Der "Schaut was ich gekauft hab" Thread.

Bimmelrudi

Well-Known Member
Da hab ich mich bissel verhauen...ist natürlich Greys und nicht Drennan.;)
 

u-see fischer

Traurig ich bin
Ich finde das System mega, mit nem Stopper lässt sich halt nicht ohne weiteres auf größerer Tiefe fischen (Über Rutenlänge / Kescherreichweite hinaus).
Da Schleppposen früher nicht zu bekommen waren habe ich Drennen Pike Zeppler (die kompakten Pikeposen) verwendet und unter der Pose einen Baumwollstopperknoten (was für ein Wort) gebunden. Diesen Knoten habe ich so locker gebunden, dass er gerade die Pose in Position hielt und im Drill über den Spitzenring nach unten geschoben werden konnte.
Hat immer super funktioniert.
 

u-see fischer

Traurig ich bin
Jupp, das geht. Aber bei jedem Ausbringen der Rute muss man den Stopper dann erneut in Position schieben.
Stimmt schon, war aber für mich vom Boot aus auch kein Problem. So musste man auch nicht schwere Köderfische über die Rute rauswerfen.
 
Zuletzt bearbeitet:

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

Ich kann auf der Schnur Gittare spielen so stramm ist die, doch die Pose rutscht munter hin und her, nur durch ihr eigenes Gewicht
Ich hab mir sowas ähnliches zum Loten gebastelt.

Plastikröhrchen vom Wattestäbchen, Wirbel stramm mittig draufgeschoben, über Dampf zum 90 ° Winkel gebogen und in den Wirbel dann die Pose meiner Wahl eingehängt.

Hat beim Loten prima funktioniert, da hat sich die Pose festgeklemmt. Ob das auch zum Schleppen taugt, weiß ich nicht.
 

senner

Active Member
Hallo Jungs und Mädels
Möchte seit langem auch mal wieder in diesem Thread etwas beitragen ;) Ich war auf der Suche nach einer vernünftigen Reiserute und bin bei Sportex hängengeblieben. Da ich im AB nicht wirklich finde, wo ich eine Art Tackle-Vorstellung reinpacken würde, schreibe ich es hier hin.

Hier mein erster, theoretischer Eindruck der

Sportex Carat Special XT - CS3035 - 2.40/3.00, WG 70g, Toleranz 36-87g (Teil 1)

Zum Einsatzzweck:
Ich suchte eine kurzgeteilte Rute zum Einsatz für mittlere Wobbler und Stickbaits (30-80g) und leichte Popper mit kleinem Cup (30-40g), die "Medium Action" wird wohl hier die Popper limitieren. Bei Reiseruten geht man natürlich immer den Kompromiss mit der Blankteilung und den kritischen Verzapfungen ein, deswegen habe ich mich mal bewusst bei Sportex umgeschaut, habe bisher nur gute Erfahrungen mit deren Blanks (noch aus meiner Karpfenangelzeit) gemacht. Die Rute wurde bei Gerlinger für 269EUR erworben. Einsatzzweck wird nun etwas kritischer; ich werde die Rute ca. 50% im Salz-, 30% im Brack- und 20% im Süßwasser fischen. Das erwähne ich, weil das später noch eine Rolle spielen soll. Sportex bewirbt diese Rute NICHT als Salzwasserrute, dem bin ich mir vollkommen bewusst.

Rutenaufbau:
Die Rute kommt in 5 Teilen und kann entweder als 3.00m Variante oder als 2.40m Variante gefischt werden. Dazu kann das erste Stück mit dem Leitring weggelassen werden. Die Rute ist mit dem "Crosswinding" gebaut, was dem Blank eine recht einzigartige Textur gibt. Das ist aber nur Makulatur. Der Klarlack überdeckt den Blank und erscheint im starken Sonnenlicht als grünlich oder rötlich/pink schimmernd. Aber nur im direkten Sonnenlicht mit optimalen Betrachtungswinkel, ansonsten ist der Blank Grau/Schwarz mit ein paar grünen Details am Griff.

Hier ein paar erste Eindrücke der Farben:

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Zur Verarbeitung
Der Blank und die Zapfen sind ausgezeichnet verarbeitet. Da gibt es, für die Preisklasse nicht verwunderlich, nichts zu meckern. Beim Lack um die Ringe sieht das etwas anders aus. Da ist recht sparsam mit Epoxy umgegangen worden. Da alle Ringe bis auf den Leitring Einstegringe sind (was natürlich wieder der Blankaktion zu gute kommt), ist es schon kritisch wenn offene Stellen zwischen Ring und Blank existieren (an zwei Ringen). Wasser und Schmutz kann hier unter den Ring eindringen und korrodieren (vor allem Salzwasser). Das geht bei dieser Preisklasse nicht. Hat mich 5 Minuten Arbeit gekostet das mit Prokote herzurichten. Also kein Beinbruch.

Nun zu paar Details des Rollenhalters; der ist definitiv für Süßwasser ausgelegt und verfügt über einige offene Ritzen zwischen Metal und Carboneinsatz. Dort wird sich richtig schnell Dreck, Wasser, Fischschleim und anderes Gedöns ansetzen. Geht im Salzwassergebrauch nicht, deswegen auch hier mit Prokote aufgefüllt. Da das Metall in matt ist, keine Fehler machen ;)
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Ein paar andere Stellen (an den Griffen) habe ich auch noch Salzwasserfest gemacht.
Also alles bestens bis etwas Jammern auf hohem Niveau und bei Süßwassereinsatz überhaupt kein Problem---im Gegenteil, da wird Gewicht gespart.

Nun zur Teilung zw. 3.00m und 2.70m

Hier der Vergleich zw. den Positionen und Größen der Leitringe:
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Oben das Teil für 3.00m mit Zweistegring. Unten der Leitring für die 2.40m (in der 3.00m Variante ist das dann der 2. Ring). Ich wollte eigentlich eine Catalina 4000H dran fischen, die mir aber doch etwas überdimensioniert ausschaut. Trotz des hohen Rollengewichts bleibt die Rute bei 3.00m sehr kopflastig. Hier liegt der Gleichgewichtspunkt, und darunter das Foto was das ganze in Relation zur Grifflänge setzt (Zollstock markiert Gl.punkt).

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Da ein Foregrip fehlt, ist das schon ziemlich unausgeglichen und wird mit einer leichteren Rolle auch nicht besser. In der 2.40m ist die Rute aber perfekt ausbalanciert und liegt optimal in der Hand (fische Rolle zw. Mittel- und Ringfinger).

Nun kommen wir aber zur Leitringproblematik zu der man auch im Internet ein paar Dinge findet. Wenn die Rute in der 2.40m Variante gefischt wird, ist der Leitring sehr klein und auch sehr weit vorn. Dies führt dazu, das der Winkel zur Rolle recht groß wird. Ich habe dazu ein paar Bilder gemacht:

Hier in der 3.00m in Weitwinkel (Smartphone)
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Sieht durch den Weitwinkel extremer aus als es ist, hier also alles noch gut.

Nun in 2.40m:
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Wieder verzerrte Weitwinkelaufnahme aber ihr seht schon wie der Winkel größer wird. In der 2.40m finde ich den Ring zu klein 1. im Durchmesser, 2. im Blankabstand, und 3. im Abstand zur Rolle. Ich denke das wird alles besser, wenn ich eine kleinere Rolle dranhänge. Aber möchte hier ja meine bisherigen Beobachtungen mitteilen.

Ein paar Probewürde habe ich in der 3.00m Variante schon gemacht und ich bin begeistert. Sportex beschreibt die Aktion für die gesamte Carat Special XT Serie als "Semi-Parabolisch" was ich für die Travelvariante nicht so unterschreiben würde. Es ist eher was zw. semi parabolisch und Spitzenaktion. Stickbaits um 40-60g lassen sich hervorragend animieren zumindest die zwei die ich probiert habe. Interessant war, dass die Rute nach dem Abwurf sehr schnell stabil wird. Davon war ich positiv überrascht.

Fazit:
Qualitativ hochwertige Rute die für eine 3.00m Länge für mich ein sehr attraktives Wurfgewichtsfenster hat. Wer damit ins Salzwasser will, sollte sich bewusst sein, dass die Rute von der Stange dafür nicht ausgelegt ist.

Ich hoffe, dass ich vor Weihnachten noch an den Strand komme und mal 3.00m und 2.40m vergleichen kann. Hoffe auch, dass ich dann hier einen zweiten Teil mit Bildern "unter Last" nachschieben kann.

Warum habe ich mir nicht die salzwasserfeste Seatrout-Variante geholt? Da ist mir das WG zu wenig und ich bin absolut kein Freund von Kork, auch wenn er noch so hochwertig ist. So billig wie es ist, würde ich immer EVA vorziehen.
 

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Mr. Sprock

Ich mag Binden und Affen
Sehr gute Vorstellung und Analyse!
So würde ich mir auch die Produktvorstellungen dieses Forums wünschen.
Ist bei der Reiserute auch ein Rutenrohr dabei?
 

senner

Active Member
Ja, ein Rutenrohr ist dabei. Das typische Sportex-Ding, wobei ich das Gefühl habe, dass die Rohre vor paar Jahren noch dickwandiger waren. Auch ein gruenes Samt-Futteral wo die Teile reinkommen.

Zum Nachbessern; will hier Sportex nicht schlecht reden und einige Nachbesserungen waren ja auch wegen meinem Salzwassereinsatz, zum Beispiel am Handteil. Was aber gar nicht ging, war wie oben etwas angerissen die Verarbeitung an den beiden Leitringen (je nach Laenge). Am Zweistegring (3.00m Variante) war das Epoxy nicht "durchgezogen" und unter dem Ringfuss war halt alles offen. Das musste unbedingt zu, egal ob Süß- oder Salzwasser. Das zweite Problem war der Einsteg-Leitring (2.40m Variante), wo das Epoxy nicht mehr am Blank haftete. Da war nix gebrochen aber sobald man den Ring angefasst hast, hat alles "geknarzt"; der Ring hat sich vom Blank wegbewegt und man konnte sehen wie sich der Ringlack gehoben hat. Das habe ich dann auch aufgefüllt.

Ersteres darf nicht passieren, zweiteres kann eventuell darauf zurückzuführen sein, dass die Rute zu mir doch ein weiteren Weg zurückgelegt hat und der Ring ab und an vielleicht einen Schlag im Rutenrohr abgekommen hat.

Ansonsten ist der Blank makellos verarbeitet. Freue mich das Ding endlich mal richtig zu testen und mal auszulasten. Wird definitiv noch vor Weihnachten und ich werde kurz berichten, wie sich das Teil fischt. Da man ueber die Rute sehr wenig findet, hoffe ich, dass das hier eventuell dem ein oder anderen bei der Entscheidung hilft. VG
 

Mr. Sprock

Ich mag Binden und Affen
Ja, ein Rutenrohr ist dabei. Das typische Sportex-Ding, wobei ich das Gefühl habe, dass die Rohre vor paar Jahren noch dickwandiger waren.
Hier wäre nun meine nächste Frage gewesen, ob du dich mal auf das Rutenrohr draufstellen könntest um zu prüfen, ob das Reisetransportrohr die Anforderungen einer Reise erfüllt.
Manche sog. "Rutenrohre" sind tatsächlich mehr Staubschützer als Rutenschutzrohre.
 

Hering 58

Hamburger Jung
AW: Der "Schaut was ich gekauft hab" Thread.
2 Spinnruten, 1Rolle
-Rolle Quantum Drive 1000er mit geflochtener Schnur J-Braid X8 , 10er bis 7 Kg
-Rute Quantum Hyper Cast Power Jig 2,10 m , 7-23 Gr.
-Rute Abu Garcia Venerate 2,10 m , 10-35 Gr.
 

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świetlik

Active Member
@Stulle
Ich finde okay, Kleinigkeit muss man immer mitnehmen.
Haben die da was besonderes was bei uns nicht gibt?
 
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