Eine neue Studie zeigt, dass MRT-Kontrastmittel inzwischen großflächig Nord- und Ostsee belasten und über Flüsse und Meeresströmungen weit verbreitet werden.
Eine neue Studie belegt eine weitreichende Belastung von Nord- und Ostsee durch MRT-Kontrastmittel (Beispielbild @pixabay)
Eine Studie der CritMET-Arbeitsgruppe um den Bremer Geochemiker Prof. Michael Bau zeigt: Nord- und Ostsee sind großflächig mit Gadolinium belastet – einem Bestandteil von MRT-Kontrastmitteln, der in Kläranlagen kaum entfernt werden kann. Über Flüsse wie Rhein, Ems, Weser, Elbe und Themse gelangt das künstliche Gadolinium in die südliche Nordsee und wird von dort durch Meeresströmungen entlang der deutschen und dänischen Küste bis in norwegische Fjorde transportiert. Die Ostsee erhält ähnliche Einträge unter anderem über Weichsel und Oder; viele europäische Flüsse sind inzwischen betroffen.
Da diese Regionen ökologisch und wirtschaftlich bedeutend sind, untersucht das Team um Dr. Keran Zhang auch Muscheln und Fische. Erste Befunde zeigen zwar eine Aufnahme durch einzelne Organismen, bislang aber keinen nennenswerten Übergang in die Nahrungskette. Als nächstes analysiert die Gruppe, wie stabil die Kontrastmittel im Meerwasser sind und wie schnell sie zerfallen. Noch liegen die Konzentrationen unterhalb einer Gesundheitsgefahr. Angesichts stetig steigender Einträge warnt Prof. Bau jedoch: Solche kritischen Metalle haben im Gewässer – besonders im Trinkwasser – nichts verloren und stellen eine wachsende Herausforderung für Umwelt und Versorgung dar.
Quelle: https://idw-online.de/de/news862300
Eine neue Studie belegt eine weitreichende Belastung von Nord- und Ostsee durch MRT-Kontrastmittel (Beispielbild @pixabay)
Eine Studie der CritMET-Arbeitsgruppe um den Bremer Geochemiker Prof. Michael Bau zeigt: Nord- und Ostsee sind großflächig mit Gadolinium belastet – einem Bestandteil von MRT-Kontrastmitteln, der in Kläranlagen kaum entfernt werden kann. Über Flüsse wie Rhein, Ems, Weser, Elbe und Themse gelangt das künstliche Gadolinium in die südliche Nordsee und wird von dort durch Meeresströmungen entlang der deutschen und dänischen Küste bis in norwegische Fjorde transportiert. Die Ostsee erhält ähnliche Einträge unter anderem über Weichsel und Oder; viele europäische Flüsse sind inzwischen betroffen.
Da diese Regionen ökologisch und wirtschaftlich bedeutend sind, untersucht das Team um Dr. Keran Zhang auch Muscheln und Fische. Erste Befunde zeigen zwar eine Aufnahme durch einzelne Organismen, bislang aber keinen nennenswerten Übergang in die Nahrungskette. Als nächstes analysiert die Gruppe, wie stabil die Kontrastmittel im Meerwasser sind und wie schnell sie zerfallen. Noch liegen die Konzentrationen unterhalb einer Gesundheitsgefahr. Angesichts stetig steigender Einträge warnt Prof. Bau jedoch: Solche kritischen Metalle haben im Gewässer – besonders im Trinkwasser – nichts verloren und stellen eine wachsende Herausforderung für Umwelt und Versorgung dar.
Quelle: https://idw-online.de/de/news862300

