Bachforellenpirsch

Seele

Böhser Siluro
Teammitglied
Ich dachte da eher an Jig-Streamer oder Jig-Nymphen in Fliegenstrecken.
Das liegt aber oft daran weil die einfach unglaublich fängig sind an Strecken an denen sonst nur mit kleinen unbeschwerten Nymphen gefischt wird. Wer nämlich als Einziger in die tiefen Gumpen in das Wohnzimmer der Alpha-Trutte kommt, der darf in der Regel gleich zum Essen bleiben.

Im Bach ist das Platsch beim Eintauchen oft schon kontraproduktiv, während das Plitsch eines leichten Köders manchmal den Suchreflex auslösen kann.
Das muss als Zitat in die neue Rute und Rolle Elmar Elfers , ich schmeiß mich weg vor Lachen. Weiß aber ganz genau was du meinst Hanjupp-0815 und damit hast du völlig recht. Deswegen werfe ich oft so parallel zum Wasser wie es nur geht und stoppe den Zopf dann am gewünschten Punkt sanft ab, das gibt dann ein "Plitsch", der im Bogen geworfene Köder würde ein "Platsch" geben.
 

Bilch

Otto-Normalangler
Hallo,

Ich dachte da eher an Jig-Streamer oder Jig-Nymphen in Fliegenstrecken.

Sowas liest man öfter.

Gummifisch kann man auch ohne Jig fischen, wenn man denn möchte.
Man hat z.B. eine Fly-only Strecke, weil es ja angeblich so fischschonend ist - mit einem auf großem Haken gebundenen Streamer darf man also anegln, Spinnfischen darf man nicht ...

An eineigen Gewässern bei uns ist Spinnfischen nur mit den Streamern eralubt, was ich auch total dumm finde, weil der Haken bei einem Streamer viel problematischer sein kann als bei einem Wobbler.
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,
weil es ja angeblich so fischschonend ist -
Für den Fisch ist es egal, ob Fliege/Nymphe/Streamer mit der Flugangel oder konventionellem Gerät angeboten werden.

Hakengröße, Hakenform, mit Widerhaken / oder barbless, Drilldauer, Wassertemperatur, "air-exposure" usw. haben auch nicht zwangsläufig was mit Flugangel oder nicht zu tun.

"Fly only" wird zwar gerne so verkauft, wie Du schreibst, hat aber vermutlich schon noch andere Hintergründe.
 

Hanjupp-0815

Well-Known Member
Man hat z.B. eine Fly-only Strecke, weil es ja angeblich so fischschonend ist - mit einem auf großem Haken gebundenen Streamer darf man also anegln, Spinnfischen darf man nicht ...

An eineigen Gewässern bei uns ist Spinnfischen nur mit den Streamern eralubt, was ich auch total dumm finde, weil der Haken bei einem Streamer viel problematischer sein kann als bei einem Wobbler.
Naja, ist ein weites Feld...
Mit fly only dachte man (von früher her) an die Benutzung von Fliegenschnur und Fliegenrolle damit man nicht überall problemlos heran kommt. Ausserdem entnehmen Fliegenfischer eher weniger weil der Weg zum Fisch ja das eigentliche Ziel ist.

Du hast schon Recht, der Streamer ist ein Spinnköder. Ich bin ja auch ein Pragmatiker, kleine Streamer gibts für mich gar nicht und die Größe, die ich fische kommt ausschliesslich an die UL Spinnrute. Mir sind Streamer viel zu blöd zum werfen an der Fliegenpeitsche. Der Streamer ist sogar der einzige Köder, wo ich teilweise mit Widerhaken fische, weil ich bei den gefischten Größen eigentlich keinen untermaßigen fangen kann. Im Zweifel geht der Fisch dann eben mit.
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,
damit man nicht überall problemlos heran kommt.
Fly only, Vorfach maximal Rutenlänge, keine Beschwerung auf dem Vorfach, keine Jigs/Stramer etc. etc. oder eben gleich "dry-fly-upstream-only" und schon hat man je nach Gewässer einige ganz natürliche "Schonstrecken".

Ein echter "Fliegenfischer" wird vermutlich tatsächlich nachhaltiger und fischschonender zu Werke gehen, als viele Angler mit konventionellem Gerät. Sicher ist das aber auch nicht.

Für "Fly-only" Stecken blättern aber viele Angler auch gerne deutlich mehr Kohle hin, obwohl man oft auch im "Spinnwasser" sehr gut mit der Fliege fangen könnte.

Kann man den Bewirtschaftern auch nicht verdenken, wenn sie die für sie beste Regelung auswählen.
 

Hanjupp-0815

Well-Known Member
Das muss als Zitat in die neue Rute und Rolle Elmar Elfers , ich schmeiß mich weg vor Lachen. Weiß aber ganz genau was du meinst Hanjupp-0815 und damit hast du völlig recht. Deswegen werfe ich oft so parallel zum Wasser wie es nur geht und stoppe den Zopf dann am gewünschten Punkt sanft ab, das gibt dann ein "Plitsch", der im Bogen geworfene Köder würde ein "Platsch" geben.
Haben sie's in R&R wohl wieder mal vom supertollen Euronymphing ? Das beruht ja ganz einfach darauf, das mit dem "Plitsch" den Suchreflex auslösen möchte.
Bei perfekten Verhältnissen bzgl. Strömung, Tiefe und vor allem Breite nett und erfolgreich, aber an vielen Gewässern komplett unmachbar.
 

kridkram

Well-Known Member
Also eigentlich fische ich jetzt nur noch eine Sorte Gufis. Nämlich von Behr den Trendex Soft- Mini. Dafür nehme ich 2gr Jighaken, die kann ich auch mit der Fliegenrute werfen, mein Favorit ist weiß. Mit Wobbler hab ich so meine Probleme bei der Führung, mit der Strömung, quer, gegen, Tempo..... Hab aber auch schon damit gefangen.
Jeder hat halt so seine Erfahrungen gemacht und seine Favorits gefunden.
 

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Hanjupp-0815

Well-Known Member
Ich kenn die Trendex, hab sie mir mal in silbrig mit bestellt und mit 1gr. Chebus an der UL gefischt. Waren bei mir aber ein Griff ins Klo weil sie wirklich superwinzig sind und nur untermassige gefangen haben. Laufen tun sie für einen sehr günstigen Köder wirklich gut, bei normaler Alterspyramide aber mM. ein echter Kleinfischmagnet.
 

kridkram

Well-Known Member
So unterschiedlich sind die Erfahrungen! Sicher jagen da alle Forellen hinterher, bei den kleineren bleibt kaum was hängen. Meist erst so ab 25, hängen aber immer supi vorn im Maul und lassen sich leicht entfernen, drücke auch den Widerhaken an.
Aber die Großen können ihm auch nicht wiederstehen.
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,
und nur untermassige gefangen haben.

So unterschiedlich sind die Erfahrungen!


Meist erst so ab 25,

Muss kein Widerspruch sein. In Bayern ist das gesetzliche Schonmaß 26cm. Die Bewirtschafter können sich in Bayern aber auch gewässerbezogen höhere Schonmaße genehmigen lassen.

In den Salmonidenstrecken, die ich so kenne, gilt meist 30cm oder 35cm.
 

Lajos1

Well-Known Member
Das stellt sich doch die Frage, wie sind die Mindestmaße bei euch?
Unter 35cm ist meiner Meinung nach nicht viel dran an den Bursch*innen
Hallo,

bei uns ist es sehr gering; 28 cm. Aber wie Du schon schreibst ist unter 35 meist nicht viel dran. Deshalb ist dies auch mein persönliches Mindestmaß. Darunter gehe ich nur, wenn der Fisch ein ausgesprochenes Dickerchen ist. Was will ich mit einer 30er? :rolleyes: .

Petri Heil

Lajos
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,
Was will ich mit einer 30er?
Sehe ich auch so.

Wobei da sicher mehr dran ist, als einem Bachsaibling von 20cm???

Gibt aber vermutlich schon hochgelegene, sommerkalte, eher nährstoffarme Gewässer in Bayern, wo BaFos von 35cm schon Ausnahmefische sind. Zumindest wenn es um natürlichen Aufwuchs geht.

Da machen gewässerspezifische Regeln schon Sinn,
 

kridkram

Well-Known Member
Mir geht es da weniger um die Entnahme von Forellen, sondern um die Fängigkeit des Köders. Ich sehe für mich persönlich kein Problem, das da das Verhältnis klein zu persönlicher Entnahmegröße, so 32 cm je nach Körperbau, bei geschätzt 10 : 1 liegt! Denn ich glaube das die Kleinen auch was lernen und dann vorsichtiger werden mit zunehmendem Alter, was ich persönlich für gut halte. Gesetzliches Mindestmaß für Bafo ist 28cm und Rebo 25cm.
Ich hab manchmal die Möglichkeit in einem kleinen Fluss zu fischen, wo kein anderer Angler hinkommt, der Pächter fischt kaum. Wenn du da eine Große ausgemacht hast, kannst du die auf Ansage fangen, die kennen die Gefahr Angler nicht.
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,
die kennen die Gefahr Angler nicht.
Wenig Angeldruck macht die Sache vermutlich schon leichter.

Ein Kumpel war mal in Neuseeland an einem Fluss, der nur per Heli zu erreichen war. Der letzte Eintrag in der Schutzhütte war zwei Jahre her.
Trotzdem waren die Fische seiner Aussage nach im Vergleich zu DE extrem scheu, Auch an Stellen, wo man am Ufer/Fluss keine Anzeichen menschlicher Aktivitäten mehr sah.

Wie selektiv man angeln möchte, ist individuell verschieden, da hast Du ganz recht..
 

kridkram

Well-Known Member
Das ist ja das Schöne am Angeln, die vielfältigen Möglichkeiten von Ködern, Methoden, Montagen.......und der Weg dahin, bis man erfolgreich ist.
Ich hab Freunde in Calgary und bin da ab und zu dort. Sie wohnen relativ nah am Bow River. Das ist ein guter Forellenfluss. Als ich 97 das erste Mal dort war, hab ich auf Verdacht eine Reisespinnrute und Kleinkram mitgenommen. Beim Kauf der Angellizenz wurde mir gesagt, Fliegenfischen läuft da besser.
Egal dachte ich mir, du hast eh nix mit und Zeug neu kaufen, was mach ich damit nach dem Urlaub. Dann bin ich mal abends nach dem Essen an den Fluss gelatscht, Spinne montiert und als Köder ne Art schlanken Barschzokker ran und ab in die Mitte.
3. Versuch und erste Rainbow von ca 45 cm. Ich hab so gut gefangen, das der Fliegenfischer so 150m oberhalb von mir neugierig wurde und ran kam. Der war perplex als er meine Spinne und Köder sah.
Paar Tage später hab ich ihn gesehen, ebenfalls mit Spinnrute!
 
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