Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

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Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Du lieferst nichts und gehst ad hominem, schade. Du nennst nur Insiderwissen und damit bleibt die Durchsetzung von 88% genau so unbewiesen wie meine Meinung, dass es nie dazu gekommen wäre (ist es auch nicht). Die Unterschiede von ICES zu den tatsächlichen Quoten der Vorjahre kann jeder selbst nachschauen und überlegen, ob eine Kürzung um 88% ohne Einbezug der Angler realistisch ist. (Und du nach einer weiteren "wirtschaftlichen" Quote anno 2018 so tolle Dorsche präsentieren könntest, oder nicht.)
Nein, es ist kein Insiderwissen, denn ich habe aus diesen Schreiben in den letzten Monaten mehrfach zitiert.

Übrigens widersprichst Du Dir ja selbst- nämlich, dass die Schuld an der aktuellen Situation der Dorschbestände nicht an den Anglern liegt, sondern an der Politik, die die Quotenempfehlungen von ICES jahrelang missachtet haben. So wie für 2017 auch und die Politik dann das Baglimit eingeführt hat, um ein Argument für die erneute Missachtung der Quotenempfehlung präsentieren zu können. Ich habe auch nicht behauptet, dass die Poltik die 88% eingehalten hätte, sondern lediglich, dass mit dem Argument "Baglimit" eine Begründung geliefert wurde, warum man die Quote missachtet hat und die Entnahmemenge schön gerechnet hat- mit den genannten negativen Folgen für den Dorschbestand. Der Unterschied ist relativ einfach zu erklären, warum das Baglimit demnach also auch noch negative Folgen für die Bestände hat. Wir Angler fangen lediglich aktiv jagende Fische (mit Ausnahme der gehakten), die Schleppnetze räumen ab und die Quote wird ausgeschöpft.

Die Wissenschaft und die Politik sind ja auch nicht ganz doof. Die haben wohl einen durch das Baglimit entstandenen Nebeneffekt in die Quote der Berufsfischer im Vorfeld mit eingerechnet. Durch das Baglimit verzeichnen wir ja einen Rückgang von gut 35% im Angeltourismus, hinzu kamen schlechte Fänge der Angler in 2017. Ich vermute unsere Fänge lagen deutlich unter der prognostizierten Fangmenge, so dass durch das Ausbleiben der Angler tatsächlich weniger Dorsche entnommen wurden. Das wurde mir tatsächlich in einem 4-Augen Gespräch so mitgeteilt. Ob es der Wahrheit entspricht, kann ich nicht beurteilen, halte das aber auf jeden Fall für glaubwürdig.

Wir sollten uns aber nicht mehr mit der Vergangenheit auseinandersetzen, sondern nur noch mit der Gegenwart und der Zukunft. Fangen wir bei der Gegenwart an. 2018 wurde die ICES Empfehlung nicht umgesetzt. Die Empfehlung lag für den Dorsch bei +8%, jedoch wurde die Quote nicht erhöht. Demnach hat anscheinend ein Lerneffekt bei der Kommission eingesetzt- oder auch nicht. Daran mache ich meine Aussage fest, dass die Kommission ohne Baglimit eher an den 88% festgehalten hätte und das Baglimit mit dem Argument der "Verteilungsgerechtigkeit" nur eingeführt wurde, um die Kürzung erträglicher zu gestalten.

Und da bin ich bereits bei der Zukunft, insbesondere im Jahr 2019.

Wie wird es denn aussehen? Natürlich bin ich gegen ein Baglimit für Angler, denn die Bestände lassen eine weitere Regulierung der Freizeitfischerei gar nicht zu. Rechnen wir mit der aktuellen Zahl an Meeresanglern, so werden wir auch ohne Baglimit die ehemals angesetzte durchschnittliche Fangmenge aus den Jahren 2013 bis 2015 in Höhe von 2705 Tonnen nicht erreichen. Ziehen wir die 35% Rückgang im Angeltourismus von den 2705 Tonnen ab, fangen wir Angler nur noch 1750 Tonnen in 2019 ohne Baglimit. Bei einem Baglimit von 6 Dorschen würden uns aber rein rechnerisch schon gut 2000 Tonnen "zustehen". Also gibt es keinen Grund für ein Baglimit, zumindest rein rechnerisch.

Gucken wir uns jetzt noch die Forderung nach einer Schonzeit an. Was bringt diese Forderung eigentlich für den Dorschbestand? Rein rechnerisch laut Thünen 330 Tonnen realistisch ist eher eine Zahl zwischen 50 und 100 Tonnen. Die 330 Tonnen sind dann die Fangmenge, die sicherlich auch die Kommission für die Quotenfestlegung heranziehen und als Einsparpotenzial nutzen würde. Die Folge wäre also wieder ein negativer Effekt für den Dorschbestand, denn in den Monaten Februar und März sind an den Küsten auf Dorsch fast nur Kutterangler unterwegs. Die Kutter werden übrigens eine Schonzeit nicht überleben. Wetterbedingt fallen bereits viele Tage im Januar aus, so dass man einfach zu viele Tage ohne Ausfahrt und Einnahmen hätte. Erste Gespräche mit einigen Kapitänen belegen diese Prognose.

Plant man in der EU bereits den Wegfall der Hochseeangelschiffe? Immerhin fangen die Kutterangler laut Thünen 46% der Dorsche. Will man also diese errechneten 1200 Tonnen durch neue Verbote/ Einschränkungen und dem daraus resultierenden Kuttersterben für die Fangquoten der kommerziellen Fischerei in der Zukunft einplanen?

Bleiben wir bei der Zukunft und den Fangquoten für 2019. Die Politik könnte mit einem Wegfall des Baglimit natürlich auch die Bestände so schön reden, dass man die Quoten der Fischerei exorbitant erhöht. Ich sehe für 2019 die Gefahr, dass durch die Fischerei der gute Nachwuchs zerstört wird. Viele kleine Dorsche - die ja nicht vermarktet werden dürfen - sorgen für ein schnelles erreichen der Quote, aber für leere Kassen bei den Fischern. Die benötigen also höhere Quoten, um wirtschaftlich fischen zu können, denn auch in 2019 (wie bereits in diesem Jahr) ist der Anteil an Dorschen, die nicht für den menschlichen Verzehr vermarktet werden dürfen, prozentual sehr hoch. Somit müssen die Fischer entweder gegen das Rückwurfverbot oder gegen die Quoten verstoßen- um zu überleben! Die sind genauso in Not, so wie der Angeltourismus. Deshalb forderen wir seit langem endlich vernünftige (finanzielle) Lösungen für die Fischerei und den Angeltourismus- Lösungen die auch dem Dorschbestand helfen!

Ich benötige übrigens lediglich 2 oder 3 Dorsche die Woche für eine Fischmahlzeit mit der Familie pro Woche, respektiere aber auch diejenigen, die hier nur einen Urlaub machen und gerne mal mit (theoretisch) 10 Dorschen vom Kutter gehen möchte und kann also mit dem baglimit eigentlich gut leben.


Bevor einer jetzt meine 2 bis 3 Dorsche pro Woche auf 150 Dorsch p.a. hochrechnet- ich habe maximal 20 Angeltage im Jahr und entnehme pro Jahr maximal 50 Dorsche. Letztes Jahr waren es keine 30...


Ich hoffe das ist alles so verständlich, da ich das gerade zwischen Tür und Angel geschrieben habe....
 
G

Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Hallo Lars,


genau du muss liefern!


Nicht Thünen, nicht die Politik, nicht die Verbände - nur du Lars und Angeldemo, ihr müsst liefern #q#q#q

Wir haben doch in den letzten 18 Monaten bereits zu viel geliefert- deshalb wird die Front der Anglerfeinde gegen uns immer größer...;)
 

Georg Baumann

Administrator
Teammitglied
AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

@Fisherbandit: Danke für die Ausführungen. Gibt es aus Eurer Sicht irgendeine sinnvolle Alternative zu der Ideallösung (heißt kein Baglimit, keine Beschränkungen außer Mindestmaß)? Ich bin ja bei Euch, dass man auf keinen Fall schon mit Kompromissen in die Gespräche gehen darf. Die Praxis sieht aber ja oft so aus, dass man dann doch (zähneknirschend und höchst widerwillig) einen Deal eingeht. Ob Du das hier unbedingt posten möchtest, steht dann allerdings auf einem anderen Blatt.
 

punkarpfen

Well-Known Member
AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Hi, ich denke falls die Anschaffung des Baglimits nichts wird, sollte es zumindest angehoben werden. Die psychologische Grenze scheint bei ungefähr 10 zu liegen. Für mich persönlich macht es keinen großen Unterschied, ob ich 5,8 oder 10 Dorsche fangen darf. Kutterangeln ist ein Hobby und ich genieße das Angeln ohne eine Kosten-Nutzen Rechnung aufzumachen.

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G

Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Trennt Euch bitte bei all diesen Gedanken mal davon, dass das Baglimit ein Bestandteil des Angelns ist und entsinnt Euch 2 Jahre zurück, als es noch kein Baglimit gab und das eingeführt wurde!

Denn das Baglimit wurde eingeführt, damit sich die Angler am Wiederaufbau der Dorschbestände beteiligen. Der Dorsch ist ab 2019 deutlich im sicheren Bereich, also kann das Baglimit nur abgeschafft werden. Oder möchte sich Wissenschaft und Politik noch unglaubwürdiger machen?

"Die Freizeitfischerei fängt soviel wie die kommerzielle Fischerei" war einer der Hauptargumente- das sollte uns dann doch an in der Zukunft zustehen, oder? Wird also die Quote der Berufsfischer meinetwegen auf 5000 Tonnen erhöht, dann stehen uns Angler die sicherlich auch zu- oder gilt das jetzt alles nicht mehr?

Nein, es gibt keinen Spielraum für eine Fortführung des Baglimit oder als Ersatz andere Beschränkungen- die Politik muss einfach die Spielregeln bei der Quotenfestlegung einhalten.

Ich erlaube mir übrigens nicht, irgendeine Zahl als "angemessenes Baglimit" zu veröffentlichen- ich respektiere auch die Angler, die 15 Dorsche entnehmen wollen und gestehe es den Anglern zu, wenn es der Bestand entsprechend hergibt.

Für mich gibt es zwei grundsätzliche Ansätze, um als Angler den Dorsch zu schonen: Kein Rückwurfverbot und die Entscheidung zur Entnahme des Dorsches bei Beibehaltung des Mindestmaßes von 38cm in die Verantwortung der Angler zu legen, also weg vom sinnlosen Abknüppeln in S-H! Aber leider hat die Politik keinen Arxxx in der Hose und kuschen vor den Tierschützern. Gleiches gilt ja für die Verbände...Hat der Angler die Entscheidung zur Entnahme , wird er sich intensiver mit der Endlichkeit der Ressource Fisch beschäftigen.

Meine Befürchtungen zur Zukunft des baglimit habe ich ja bereits geschildert- der DAFV mit seinen Verbänden aus MV und SH küngelt eine Erhöhung des Baglimit mit Einführung einer Schonzeit aus und ist darauf vermutlich auch noch stolz, als Totengräber des Angeltourismus mitwirken zu dürfen!

Die wollen ernsthaft eine Schonzeit einführen, obwohl wir auch denen klar aufgezeigt haben, dass eine Schonzeit die Kutter nicht überleben werden. Die sind sich also mit der Forderung bewusst, dass sie die Existenzen der Kapitäne zerstören werden. Deshalb wurden ja vermutlich zum "Runden Tisch" in der kommenden Woche keine Vertreter des Angeltourismus aus SH eingeladen- denn die hätten gegen eine Schonzeit gestimmt und argumentiert. Für mich ein klares Signal, dass man die Hochseeangelschiffe weghaben will- oder wie soll man das ansonsten deuten?

Der Termin wurde übrigens auf zwei Tage vor der HV des DAFV gelegt, vermutlich um dort vom "Erfolg" berichten zu können.

Wir sind natürlich nicht untätig und werden dazu sicherlich mittelfristig mehr veröffentlichen. Das wir allerdings jetzt auch noch so intensiv gegen die ANGLERverbände arbeiten müssen, macht die Sache für uns nicht einfacher...

Mal schauen, ob der DAFV bis zum 24.Mai seine Meinung noch ändert.

Der LSFV SH hat seine Meinung dazu am 11.Mai in einem im OHA erschienenen Interview bekräftigt. Laut dem Präsidenten sei die Schonzeit geeigneter,, als ein Baglimit. Also wollen die nicht gegen Beschränkungen kämpfen, sondern von Beginn an mit der Forderung für eine Schonzeit in die Gespräche gehen. Oder deute ich so eine Aussage falsch?

Frau Dr. H-K hat ja bei den Hessen ähnliches von sich gegeben. Ein Mitschnitt der Rede liegt mir ja vor...
 

Wegberger

aus dem Westen
AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Hallo Lars,


Mal schauen, ob der DAFV bis zum 24.Mai seine Meinung noch ändert.

Der LSFV SH hat seine Meinung dazu am 11.Mai in einem im OHA erschienenen Interview bekräftigt. Laut dem Präsidenten sei die Schonzeit geeigneter,, als ein Baglimit. Also wollen die nicht gegen Beschränkungen kämpfen, sondern von Beginn an mit der Forderung für eine Schonzeit in die Gespräche gehen. Oder deute ich so eine Aussage falsch?
Nie im Leben. Ich behaupte sogar, dass es ohne den LSFV SH und den DAFV kein Baglimit geben würde. Diese Verbände sehen ihren Sinn im Naturschutz und in der Bauchpinselei der Bewirtschafter. Für Angler und Sinnhaftigkeit bleibt dann kein Platz.
 

Laichzeit

Well-Known Member
AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Fangen wir bei der Gegenwart an. 2018 wurde die ICES Empfehlung nicht umgesetzt. Die Empfehlung lag für den Dorsch bei +8%, jedoch wurde die Quote nicht erhöht. Demnach hat anscheinend ein Lerneffekt bei der Kommission eingesetzt- oder auch nicht. Daran mache ich meine Aussage fest, dass die Kommission ohne Baglimit eher an den 88% festgehalten hätte und das Baglimit mit dem Argument der "Verteilungsgerechtigkeit" nur eingeführt wurde, um die Kürzung erträglicher zu gestalten....

....Ich sehe für 2019 die Gefahr, dass durch die Fischerei der gute Nachwuchs zerstört wird. Viele kleine Dorsche - die ja nicht vermarktet werden dürfen - sorgen für ein schnelles erreichen der Quote, aber für leere Kassen bei den Fischern. Die benötigen also höhere Quoten, um wirtschaftlich fischen zu können, denn auch in 2019 (wie bereits in diesem Jahr) ist der Anteil an Dorschen, die nicht für den menschlichen Verzehr vermarktet werden dürfen, prozentual sehr hoch. Somit müssen die Fischer entweder gegen das Rückwurfverbot oder gegen die Quoten verstoßen- um zu überleben! Die sind genauso in Not, so wie der Angeltourismus. Deshalb forderen wir seit langem endlich vernünftige (finanzielle) Lösungen für die Fischerei und den Angeltourismus- Lösungen die auch dem Dorschbestand helfen!
Danke, da haben wir es. Es kann gut sein, dass hier ein Kurswechsel stattfindet, aber vielleicht steckt der Beibehalt des Baglimits zu Gunsten der kommerziellen Fischerei dahinter. Ob ein wirkliches Umdenken stattgefunden hat, zeigt sich erst über Jahre, ob der Bestand dauerhaft und auch unter schlechteren natürlichen Bedingungen nachhaltig befischt wird. Es macht vor Allem im Zusammenhang mit deinem zweiten Absatz sehr viel Sinn, die Daumenschrauben für Alle 2019 noch nicht zu lockern. Damit wird die Abschaffung des Baglimits zum Preis einer kleinen Quotenerhöhung bei einer unwirtschaftlichen Alterszusammensetzung verzögert. Dafür gibt es in fernerer Zukunft mehr vermarktbaren Fang pro Quote, weniger Angler, weniger konkurrierende Kleinbetriebe. Das ist im Sinne von finanzstarken Fischern, welche mit ihren Fangmitteln die nötige Kapazität zur Ausschöpfung der Quote stellen. Der Wegfall von kleineren Betrieben, Hobbyanglern und Kuttern kann von ihnen aufgefangen werden, aber nicht umgekehrt. Ihr Platz ist über 2019-2020 hinaus gesichert.

Übrigens widersprichst Du Dir ja selbst- nämlich, dass die Schuld an der aktuellen Situation der Dorschbestände nicht an den Anglern liegt, sondern an der Politik, die die Quotenempfehlungen von ICES jahrelang missachtet haben.
Die Dorschmisere laste ich der zu laschen Quotierung zu und nicht den Anglern, das ist mir wichtig und wenn ich schreibe, dass das Baglimit ein Teil zum Bestandsaufbau beitrug, heißt das nicht, dass wir oder die Kutterkapitäne davor etwas falsch gemacht hätten oder bei erhohlten Beständen nicht mehr wie zuvor, uneingeschränkt fischen sollen.
 

punkarpfen

Well-Known Member
AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Der starke 2016er Jahrgang ist vor dem Baglimit entstanden. [emoji6] Es geht bei dem Baglimit nicht um den Bestand. Es geht darum, wer wieviel vom Kuchen bekommt.

Gesendet von meinem SM-J320F mit Tapatalk
 

Meefo 46

Well-Known Member
AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Moin .

Richtig und da geht es schon seit einführung der Fangquoten in

die verkehrte Richtung denn wie man es sieht Geld regiert die

Welt.


Gruss Jochen.
 

Laichzeit

Well-Known Member
AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Der ICES-Vorschlag für die Heringsquote in der westlichen Ostsee beträgt ganze 0 Tonnen.
 
G

Gelöschte Mitglieder 12701

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AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Ich habe noch Schnappatmung! Dorsch TAC plus 137%! Das bedeutet rechnerisch ein Baglimit von 12 Dorschen pro Angler/Tag auf 12 Monate. Der DAFV würde das vermutlich akzeptieren, da man ja mit einer analogen Erhöhung zur kommerziellen Fischerei einverstanden ist.


Da kaum ein Angler diese Menge fängt, plädieren wir weiterhin für eine Abschaffung des Baglimit, spätestens ab 2019! Alles andere wäre doch Augenwischerei und eine viel zu hohe errechnete (also theoretische) Quote der Freizeitfischerei.


Was macht die Politik draus? Baglimit 8? 10? 12?


DAS BAGLIMIT MUSS WEG liebe Politiker!
 
G

Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Angler nicht erhöhen wollen, bei den Fischern Vollgas und jetzt auch wieder Treibnetze erlauben?

Interessant, dass Thünen nicht grundsätzlich dagegen ist! Könnte schon wieder abdrehen!


www.shz.de/deutschland-welt/wissenschaft-netzwelt/20-jahre-treibnetzverbot-kommission-will-gesetz-auflockern-id20004747.html

Interessant finde ich auch noch, dass der Vorsitzende des Landesfischereiverbandes das befürwortet und zeitgleich die Verschärfung der Anglerkontrollen ebenfalls gut findet.

http://www.ln-online.de/Nachrichten/Norddeutschland/Hobby-Anglern-droht-Bussgeld

Klar, mehr Kontrollen bei Anglern heißt auch weniger Zeit für Kontrollen der Fischerei und der illegalen Rückwürfe. Waren ja laut Untersuchungen nur 30 Millionen Dorsche an illegalen Rückwürfen in 2015 und 2016 in der Ostsee.

Ja, wir Angler haben nicht wirklich viele Freunde und Fürsprecher!
 

Deep Down

Well-Known Member
AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Saftige Preise.....dem Zweck entsprechend ein völlig überzogenes Bußgeld!

Und das Baglimit nun für Mefos etc und dann auch noch im Binnenland!

Alles Befürchtete wird wahr! Der politische Gesetzgeber und die Behörden im Regelungswahn. Was geht, wird gemacht!

Frohlocken in Baden-Würrtemberg: Bald werden sie von SH als angelfeindliches Bundelsand überholt!

Demnächst wird der Vorgang des Angeln zertifiziert nach ISO sonstewie und weh, die wird nicht eingehalten! Dunkelhaft bei Wasser und Brot!
 

smithie

Well-Known Member
AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Ich würde ja lachen, wenn es nicht so traurig wäre.


Und dann bin ich wieder dabei: wenn die sowas machen und man bekommt es mit, weil man sich in dem Gebiet halbwegs auskennt - was machen die dann mit einem bei Themen wo man sich nicht auskennt.
 

Grünknochen

Natur schützender Angler
AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Saftige Preise.....dem Zweck entsprechend ein völlig überzogenes Bußgeld!

Und das Baglimit nun für Mefos etc und dann auch noch im Binnenland!

Alles Befürchtete wird wahr! Der politische Gesetzgeber und die Behörden im Regelungswahn. Was geht, wird gemacht!

Frohlocken in Baden-Würrtemberg: Bald werden sie von SH als angelfeindliches Bundelsand überholt!

Demnächst wird der Vorgang des Angeln zertifiziert nach ISO sonstewie und weh, die wird nicht eingehalten! Dunkelhaft bei Wasser und Brot!

Nur mal als Vergleich (gibt's für jedes Bundesland): http://www.hamburg.de/contentblob/6...99cc4f3cda/data/bussgeldkatalog-fischerei.pdf


Punkt 2: Wie wird denn ein Verstoß gegen das Bag Limit nach bisherigem, also noch aktuellem Recht in S-H sanktioniert?
 
Zuletzt bearbeitet:

Georg Baumann

Administrator
Teammitglied
AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

18.06.18: Hier die aktuelle Pressemeldung des DAFV zum Bag Limit:

Bag-Limit Dorsch 2019 - Ernüchterung in Brüssel, Hoffnung in Bonn


Angler haben beim Bestandsaufbau des Dorschbestands in der westlichen Ostsee ihren Beitrag geleistet. 2017 waren es gerade mal 932 t Dorsch, die von Anglern entnommen wurden. Vorhergesagt waren mit dem Bag-Limit 2017 für Angler ein Gesamtfanggewicht von 1754 t. Der überaus starke Dorschjahrgang 2016 und die positive Bekanntgabe des „International Council for the Exploration of the Sea“ (ICES) sollte doch Hoffnung für 2019 geben.

Aber ist dem so?

Der ICES hatte in der vergangenen Woche seine Bewirtschaftungsempfehlung für das kommende Jahr ausgesprochen und hält für die kommerzielle Fischerei eine Anhebung der Fangquote von über 100% für vertretbar.
Nachdem der DAFV beim Runden Tisch Ende Mai in Wismar bereits die Gespräche zu Wissenschaft und Politik gesucht hat, konnte man am vergangenen Dienstag (5. Juni 2018), auch in Brüssel die Forderungen der Freizeitangler vorbringen. Im Gespräch mit Maja Kirchner (DG MARE) wurde allerdings schnell klar, dass die Kommission sehr eigene Ansichten zu den Anglern vertritt. So wird das derzeitige Bag-Limit von 5 Fischen pro Tag und 3 Fische in der Schonzeit zunächst nicht in Frage gestellt. Geschweige denn über eine Erhöhung entsprechend der ICES Empfehlungen auch für Angler diskutiert. „Man wolle den Anreiz zu illegalem Fischverkauf durch Angler nicht unterstützen.“ Die Begründung ist aus der Sicht des DAFV völlig absurd.
„Sollte es diese Machenschaften geben, ist diesen nachzugehen. Der Verkauf von geangeltem Fisch ist in Deutschland verboten. Die Angler in Deutschland auf Grund schwarzer Schafe zu übergehen, kritisieren wir mit aller Deutlichkeit“, so der Geschäftsführer des DAFV Alexander Seggelke.

Gemeinsame Position von Deutschland und Dänemark

Diese Irritation hat der DAFV auch am 12. Juni beim Treffen mit dem für fischereiliche Belange zuständigen Resort beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geäußert. Der DAFV hatte im Vorfeld des Treffens zusammen mit dem Dänischen Bundesverband Sportfiskerforbund eine gemeinsame Position ausgearbeitet und übergeben.
Diese entspricht den Forderungen vom Runden Tisch in Wismar und fand beim zuständigen Ministerialrat Walter Dübner ebenso Gehör, wie auch schon bei den Europaabgeordneten Ulrike Rodust (SPD) und Werner Kuhn (CDU) in vorangegangenen Gesprächen.

„Angler haben nachweislich mit ihrer Unterstützung einen Beitrag zur Bestandserholung des westlichen Dorschbestands geleistet. Es ist demnach nur folgerichtig, sie entsprechend an der voraussichtlichen Erholung zu beteiligen“, sagt die Präsidentin des DAFV Dr. Happach-Kasan.

Die nächsten richtungweisenden Informationen zum Bag-limit 2019 für den Dorsch werden voraussichtlich erst im August durch die EU-Kommission bekanntgegeben. Die Entscheidung wird dann letztendlich im Rat der Europäischen Union getroffen. Sollte die EU-Kommission bei ihrer Haltung bleiben, gilt es im EU-Rat zusammen mit Dänemark und Schweden Allianzen zu suchen und der völlig abwegigen Argumentationsgrundlage der Kommission entschieden entgegenzutreten.

EU-Kontrollverordnung und Aal-Managementpläne

Neben dem Thema Dorsch Bag-Limit 2019 gab es einen Austausch über den kürzlich erschienenen Entwurf der EU-Kontrollverordnung für fischereiliche Belange. Hier herrscht weiterhin ein deutlicher Dissens zwischen Brüssel und Bonn. „Passagen, wie über das Rückwurfverbot für Angler, werden in Deutschland keine Umsetzung finden“, so Ministerialrat Dübner vom BMEL.
Darüber hinaus war die Überarbeitung der Aal-Verordnung Gegenstand der Gespräche. Dabei wurde die vom DAFV bei der EU eingereichte Stellungnahme auch dem BMEL überreicht.
 
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Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
AW: Bag-Limit für Dorsch und Verbote für Angler

Ich schreibe jetzt lieber mal nichts dazu....
 
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