsentieren, wie Wasserflöhe oder Zuckmücken.

Ich habe mangels Trema die Sensas Bolo genommen, eine kleine Hegene mit drei 18er Buzzern gebastelt, DS-Blei drangehängt und abgelassen. Erste Erkenntnis: die Bolo ist dafür völlig ungeeignet, viel zu bockig und unsensibel, sie ist halt für sowas nicht gemacht. Zweitens: die hüpfenden Mormyschkabewwgungen bekommt man nicht gut auf die Nymphen übertragen, die Schnur zwischen dem Blei und den Haken dämpft die Zitterei zu stark.

Eine gute Stunde war ich am Bach, dann habe ich mangels passender Klamotten (ein Harris Tweed wäre bei dem Dreckswind optimal gewesen) und weil die Zeit knapp wurde abgebaut. Immerhin eine Rotfeder von 12cm konnte gelandet werden - den Biss hatte ich an dem Prügel gar nicht bemerkt, erst als ich die Rute anhob zum Versetzen „Huch, da hängt ja ein Fisch dran!“.

Fazit: das ist alles noch längst nicht in dem Topf, wo‘s kocht. Aber die Methode hat Potential Vielleicht mit nur einer schweren Nymphe (oder eben doch Mormyschka!) und ohne Extrablei und mit einer ganz feinen Tremarellarute, Klasse 0 oder 1.
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Forelle74

Well-Known Member
#experimentellesangeln
#montessorifischen

Mir hat kürzlich auf Youtube die Mormyschka-Angelei eines russischen Eisanglers imponiert aber Eis gibt es hier nicht und auch keine Stege o.ä. zum vertikalen Angeln und Mormyschkas waren ebenfalls nicht aufzutreiben. Mit Nymphen an der Tenkararute habe ich schon einige Friedliche gefangen und so kam ich auf den Trichter, das eine mit dem anderen zu kombinieren.

Die Idee war es, an einer langen Rute (um nicht vor den Füßen angeln zu müssen) eine oder mehrere Nymphen abzulassen und tremarella-mäßig zu präsentieren, wie Wasserflöhe oder Zuckmücken.

Ich habe mangels Trema die Sensas Bolo genommen, eine kleine Hegene mit drei 18er Buzzern gebastelt, DS-Blei drangehängt und abgelassen. Erste Erkenntnis: die Bolo ist dafür völlig ungeeignet, viel zu bockig und unsensibel, sie ist halt für sowas nicht gemacht. Zweitens: die hüpfenden Mormyschkabewwgungen bekommt man nicht gut auf die Nymphen übertragen, die Schnur zwischen dem Blei und den Haken dämpft die Zitterei zu stark.

Eine gute Stunde war ich am Bach, dann habe ich mangels passender Klamotten (ein Harris Tweed wäre bei dem Dreckswind optimal gewesen) und weil die Zeit knapp wurde abgebaut. Immerhin eine Rotfeder von 12cm konnte gelandet werden - den Biss hatte ich an dem Prügel gar nicht bemerkt, erst als ich die Rute anhob zum Versetzen „Huch, da hängt ja ein Fisch dran!“.

Fazit: das ist alles noch längst nicht in dem Topf, wo‘s kocht. Aber die Methode hat Potential Vielleicht mit nur einer schweren Nymphe (oder eben doch Mormyschka!) und ohne Extrablei und mit einer ganz feinen Tremarellarute, Klasse 0 oder 1. Anhang anzeigen 349726 Anhang anzeigen 349727
Hallo
Das mit den Mormyschka hab ich schon öfters praktiziert.
Tatsächlich auch mit ner Tremarella Rute in 3,90m.
Da lassen sich sämtliche Fische mit fangen.
Das geht in Gumpen und Wehren prima.
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Mit dem Bug hab ich ja am Wochenende erfolgreich Döbel gefangen.
Die gehen echt Super.
Der Bericht ist im Raubfisch Thread.
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Meine neuen Käfer sind da.
Freu mich schon aufs testen.
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Andal

Teilzeitketzer
# Fliegenfischen ...

Für ein Experiment suche ich eine alte, abgelegte Fliegenschnur. Irgendwas zwischen #4 und #7, schwimmend.

Wer hat etwas rumliegen und würde es gegen Unkostenbeitrag abgeben?
 

Mescalero

Well-Known Member
@Andal
Ich habe eine, müsste eine 4 sein. Vielleicht aber auch #3 - jedenfalls kannst du sie gern haben.
 

mikesch

Allrounder
Gestern war wohl mein "kürzester" Angeltag, zumindest der aktiven Angelzeit.
16:00 Uhr: Internet gecheckt nach Regen (keiner in Sicht bis Mitternacht) und Wind (nix Schlimmes) fertig gepackt, Auto startklar, los geht es zum See. Die friedlichen Fettflossenträger der Gattung Coregonus warten sicher schon auf mich, vielleicht haben auch ein paar "Punker" Lust auf Gummi.
Noch schnell was beim Vereinskassier erledigt und ab Richtung Bootsliegeplatz. Der erste Anblick des Sees hat mit schockiert, das Wasser sieht seltsam aus, kabbelig und giftgrün, nix mit Boot rausfahren, sieht nach heftigem Wetterumschwung aus. Zu gefährlich für meinen kleinen Seelenverkäufer, außerdem türmen sich schwarze Wolken am Südufer an den Bergen. Sch…. , dann eben ans Vereinswasser (Abfluss des Sees), nochmal Sch…., der Parkplatz ist überfüllt von Badegästen und Bootsfahrern. Was nun? Erstmal zum kleinen Vereinssee (da habe ich allerdings keine Erlaubnis für) gemütlich Eine rauchen und nach dem Rechten schauen. Gemütlich sitze ich auf der Bank vor der Hütte, drehe eine kurze Runde und dann habe ich eine Idee, unten am Wehr könnte man es ja mal oberhalb begutachten. Für die Stelle zwar kein geeignetes Gerät dabei, aber was soll's, wenigstens habe ich eine Box mit Wobblern von 3 - 5 Gramm Gewicht dabei. Der Parkplatz ist leer (Betriebsruhe des dortigen Gasthauses) nur der erhöhte Wasserstand macht es mir mit meinen leichten Bootschuhen unmöglich am Wasser entlang zu gehen, wo ich das letzte Mal trockenen Fusses unterwegs war fließt das Wasser jetzt über 20 cm höher, das Steilufer zur Straße hoch ist mit Nagelfluhfelsen befestigt, Bergschuhe wären nötig. Gut versuche ich es am Wehreinfluss (Betonmauer mit Geländer). Die leichte Gummirute ist zwar für Wobbler nicht optimal geeignet, muss gehen. Für den ersten Test ein kleiner Twitchbait, Rutenverhalten testen, unter der Spitze ins Wasser fallen lassen, ein paar Meter abtreiben lassen und kurz festhalten. Nur eine moderate Biegung des Solidtip, passt. Noch ein paar Meter weitertreiben lassen und wieder langsam gegen die Strömung einziehen. Peng, Rute beschreibt einen Viertelkreis und am Ende der Leine tobt ein Fisch, das ging aber schnell. Kein übermäßiger Gegner aber ein Aitel mit 40 cm.
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Kein französisches Liedgut nötig.
Zweiter Versuch => "ein kaum handlanger "Punker".
Nach weiteren 10 Minuten ohne Biss plötzlich ein atmosphärisches Krachen hinter mir, über dem Hügel eine Gewitterwolke ( Die noch vorhandenen Haare streiten sich um einen Stehplatz), nix wie weg. Ich mit Angel in der Hand und Gewitter vertragen sich gar nicht. Rute zusammengesteckt und ab Richtung Auto, war noch keine 5 m gegangen und schon beginnt es kräftig zu regnen.
Fazit: Auch kurze Angelausflüge können erfolgreich sein.
 

geomas

Swing is mein Ding
Danke für den stimmungsvollen Bericht, @mikesch und ein sattes Petri zum schönebn Döbel (und dem Punk)!


Meine Versuche, mit kleinen Spinnern, Wobblern Döbel und Co. nachzustellen sind nach wie vor nicht von Erfolg gekrönt. Aber der Tackleberg wächst in die Höhe. Die Zuversicht, mal ein dickköpfiges Großmaul per „Crankbait” oder Spinner überlisten zu können, steigt immerhin.

Nachtrag: habe seit Jahren leicht auftreibende kleine und stark aromatisierte (=unfaßbar stinkende) Redworms von Enterprise zu liegen, aber noch nicht genutzt.
Die sollen jetzt als kleines Bündel an einem kleinen Jigspinner (im Zulauf) oder evtl. an nem Cherubashka-Dingens (bislang null Erfahrung damit) gezupft werden. Bin gespannt.
 
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