Conger im Marmarameer (und was das Ufer sonst noch hergibt)

Moin, was verwendet man denn für ein Gerät zum Congerangeln wenn die wirklich mehr Power haben als größere Waller? OK, ne stabile Multi ist jetzt kein Ding, aber was ist mit Schnur und Rute?

Dank und Gruß JK
Bei mir kamen früher Garbolino Atlantic (?), Brandungsruten mit 420cm/800gr Wurfgewicht, und heute Penn Jakub Vagner Bank Cat in 270cm/1000gr zum Einsatz.
Dazu 9500er Penn, 50er Fireline, 80lbs Mono und 250kg(?) Wirbel von Sampo.
Da kann ich meine 130kg mit aller Kraft reinhängen - da bricht nix..:geek
Es ist garnicht die eher mittlere Kampfkraft der Conger, sondern die Umstände - auf dem Boot kann man sehr viel leichter fischen, aber vom Ufer muß man mit grober Gewalt das Tier rausziehen.
Findet ein mittlerer Conger (mittel ist so 150cm..) Zugang zu Felsen, ist er verloren.. .
Und man angelt fast immer über Fels, oder, ganz besonders fängig, an großen Molen/Wellenbrechern.
Moin,
zum Gerät: da fische ich zumindest bei der Schnur noch stärker, 60kg Geflecht kann zügig durchscheuern, habe ich schon erlebt, meinem Vater ist das öfter passiert. Mir kommt nichts unter 100kg realer Tragkraft ins Haus(auf den entscheidenden 50-60m, darunter 60kg 'Backing') genaugenommen fische ich 136kg Hohlgeflecht, das Silent Leader von Zeck ist da das abriebsfeste was mir je untergekommen ist, gegen verhedderungen habe ich ca.2m Mono eingespleisst, ist aber komplett im Geflecht verschwunden, um einen sanften Übergang zu erzielen, Wirbel mit Auftriebsköder für Blei oder Stein mit Reissleine, Kugellagerwirbel an der Schlagschnur, dann eine Sollbruchstelle aus 90kg Mono mit nem alten Korken drauf(sammel ich das ganze Jahr in der Familie), abhängig von der Hängergefahr ein Kugelgelagerter- oder normaler Tönnchenwirbel woran dann das Vorfach anschließt, wo ich nach meinen letzten zwei Touren(bei der letzten wurde plötzlich aus Waller Conger weshalb ich nicht darauf vorbereitet war), da mir 2mm Kevlar mehrfach von den Zähnen durchgescheuert wurde, 7x7 Stahl mit 80-125kg Tragkraft(damit auch bei vielfachem Knicken während eines langen Drills mit Grundkontakt alles Hält), werde ich beides probieren, wenn wer ne Quetschhülsenzange für derartige Stärken weis, immer gerne, mit meiner verarbeite ich eigentlich nur bis 25kg, da aber mit hervorragenden Tragkräften. Als Haken habe ich drei Modelle, die ich abhängig von der Ködergröße und Form verwende: Owner SJ41, SJ43 und SJ51, haben alle ihre Berechtigung, wenn der Haken kleiner ist muss er eben dickdrähtiger sein, der SJ43 ist ein Mittelding, aber deutlich stabiler als der SJ41 und mit einem recht langen Schenkel was bei länglichen Fetzen praktisch ist, Cirklehooks werde ich vielleicht auch noch probieren, nur kann der Köder dann schlechter befestigt werden weil sich der Haken noch drehen muss. Die gesamte Montage ist so aufgebaut das sich die Hauptschnur praktisch nie im Grund verhakt, nur Gewicht und Vorfach verloren gehen können und sich das ganze im Wurf fast nie verheddert.
Bei den Ruten und Rollen werde ich diesmal was neues probieren, zugegeben ein sehr teurer Spaß, aber mit der Power und Wurfweite meiner bisherigen Combos bin ich unzufrieden: bei den Ruten kommen drei Modelle zum Einsatz die bisher nur Waller kennen, sind alles Hearty Rise Ruten mit schön großen Ringen, die Catfish Extreme in der schweren 240 Variante und die 270er, sowie die Monster Game II in der 240er variante welche spürbar kräftiger ist als die 240er Catfish, aber für's hardcore wallerspinnen ist die Catfish Super. Das man auch zu einem Bruchteil des preises weggekommen wäre weis ich, aber eine gute Übertragung bei der auch Meterfische Spaß machen ist mir sehr wichtig, schließlich geh ich deshalb angeln, Fisch für die Küche ist eher ein wilkommener Nebeneffekt.
Bei den Rollen kommen für mich nur Stationärrollen in Frage, einfach weil es bei dieser Angellei instinktiv laufen muss und ich erst angefangen habe mich an Rechtshändige obenliegende Multis zu gewöhnen, auch wenn es deutlich mehr passende Multis gibt. Da Congerangeln meine größte Leidenschaft ist habe ich mir über längere Zeit das Geld für zwei echte Top Rollen zusammengespart, nämlich 2mal die Saltiga in 18000 P, werde mir zum Wallerangeln und Congerangeln in Zukunft noch die 20000er ersatzspule gönnen für mehr Schnurfassung aber ist beim Conger eh Nebensache. Diese Rolle habe ich aus mehreren Gründen gewählt, aber der wichtigste ist das man damit mehr Kraft beim Kurbeln hat als mit jeder anderen Stationärrolle und das Getriebe das auch abkann, zweiter Punkt ist die Bremskraft, denn im Drill arbeite ich schon mit ca. 20kg, wenn ein Fisch festsitzt wird auch mal mit gesenkter Rute und 25-30kg gezerrt, auf die Art kann man notfalls auch pumpen, wenn die Rute überlastet ist. Einfach nach hinten ziehen und auf dem weg nach vorne Kurbeln. Gehärtete Spulenkante, stabiler Bügeldraht usw. sind weitere Punkte die von den Felsen wichtig sind und sehr zur Langlebigkeit beitragen. Wie oben angedäutet, wäre es mit multis auch für weniger als die Hälfte der Kosten machbar aber das überlege ich mit vielleicht in 3-4 Jahren, wenn ich auch das instinktiv mache und große Statios kann ich für diverse Einsätze gebrauchen.

Zur Kampfkraft Der Conger im Vergleich zu Wallern: m.M.n Kämpfen Conger sehr viel stärker als Waller, erst recht in der gleichen Gewichtsklasse(zumindest bei unter 2m wiegen Conger bei gleicher Länge sehr viel weniger), allein schon dadurch das sie sich prima rückfärts schrauben können und es dadurch herzlich wenig bringt den Kopf zu drehen, Während das bei Wallern super klappt und ich auch nen 2 Meter in der Strömung locker gehalten kriege, der nimmt nur Schnur wenn ich es zulasse. Waller sind aber auch nicht gerade die stärksten und Tunas stellen sicher beide in den Schatten.
ABER wie Rhinefisher schrieb ist es in erster Linie der Fakt das man Conger im Gegensatz zu fast allen Fischen nicht nur halten muss oder gar ausdrillen kann, sondern mit aller Gewalt hochzerren muss. Vom Boot oder vertikal vom Pier tut es wesentlich leichteres gerät auch(deshalb fische ich auch unterschiedliche Ruten), notfalls wird eben mit nach unten gerichteter Rute nach oben gezogen, Vom Ufer, bzw. Felsen muss man die Fische aber in einem schrägen Winkel hoch pumpen/kurbeln und um das auszugleichen sehr viel schneller sein, da es den Fisch in dieser Situation vergleichsweise wenig Kraft kostet nach unten zu gelangen, schlieslich kommt der Zug von der Seite statt von oben. Wenn er sich einmal festgesetzt hat besteht schon noch eine Chance, die eine ist durch stetigen Zug den fisch zu ermüden, das kann man aber bei wirklich großen vergessen(klappt aber bei ~120 noch prima). Die letzte Möglichkeit besteht darin die schnur zu kappen, irgendwo fest zu binden ünd ca. 1x pro Stunde zu versuchen den Fisch herauszuziehen, hat mir schon mehrere schöne Fische gerettet. das ist einer der Gründe warum ich Hohlkerngeflecht fische, das kann man einfach wieder anspleissen, geht viel schneller als bei normalem(solid braid), ist haltbarer und vor allem hat man keine abstehenden Enden die Kraut fangen.

Übrigens verwende ich die oben genannte Montage in deutlich leichterer Ausführung auch für Aal, da mit schweren Hechtruten und abriebsfestem 60er geflecht als Vorfach.

Köder mit Baitelastik sichern ist klar, aber danke für den Hinweis. Klappt übrigens mit etwas Gefühl auch bei GuFis super, das macht kaum Jemand, zugegeben hässlich aber effektiv.

So, ich glaube dieser halbe Roman dürfte erstmal alle Fragen bezüglich meines Geräts beantworten.

Liebe Grüße, Marlon.
 
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Chief Brolly

Well-Known Member
Hallo Marlon, zunächst mal ein Herzliches Willkommen im Forum von mir!

Mal ne Frage: Sicher hast du auch Muränen gefangen, sind die auch in der Küche zu verwerten? Falls ja, wie schmecken die?

An der Küste von Cornwall habe ich Brandungsangler beobachtet, wie die Conger gefangen haben und gestrandet haben.
Waren nicht besonders groß, schienen aber nicht gerade deren Zielfisch gewesen sein, da ich irgendwie einen Fluch gehört habe und der Aal sich schnell wieder Richtung Wasser bewegte!

Auf nem Boot im Ärmelkanal, das zum Wrackangeln fuhr, habe ich doch mal tatsächlich als Vorfachmaterial ein Stück Wäscheleine gesehen!
Die Enden sauber verkrimpt mit nem Circle-Hook und Hochseewirbeln..
Der Typ fing damit auch so seine großen Conger und Lengs!
In der Wäscheleine verläuft ein Stahlseil und hat zwar entsprechend Tragkraft, aber nicht die erforderliche Abriebfestigkeit...

Der hat nach JEDEM Fisch das Vorfach gewechselt, aber mit Multi und schwerer Pilkrute fast vertikal geangelt (hatte Versatz durch Strömung).

Ich fische mit meinem Waller Gerät auf Conger, entnehme aber nie mehr Fische, als ich auch verwerten kann!
Ich esse gern Conger, die schmecken echt lecker bis ca. 1,50m...

Interessante Fangstellen an der französischen Küste sind übrigens die U-Boot- Bunker aus dem 2.Wk (z. B. Loirant) wo es außer Conger auch viele andere Fischarten zu fangen gibt!

Die Conger verstecken sich an und in den Gebäuden und sind von den Piers eigentlich ganz gut zu fangen (Dämmerung und Nachts).

Aber am besten fährt man mit dem Boot rein und verankert es, da die Pierwände ziemlich hoch sind (etwa wie die Spundwände an unseren Kanälen bzw. in den Häfen dort).

Hast du einige Bilder von deinen Congern für uns?
 

Andal

Teilzeitketzer
Die Südfranzosen sollen wohl Conger in die Fischsuppe geben, wenn keine anderen Menschen am Tisch zu Gast sind. Sie sollen wohl "ziemlich grätig" sein. In Irland, wo auch viel auf die Schlangen gefischt wird, habe ich nie mehr als einen verstörten Blick als Antwort auf die Frage nach den Verwertungsmöglichkeiten erhalten. In Ägypten fragte ich einen einheimischen Fischer wegen den Muränen. Er übergoß mich einem unverständlichen arabischen Wortschwall, von dem ich nur so viel mitbekam, dass Muränen wohl eher kein Gaumenkitzel wären.

Beide Arten sind wohl viel mehr materialmordende Game Fish, denn für den Tisch geeignet. Bei einem Schlangenphobiker, wie mir, schon zweimal. ;)
 
Hallo Marlon, zunächst mal ein Herzliches Willkommen im Forum von mir!

Mal ne Frage: Sicher hast du auch Muränen gefangen, sind die auch in der Küche zu verwerten? Falls ja, wie schmecken die?

An der Küste von Cornwall habe ich Brandungsangler beobachtet, wie die Conger gefangen haben und gestrandet haben.
Waren nicht besonders groß, schienen aber nicht gerade deren Zielfisch gewesen sein, da ich irgendwie einen Fluch gehört habe und der Aal sich schnell wieder Richtung Wasser bewegte!

Auf nem Boot im Ärmelkanal, das zum Wrackangeln fuhr, habe ich doch mal tatsächlich als Vorfachmaterial ein Stück Wäscheleine gesehen!
Die Enden sauber verkrimpt mit nem Circle-Hook und Hochseewirbeln..
Der Typ fing damit auch so seine großen Conger und Lengs!
In der Wäscheleine verläuft ein Stahlseil und hat zwar entsprechend Tragkraft, aber nicht die erforderliche Abriebfestigkeit...

Der hat nach JEDEM Fisch das Vorfach gewechselt, aber mit Multi und schwerer Pilkrute fast vertikal geangelt (hatte Versatz durch Strömung).

Ich fische mit meinem Waller Gerät auf Conger, entnehme aber nie mehr Fische, als ich auch verwerten kann!
Ich esse gern Conger, die schmecken echt lecker bis ca. 1,50m...

Interessante Fangstellen an der französischen Küste sind übrigens die U-Boot- Bunker aus dem 2.Wk (z. B. Loirant) wo es außer Conger auch viele andere Fischarten zu fangen gibt!

Die Conger verstecken sich an und in den Gebäuden und sind von den Piers eigentlich ganz gut zu fangen (Dämmerung und Nachts).

Aber am besten fährt man mit dem Boot rein und verankert es, da die Pierwände ziemlich hoch sind (etwa wie die Spundwände an unseren Kanälen bzw. in den Häfen dort).

Hast du einige Bilder von deinen Congern für uns?
Die Südfranzosen sollen wohl Conger in die Fischsuppe geben, wenn keine anderen Menschen am Tisch zu Gast sind. Sie sollen wohl "ziemlich grätig" sein. In Irland, wo auch viel auf die Schlangen gefischt wird, habe ich nie mehr als einen verstörten Blick als Antwort auf die Frage nach den Verwertungsmöglichkeiten erhalten. In Ägypten fragte ich einen einheimischen Fischer wegen den Muränen. Er übergoß mich einem unverständlichen arabischen Wortschwall, von dem ich nur so viel mitbekam, dass Muränen wohl eher kein Gaumenkitzel wären.

Beide Arten sind wohl viel mehr materialmordende Game Fish, denn für den Tisch geeignet. Bei einem Schlangenphobiker, wie mir, schon zweimal. ;)
Moin,
sowohl Conger als auch Muränen schmecken ausgezeichnet, allerdings ganz unterschiedlich und das Handling von Muränen ist ne ganz eigene Nummer, denn die versuchen die ganze Zeit dich zu beissen, haben einen spitz zulaufenden Kopf den sie teils auch durch ein Handtuch durchbekommen(anders als bei Aal und Conger), zu allem Übel sind sie noch mindestens doppelt so Flexibel wie Conger und Aale, können 2mm Kevlar innerhalb von Sekunden durchbeissen und ich rede von Muränen unterhalb der Metermarke. Beim Congerangeln im Mittelmeer wirst du zwangsläufig auch Muränen Fangen. Ansonsten sind es, vom Kopf mal abgesehen, sehr hübsche Fische die ich gerne fange, aber mit blosen Händen nur anfasse wenn der Kopf ab ist. Bei Congern ist nur dann Vorsicht geboten wenn man die Haken löst, sonst wollen die nur weg.

Vom Geschmack her sind beide völlig unterschiedlich, Conger ist recht Mager, völlig anders als Aal und im hinteren Drittel extrem grätig, das taugt nur als Sudeinlage die später ausgesiebt wird oder als Köder, zb. fürs Haiangeln oder Krabbenkörbe. übrigens war mein leckerster Conger bisher der 157er, also zumindest bis 160 schmeckt da garnichts ranzig, hängt aber sicher auch von den Gewässern ab. Ach so: Je kleiner der Conger desto mehr muss man wegschmeissen, deshalb nehme ich erst Fische ab 1M mit, nach Möglichkeit auch erst ab 120.

Muränen(Mittelmeermuränen andere hatte ich noch nicht in der Küche) sind längst nicht so grätig, vielleicht etwas mehr als beim Aal, aber auch nur vielleicht. Das Fleich ist viel fettiger, m.M.n ähnlich wie beim Aal, nur geschmackvoller und ohne den (für mich etwas unangenehmen) Beigeschmach den große Aale aus der Pfanne haben. meine Muränen kamen aus der Gegend um Marsaille, andere habe ich noch nicht verkostet. Ich glaube die schlangenähnliche Optik ist der Grund dafür das die meisten diesen Fischen keine Chance geben und wer mal ein Schwanzstück vom Conger hatte will auch keins mehr und beim Handling von Muränen denken sicher die wenigsten an essen, sondern daran das Biest möglichst schnell los zu werden ;)

Zum Vorfach, ja das wird nach jedem Fisch gewechselt, oder besser der beschädigte Teil entfernt, bei Stahl einfach einen neuen Haken anquetschen, vorher alles was knicke hat abschneiden. Muränen sind deutlich schlimmer wenn es um den verschleiss an Vorfächern geht denn durch die oben genannte Flexibilität machen die einem allen Ernstes Knoten ins Vorfach, nicht selten sogar mehrere. Wenn man im quetschen weniger Erfahrung hat, die Hülsen nur gerade so auf's Vorfach passen oder es sehr windig ist empfiehlt es sich Zuhause Vorfächer fertig zu machen, ans Ende einen Solid Ring und dann mit einem etwas größeren aber nicht extrem dickdrätigen Sprengring, zb. Owner Hyper Wire größe 12 am Wirbel zu befestigen, so geht das ganze sehr zügi und man hat weder die verhedderungsgefahr eines Twistlocks noch die gefah des aufhebelns wie bei normalen Snaps, gerade bei so agilen Fischen ein wichtiger Punkt, ich verwende überhaupt keine Snaps mehr(ausser für die Reissleine) auch beim Spinnfischen, es ist mit Solid Ring und Sprengring sicherer und sehr kleine köder laufen so auch besser.
Mein Kevlar habe ich wie gesagt verdammt, mit Stahl im 100kg Bereich noch nie gefischt, da muss ich noch schauen womit ich das quetsche, Tipps könnt ihr gerne dalassen :)
LG, Marlon
 
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Bilder kann ich nacher ein paar einstellen, habe aber nur wenige alte, da ich die meisten ohne Foto released habe, dieses jahr in Marsaille sogar alle(hatte immer schon andere Fische für die Küche, meist Muräne, einmal auch Pulpo), von meinem PB habe ich selbst leider garkein Foto, aber wenn ich den Reisebericht mache lass ich mir die dafür mal von meinem Vater schicken
 

jkc

...und Jessy; nun in "NL" :-(
Ich quetsche Stahl bis 250lbs mit meiner normalen Quetschülsenzange, allerdings nur 1x7 und nur zum Hecht- und Wallerangeln. Sieht nicht unbedingt perfekt aus, da die Hülse schon etwas groß ist, aber es hält. Ansonsten würde ich Zangen und Hülse empfehlen die auch für dicke Monovorfächer z.B. im Waller- oder Meeresbereich verwendet werden, die haben oft Aufnahmen für unterschiedlich große Hülsen. Doppelhülsen sind meiner Meinung nach nicht notwendig, dann lieber 2 Hülsen je Seite.

Grüße JK
 
Moin,
Ich habe mal mit meinem Stiefvater gesprochen, der ist in solchen sachen recht fit und er meinte das es schon Quetschpunkte braucht, meine normale Zange in dem Bereich aber reichen müsste, man sonst einfach eine mit längerem Hebel bräuchte, werd mir die nächsten Tage den Stahl bestellen und dann testen, wenn das mehr hält als die Schlagschnur kann eh nichts anbrennen. LG
 
IMG_6271.JPG


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Einer der vielen Doggys (kleingefleckter Katzenhai)
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IMG_6589.JPG

Wer genau hinsieht erkennt das durchgescheuerte 2mm Kevlar, ist ca. 10 Sekunden nach dem ich den Fisch draussen hatte passiert und das war ein sehr kurzer Drill.

So, das waren erstmal alle Fotos die Ich habe, mein Vater hat den Rest, auch von größeren Congern, aber wie gesagt wurde die große Mehrheit ohne Foto direkt zurückgesetzt, so dass ich von Marsaille und meinen Muränen überhaupt keine Fotos habe, ich werde mich bemühen in Zukunft etwas mehr zu Photographieren.
LG, Marlon.
 
Zuletzt bearbeitet:

Chief Brolly

Well-Known Member
Habt ihr gewußt, das Muränen noch ein zweites Gebiß im Schlund haben, ähnlich wie die Alien-Kreaturen von den Ridley Scott- Filmen?

Darum kann ich Marlons Warnung sehr gut nachvollziehen! Wenn ne Muräne einmal deine Hand oder nen Finger im Maul hat, dann hat man absolut verloren!!

Den Finger reißt eine Muräne locker auseinander... Wie tötet man so ein Vieh am schnellsten/effektivsten?

Marlon, wo entstanden die Bilder?
 
Habt ihr gewußt, das Muränen noch ein zweites Gebiß im Schlund haben, ähnlich wie die Alien-Kreaturen von den Ridley Scott- Filmen?

Darum kann ich Marlons Warnung sehr gut nachvollziehen! Wenn ne Muräne einmal deine Hand oder nen Finger im Maul hat, dann hat man absolut verloren!!

Den Finger reißt eine Muräne locker auseinander... Wie tötet man so ein Vieh am schnellsten/effektivsten?

Marlon, wo entstanden die Bilder?
Jo, zumindest mir ist das bekannt.
Wirklich Gefährlich werden sie m.M.n. aber erst durch ihre Aggresivität, kaum ein Fisch würde auserhalb des Wassers aktiv versuchen Jemanden zu beissen, Muänen dagegen tun das solange bis man sie freigelassen oder getötet hat.
Muränen töten ist so eine Sache, natürlich mit einem trockenen Handtuch und viel Kraft Festhalten, nochmal: keine Verdickung am kopf wie bei Aalen und Congern, dadurch rutschen sie viel leichter durch und können wieder beissen, dann das Rückrat durchtrennen, am besten mit einem Aaltöter, bei wirklich großen reicht der nicht mehr, dann mit dem Messer die Haut einstechen und danach mit einem Seitenschneider das Rückrat durch kneifen, dann das gleiche(bei jeder Größe) noch kurz hinter den Augen, da gibt es einen Punkt den man treffen muss, dann ist Gameover(Hirntod), klappt auch bei Aalen, wenn man den erwischt hat gibt es keine kontrollierten Bewegungen mehr, kein beissen, atmen etc. danach ist der Kopf eigentlich harmlos und man kann die Muräne einpacken, um sicher zu gehen schneide ich aber immer noch den Kopf ab, ins Maul sollte man selbst dann nicht fassen, denn die Muskeln arbeiten noch und könnten zubeissen (hatte ich bei abgetrenten Aalköpfen mehrfach), aber eben nicht mehr gezielt und die Krokodilsrolle die einem den Finger abfräsen könnte klappt auch nicht mehr, trotzdem lieber den Kopf ins Wasser schmeissen, das ist einfach sicherer. Wie gesagt, 2mm Kevlar in wenigen Sekunden durch bei ner 80-90cm Muräne, das will was heissen.

Die Bilder entstanden alle in Irland, da gab es teils 7-8 Conger pro Nacht, war im Juni, müsste 2018 gewesen sein.

LG, Marlon
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe nochmal nachgesehen, war doch erst letztes Jahr, das ich vor 1,5 Jahren noch so jung aussah hätte ich nicht erwartet.
 
Zuletzt bearbeitet:
PS: Wenn Du das nächste mal in Irland bist, schau mal in Cobh (südlich von Cork) vorbei - direkt am Titanic Kai gibt es die von dir gesuchten "Monster".
Moin,
das habe ich schon öfter gehört, war deshalb auch mal da, habe per satelit nachgesehen und ich glaube ich war am titanic pier lief bei mir aber garnicht, oder verstehe ich da was falsch? gibt dort ja auch Charterboote, sind die gemeint?
LG, Marlon.
 

DenizJP

Well-Known Member
Willkommen im AB!

Freut mich dass es dich nach Marmarameer verschlägt :) war dieses Jahr in Cesme auf Dorade unterwegs sowie in Izmir aber kein Erfolg.

Vieles wurde über die Jahre leider durch fehlendes Verständnis auch krass abgefischt...
 
Moin, das ist das Schöne an Congern und Muränen, die will kaum wer haben. Worauf hast du denn wie geangelt, oder nur auf Doraden?
LG, Marlon
 

rhinefisher

Wellknown Member
Hey - Du bist ja ein ganz Ausgebuffter...thumbsup
Deckt sich auch ziehmlich gut mit meinen eigenen Erfahrungen; Conger nehme ich auch erst ab 120cm mit und schmeisse den Schwanz, also alles hinter Waidloch, sofort weg. Das Conger nicht aktiv nach dem Angler schnappen, halte ich allerdings für ein Gerücht - die fauchen dabei sogar ganz aufgeregt..:laugh2
Ich war mal auf einem Charterboot im Kanal unterwegs, da mussten wir wieder zurück, weil so ein mittlerer Conger einem Mitangler den Daumen amputiert hatte.
Ich gehe zwar locker, aber doch mit einer gewissen Vorsicht mit grösseren Exemplaren um...:geek
Conger machen auf dem Grill ne ganz gute Figur - Muränen finde ich noch etwas besser.
Währen ich auch grösseren Congern recht entspannt den Haken entferne, bin ich bei Muränen geradezu übervorsichtig; kleine schüttel ich noch vom Haken - bei grösseren hacke ich sofort den Kopf ab.
 

rhinefisher

Wellknown Member
Moin,
das habe ich schon öfter gehört, war deshalb auch mal da, habe per satelit nachgesehen und ich glaube ich war am titanic pier lief bei mir aber garnicht, oder verstehe ich da was falsch? gibt dort ja auch Charterboote, sind die gemeint?
LG, Marlon.

Nee, Boot geht auch gut, aber ich meine schon diese völlig vergammelte Pieranlage mit dem supertiefen Wasser.
Komisch wenn ein Bursche wie Du da nix fängt - vielleicht hast Du einfach einen sehr miesen Tag erlebt.. .
 
Nee, Boot geht auch gut, aber ich meine schon diese völlig vergammelte Pieranlage mit dem supertiefen Wasser.
Komisch wenn ein Bursche wie Du da nix fängt - vielleicht hast Du einfach einen sehr miesen Tag erlebt.. .
Keine Ahnung mir kam es nicht super tief vor, ist aber auch schon 5 Jahre her und die Erinnerung bruchstückhaft, vielleicht war ich am Titanic Pier nur zum gucken und habe woanders geangelt... aber war auch nur 2 Tage dort, beim nächsten Mal schaue ich nochmal dort vorbei.

Hey - Du bist ja ein ganz Ausgebuffter...thumbsup
Deckt sich auch ziehmlich gut mit meinen eigenen Erfahrungen; Conger nehme ich auch erst ab 120cm mit und schmeisse den Schwanz, also alles hinter Waidloch, sofort weg. Das Conger nicht aktiv nach dem Angler schnappen, halte ich allerdings für ein Gerücht - die fauchen dabei sogar ganz aufgeregt..:laugh2
Ich war mal auf einem Charterboot im Kanal unterwegs, da mussten wir wieder zurück, weil so ein mittlerer Conger einem Mitangler den Daumen amputiert hatte.
Ich gehe zwar locker, aber doch mit einer gewissen Vorsicht mit grösseren Exemplaren um...:geek
Conger machen auf dem Grill ne ganz gute Figur - Muränen finde ich noch etwas besser.
Währen ich auch grösseren Congern recht entspannt den Haken entferne, bin ich bei Muränen geradezu übervorsichtig; kleine schüttel ich noch vom Haken - bei grösseren hacke ich sofort den Kopf ab.
Interessant! Einen Conger der mich beissen wollte hatte ich noch nicht, nur Zander ähnliches Maul-zusammenpressen, aber kann noch kommen, einen fauchenden Conger würde ich auch gern sehen, machen wahscheinlich nur manche. Etwas Vorsicht ist sicher geboten, gerade beim Hakenlösen und die Zähne sind ordentlich scharf, man siehe das Kevlar ;) Aber Aale die mich gebissen haben hatte ich schon, meist beim hakenlöfen, die haben schon ordentlich Druck mit ihrem Kiefer, das bei nem guten Conger der dann anfängt sich zu drehen, der amputiert mit Sicherheit den Finger, ein Großer vermutlich auch die ganze Hand, ne 2m Muräne erst Recht.
Ich habezum Hakenlösen immer ne Pistolenzange und nen übersetzten Seitenschneider dabei, Letzteren falls der Haken rausschaut und für große für's Rückrat, dafür tuts aber nen normaler auch, sonst wird das Vorfach abgeknipst und fertig. Bei Muränen auch nur letzteres, den Haken krieg ich nur wieder wenn ich den Fisch mitnehme.
LG, Marlon
 
Hier mal ein Funfact: beim Congerangel in Spanien und Frankreich habe ich mit Einzelhaken und Fischfetzen fast jeden Abend nen Pulpo(Oktopus) gefangen, selbst wenn ich keine Conger gekriegt habe, die Einheimischen waren total aus dem Häuschen, ich wollte eigentlich nur Conger :whistling Vorallem haben da viele gezielt drauf geangelt, kiloweise Sardinen verbraucht und mich hat das garnicht interessiert.
Ich musste mich buchstäblich durch Hartgummi beissen um zu lernen wie man die zubereitet ;) Ich sag nur: Frischer Pulpo direkt vom Grill, Jeder der das schon mal gemacht hat weis wovon ich rede...
Sei's drum, Heute freue ich mich über jeden Pulpo, eine wahre Gaumenfreude, sofern richtig zubereitet.
 

Seele

Böhser Siluro
Teammitglied
Jetzt zeig doch mal paar Bilder von den dicken Aalen die so fängst. Bilder wollen doch immer alle sehen.
 
Da muss ich mal meinen Vater fragen, ob der noch Bilder hat, da ich mein Handy nicht ohne Grund als "Knochen" bezeichne. dieses Jahr habe ich glaube ich nicht einen abgelichtet, wenn ich mal zum räuchern auftaue kann ich die aber gerne fotografieren, eigentlich bin ich die letzten Jahre immer mehr von dem ganzen Geknipse abgekommen, aber meinetwegen lass ich mir ein paar Aalfotos schicken, einige Hechte hätte ich auch noch, dieses Frühjahr war geradezu legendär, 5 Hechte am Tag waren irgendwann nur noch mittelmäßig.
 
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