Auf Hecht nur Stahl oder mit Fluorocarbon?

Fruehling

Well-Known Member
...Nach deiner Theorie gibt es dann gar keine hechtsicheren Vorfächer, höchstens bissfeste....
Bißfest reicht völlig. Will ich Hechtsicherheit, bleibe ich dem Wasser fern.
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,
Bißfest reicht völlig. Will ich Hechtsicherheit, bleibe ich dem Wasser fern.
Dem kann ich zustimmen. Wobei ich mit bissfest natürlich durchbeißsicher meine, nicht "al dente". :)

fängt er locker 300 Hechte und hat nach eigenen Aussagen durch durchgebissenens Mono in mehreren Jahren, insgesamt weniger als 5 Fische verloren.
Ist halt auch unterschiedliche individuelle Erfahrung.

Erinnert mich an einen F&F-Artikel aus der analogen Zeit. Dort schrieb der Autor dass er die Anzahl seiner Hechtbisse deutlich steigern konnte, seit er auf Vorfächer verzichte und seine Blinker/Spinner direkt an 0,25 Mono knote. Verloren habe er dadurch noch nie nen Fisch, weil die beim Spinnfischen ja immer vorne hingen.

War mir damals schon schleierhaft, wie ne renommierte Zeitschrift sowas abdrucken konnte.

Zu meinem großen Erstaunen steht auch in der aktuellen Zeitschrift des LFV-Bayern, dass es auch die größten Hechte nicht schaffen würden, ein 60er - 80er FC-Vorfach zu knacken.

Und das bei den Jungfischertipps zum Hechtangeln mit Naturköder !!!

Hat halt jeder seine eigene Wahrheit.
 

Sensitivfischer

mach's nun auch mit Gummi
Ehm, für mich sind das immernoch viel zuviele.o_O
Wer nach dem ersten Abbiss immernoch mit dem Zeug fischt hat für mich nicht alle Latten am Zaun.

In Deiner weiteren Ausführung vergleichst Du Material von 0,8mm mit 15kg Stahl, ich finde der Vergleich hinkt....
So ein vergleich(zumindest wie du es aufgefasst hast) war von mir nicht beabsichtigt.
Ich habe beide Materialien nur deshalb gegenüber gehalten, weil das meiner Meinung nach die jeweiligen Dimensionen sind, in denen sie von der Überzahl der Angler am Wasser benutzt werden.
Mono ab 0,8mm deshalb, weil es ab dem Durchmesser als "safe" gilt und 15kg Stahlvorfach, weil das jene Dicke bei Stahl ist, die die meisten Angler montieren.
Und wenn man so angelt, dann verliert man mit Stahl öfter Fisch als mit dem genannten Mono(zumindest meine Erfahrung).
....Stahlvorfach von über 40kg Tragkraft ist innerhalb eines Drills praktisch nicht zerstörbar; aktuell habe ich ein 150Lbs solid Titanvorfach an meiner Swimbaitrute montiert, das Ding ist ebenfalls absolut knickresistent, wobei auch nen 50kg Stahl seltenst innerhalb eines Angeltages getauscht werden muss.

Grüße JK
Das kann ich mir vorstellen, aber ich habe noch nie einen Raubfischangler gesehen, der so brutal fettes Metallvorfach verwendet. Guckst du in die meisten Angelshops sind 6kg, 9kg, 15kg die gängigen Stahlvarianten, in Ausnahmefällen 18kg und das ist schon nah an der Spinnstange.
50kg Stahlvorfach?
Wo kaufst du ein? Im Baumarkt in der Eisenwarenabteilung? Da kannst ja gleich mit ner Parkuhr als Vorfach angeln.
 

Sensitivfischer

mach's nun auch mit Gummi
Zitat von Sensitivfischer:
Auf diese Weise habe ich meine potentiell größten Hechtfänge im Drill verloren, meist 1-2 Meter vorm Kescher und das sowohl mit selbst gequetschtem als auch mit fertigen Vorfächern.

In meinen Augen würde das mehr auf Anglerfehler als auf Materialfehler hindeuten, warum sollte das Material immer erst 1 bis 2 mtr vor dem Kescher seinen Geist aufgeben. Ich benutze jedenfalls nur Stahl und zwar in verstärkem Durchmesser und bisher ist keine Hechtmutti wegen Materialermüdung bzw. Bruch davongekommen.
Weil sie dann meist nochmal richtig Gas geben, explosionsartige Sprints; harte Kopfstöße, Sprünge aus dem Wasser in die nahezu gespannte Schnur; zwischen Angler und Fisch kaum noch Schnur die puffert.
 

Bilch

Well-Known Member
Weil sie dann meist nochmal richtig Gas geben, explosionsartige Sprints; harte Kopfstöße, Sprünge aus dem Wasser in die nahezu gespannte Schnur; zwischen Angler und Fisch kaum noch Schnur die puffert.
Genau darum meint @Hecht100+ wahrscheinlich, dass es ein Drillfehler sein könnte – eine zu fest gestellte Bremse z.B.
 

Hecht100+

Well-Known Member
Genau darum meint @Hecht100+ wahrscheinlich, dass es ein Drillfehler sein könnte – eine zu fest gestellte Bremse z.B.
Ja, genau das waren meine Gedankengänge. Und hiermit oute ich mich mal, mein normales Stahlvorfach für Big Baits trägt 55 kg, das dünnere 35 kg und für die ganz teuren Köder hätte ich noch 80 kg im Schrank. Ich habe schon Stinger mit 15 kg gehabt, die hat der Fisch einfach so beim Anbiss gekappt, dass passiert mir nicht noch mal.
 
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Fruehling

Well-Known Member
...Mono ab 0,8mm deshalb, weil es ab dem Durchmesser als "safe" gilt und 15kg Stahlvorfach, weil das jene Dicke bei Stahl ist, die die meisten Angler montieren.
Und wenn man so angelt, dann verliert man mit Stahl öfter Fisch als mit dem genannten Mono(zumindest meine Erfahrung).
...in Ausnahmefällen 18kg und das ist schon nah an der Spinnstange....
Sorry, aber entweder deine Erfahrung taugt nichts oder dein Angelgerätehändler.

Eine Frage noch: Wie bezeichnest Du Mono ab 0,8mm?
 

Sensitivfischer

mach's nun auch mit Gummi
Ehm, für mich sind das immernoch viel zuviele....
< 5 Fische in mehreren Jahren, bei jemandem der in einem Jahr mehr Fische angelt, als die meisten vermutlich in ihrem ganzen Leben. Was ist daran viel?

Ich bestreite ja nicht den Vorteil das Stahl 100% bissfest ist und Mono nicht, aber Ende zählt nur ob das Vorfach hält und da ist bissfest eben nicht alles.
Stahl ist jedenfalls in Sachen Elastizität, Bruchlast auf Schockbelastung unterlegen, da ist dann die Tatsache, dass der Hecht es nicht durchbeißen konnte am Ende auch kein Trost. Fischverlust bleibt Fischverlust, da nutzt es dann auch nach 'nem Abriss nichts, wenn ich sagen kann: "Ich hatte Stahl dran, er hat es abgerissen, aber nicht durchgebissen."
Also ganz ehrlich, ich hatte bis jetzt in meinem Anglerleben 4 Hechte, die die Metermarke geknackt hatten; das kann sich für einen Süddeutschen denke schon sehen lassen(soviel Wasser und Angelmöglichkeiten hat es hier nämlich nicht). Einen von mind. 1,10m+ habe ich durch einen Bruch des Stahlvorfachs verloren, einen weiteren von geschätzt knapp über einem Meter ebenfalls, sonst hätte ich jetzt 6 Großhechte feiern können. Der Große sprang nahe Kescher aus dem Wasser und knallte in die nahezu gespannte Schnur => batsch, Fisch weg, Vorfach knapp unter der Quetschhülse ab.(15Kg Flexonite)
Der zweite Hechte stand beim Keschern quer zu mir und peitschte 5- 6- mal mit Kopfstößen in die Schnur, Stahl im letzten Drittel jenseits des Hechtmauls durchgebrochen(9kg Stahl).
Sonst hatte ich an Stahlvorfach ehrlich nie was auszusetzen(Jahrzehnte nicht), aber bei so großen Fischen, dann 2 Verluste in wenigen Jahren, ließ mich zweifeln.
Zwei meiner insgesamt 4 Meterfische habe ich seither mit dem 0,81mm Mono rausgeholt und ohne Verluste etliche Fische zwischen 65cm - 99cm.
Daher zählt für mich, wie überall im Leben, was hinten raus kommt/Endergebnis, bedeutet wenn ich mit Stahl mehr Fische verliere als mit Mono, fische ich Mono, mag man meine Meinung haben oder auch nicht. Ich sage nicht, dass es jeder so machen soll oder das andere nicht andere Erfahrungen machen oder machen dürfen.
 

Hecht100+

Well-Known Member
Aufgrund der Masseträgheit, läuft keine Bremse der Welt so schnell an.
Freilaufrolle, kurz vor dem Kescher den Freilauf mit schwächerer Bremseneinstellung aktivieren, wenn dann der unverhoffte Endspurt kommt ist man auf der sicheren Seite. Technik nutzen.
 

Hecht100+

Well-Known Member
Ich, Mitchell Avocet Gold Doppelgriff, geiles Teil
 

Bilch

Well-Known Member
Ja, genau das waren meine Gedankengänge. Und hiermit oute ich mich mal, mein normales Stahlvorfach für Big Baits trägt 55 kg, das dünnere 35 kg und für die ganz teuren Köder hätte ich noch 80 kg im Schrank. Ich habe schon Stinger mit 15 kg gehabt, die hat der Fisch einfach so beim Anbiss gekappt, dass passiert mir nicht noch mal.
Jetzt weiss ich warum Dein Benutzername Hecht100+ ist ;):laugh2
 

Fruehling

Well-Known Member
Aufgrund der Masseträgheit, läuft keine Bremse der Welt so schnell an.
Mir ist keine Rollenbremse bekannt, die wegen ihrer Masseträgheit erst anlaufen muß, damit sie bremsen kann. o_O

Hierbei geht es nämlich ganz eindeutig nicht um Magnetbremsen der Multirollen!
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

das kann sich für einen Süddeutschen denke schon sehen lassen
Nicht vergessen, dass Bayern auch zu Süddeutschland zählt! :)

dann 2 Verluste in wenigen Jahren
Damit wären das aber in absoluten Zahlen trotzdem nicht mal die Hälfte von deinem Bekannten, der mit FC fischt.

Sonst hatte ich an Stahlvorfach ehrlich nie was auszusetzen(Jahrzehnte nicht)
Ob das mit deinem Mono auch so bleibt, wird sich zeigen. Ich wünsche dir jedenfalls (und den Hechten) viel Glück damit.

Mono ab 0,8mm deshalb, weil es ab dem Durchmesser als "safe" gilt
Kommt drauf an, wen man fragt. Gibt viele renommierte Raubfischangler, die das anders sehen.

Aber solange du keine negativen Erfahrungen gemacht hast, wirst du wohl auch nichts ändern.
Durch das Geschreibsel hier lassen sich die wenigsten von ihrer Überzeugung abbringen.
 

jkc

...und Jessy; nun in "NL" :-(
So ein vergleich(zumindest wie du es aufgefasst hast) war von mir nicht beabsichtigt.
Ich habe beide Materialien nur deshalb gegenüber gehalten, weil das meiner Meinung nach die jeweiligen Dimensionen sind, in denen sie von der Überzahl der Angler am Wasser benutzt werden.
Moin, weiter unter vergleichst Du doch aber wieder Stahl mit 9 und 15kg, mit Deinem 80er Mono.Du entscheidest da dann halt zu Gunsten des vermeintlich kleineren Übels, man kann aber auch nach einem sicheren Material suchen.



...
Das kann ich mir vorstellen, aber ich habe noch nie einen Raubfischangler gesehen, der so brutal fettes Metallvorfach verwendet. Guckst du in die meisten Angelshops sind 6kg, 9kg, 15kg die gängigen Stahlvarianten, in Ausnahmefällen 18kg und das ist schon nah an der Spinnstange.
50kg Stahlvorfach?
Wo kaufst du ein? Im Baumarkt in der Eisenwarenabteilung? Da kannst ja gleich mit ner Parkuhr als Vorfach angeln.
Zugegeben kann man das nicht überall kaufen, insbesonder das Titanmaterial ist nicht wirklich gängig und ich kenne Weltweit bisher nur eine Quelle, wo ich allerdings bequem bestellen kann. "Normales" starkes Stahlvorfach gibts wahrscheinlich nicht im Laden um die Ecke, in Netz ist das aber nichts wonach man lange suchen müsste.
Aktuell habe ich 5 unterschiedliche Materialien mit Tragkräften von 40kg aufwärts hier, 7x7 von AFW und Tackle24, 1x7 mit und ohne Ummantelung und eben das solid Titan.

Was an 5 abgerissenen Hechten viel ist? Passiert sowas schwimmt nen Fisch mit abgerissenem Köder im Maul rum von dem niemand sagen kann ob er den jemals wieder los wird oder gef. das Maul / der Schlund zugenagelt ist und der Fisch elendig verrecken muss. Bzgl. solcher Geschichten ist für mich alles was Größer 0 ist zuviel.

Jetzt ist es ja nicht unüblich, dass mit Monovorfächern auf Hecht gefischt wird, Hauptargument dafür ist bei einigen die Knickresistenz, unterschiedliche Sichtbarkeit sei da egal; runtergebrochen wäre das dann Bequemlichkeit, Bzw Unlunst häufiger mal ein Vorfach zu knüpfen oder zu tauschen; kann ich mich nicht mit anfreunden.

Grüße JK
 
Zuletzt bearbeitet:
@Sensitivfischer
Ich hab in meinem Leben auch schon den einen oder anderen Hecht gefangen...
Meine Stahlvorfächer hatten nie mehr als 10-12kg Tragkraft und obwohl ich nahe am Totholz auch einem Meterhecht freiwillig keinen Zentimeter Schnur schenke, ist mir in meiner 30jährigen Angellaufbahn nicht ein einziges gebrochen!
Schnur gerissen, Haken oder Karabiner aufgebogen, Drillfehler, alles passiert, aber der Stahl hat immer gehalten.
(Und zu den real auftretenden Kräfte: Versuch mal 3kg mit Deiner Hechtrute anzuheben...)

Aufgrund der Masseträgheit, läuft keine Bremse der Welt so schnell an.
Wenn ich meine 6m Bolo im 60 Grad Winkel nach oben halte und am 14er Vorfach einen 10 pfündigen Karpfen, fast unter der Rutenspitze Richtung Kescher führen will und der doch noch mal Vollgas gibt, dann schnurrt meine Bremse wie ein Kätzchen.
Das Röllchen ist preislich nicht mal im oberen zweistelligen Drittel...

Scheint Dir unmöglich?

Dann verrate ich Dir jetzt einen Trick:
An den Rollen ist ein Rädchen dran.
Meistens oben, manchmal aber auch unten.
Wenn Du da dran drehst, kannst Du die Bremse einstellen!

Am Ende des Drills die Bremse auf zu machen (und dann mit dem Finger kontrollieren) gehört für mich zum kleinen Anglereinmaleins.
Und bei sprungfreudigen Fischen immer darauf vorbereitet sein, schnell die Rute runter nehmen zu können, kommt Lektion 2.
Im Aufbaukurs für Fortgeschrittene: Drill mit gesenkter Rute ums gar nicht erst zum Springen kommen zu lassen
(...)

Aber jetzt mal ernsthaft:
Im Drill kann immer etwas schief gehen.
Wenn der Fisch in die gespannte Schnur springt ist natürlich immer Mist.
Lässt sich manchmal aber nicht verhindern und dann hält das Material oder auch nicht.

Das schwächste Glied in der Kette sind dann aber eher Mono oder Karabiner.
Ein gutes Stahlvorfach muss das abkönnen!
Wenn nicht stimmt die Qualität nicht.

Zwei Kapitale so zu verlieren ist natürlich mehr als bitter und ich fühle da mir die mit, aber so ist Angeln...

Aber Stahl mit 10kg+ hat sich auf Hecht, auch in extremen Drillsitautionen, zigtausendfach bewiesen!
Rechtfertige Fluo/Mono wie Du willst, aber das Argument, daß Stahl den Belastungen nicht standhält ist lächerllich!
 

Andal

Teilzeitketzer
Dann verrate ich Dir jetzt einen Trick:
An den Rollen ist ein Rädchen dran.
Meistens oben, manchmal aber auch unten.
Wenn Du da dran drehst, kannst Du die Bremse einstellen!
Bis zum Gehtnichtmehr zugedrehte Bremsen sieht man erstaunlich oft. Ich weiss nicht, wer oder was da unsere Kollegen reitet.
 
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