Der schlechteste Fischbestand Bayerns

Dieses Thema im Forum "PLZ 8" wurde erstellt von Anglerboard Redaktion, 6. September 2019.

By Anglerboard Redaktion on 6. September 2019 um 13:28 Uhr
  1. Anglerboard Redaktion

    Anglerboard Redaktion Administrator Mitarbeiter

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    starnberger-see-3381328_1920.jpg
    Idylle am Starnberger See. Aber nicht unter der Wasseroberfläche!

    In einer Newsmeldung der Süddeutschen Zeitung heißt es, dass es dem Fischbestand im Starnberger See sehr schlecht gehe. Der Biologen Michael Schubert vom Institut für Fischerei meint gar, der Zustand des Sees sei dramatisch und der Fischbestand sei der schlechtesten in Bayern.
    Aus diesem Grund soll im Rahmen eines EU-Projekts der Fischbestand des Sees untersucht weden. Dazu bringen die Biologen 250 verschiedene wissenschaftliche Fangnetze im See aus. Diese werden sowohl in Uferbereichen bis hin zu einer Tiefe von 72 Metern ausgelegt.
    Wissenschaftler erhoffen sich davon Erkentinisse über den tatsächlich vorhanden Fischbestand des Starnberger Sees zu erhalten. Die Maßnhame läuft noch bis zum 27. September.

    Alles weiteren Infos dazu findet Ihr hier:
    https://www.sueddeutsche.de/muenche...1RxldoIxGU-MGONTi4ejDgUxlmbwFORB7huC0EYBE74rc

    Quelle: www.sueddeutsche.de
     
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Kommentare

Dieses Thema im Forum "PLZ 8" wurde erstellt von Anglerboard Redaktion, 6. September 2019.

    1. Deep Down
      Deep Down
      Btw: Der Starnberger hat zwar weniger Zufluss als z.B. der Ammersee, aber wenn man mal die Zuflüsse zum See einfach mal wieder natürlich fliessen lassen würde, also Staustufen bzw -wehre und sonstige Verbauungen und Verrohrungen sowie Uferbefestigungen zurückbaut, dann würde auch wieder vermehrt Eintrag erfolgen und nicht so ein durch Menschen beeinflusstes klinisch reines Gewässer entstehen. Gerade "Alpenseen" sind ja durch den Eintrag der Zuflüsse beeinflusst und leben davon.
      Wenn man mal sieht, was nach Wolkenbrüchen oder tagelangem Regen von unregulierten Bächen so alles in einen solchen See reinfliesst, kann man sich vorstellen, was durch Staustufen etc da so alles alles potentielle Lebensgrundlage zurückgehalten wird.
    2. Laichzeit
      Laichzeit
      Nein, es wären sogar noch weniger Nährstoffe.
      Unter natürlichen Bedingungen ist die Erosion geringer, als auf einer landwirtschaftlichen Fläche, die zusätzlich noch mit Nährstoffen gedüngt wird, die gar nicht aus dem Einzugsgebiet stammen. Das weiß man auch aus den Sedimenten der Seen, an denen man genau den Beginn der Landwirtschaft und die Waldrodungen erkennt. Es gibt in Deutschland quasi keine Gewässer mit unnatürlich wenigen Nährstoffen.
    3. fishhawk
      fishhawk
      Hallo,

      gibt es eigentlich belastbare Quellen, wie es um Wasserqualität und Fischbestand des Starnberger Sees in der vorindustriellen Zeit bestellt war ?

      Heutzutage wird sowas ja mit modernen Techniken und Verfahren ermittelt. Aber vor einigen 100 Jahren?
    4. Andal
      Andal
      Wird wahrscheinlich daran scheitern, dass sich seinerzeit keiner was um Wasserqualitäten geschissen hat.
    5. Waidbruder
      Waidbruder
      So weit muss man garnicht zurückgehen denke ich. Ich meine zu erinnern, noch Anfang der 80er Jahre diverse Artikel in Angelzeitschriften gelesen zu haben, wo es um gute Saiblingsfänge im Starnberger See ging. Auch das Foto eines Bootsanglers mit einen kapitalen Zander auf dem Arm erinnere ich noch aus dieser Zeit.
    6. Lajos1
      Lajos1
      Hallo,

      anläßlich eines Lehrgangs bei der Landesanstalt für Fischerei in Starnberg 1992 gingen wir nachmittag, nach Erledigung des Tagespensums, mit dem damaligen Präsidenten des Landesfischereiverbandes als "Guide" mal mit der leichten Spinnangel auf Seesaiblinge. Unsere Fangergebnisse waren als sehr gut zu bezeichnen, einige 50cm Fische waren da dabei. Allerdings hätten wir ohne die Ortskenntnis unseres "Guide" vermutlich nichts gefangen. Wir fischten vom Ufer, bzw. Stegen aus.

      Petri Heil

      Lajos
    7. Salmonidenangler
      Salmonidenangler
      Und heute werden vielleicht 2,3 Stück der Größe pro Jahr gefangen:cry
    8. fishhawk
      fishhawk
      Hallo,

      Ich glaube euch gerne, dass der Fischbestand in den 80ern und 90ern des letzten Jahrhunderts besser war als heutzutage.

      Aber da war das Gewässer mit Sicherheit schon den Einflüssen der modernen Zivilisation unterworfen.

      Wie der Fischbestand und die Wasserqualität in der vorindustriellen Zeit war, kann man m.E. nur mutmaßen.

      Belastbare Daten wird da niemand haben.

      Und was Angler als "gut" bezeichnen muss sich nicht unbedingt mit der Bewertung von Naturschützern decken.

      In unserem Salmonidenfluss hat sich die Wasserqualität laut Bewertungszahl zwar verbessert, ebenso die Durchgängigkeit, aber es gibt deutlich weniger Fischnährtiere, Jungfische kommen kaum noch hoch , manche Arten nahezu verschwunden etc. .

      Ich habe auch schon Gewässer völlig Abseits der Zivilisation befischt. Da waren glasklare Flüsse dabei, aber sehr nahrungsarm mit geringem Fischbestand und eher kleinwüchsigen Fischen.

      Gab aber auch Flüsse mit absolut sagenhaften Beständen unterschiedlicher Arten und Größen.

      Ökosysteme sind halt mal dynamischen Prozessen unterworfen und kleine Änderungen können z.T. große Auswirkungen haben.

      Kann man m.E. nicht pauschal sagen, dass früher alles besser war oder der Einfluss des Menschen immer negativ ist.
    9. Andal
      Andal
      Also träumen wir weiter vom anglerischen Walhall. Blitzsaubere, hängerfreie Gewässer, mit malerischen, einsamen Gestaden und überbordend von kapitalem Fisch. Wenn wir brav sind, wird uns sicher in einem fernen, besseren und weiterem Leben gegeben. Amen!
      Lajos1 gefällt das.
    10. fishhawk
      fishhawk
      Hallo,

      Wenn man sich mal dran gewöhnt hat wird aus dem Traum Routine.

      Gab schon Angler, die voll Demut zum Silberlachsfischen na Ochotsk fuhren, mit der Maßgabe einmal im Leben nen Lachs zu fangen.
      Nach drei, vier Tagen mit bis zu 20 Cohos ähnlicher Größe pro Tag haben die solche Fische gar nicht erst mehr angeworfen. Da wurde dann lieber den ganzen Tag nach nem Ausnahmefisch oder nem großen Kundscha-Saibling gesucht.
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    11. Andal
      Andal
      Man "wetzt" sehr schnell ab. Hab an einem stillen Seitenarm des Shannon auch schon entnervt abgebrochen, weil wirklich jeder Wurf einen Hecht ergab. A bisserl a Reiz möcht schon noch sein.
      jkc gefällt das.
    12. Laichzeit
      Laichzeit
      Der Starnberger See war in den 70er Jahren zeitweise im tiefen Wasser ziemlich leblos und die Saiblinge kamen danach als Besatzfische aus Österreich in den See. So ein paar tausend fingerlange Saiblinge sind für die Wasserfläche fast nichts, wenig Mäuler, viel Futter, große Saiblinge. Heute ist die Situation umgekehrt, mehr Renken und einige Saiblinge auf weniger Nahrung, deshalb werden sie nicht mehr so groß.
      Das Wachstum vieler Arten hängt mehr von der Fischdichte als vom Nährstoffgehalt ab, der eher bestimmt wie schwer der Bestand insgesamt ist.
    13. Lajos1
      Lajos1
      Hallo,

      das ist richtig. Ich habe auch schon ein paar mal das Fischen auf Forellen eingestellt, weil jeder zweite Wurf ein Biss bzw. ein Fisch war. Da ist dann "die Luft raus", wie ich zu sagen pflege und es wird langweilig. War auch der Grund, warum ich mich nie für das Meeresangeln in Norwegen begeistern konnte. Heute 60 Fische, morgen 50 Fische übermorgen wieder 60 usw. da wirds schnell langweilig.

      Petri Heil

      Lajos
    14. MarkusZ
      MarkusZ
      Also die Karpfen werden bei uns nur dort über 20kg schwer, wo massiv mit Boilies , Pellets und Partikeln gefüttert wird.
    15. Andal
      Andal
      Eine Schwerleibikeit entsteht immer nur dort, wo auch entsprechende Nahrung zur Verfügung steht. Nur mit frischer Luft legt sich niemand eine Adipositas zu!
      Lajos1 gefällt das.
    16. Laichzeit
      Laichzeit
      Das gilt für Fischarten, die in Massen auftreten, wie Felchen und Barsche, oder Weißfische. Die halten sich gegenseitig kurz.
    17. fishhawk
      fishhawk
      Dann muss man entweder die Bestände ausdünnen oder die Futtergrundlage erhöhen oder das hinnehmen.

      Ich kenne das Problem auch bei Schleien. In den Gewässern wo jedes Jahr ne Tonne Satzkarpfen und zwei Zentner S4 verklappt werden, gibt es zwar viele, aber kaum größere Exemplare.
    18. angler1996
      angler1996
      ich denke nur das man an dem glasklaren Wasser an sich gar nichts fest machen kann- was ist mit dem Sediment? da steckt doch der Dreck noch drinn.
      Außerdem finde ich nur , wonach ich suche

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