Blinkern - Methode/Technik?

rustaweli

Well-Known Member
Servus Miteinander!

Wie der Titel schon sagt, würde ich gerne mal ein paar Fragen zum Blinkern auf Waller stellen.
Was das angeht, so bin ich darin recht neu, war schon öfter dieses Jahr und dabei immer erfolglos sowie ohne jeglichen Fischkontakt. Dies bisher zu allen Zeiten, in den Morgendämmerungen, tagsüber, in den Abenddämmerungen sowie bis in die Nacht hinein(1.00 Uhr seit Sommerzeit). Erst gestern wieder vor der Spätschicht sowie nach der Spätschicht. Vom Tackle ist aus Anfängersicht alles klar, fische mit einer Black Cat Spinn-Combo sowie mit Blinkern von Blinker Jörg. Sollte also passen für's Erste. Ebenso mein Gewässer, der Neckar. Aber irgendwie läuft bei mir nichts, also wollte ich mit Eurer Hilfe mal meine Handeln überprüfen. Ich fische vom Ufer aus. Bisher wählte ich ein paar Spots, blieb dort ca 20 Minuten und fuhr zum nächsten. Auswerfen tue ich fächerartig, warte meist auf Bodenkontakt und hole ein. Manchmal nach ein paar Würfen hole ich auch gleich nach dem Aufklatschen ein.
Gestern habe ich dann mal auf Strecke gesetzt und nur ein paar mal ausgeworfen und weiter. Boden, Mittelwasser, Oberfläche, fertig. Zweifle langsam an mir.
Wie handhabt Ihr das, fischt Ihr alle Wassertiefen ab, macht Ihr Strecke, wie lange bleibt Ihr am Spot, holt Ihr eher schnell oder gemächlich ein?

Danke für Eure Hilfe und Petri!
 
AW: Blinkern - Methode/Technik?

Also ich bleibe deutlich länger an einem Spot. Mein Wels gestern (leider vor Landung ausgeschlitzt) biss an gleichem Spot (Wehr) nach über einer Stunde Blinker werfen... Ansonsten häufig die gleiche Stelle anwerfen, bis zu 40 mal. Ich fische in der Regel von oben nach unten, was die Wassertiefe betrifft, starte also erst flacher und gehe dann mit der Zeit tiefer. Aber das Welsblinkern bleibt sehr mühsam, zumindest am Main...wenn dann aber ein Biss kommt, entschädigt das :q
 

jkc

...und Jessy; nun in "NL" :-(
AW: Blinkern - Methode/Technik?

Hi, oben in der Wassersäule anfangen und dann nach und nach tiefer gehen bin ich dabei. Allerdings läuft die Action bei mir in der Regel auf geringem Raum ab und gefühlt 80% der Bisse kommen bei den ersten drei (eher bei den ersten beiden) Würfen.
Wenn das nicht eintritt dann kannste Stunden / Tage werfen ohne Biss. Demnach fische ich vielfach die Spots nur kurz ab, länger als 45 Minuten bleibe ich nie an einem und das auch nur wenn ich lauf-faul bin.
Führungsgeschwindigkeit ist absolut tages- und / oder fischabhängig, von Zeitlupe bis so schnell wie Du fischen kannst ist alles möglich, ich beginne in der Regel langsam.

Grüße JK
 

Fr33

Gummi Getier Dompteur
AW: Blinkern - Methode/Technik?

Die Kollegen reagieren ja meist auf das Aufklatschen und schnappen gleich zu oder? Das wird wahrscheinlich der Grund sein, warum man doch nicht soviel von Beifängen der Zanderangler hört.... so ein Gummifisch macht zu wenig raudau beim Aufschlagen.
 

jkc

...und Jessy; nun in "NL" :-(
AW: Blinkern - Methode/Technik?

Es gibt solche und solche Bisse. Geschätzt etwa die Hälfte meiner Waller habe ich auf den ersten Kurbelumdrehungen nach dem Wurf oder gleich im Absinken gefangen, die andere Hälfte eben nicht.:q
Bisse bekommen die Zanderangler bei uns am Rhein schon nicht gerade wenige, jedoch scheitert es oft halt am Gerät.
 

fischbär

Active Member
AW: Blinkern - Methode/Technik?

Die Frage ist eben ob Fische da sind und beißen wollen! Kannst Du das denn garantieren? Fangen andere Leute an der selben Strecke regelmäßig?
 

rustaweli

Well-Known Member
AW: Blinkern - Methode/Technik?

Danke Euch schon mal!
Also einig scheint man sich in der Suche von oben nach unten. Geschwindigkeit muß man also testen, je nachdem was sie an dem Tag gerade wollen.
Bei der Verweildauer gibt es unterschiedliche Meinungen.
Lord Sinclair, also immer auf die gleiche Stelle werfen, nicht im Radius? Ne Stunde ist schon lang.
jkc, wie lange verweilst Du wenn Du nicht zu faul zum Laufen bist? Aber nicht nur 3 Würfe, oder?

Falls man zu Fuss Strecke macht, wieviel Abstand habt Ihr zwischen Euren Spots dann?
Oder besser gefragt, weiß jemand bis zu welchem Radius ca. der Waller den Blinker hören, wahrnehmen, fühlen kann?
 

rustaweli

Well-Known Member
AW: Blinkern - Methode/Technik?

Die Frage ist eben ob Fische da sind und beißen wollen! Kannst Du das denn garantieren? Fangen andere Leute an der selben Strecke regelmäßig?
Hallo,

also Waller hat es definitiv, jedoch kann ich zur Bestandsdichte noch nichts sagen. Aber sie sind da. Auch kenne ich 3 Spots. An einem sitzen Ansitzer, unterhalb einer Staufstufe. Sehr hängerreich, Strömung und Kehrströmung vorhanden. Sie kennen aber auch dort die Löcher und Gumpen durch abfahren mit GPS und Boot. Dann noch eine etwas ruhigere, flachere Stelle. Dort habe ich schon selbst einen sehr großen toten Waller gesehen, ein Bekannter einen größeren beim Sonnen währen ner Kanufahrt. Dann noch einen Spot vor einer Staustufe, welcher auch vom Pachtverein als Wallerspot aufgeführt wird. Die Stellen befische ich auch meistens.
Also es gibt sie, wenn auch nicht in Grundelmenge. Muß also an mir liegen.
Zählen sogar zum Edelfisch und man darf max 2 entnehmen(falls sie einem nicht wegrutschen) mit 70er Mindestmaß.
 

jkc

...und Jessy; nun in "NL" :-(
AW: Blinkern - Methode/Technik?

Die Standplätze der Fische sind auf wenige Meter genau immer die selben. Steht da keiner fängste quasi auch keinen.
 

rustaweli

Well-Known Member
AW: Blinkern - Methode/Technik?

Das finde ich interessant, wußte ich beim Waller nicht. Danke!
Kann man sich das dann so vorstellen wie bei Forellen oder Hecht? Feste Reviere, ist einer weg wird die Stelle, das Revier, neu besetzt? Sind sie auf den Standplätzen eher Einzelgänger oder in größeren Gruppen? Bleiben sie das ganze Jahr über standorttreu oder wechseln sie je nach Jahreszeit?
Weißt Du auf welche Entfernung sie den Blinker wahrnehmen können? Das heißt dann erst mal suchen, vielleicht fische ich ja knapp vorbei.
 

jkc

...und Jessy; nun in "NL" :-(
AW: Blinkern - Methode/Technik?

Hi, das ist nur meine Erfahrung an meinem Gewässerabschnitt, hat ganz sicher keine Allgemeingültigkeit.
Teilweise sehe ich auch mehrere Fische in einem begrenzten / kleineren Bereich indem sie dann patrouillieren, in der Regel sind das dann aber die kleineren / mittleren Fische und komischer Weise bringen mir solche Stellen wo sich mehrere Fische aufhalten bisher keine Bisse.|kopfkrat

Grüße JK
 

jkc

...und Jessy; nun in "NL" :-(
AW: Blinkern - Methode/Technik?

... Feste Reviere, ist einer weg wird die Stelle, das Revier, neu besetzt? Sind sie auf den Standplätzen eher Einzelgänger oder in größeren Gruppen? Bleiben sie das ganze Jahr über standorttreu oder wechseln sie je nach Jahreszeit?
:q

so durchschaubar ist das leider nicht. Mal sind sie da, mal nicht, neben den ganzen äußeren Faktoren die das beeinflussen gibt es immer noch den Faktor "Fisch" der das ganze interessant hält.#6
 

jkc

...und Jessy; nun in "NL" :-(
AW: Blinkern - Methode/Technik?

Ich weiß, das will in der Regel niemand hören, aber der wichtigste Faktor für den Fangerfolg ist weiterhin die investierte Angelzeit. Je mehr desto eher stellen sich Erfolge ein und lassen sich Reproduzierbarkeiten erkennen, gerade bei Fischen mit niedrigen Bestandsdichten wie dem Waller zahlt sich so was langfristig aus.
 
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jkc

...und Jessy; nun in "NL" :-(
AW: Blinkern - Methode/Technik?

Nochwas zu den Ködern: Ich halte Blinker nicht für die besten Wallerköder, zumindest nicht über die gesamte Saison betrachtet. Ich habe damit inzwischen schon echt viele Stunden gefischt, aber gegen die Angelzeit gewichtet waren Bisse darauf eher selten; selbst auf teils sehr schnell gefischte Jerks und Wobbler hatte ich im gleichen Zeitraum mehr Beifangwaller beim Hechtangeln als gezielte Fänge auf Blinker.

Grüße JK
 

rustaweli

Well-Known Member
AW: Blinkern - Methode/Technik?

Nochwas zu den Ködern: Ich halte Blinker nicht für die besten Wallerköder, zumindest nicht über die gesamte Saison betrachtet. Ich habe damit inzwischen schon echt viele Stunden gefischt, aber gegen die Angelzeit gewichtet waren Bisse darauf eher selten; selbst auf teils sehr schnell gefischte Jerks und Wobbler hatte ich im gleichen Zeitraum mehr Beifangwaller beim Hechtangeln als gezielte Fänge auf Blinker.

Grüße JK
Das macht natürlich Mut |bigeyes
Werde mich einfach weiter durchkämpfen und hoffen das mal ein Biss kommt. Vielleicht stelle ich später mal auf GuFis um. Möglichkeiten zur Hakenbefestigung habe ich hier schon entdeckt. Bei Wobbler bin ich noch skeptisch, trotz Umbau, ob die auch wirklich halten falls mal ein Großer kommt.
Mehr Optionen habe ich nicht. Zum ewigen Ansitzen fehlen mir leider Zeit und Möglichkeiten(u.a. Nachtangelverbot). Also weiter testen, testen, testen.
Danke auf jeden Fall!
 

warrior

Member
AW: Blinkern - Methode/Technik?

Da kann JKC zustimmen. Wobbler ist der bessere Köder.

Die Wobbler aus dem Satzwasserbereich sind allemal ausreichend für Waller.
Die Drillinge gegen gescheite Einzelhaken tauschen. Sicherer bei der Landung #6
 

rustaweli

Well-Known Member
AW: Blinkern - Methode/Technik?

Ok, danke warrior!
Meereswobbler hatte ich jetzt nicht auf dem Schirm.
Haben sich da in jüngerer Zeit bestimmte Modelle hervorgehoben?
Hardbaits machen mir Spaß, bisher aber immer nur auf Barsch und Döbel.
 

PirschHirsch

Well-Known Member
AW: Blinkern - Methode/Technik?

Irgendwo gibt's hier auch einen Thread zu wallertauglichen Wobblermodellen.

Wichtig bei Wobblern ist Thru-Wire. Das müssen keine Meereswobbler sein, nur eben ausreichend stabil.

Thru-Wire sind z. B. viele Balsa-Modelle von Salmo oder Rapala (auch in [sehr] kleinen Größen).

Dann halt noch hochlastfähige Sprengringe/Haken ran und ab dafür.

Alles zum "blinkern" auf Wels,
manchmal etwas älter, nie aber unaktuell :)
Der essenzielle Unterschied zwischen Board und FB - hier ist sowas zum Glück noch ausgrabbar ;)
 
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