Branden mit der Multi. Einsteigercombo

Nemo

Heckbremser
Ich hab mich vor ein paar Wochen in der Nähe von Scheveningen megamäßig über meinen Gewaltwurf gefreut, bei dem das Blei wie eine Rakete gen Horizont gezischt ist. Allerdings habe ich mich nur für den Bruchteil einer Sekunde gefreut, weil mir nahezu im gleichen Augenblick bewusst wurde, dass das Blei die Reise ganz alleine antrat und die Schnur an der Rute zurückließ. Aber die Weite war schon gut.
 

Testudo

Schützer und Nutzer
@buttweiser

Weil du nicht weiter werfen kannst können es andere auch nicht?

Wenn du nicht glaubst kannst du es dir gerne anschauen.

Da du dir ja so sicher bist das ich Blödsinn erzähle:

Wir treffen uns bei mir an der Nordsee sobald meine Schulter wieder bei 100% ist.

Und dann werfe ich dir die 150m an einem Strand meiner Wahl mit nem ein Haken System.
Du kannst dir die Schnur dann meinetwegen an der Spitze abschneiden und es vermessen wie du willst.

Ich bezahle dir sogar die Tankfüllung wenn ich es nicht schaffe.

Aber wenn ich es schaffe:

Dann buddelst du mir bei Niedrigwasser meinen Saisonbedarf an SalzWattis aus.
In einem Outfit das du von mir bekommst.
Ca600stk alle groß(min12cm) und heile.
Und ich denke HermanHummerich kann auch welche gebrauchen. Also seine dazu.
Und das ganze wird dann dokumentiert und Ins Netz gestellt. Auf Youtube,
Du haust ja ganz schön auf den Putz. Ich habe vor fast 40 Jahren das erste mal in der Brandung gestanden und auch zu meinen besten Zeiten, habe ich nur durchschnittliche Wurfweiten erreicht. Gut, etwas mehr Größe wäre förderlich, aber viel geht über Technik. Aber 150m am Strand habe ich noch nicht gesehen.

Muss auch nichts heißen, ich geh ja angeln und nicht zugucken.

Bei 600 Wattis pro Saison gehst du nicht so oft, oder?
 

44869

Member
leute, wendet euch doch mal an den casting referenten des DMV.
er hat ein potentes 1000m team beieinander und wird sein schaffen bei der WM 2020 im eigenen land mit dem weltmeister titel kroenen ... so gehen die gauchos ... ;-)
 
Du haust ja ganz schön auf den Putz. Ich habe vor fast 40 Jahren das erste mal in der Brandung gestanden und auch zu meinen besten Zeiten, habe ich nur durchschnittliche Wurfweiten erreicht. Gut, etwas mehr Größe wäre förderlich, aber viel geht über Technik. Aber 150m am Strand habe ich noch nicht gesehen.

Muss auch nichts heißen, ich geh ja angeln und nicht zugucken.

Bei 600 Wattis pro Saison gehst du nicht so oft, oder?
Nur Salzis als Stopper!!

Ich will hier nicht auf den putz hauen!
Aber 150m sind zu schaffen mit dem richtigen Tackle und Technik. Ich habe auch nie gesagt Da ich die bei einer 5 von vorne werfe.

Aber ich kann es einfach nicht haben wenn man mich hier "als Lügner" oder ähnliches darstellen will.
Ich bin immer hilfsbereit beim angeln. Gebe Tipps die aus Erfahrung und nicht vom Hörensagen gut sind.
Selbst meiner Frau habe ich nach 3 mal angeln soweit gehabt das sie ca 90m wirft. Und das ohne Vorkenntnisse.
Nur durch vernünftige Erklärung und Verbesserung.
 

buttweisser

Active Member
Wer soviel Können hat wie der Siggi und am Strand immer 150m wirft, solch gute Werfer gibt es natürlich, warum kauft der Könner dann eine 50 Euro-Rute um noch weiter zu werfen? Tut mir Leid, aber da kann ich mir ein schmunzeln nicht verkneifen.

Es gibt auf dem Markt sehr wenige oder vielleicht auch gar keine Ruten für 50 Euro die man derart belasten kann. Die meißten teilen sich beim OTG mit 170 Gramm dann in 2 Teile.

Ich meine, sofern man sie überhaupt richtig aufladen kann. Ich kann das noch nicht und bleibe deshalb bei 120m hängen.

Nun geb ich hier keinen Senf mehr dazu. Viel Spaß am Strand Jungs.
 

Fruehling

Well-Known Member
...Und was haben Weitwurfwettbewerbe mit Fliegenruten oder Ruten bei denen man Gewichte von 7,5 Gramm wirft oder Karpfenruten usw. mit Surfcasting zu tun?...
Gute Frage, weshalb ich ja zwei Seiten verlinkt hatte.
Die 167m als neuer tschechischer Weitwurfrekord (mit 90gr. Blei) erschienen mir nämlich schon sehr sportlich.

Glaubt man den Aussagen dort: http://www.castingsport.de/Disziplinen.htm wird aus Sicherheitsgründen auf größere Weiten/Wurfgewichte verzichtet.

Darüber, wann das Verhältnis von immer größeren (Wurf)Gewichten zu immer größeren (Wurf)Weiten kippt - es für größere Weiten also eher hinderlich ist, das Gewicht zu erhöhen - kann an dieser Stelle wahrscheinlich nur gemutmaßt werden. Oder gibt's hier einen wirklichen Castingsportler, der über die nötige Erfahrung verfügt?

Die Entwicklung hin zu immer kleineren Ringdurchmessern empfinde ich als Kompromißlösung. Zumindest aber dann, wenn eine Stationärrolle verwendet wird, die, wie bereits erwähnt, evtl. sogar relativ dicht am ersten Rutenring montiert ist. Nicht umsonst verzichtet der Verfasser des von Frank verlinkten Artikels genau darauf bzw. verbaut keinen zusätzlichen ersten Ring, obwohl er die Rolle extrem weit in Richtung Rutenende montiert. Er gibt den (anfangs weiten) Schnurklängen einer Stationärrolle hiermit die Möglichkeit, sich auf dem Weg zum ersten Ring zu verjüngen, sodaß sie ohne zu großen und somit bremsenden Widerstand hindurch können.
 

Lajos1

Well-Known Member
Hallo,

durch die Regeln der Casting Sport Federation ist das höchste Gewicht, welches bei entsprechenden Casting-Wettbewerben geworfen wird 18 Gramm, sowohl bei Stationär- als auch bei Multirollen. Dabei ist auch zu beachten, dass das Gewicht in einem bestimmten Sektor auftreffen muss, wirft man da links oder rechts daneben ist der Wurf ungültig. Außerdem darf nur geringer Rückenwind herrschen. Die Schnurstärke ist auch vorgeschrieben.
Natürlich gibt es darüber hinaus auch Wettbewerbe mit höheren Gewichten, die entsprechen aber nicht dem internationalen Reglement, das heißt, da kann dann jeder Veranstalter machen, was er will.
Da ich früher nur bei "normalen" Wettbewerben an den Start ging, kann ich zu den Weiten, wann es kippt nichts sagen. Die gibt es aber sicher, so sind z.B. längere Ruten als 3 Meter beim Fliegenweitwurf (Einhand) nicht so gut, da die nicht mehr, sondern weniger Weite bringen. Optimal ist da, glaube ich, 2,90 Meter.
Aber ich bin schon lange aus dem Geschäft raus.

Petri Heil

Lajos
 

rhinefisher

Teilthomasianer
Das bezieht sich natürlich Alles auf Mono - man beachte die ordentlichen Schlagschnüre.
Mit 0,17er, oder gar 0,12er Fireline, sind ganz andere Weiten realisierbar..:sneaky
Es bedarf schon eines ziehmlich starken "Bretts" um eine 60er mit 150gr zu sprengen...:whistling
150m mit einem schlanken Rig sind bei Windstille schon machbar, aber dummerweise kommt Brandungsangeln ja von Brandung: Der auflandige Wind erzeugt die Brandungswellen, welche die Nahrung freispülen.
Deshalb angeln wir meist gegen den Wind und in der ersten oder zweiten Rinne - 70-120m sollten langen..:).
Gegen den Wind haben Multis eine etwas bessere "performance" - kann ich schlecht erklären, aber es "flattert" nicht so beim Wurf und alles läuft weicher ab.. .
Trotzdem sind mir große Statios wegen dem problemlosen "verdauen" dünnster Geflechte deutlich lieber..:)
 

basslawine

Active Member
Hallo,
nach langer Zeit endlich mal wieder ein Thread bzgl. Brandungsangeln mit der Multirolle, leider mit dem gleichem Ergebnis wie alle bisherigen: Bringt nix, hierzulande ungeeignet usw. usf.!
das ist leider alles zu kurz gegriffen, Weite lässt sich nur bedingt kaufen: erst mit einer entsprechenden Kombination aus Wurfstil und Equipment gehts wirklich weiter, und der Wurm bleibt sogar am Haken, das gilt sowohl für Multi als auch Stationärrolle, ... und das Equipment ist da eher zweitrangig. Leider gibt es hierzulande einen Beißreflex, wenn man den Leuten eine Verbesserung des Wurfstils ans Herz legt, aber das uralte englische Zitat trifft es ganz genau: "If you can't bend it, you can't send it!"!
Die Leute kaufen sich direkt möglichst harte Knüppel und teures Geschirr, die bringen dann zwar schnell ein paar Meter aber dann ist Schluss und man hört frustriert auf.

Bzgl. Werfen mit der Multi und Distance Casting lege ich dir mal den http://surfcasting-blog.de/ ans Herz, da kann man schon eine Menge Infos finden.
Bzgl Material und Wurfstil ist die Beschaffung bzw. eine Einweisung in D sicherlich schwierig, aber nicht unmöglich. darfst mir gerne ne PM schreiben, dann können wir mal schnacken.

Ein schönes Video von "CrackOffColin", der als Casting instructor in UK unterwegs ist:

zum Schluss: lass dich nicht abschrecken!!! Werfen und Angeln mit der Multi macht riesigen Spass, ist ästhetisch, wirkungsvoll und macht braucht keine ultradünnen Schnüre. Addictive!!!;)
 
Super Beitrag.
Ja das ist in D leider oft und bei jeder angelart. Beratungsresisten und Nachsager. Und ungläubige.

Hab ich schon immer so gemacht. Moderner schick schnack. So habe ich damals xy gefangen usw.

Über UL fischen lachen und im gleichen Atemzug motzen das die Forellen auf Sbiro nicht gehen. Während leicht fängt. Da kann man stundenlang Beispiele bringen.

Mit surfcasting.de schreibe ich schon. Kamen schon ein paar Infos zurück

Und abschrecken lass ich mich nie. Habe schon oft Sachen gemacht wo andere gesagt haben" Blödsinn". Das schönste ist dann das dumme Gesicht wenn es klappt.

Und wie du schon schreibst.
Technik vor Tackle. Würde behaupten 90% können und 10%Ausrüstung.

Die Rute fängt meistens nicht sondern die Erfahrung und das Wissen des Bedieners.
 

basslawine

Active Member
Ich würde das nicht so kategorisch sehen mit der Beratungsresistenz, eher im Sinne von: "Die Angel ist nur ein Werkzeug, um den Köder heile zum Fisch zu bringen, den Biss zu erkennen und anschließend den Fisch an Land!", die 500€ (+) Tournamentstöcke, mit denen die Topwerfer über 260m auf der Wiese werfen, sind für 95% der Angler/Werfer kompletter Overkill, und ich hab mich jahrelang mit meinem Fliegengewicht rausgeredet (Alternativausreden zum Aussuchen: keine top-Rolle, Rute zu kurz, usw.), aber trotzdem viel zu harte Ruten geworfen, weil wenn dann mal einer von 5 würfen halbwegs gut ausgeführt war, ich 3-4m weiter gekommen bin.

Es ist in der Realität leider noch viel schlimmer, eine zu harte Rute schließt fast aus, dass man einmal einen halbwegs geschmeidigen und ausgereiften Wurfstil erlernt, weil nicht der Werfer die Rute wirft sondern umgekehrt. Das Feedback zwischen Rute und Werfer schwankt nur zwischen Abriss und "Aua, tut weh".

Dann waren wir dieses Frühjahr zum Vintage-Tackle-casting event in UK, wo alle mit pre-1985 Equipment werfen mussten, und ich habe mit einer Kombo aus 3,60m Glasfaserrute gepaart mit ner Abu ultramag 3 mit .35er und 125 gr nur ein paar Meter kürzer geworfen als am nächsten Tag mit der Hightec Kombo mit längerer (aber halb so schwerer) Rute, top getunter Rolle und .28er Schnur zum 125gr Blei. Und ich war nicht alleine, selbst "Big" Danny Moeskops und andere Topwerfer mussten zugeben, dass mglw. der ganze "Schneller! Härter! Länger! Leichter!" Wahnsinn scheinbar nicht so zielführend ist, wie alle angenommen haben.
Mit dem ganzen Uralt Equipment gabs weniger Abrisse, mehr Würfe in der richtigen Richtung bei annähernd gleicher Weite. John Holden, Paul Kerry und Roger Mortimer waren auch zu Besuch und haben sich glaube ich köstlich amüsiert!!!

Leider ist die Kong-Casting Seite von Jan scheinbar vom Netz, aber da hat er mal aus Demonstrationszwecken mit ner 16€ Zebco Glasfaser-Peitsche geworfen und letzten Endes 150gr auf über 200 m befördert.
Und das geht ganz klar auch mit der Stationärrolle bzw. 3-teiligen Ruten aus normaler Produktion, der harte Knüppel bringt dich von 140 auf 150m, die Gummiflitsche, wenn richtig aufgeladen wirft trotzdem 20m weiter.
Das ist aber natürlich nicht im Sinne von Shimano & Co., denn dann wären der im 2-jahresrythmus stattfindene Wechsel zur nächst NASAproofed Rutengeneration offentsichtlich als das entlarvt, was er ist: nämlich reine Geldschneiderei.

BTW: Ich mache regelmäßig den letzten Platz auf der Wurfwiese und das schon seit Jahren, weiß aber, dass es an meiner Technik liegt, deshalb gehts weiter. Nur um auszuschließen, dass ich hier in der falschen "Geilhuber"-Schublade lande.

Gruß Marco
 
Ich habe auch Ruten von 30-350 €. Und ich muss auch sagen das wenn ich gerade nach dem Sommer merke das die Entfernung etwas abnimmt. Eine Zeit lang habe ich das versucht durch Kraft wieder raus zu holen. Das habe ich aber wieder verworfen. Dann lieber beim "ersten" mal den Knüppel in der Tasche lassen und erst wieder in den Wurf kommen.
Preislich können Ruten ein Unterschied machen, müssen es aber nicht unbedingt. Meine erste Rute war damals eine Omnisurf. Und die konnte man gut aufladen. Natürlich in dem preissegment gesehen. Und wenn ich mir dann heute zum Teil Ruten in der 100€ Klasse anschaue dann denke ich die wollen einen verarschen. Bloß weil xy draufsteht
 

ragbar

disparu en mer....
Ey wie geil, echte Freaks hier! Ich dachte, ich wär der einzige der nach UK schielt. Multis sind geil, sind und waren immer meine Leidenschaft,für Süß-und Salzwasser.
Immer weiter mit der Multi fischen, auch wenn`s nicht immer besser als mit der Statio ist. Für meinen persönlichen Geschmack einfach geiler.
 

basslawine

Active Member
Hallo,

durch die Regeln der Casting Sport Federation ist das höchste Gewicht, welches bei entsprechenden Casting-Wettbewerben geworfen wird 18 Gramm, sowohl bei Stationär- als auch bei Multirollen. Dabei ist auch zu beachten, dass das Gewicht in einem bestimmten Sektor auftreffen muss, wirft man da links oder rechts daneben ist der Wurf ungültig. Außerdem darf nur geringer Rückenwind herrschen. Die Schnurstärke ist auch vorgeschrieben.
Natürlich gibt es darüber hinaus auch Wettbewerbe mit höheren Gewichten, die entsprechen aber nicht dem internationalen Reglement, das heißt, da kann dann jeder Veranstalter machen, was er will.....
Lajos
Moin Lajos,
das ist nicht ganz korrekt,
die 18gr Nummer ist Casting, darüber hinaus gibts aber auch das offizielle Distance Casting der Meeresangler nach Regeln der Fips.
4 Klassen:
175gr, .35 Haupt-, .75 Schlagschnur
150gr, .31 Haupt-, .75 Schlagschnur
125gr, .28 Haupt-, .65 Schlagschnur
100gr, .25 Haupt-, .65 Schlagschnur

Nächstes Jahr ist WM in Rendsburg, die derzeitigen Cracks (Männer) kommen aus Argentinien und Italien, davor haben die Engländer dominiert.
Bei den Damen wirft zumindest eine deutsche Teilnehmerin ganz vorne mit.
Ergebnisse und so weiter in Dirks Surfcasting Blog, falls wer mal schauen möchte.
In Deutschland finden jährlich ca. 7-8 nationale Tuniere im Rahmen des DMV statt, plus ein paar Einladungsveranstaltung vom Baltic Surfcasting Club, wobei der Länderkampf Deutschland/Dänemark im kommenden Jahr sein 20-jähriges Jubiläum feiertsmile01.
Der UKSF hat fast jedes WE eine Veranstaltung und der belgische BSC ist auch recht aktiv.
Besucher sind überall und immer willkommen, und mitschmeissen ausdrücklich erwünscht.
Gruß Marco
 
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