Bleiverbot für Angler

Anglerboard Redaktion

Administrator
Teammitglied
EU bringt Verkaufsverbot auf den Weg.

Bleiverbot.jpg

Bald tabu? EU plant weitreichendes Verkaufsverbot von Blei (Bild @pixabay)

Auf Angler in Europa kommen neue Regeln zu: Der REACH-Ausschuss der EU hat dem Vorschlag der EU-Kommission für ein weitreichendes Verkaufsverbot von Blei in Angelgeräten zugestimmt. Damit dürfte sich der Markt für Bleie und bleihaltige Köder in den kommenden Jahren deutlich verändern.
Nach aktuellem Stand betrifft die Verordnung vor allem den Verkauf von Angelzubehör mit Blei – die Nutzung bereits vorhandener Produkte soll zunächst erlaubt bleiben. Künftig dürfen Angelgeräte maximal ein Prozent Blei enthalten.

Die geplanten Übergangsfristen im Überblick:
  • Drop-in-Bleie und Bleidraht: Verkaufsverbot sechs Monate nach Inkrafttreten
  • Bleie und Köder bis 50 Gramm: Verkaufsverbot nach drei Jahren
  • Bleie und Köder zwischen 50 Gramm und einem Kilogramm: Verkaufsverbot nach fünf Jahren

Einige Ausnahmen sind vorgesehen. So sollen etwa bestimmte Kupferlegierungen mit geringem Bleianteil und sehr kleine Klemmbleie vorerst weiter erlaubt bleiben. Diese Regelungen will die EU allerdings nach zehn Jahren erneut prüfen.
Bevor die Verordnung endgültig beschlossen wird, müssen EU-Parlament und EU-Rat den Rechtstext prüfen. Erheben beide innerhalb von drei Monaten keine Einwände, könnte die Verordnung noch 2026 in Kraft treten.

Der Deutsche Angelfischerverband (DAFV) kündigte an, den Prozess weiter kritisch zu begleiten. Der Verband verweist darauf, dass der Bleieintrag durch die Angelfischerei vergleichsweise gering sei und belastbare Nachweise für größere Umweltschäden fehlten. Gleichzeitig zeigt sich der DAFV offen für „wissenschaftlich fundierte und verhältnismäßige Regelungen“ – fordert aber praktikable, bezahlbare und sichere Alternativen für Angler.




Quelle: https://www.pirsch.de/news/bleiverbot-beim-angeln-aendert-fuer-angler-43180
 
Joa. Entgegen aller wissenschaftlichen Studien und man weiß auch, das gelöstes Blei zum größten Teil über Dächer, Witterungsabtrag, Regen und so in Gewässer gelangen. (Reduktion in den letzten 30 Jahren ist bereits gewaltig)

Quelle:


Angler haben quasi gar keine Auswirkungen.

Der DAFV hat das Verbot begrüßt. Gabs vor drei vier Jährchen noch so ne devote Rechtfertigung als Pressemitteilung. Man wolle sich als Vorbild platzieren.

Ich sag mal so: Wenn ein Verband dafür etwas im Gegenzug für Angler herausschlagen könnte, sei es vereinfachte Regelungen, Gewässerzugriffe, positive Gesetzänderung, gäbe es mit Zähne knirschen eine gewisse Akzeptanz.

Der DAFV hat mit Anglern aber quasi nichts mehr am Hut. Wir sind mehr so Beiwerk. Siehe Natura2000. Siehe jetzt. Siehe Küste und Dorsch. Siehe einfach alles.

Mir fällt nicht ein Beispiel für das positive Wirken des DAFV ein und diese Schmierenkomödie ist nur ein weiteres Armutszeugnis.
 
Zuletzt bearbeitet:
Müsste ich nachfragen, nur weil man woanders etwas nutzen muss, muss man es ja nicht gut finden!
Du erkennst keinen Unterschied zu den Pilkern und Krallenblei usw., wenn die an der Rute hängen, zwischen den bleifreien, die du in Dänemark kaufst und den bleihaltigen hier in Deutschland, und:
Ich fange mit den dänischen genauso gut und das seit 20 Jahren ( lass mich in den Jahren nicht lügen, ist jetzt ein Schätzwert meiner ersten dort gekauften bleifreien Pilker für das gelbe Riff).

In Hyve Sande, als Beispiel genannt nur weil eben dort viele Boardies sind, z.B. Du und auch ich, stehen die Angler auf der Mole und werfen nach Makrelen und wissen gar nicht, dass ihre Wurfgewichte, gekauft in einem der beiden Angelläden vor Ort, gar nicht aus Blei sind.

Was ich damit sagen will, ist, dass es mir persönlich scheizzegal ist, mit welchem Material ich beschwere oder meine KuKö beschwert sind, ich angle, fange und genieße.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gegenüber dem ersten Entwurf wo auch vorhandene Bestände beim Endverbraucher nicht mehr genutzt werden durften
ein Schritt in die richtige Richtung, ein Verkaufsverbot 6 Monate bzw. 3 oder 5 Jahre nach Inkrafttreten.

Sollte reichen um seine Bestände aufzufrischen bzw. das die Händler Ihre Regale leeren.

Alternativen wird es geben bzw. gibt es schon.

Alles halb so schlimm.
 
Gegenüber dem ersten Entwurf wo auch vorhandene Bestände beim Endverbraucher nicht mehr genutzt werden durften
ein Schritt in die richtige Richtung, ein Verkaufsverbot 6 Monate bzw. 3 oder 5 Jahre nach Inkrafttreten.

Sollte reichen um seine Bestände aufzufrischen bzw. das die Händler Ihre Regale leeren.

Alternativen wird es geben bzw. gibt es schon.

Alles halb so schlimm.
Die da wären?
Tungsten/Wolfram in zb Pilkergewichten unbezahlbar, ansonsten ist nix mit der gleichen Dichte vorhanden, außer im Periodensystem wird noch was eingefügt, was dann bedeutet gleiche Größen geringeres Gewicht...
 
in dänemark ist doch schon seit jahren "bleihaltiges" blei
verboten....
Versuche ich gerade oben zu sagen, nur wissen das nicht mal die, die in Dänemark bleifrei ihre Gewichte kaufen …

Zudem ist Dänemark nicht das einzig gelobte Angelland, wo Blei im Handel bereits verboten ist.
Es gibt gelobte Länder, das ist sogar das Angeln mit Blei verboten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die da wären?
Tungsten/Wolfram in zb Pilkergewichten unbezahlbar, ansonsten ist nix mit der gleichen Dichte vorhanden, außer im Periodensystem wird noch was eingefügt, was dann bedeutet gleiche Größen geringeres Gewicht...
Wer braucht noch Pilker, Dorsch in der Ostsee Fangverbot und in Norwegen ist Blei weiterhin (noch) erlaubt.
Und wenn es da auch verboten wird (wovon ich ausgehe) nimmt man halt ein altes Stück Moniereisen als Gewicht.

Hier tut man jetzt so als wenn nach einem Verkaufsverbot für Blei keine Fische mehr gefangen werden,
seit mal etwas kreativer, die Regale hängen noch voll beim Händler, entweder jetzt kaufen oder später selber gießen.

Schlimmer hätte ich gefunden wenn man es nicht mehr hätte benutzen dürfen, wäre ja einer Enteignung gleich gekommen.
 
Du erkennst keinen Unterschied zu den Pilkern und Krallenblei usw., wenn die an der Rute hängen, zwischen den bleifreien, die du in Dänemark kaufst und den bleihaltigen hier in Deutschland, und:
Ich fange mit den dänischen genauso gut und das seit 20 Jahren ( lass mich in den Jahren nicht lügen, ist jetzt ein Schätzwert meiner ersten dort gekauften bleifreien Pilker für das gelbe Riff).
keine Ahnung wie tief ihr da fischen tut, aber ich frage mich, wie ich mit den Bleiersatz auf 100m, 120m nun jiggen soll?
Auch wie es die Kollegen machen werden, deren Spots tiefer liegen???
Was ich damit sagen will, ist, dass es mir persönlich scheizzegal ist, mit welchem Material ich beschwere oder meine KuKö beschwert sind, ich angle, fange und genieße.
das ist die deine Sicht & paßt auch für dich soweit. Einverstanden. Aber andere fischen anders und schwerer.
Alternativen wird es geben bzw. gibt es schon.
physikalisch ginge ja auch Gold^^... zBsp.^^
Alles halb so schlimm.
Für dich zumindest stimmt dies wohl ;)

Aber auf 170m??

 
Die da wären?
Tungsten/Wolfram in zb Pilkergewichten unbezahlbar, ansonsten ist nix mit der gleichen Dichte vorhanden, außer im Periodensystem wird noch was eingefügt, was dann bedeutet gleiche Größen geringeres Gewicht...
Bleifreie Pilker, hat Hakuma vor ein paar Jahrzenten schon angeboten. Nannten sich SNX-14.
Kann dir aber nicht sagen, was das für ein Material war.
 
Für dich zumindest stimmt dies wohl ;)

Aber auf 170m??

170 m ist nicht wirklich tief, da habe ich auch in der Vergangenheit nicht immer Blei genommen weil einfach nicht vorhanden,
die Norweger waren da schon kreativ, nicht der Umwelt zu liebe, sondern einfach weil das nächste Angelgeschäft zu weit weg,
da hängt so Einiges in den Bootsschuppen rum,
wie gesagt, man wird weiterhin seine Fische fangen,
 
Zurück
Oben