Bachforellenpirsch

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

Regenbogenforellen gelten nach wie vor als nicht heimische Art, deshalb dürfen sie in offene Gewässer sowieso nur mit Genehmigung eingesetzt werden. Was irgendwer in Eigenregie macht ist dessen Sache, er muß im Zweifelsfall ja auch dafür grade stehen. Das hat auch nichts mit Landesgesetzen oder ähnlichem zu tun, das ist Naturschutzrecht, letztlich genauso wie bei Wild oder Pflanzen.
Ich hoffe Du nimmst es mir nicht übel, wenn ich mich in dieser Frage erstmal auf die AVFiG und den Landesfischereiverband Bayern verlasse.
Solltest Du entsprechende Belege für deine These haben, lasse ich mich ggf. umstimmen.
 

Andal

Teilzeitketzer
Vor allem, was ist eine Regenbogenforelle überhaupt noch, schon und was wird es mal werden? Ein Kunstprodukt züchterischer Bemühungen vor dem Herren. Und vielen dieser mopsköpfigen Quastenflosser sieht man es auch ganz deutlich an, dass da nichts mehr an den natürlichen Ursprung dieser pazifischen Forellen erinnert, aus denen sie ehedem zusammenkomponiert wurden.

Aber wir haben sie halt mal seit weit über 100 Jahren in unseren Gewässern. Hier bestehen sie zwar meistens nur durch stützende Besatzmaßnahmen, aber ich denke, es gibt weit schlimmere Dinge, als Regenbogenforellen, Elsässer Saiblinge, Tigerforellen und vergleichbare Erzeugnisse aus den Bruthäusern und man kann einigermaßen damit leben. Besser sie schwimmen in unseren Gewässern, als gar keine Bachforellen mehr, die mit den Bedingungen nicht mehr klarkommen. Das Thema ließe sich ja mit Karpfen, Zandern und Wallern problemlos ins Unendliche führen.
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

also das BNatSchG kann ich schon selber finden.

Ich dachte da eine Rechtsquelle, die die Regenbogenforelle unter §40 1 einstuft.

Deine Meinung in allen Ehren, aber wenn der Landesfischereiverband das Gegenteil behauptet und auch in der AVFiG nichts dazu steht, reicht mir das nicht als Quelle.
 
Zuletzt bearbeitet:

Laichzeit

Well-Known Member
Hiho,
also bzgl. der Alpenrhein Regenbogenforellen bezieht ihr euch sicher in erster Linie auf sowas :http://www.fv-chur.ch/index.php?page=170.
Das heisst aber nur, das wandernde Regenbogenforellen aus dem Bodensee (Besatz !!) oder wie Laichzeit anmerkt aus anderen Binnengewässern (möglicherweise auch Besatz !) dort hin ziehen um ihr Laichgeschäft zu vollziehen. Ablaichen muss jeder Fisch, mit Ausnahme einiger Sommerlaicher die ihre Laichprodukte teilweise wieder ihrem Stoffwechsel zuführen können.
Glaub mir, die sind selbst reproduzierend. Im Bodensee-Einzugsgebiet wird fast nichts besetzt und die Binnekanäle sind so voll mit Regenbogenforellen, dass das unmöglich aus illegalem Jungfischbesatz kommen kann. Laichgruben und Jungfische gibt es jedes Jahr, hab ich schon mit eigenen Augen gesehen. Es wurden zeitweise markierte Jungfische dazu besetzt, aber die gingen in der Masse von naturverlaichten Refos einfach unter und wurden nicht mehr wieder gefunden.
Die Regenbogenforelle schafft das hier so selten, da das Besatzmaterial, wie Andal schreibt, größtenteils furchtbar überzüchtet ist. Dazu sagen der Refo die Umweltbedingungen oft an sich schon nicht zu. Aber wenn es passt, dann bildet die Refo von selbst dichte Bestände.


Aber wir haben sie halt mal seit weit über 100 Jahren in unseren Gewässern. Hier bestehen sie zwar meistens nur durch stützende Besatzmaßnahmen, aber ich denke, es gibt weit schlimmere Dinge, als Regenbogenforellen, Elsässer Saiblinge, Tigerforellen und vergleichbare Erzeugnisse aus den Bruthäusern und man kann einigermaßen damit leben.
Saiblinge vom Fischzüchter sind für mich das Schlimmste, was es an Salmoniden zu besetzen gibt ;). Das ist nicht selten Genmüll aus zwei oder drei Arten, der sich in der Natur leider ab und zu erfolgreich fortpflanzt.
 
Hallo,

also das BNatSchG kann ich schon selber finden.

Ich dachte da eine Rechtsquelle, die die Regenbogenforelle unter §40 1 einstuft.

Deine Meinung in allen Ehren, aber wenn der Landesfischereiverband das Gegenteil behauptet und auch in der AVFiG nichts dazu steht, reicht mir das nicht als Quelle.
Mehr "Rechtsquelle" als ein Bundesgesetz kann ich dir nicht anbieten. Wenn Regenbogenforellen für dich oder den Landesfischereiverband heimisch sind, soll es mir recht sein ;). Nimms mir nicht übel, aber ich bin der Spalterei jedes einzelnen Arschhaares hier mittlerweile ziemlich überdrüssig.

@Laichzeit: danke fürs nochmalige Posten, ich nehm dir das mal so ab. Wobei ich nach wie vor denke, das die erfolgreiche Naturverlaichung dort an den sehr speziellen Verhältnissen liegt, insbesondere am fast völligen Fehlen anderer Fische.
 

Laichzeit

Well-Known Member
@Laichzeit: danke fürs nochmalige Posten, ich nehm dir das mal so ab. Wobei ich nach wie vor denke, das die erfolgreiche Naturverlaichung dort an den sehr speziellen Verhältnissen liegt, insbesondere am fast völligen Fehlen anderer Fische.
Ich denke, da liegst du richtig. Die Refos hätten die Gelegenheit weitere Zuflüsse zu besiedeln, sie tun das aber nicht, da kein anderes Gewässersystem im erreichbaren Einzugsgebiet die richtigen Bedingungen bietet. Deutlicher geht es eigentlich nicht, die Refo kann im größten Teil unserer Gewässer nur als Besatzfisch überleben und ist hier nicht wirklich etabliert.
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

Nimms mir nicht übel, aber ich bin der Spalterei jedes einzelnen Arschhaares hier mittlerweile ziemlich überdrüssig.
Die Frage, ob Besatz mit Regenbogenforellen nur mit behördlicher Genehmigung erfolgen darf, wie du sagst, oder eben genehmigungsfrei erfolgen darf, wie der Landesfischereiverband schreibt, ist zwar für mich zwar jetzt keine Haarspalterei, aber deine Meinung sei dir unbenommen.

In der AVFiG alter Fassung gab es ja eine "whitelist" von Fischen, die ohne Genehmigung besetzt werden dürfen, Da wurden dann u.a. "Forellenarten, außer Meerforelle" explizit angeführt.

In der aktuellen AVFiG gibt es jetzt nur noch eine "blacklist", für Fische, die nicht besetzt werden dürfen. Da gehören u.a. Regenbogenforelle und Bachsaibling eben ausdrücklich nicht dazu, da sie zu den in § 11 Abs. 3 Satz 1 genannten Arten gehören und bayernweit Schonmaß und Schonzeit haben.

In unserem ausgewiesenen Salmonidengewässer dürfen sie trotzdem nicht besetzt werden, weil es dafür eben ne Sondervorschrift gibt.
Für das Mischwasser unterhalb des Wehres gilt die aber nicht.

Deshalb bin auch nicht unbedingt scharf drauf, dass an dieser Stelle ne funktionierte Aufstiegshilfe gebaut wird.
Da könnten dann neben Rainies auch noch Hecht, Zander. Wels, Aal, Aitel und diverse Neozoen in die Salmonidenstrecke zuwandern.
 

Deep Down

Well-Known Member
Die Refo hat es in Europa so schwer, weil ihre Eier, anders als die der Bachforelle, ein von unten mit Wasser durchströmtes Laichhabitat benötigt. Dafür sind aber Kastgebirge bzw deren vorgelagerte Flüsse/Seen wie in der ursprünglichen Heimat übern Großen Teich erforderlich. Das im Kastgebirge versickernde Wasser strömt den Fluss dann an anderer Stelle von unten an und nicht durch oberflächiges Ablaufwasser. Ich meine, der Laich mag auch absolut keine Verlagerungen und Umschichtungen.
Diese Bedingungen gibt es aber in Europa nur an ein paar Stellen. Da sollte das dann aber durchaus möglich sein.
 

Steff-Peff

Fliegenwedler
War heute Nachmittag kurzentschlossen am Bach und konnte gleich mit dem 3. Wurf an einem recht tiefen Pool diese etwa 40er Rainie überzeugen. Durfte wieder schwimmen, da sie so unglaublich glitschig war :)
Danach fischte ich trocken weiter, was nicht ganz so erfolgreich wie die letzten Monate war, aber einige Fettflossen brachte auch das noch.

20191020_150132.jpg
 

renrök

Sternstunden dank SuperPupa
Petri Dank.

Nein, am 19.10. ist Schluß. Von dem Tag stammt auch das Bild.
Dann geht es erst am 16. März wieder los.

Früher begann jetzt die Spitzenzeit auf Äsche.
Man, was fehlt mir dieses Angeln:cry
 
Auch beiden Forellen lief es dieses Jahr sehr gut. Sowohl mit Kunstköder(Eigenbauwobbler), als auch beim Fliegenfischen, was ich dieses Jahr endlich etwas intensiver betrieben habe. Mein persönliches Highlight war eine 47er Bachforelle (PB) auf einen meiner Wobbler.

Viele Grüße
Markus
 

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