Anregung Der Schnurdurchmesser-Erfahrungs-Thread

Taxidermist

Well-Known Member
Kann ich so nicht bestätigen. Aber jeder macht halt seine Erfahrungen.
Ich habe auch genau diese Erfahrungen gemacht, es war damals die Daiwa Tournament in 18Kg, auf einer Penn Spinfisher V.
Diese Schnur ist extrem weich, obwohl eigentlich eng geflochten und auch einigermaßen glatt, hatte aber noch nie bei einer Schnur so viele Luftknoten, gefühlt bei jedem dritten Wurf.
Die Luftknoten ließen sich aber fast immer durch Zug lösen.
Trotzdem, seit dem keine Daiwa Schnur mehr auf meinen Rollen.
Und wer jetzt meint, dies lag an der Rolle mit ihrer bekannterweise schlechten Wicklung, bei anderen Schnüren habe ich auf der Rolle nicht diese Probleme!

Jürgen
 

Harrie

Well-Known Member
Ich habe auch genau diese Erfahrungen gemacht, es war damals die Daiwa Tournament in 18Kg, auf einer Penn Spinfisher V.
Diese Schnur ist extrem weich, obwohl eigentlich eng geflochten und auch einigermaßen glatt, hatte aber noch nie bei einer Schnur so viele Luftknoten, gefühlt bei jedem dritten Wurf.
Die Luftknoten ließen sich aber fast immer durch Zug lösen.
Trotzdem, seit dem keine Daiwa Schnur mehr auf meinen Rollen.
Und wer jetzt meint, dies lag an der Rolle mit ihrer bekannterweise schlechten Wicklung, bei anderen Schnüren habe ich auf der Rolle nicht diese Probleme!

Jürgen
Wird, dann wohl, am Menschen liegen, der die Rolle dreht.ab125
 

heinzi

Well-Known Member
Ich habe auch genau diese Erfahrungen gemacht, es war damals die Daiwa Tournament in 18Kg, auf einer Penn Spinfisher V.
Diese Schnur ist extrem weich, obwohl eigentlich eng geflochten und auch einigermaßen glatt, hatte aber noch nie bei einer Schnur so viele Luftknoten, gefühlt bei jedem dritten Wurf.
Die Luftknoten ließen sich aber fast immer durch Zug lösen.
Trotzdem, seit dem keine Daiwa Schnur mehr auf meinen Rollen.
Und wer jetzt meint, dies lag an der Rolle mit ihrer bekannterweise schlechten Wicklung, bei anderen Schnüren habe ich auf der Rolle nicht diese Probleme!

Jürgen
Ich habe die Daiwaschnüre auf meinen Multis und da habe ich die Erfahrung noch nicht gemacht. Vielleicht ist das auf Stationärrollen wirklich anders.
 

magi

Well-Known Member
Ich will hier keinem zu Nahe treten, aber wer bei all den einfach verfügbaren Informationen in 2024 immer noch auf die Angaben der MEISTEN Hersteller reinfällt und sich wundert, dass ggf. nicht genug Schnur auf die Rolle geht bzw. Tragkraftsangaben nicht stimmen, der sollte mal ernsthaft innehalten. Mein Tip: Nur nach PE-Angaben ODER bei vertrauenswürdigen Herstellern wie Waku kaufen. Ich verstehe diesen Geiz nicht, als wenn es auf die paar Euro am Ende des Tages ankommt, die man (vermeintlich) beim Schnurkauf sparen kann. Im Zweifel PE-Klasse x 10 = Tragkraft der Schnur in lbs - oder mal selbst nach max. Zugfestigkeiten UHMWPE schauen und entsprechend umrechnen (dabei bedenken, dass jede Flechtung sowohl Tragkraftseinbußen als auch zu eine Zuname des Querschnitts ggü. einer einzelnen Faser mit gleichen Durchmesser bzw. mit gleicher realer Tragkraft führt). Das ist doch alles kein Hexenwerk., da muss doch sofort klar werden, dass eine 0,06 mm Schnur KEINE 5 kg (wie z.B. Daiwa J-Braid) trägt. Da stimmt dann zumindest eine Herstellerangabe absolut nicht.
 

Kommissar Schneider

Well-Known Member
Ich will hier keinem zu Nahe treten, aber wer bei all den einfach verfügbaren Informationen in 2024 immer noch auf die Angaben der MEISTEN Hersteller reinfällt und sich wundert, dass ggf. nicht genug Schnur auf die Rolle geht bzw. Tragkraftsangaben nicht stimmen, der sollte mal ernsthaft innehalten.
Anders herum könnte man genauer lesen worum es geht.
Nämlich darum Erfahrungswerte zu tauschen.
DASS die Angaben Käse sind ist hinlänglich bekannt.
 

magi

Well-Known Member
Anders herum könnte man genauer lesen worum es geht.
Nämlich darum Erfahrungswerte zu tauschen.
DASS die Angaben Käse sind ist hinlänglich bekannt.
Meine Erfahrungswerte habe ich geteilt und für "Jugend forscht" im Namen von (mehrheitlich) großen Marken - oder zumindest großen Generalimporteuren ;) ist mir meine Zeit zu schade. Schlimmer noch als die Zeit ist "die Botschaft", diesen Betrug durch Ausprobieren und Teilen von posititiven Aspekten (in diversen Foren) zu relativieren und derartige Hersteller in ihrem Tun zu ermutigen!!! Mir soll keiner erzählen, dass das sooo kompliziert ist. Wir fliegen mittlerweile zum Mars und selbst etablierte Hersteller schaffen es bei einer geflochtenen Angelschnur (!) angeblich nicht, Transparenz zu schaffen?! Wäre alles so einfach, PE-Klasse definieren und drauf schreiben-fertig! Da reichen ne entsprechende Analysenwaage und ein paar km Schnur. Da braucht keiner über (zu) komplexe optischen Messverfahren zu sinnieren, um schlussendlich noch nicht mal eine halbwegs brauchbare Angabe, welcher (Mono-)Schnurdurchmesser einer äquivalenten Rollenfüllung bei gleicher Lauflänge entspricht (wie z.B. bei Waku, letzten 2 Ziffern der Bestellnr.), anzugeben. Nicht selten sind unseriöse Hersteller auch derart dreist, dass weder angegebener Durchmesser noch die korrespondierende Tragkraft passen...
 
Zuletzt bearbeitet:

Captain_H00k

Well-Known Member
Aber da muss ich noch sagen, WAKU / Stroft ist trotzdem überteuert und mMn nicht mehr auf der Höhe der Zeit was die Schnüre angeht.
Empfehlen kann ich jedoch: Varivas,Gosen,YGK / X Braid,Sunline, Berkley ( wenn man weiß wie die Daten einzuordnen sind ).
Bei den JDM Schnüren gilt aber , definitiv selber via Amazon Japan oder japanischen Shops kaufen, und besser nicht bei den hiesigen Händlern !!!
Und bei Berkley muss man einfach einkalkulieren,dass die Schnüre notorisch viel zu dick angegeben sind.Weiß man damit aber umzugehen,sind die mMn trotzdem besser als Stroft :)
Ist jetzt aber fairer Weise alles auf Geflecht bezogen,über deren Kleinkram,Nylon usw ,urteile ich nicht,und habe auch schon positive Erfahrungen gemacht.
 

heinzi

Well-Known Member
Ich will hier keinem zu Nahe treten, aber wer bei all den einfach verfügbaren Informationen in 2024 immer noch auf die Angaben der MEISTEN Hersteller reinfällt und sich wundert, dass ggf. nicht genug Schnur auf die Rolle geht bzw. Tragkraftsangaben nicht stimmen, der sollte mal ernsthaft innehalten. Mein Tip: Nur nach PE-Angaben ODER bei vertrauenswürdigen Herstellern wie Waku kaufen. Ich verstehe diesen Geiz nicht, als wenn es auf die paar Euro am Ende des Tages ankommt, die man (vermeintlich) beim Schnurkauf sparen kann. Im Zweifel PE-Klasse x 10 = Tragkraft der Schnur in lbs - oder mal selbst nach max. Zugfestigkeiten UHMWPE schauen und entsprechend umrechnen (dabei bedenken, dass jede Flechtung sowohl Tragkraftseinbußen als auch zu eine Zuname des Querschnitts ggü. einer einzelnen Faser mit gleichen Durchmesser bzw. mit gleicher realer Tragkraft führt). Das ist doch alles kein Hexenwerk., da muss doch sofort klar werden, dass eine 0,06 mm Schnur KEINE 5 kg (wie z.B. Daiwa J-Braid) trägt. Da stimmt dann zumindest eine Herstellerangabe absolut nicht.
Ich kann mit dieser PE Angabe nicht wirklich etwas anfangen. Was nehme ich den für eine PE Schnur wenn das Fassungsvermögen meiner Spule z.B. 130 Meter 0,40 mm beträgt? Für mich ist diese PE Einteilung nur noch eine weitere Masszahl um Durchmesser und Tragkraft weiter zu verwässern. Zumal ich schon Spulen gesehen habe die unterschiedliche PE Angaben zeigten bei gleichen Durchmesser und Tragkraftsangaben.
 

heinzi

Well-Known Member
Meine Erfahrungswerte habe ich geteilt und für "Jugend forscht" im Namen von (mehrheitlich) großen Marken - oder zumindest großen Generalimporteuren ;) ist mir meine Zeit zu schade. Schlimmer noch als die Zeit ist "die Botschaft", diesen Betrug durch Ausprobieren und Teilen von posititiven Aspekten (in diversen Foren) zu relativieren und derartige Hersteller in ihrem Tun zu ermutigen!!! Mir soll keiner erzählen, dass das sooo kompliziert ist. Wir fliegen mittlerweile zum Mars und selbst etablierte Hersteller schaffen es bei einer geflochtenen Angelschnur (!) angeblich nicht, Transparenz zu schaffen?! Wäre alles so einfach, PE-Klasse definieren und drauf schreiben-fertig! Da reichen ne entsprechende Analysenwaage und ein paar km Schnur. Da braucht keiner über (zu) komplexe optischen Messverfahren zu sinnieren, um schlussendlich noch nicht mal eine halbwegs brauchbare Angabe, welcher (Mono-)Schnurdurchmesser einer äquivalenten Rollenfüllung bei gleicher Lauflänge entspricht (wie z.B. bei Waku, letzten 2 Ziffern der Bestellnr.), anzugeben. Nicht selten sind unseriöse Hersteller auch derart dreist, dass weder angegebener Durchmesser noch die korrespondierende Tragkraft passen...
Ich denke ganz so trivial wie du es darstellst ist es einfach nicht. Der Durchmesser der Schnur bzw. deren Messwert hängt ja auch klar von der Vorspannung der Schnur ab. Das gleiche gilt ja auch für die Flechtung der Schnur d.h. unter welcher Spannung die Flechtung durchgeführt wird. Die Flechtung ist eh ein großer Kostentreiber. Deshalb kostet eine 8-fach geflochtene Schnur mehr als eine 4-fach geflochtene Schnur, bei gleichen Materialeinsatz. Die Schnüre aus PE-UHMW sind vom Material alle gleich, Polyethylen. Aber UHMW beginnt bei ca. 1 Mio und endet bei ca. 9 Mio g/mol. Mit steigenden Molekulargewicht ändern sich auch die Eigenschaften. Hinzu kommen noch andere Faktoren, aber das kann auch jeder nachlesen. Also ganz so einfach wie du es darstellst ist es nicht.
 

magi

Well-Known Member
Ich denke ganz so trivial wie du es darstellst ist es einfach nicht. Der Durchmesser der Schnur bzw. deren Messwert hängt ja auch klar von der Vorspannung der Schnur ab. Das gleiche gilt ja auch für die Flechtung der Schnur d.h. unter welcher Spannung die Flechtung durchgeführt wird. Die Flechtung ist eh ein großer Kostentreiber. Deshalb kostet eine 8-fach geflochtene Schnur mehr als eine 4-fach geflochtene Schnur, bei gleichen Materialeinsatz. Die Schnüre aus PE-UHMW sind vom Material alle gleich, Polyethylen. Aber UHMW beginnt bei ca. 1 Mio und endet bei ca. 9 Mio g/mol. Mit steigenden Molekulargewicht ändern sich auch die Eigenschaften. Hinzu kommen noch andere Faktoren, aber das kann auch jeder nachlesen. Also ganz so einfach wie du es darstellst ist es nicht.
Genau das ist ja der Knackpunkt, den Durchmesser kannst du nur unter gewissen Einschränkungen angeben. Daher PE-Klassifizierungen durch wiegen einer def. Schnurmenge erzeugen/bestimmen, um auf den Durchmesser rückzurechnen oder Richtwerte für Spulenfüllverhalten angeben. Ist alles nicht 100%, aber immer noch besser, als irgendwelche Fantasiewerte auf die Spule zu schreiben. Das passiert ja alles sehr sicher bewusst, um das Maketing anzukurbeln. Die Leute suchen doch mehrheitlich ne 0,10 mm dicke Schnur, die 30 kg trägt, damit man auch mit der UL-Ausrüstung auf Wels fischen kann ;). Deshalb geben m.E. seriöse Hersteller wie Waku und z.B. Sunline die Trakraft und/oder PE-Klasse bzw. Mono-Spulenfüllequivalente an und nicht igendwelche geschätzten, grob gemittelten oder sonst irgendwie fabulierten Durchmesser.

Aber da muss ich noch sagen, WAKU / Stroft ist trotzdem überteuert und mMn nicht mehr auf der Höhe der Zeit was die Schnüre angeht.
Empfehlen kann ich jedoch: Varivas,Gosen,YGK / X Braid,Sunline, Berkley ( wenn man weiß wie die Daten einzuordnen sind ).
Bei den JDM Schnüren gilt aber , definitiv selber via Amazon Japan oder japanischen Shops kaufen, und besser nicht bei den hiesigen Händlern !!!
Und bei Berkley muss man einfach einkalkulieren,dass die Schnüre notorisch viel zu dick angegeben sind.Weiß man damit aber umzugehen,sind die mMn trotzdem besser als Stroft :)
Ist jetzt aber fairer Weise alles auf Geflecht bezogen,über deren Kleinkram,Nylon usw ,urteile ich nicht,und habe auch schon positive Erfahrungen gemacht.

Wie man Berkley-Schnüre hypen kann hat sich mir noch nie erschlossen... Wenn ich an Fireline und Wiplash zurückdenke, einfach nur gruselig! Und die neuen Schnüre scheinen da auch wieder mit "Spezialitäten" aufzuwarten.

 
Zuletzt bearbeitet:

heinzi

Well-Known Member
Genau das ist ja der Knackpunkt, den Durchmesser kannst du nur unter gewissen Einschränkungen angeben. Daher PE-Klassifizierungen durch wiegen einer def. Schnurmenge erzeugen/bestimmen, um auf den Durchmesser rückzurechnen oder Richtwerte für Spulenfüllverhalten angeben. Ist alles nicht 100%, aber immer noch besser, als irgendwelche Fantasiewerte auf die Spule zu schreiben. Das passiert ja alles sehr sicher bewusst, um das Maketing anzukurbeln. Die Leute suchen doch mehrheitlich ne 0,10 mm dicke Schnur, die 30 kg trägt, damit man auch mit der UL-Ausrüstung auf Wels fischen kann ;). Deshalb geben m.E. seriöse Hersteller wie Waku und z.B. Sunline die Trakraft und/oder PE-Klasse bzw. Mono-Spulenfüllequivalente an und nicht igendwelche geschätzten, grob gemittelten oder sonst irgendwie fabulierten Durchmesser.
Die PE-Spulen, die ich kenne, hatten neben der PE-Klassifizierung auch Angaben zum Durchmesser und Tragkraft. Dann frage ich mich was ich mit der PE-Angabe noch machen soll. Ich kaufe die Schnur generell nach der Tragkraft, weil das für mich die einzige Größe ist die ich halbwegs mit einfachen Mittel kontrollieren kann. Ich komme garantiert nicht auf die Idee eine Spule Schnur zu kaufen, diese abzuwickeln um anschließend den Durchmesser zu berechnen. Es gibt ja auch ausreichend Informationen dazu.
Diese finde ich noch mit am authentischen.
 

heinzi

Well-Known Member
Genau das ist ja der Knackpunkt, den Durchmesser kannst du nur unter gewissen Einschränkungen angeben. Daher PE-Klassifizierungen durch wiegen einer def. Schnurmenge erzeugen/bestimmen, um auf den Durchmesser rückzurechnen oder Richtwerte für Spulenfüllverhalten angeben. Ist alles nicht 100%, aber immer noch besser, als irgendwelche Fantasiewerte auf die Spule zu schreiben. Das passiert ja alles sehr sicher bewusst, um das Maketing anzukurbeln. Die Leute suchen doch mehrheitlich ne 0,10 mm dicke Schnur, die 30 kg trägt, damit man auch mit der UL-Ausrüstung auf Wels fischen kann ;). Deshalb geben m.E. seriöse Hersteller wie Waku und z.B. Sunline die Trakraft und/oder PE-Klasse bzw. Mono-Spulenfüllequivalente an und nicht igendwelche geschätzten, grob gemittelten oder sonst irgendwie fabulierten Durchmesser.



Wie man Berkley-Schnüre hypen kann hat sich mir noch nie erschlossen... Wenn ich an Fireline und Wiplash zurückdenke, einfach nur gruselig! Und die neuen Schnüre scheinen da auch wieder mit "Spezialitäten" aufzuwarten.

Wenn du mal schauen möchtest wie die altehrwürdige IGFA Organisation testet dann schau mal hier rein. Das Laden der Seite dauert etwas weil viele Schnüre getestet wurden. Sind viele Schnüre bei, die man auch hier kennt. Der Durchmesser wird per Laserabtastung bestimmt, wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe.
 

u-see fischer

Traurig ich bin
Ich kann mit dieser PE Angabe nicht wirklich etwas anfangen. Was nehme ich den für eine PE Schnur wenn das Fassungsvermögen meiner Spule z.B. 130 Meter 0,40 mm beträgt? Für mich ist diese PE Einteilung nur noch eine weitere Masszahl um Durchmesser und Tragkraft weiter zu verwässern. Zumal ich schon Spulen gesehen habe die unterschiedliche PE Angaben zeigten bei gleichen Durchmesser und Tragkraftsangaben.
Ich verwende Schnüre die auf meine Rute/Rollenkombination abgestimmt sind. So verwende ich z.B. auf meiner Tailwalk Fullrange S71ML/CC eine Schnur mit 3 Kg max. 4Kg Tragkraft, mit einer Schnur mit 3 Kg Tragkraft kann man die Rute zum brechen bringen, siehe hierzu mal die Biegekurve bei Belastung mit einem 250g Gewicht.
4Kg Tragkraft in PE nach der Formel von magi (PE x 10/5) ergibt eine PE0,8, für eine 3 Kg Schnur dann nach gleicher Formel PE 0,6. Da diese Schnur auf einer 2000, max. 2500 Rolle aufgespult werden soll, spule ich zuerst die geflochtene Schnur auf, anschließend verbinde ich die geflochtene Schnur mit einer Mono Schnur zum unterfüttern und spule damit die Rolle voll. Sollte die Rolle mit der geflochtenen Schnur schon voll sein, kommen nur noch 2 - 3 Windungen Mono Schnur dazu, damit die Schnur nicht auf der Rolle durchrutschen kann. Anschließend umspulen, fertig. Ich mache daraus nun keine große Wissenschaft.
 

magi

Well-Known Member
Die PE-Spulen, die ich kenne, hatten neben der PE-Klassifizierung auch Angaben zum Durchmesser und Tragkraft. Dann frage ich mich was ich mit der PE-Angabe noch machen soll. Ich kaufe die Schnur generell nach der Tragkraft, weil das für mich die einzige Größe ist die ich halbwegs mit einfachen Mittel kontrollieren kann. Ich komme garantiert nicht auf die Idee eine Spule Schnur zu kaufen, diese abzuwickeln um anschließend den Durchmesser zu berechnen. Es gibt ja auch ausreichend Informationen dazu.
Diese finde ich noch mit am authentischen.
Da bin ich doch völlig bei dir! Schnur auswählen nach benötigter/gewünschter Tragkraft-check! Jetzt unterstelle ich, dass sich nun min 9 von 10 Anglern Gedanken machen, wieviel Schnur zum Unterfüttern notwendig ist-zumindest, wenn es um fixe Lauflängen geht bzw. das Geflecht nicht als Großspule verfügbar ist, wo ich - oder der Händler - im Zweifel auch einfach ein paar Meter mehr oder weniger ohne Verschnitt aufspulen kann, wenn die Unterfütterung nicht passt. Gibt es die gekaufte bspw. 150m-Spule mit der neuen geflochtenen Schnur der Wahl nun aus PC bzw. einem transparenten Kunststoff oder sind die Spulendimensionen hinreichend bekannt, kann ich ich mir das (ausgefüllte) Volumen der geflochtenen auf der Spule ausrechnen und damit auch die Unterfütterung bestimmen, die ich brauche, Das klappt m.E. ganz gut wenn man vernünftig messen kann - außer bei konischen Keulenschnüren zum Brandungsangeln. Das ist aber ein anderes Thema. Habe ich keine Lust selbst zu rechnen kann ich nun auf den angegebenen Durchmesser schauen & via gewöhnlichem I-Net Schnurrechner die Menge der Füllschnur bestimmen oder mir die PE-Klasse vornehmen - sofern angegeben.
Da wir mittlerweile alle so unsere Erfahrungen mit den üblichen Durchmesserangaben gemacht haben und nicht selten beim Händler um die Ecke genau damit geworben wird alla "die neue xy-Schnur muss du probieren, die 0,15er trägt 14 kg :laugh2:laugh2 m. E. tendenziell der schlechteste Weg - da hier fast nur Fantasiewerte mit bewusster Täuschung aus Maketing-Gründen die Runde machen. Die PE Klasse hat sowohl hinterlegte Durchmesserangaben mit denen du ebenfalls übliche Online-Schnurrechner füttern kannst (da brauchst du nichts selbst zu rechnen bzw. Schnur abzuspulen, ausmessen usw.) als auch den Vorteil, das einige Rollen-Hersteller wie z.B. Shimano auch direkt die Schnurfassung ausgewählter PE-Klassen für entsprechende Rollen angeben. Eine tabellarische Übersicht, die PE-Klassen und Durchmesser ins Verhältnis setzt ist z.B. folgende:


Wenn du mal schauen möchtest wie die altehrwürdige IGFA Organisation testet dann schau mal hier rein. Das Laden der Seite dauert etwas weil viele Schnüre getestet wurden. Sind viele Schnüre bei, die man auch hier kennt. Der Durchmesser wird per Laserabtastung bestimmt, wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe.

Ich sehe dort nur Zugversuche (=Bestimmung der Zugfestigkeit und damit auch Tragkraft unter spez. Bedingungen). Soweit mir bekannt, beziehen sich IGFA-Klassen oder zumindest innerhalb dieser Klasse erreichte Rekorde nur auf die Tragkraft der verwendeten Schnur (?)
 
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zulu1024

Well-Known Member
Ich habe auch genau diese Erfahrungen gemacht, es war damals die Daiwa Tournament in 18Kg, auf einer Penn Spinfisher V.
Diese Schnur ist extrem weich, obwohl eigentlich eng geflochten und auch einigermaßen glatt, hatte aber noch nie bei einer Schnur so viele Luftknoten, gefühlt bei jedem dritten Wurf.
Die Luftknoten ließen sich aber fast immer durch Zug lösen.
Trotzdem, seit dem keine Daiwa Schnur mehr auf meinen Rollen.
Und wer jetzt meint, dies lag an der Rolle mit ihrer bekannterweise schlechten Wicklung, bei anderen Schnüren habe ich auf der Rolle nicht diese Probleme!

Jürgen
Das mag bei der ersten Tournament so sein. Die EVO ist steifer und hält auch die Beschichtung besser. Die EVO+ ist nochmals steifer, gefällt mir aber nicht so. Die EVO habe ich auf meiner Mefo Rolle (Caldia A) seit Erscheinungsdatum. Null Probleme
 

heinzi

Well-Known Member
Ich verwende Schnüre die auf meine Rute/Rollenkombination abgestimmt sind. So verwende ich z.B. auf meiner Tailwalk Fullrange S71ML/CC eine Schnur mit 3 Kg max. 4Kg Tragkraft, mit einer Schnur mit 3 Kg Tragkraft kann man die Rute zum brechen bringen, siehe hierzu mal die Biegekurve bei Belastung mit einem 250g Gewicht.
4Kg Tragkraft in PE nach der Formel von magi (PE x 10/5) ergibt eine PE0,8, für eine 3 Kg Schnur dann nach gleicher Formel PE 0,6. Da diese Schnur auf einer 2000, max. 2500 Rolle aufgespult werden soll, spule ich zuerst die geflochtene Schnur auf, anschließend verbinde ich die geflochtene Schnur mit einer Mono Schnur zum unterfüttern und spule damit die Rolle voll. Sollte die Rolle mit der geflochtenen Schnur schon voll sein, kommen nur noch 2 - 3 Windungen Mono Schnur dazu, damit die Schnur nicht auf der Rolle durchrutschen kann. Anschließend umspulen, fertig. Ich mache daraus nun keine große Wissenschaft.
Das mache ich so ähnlich. Meine Rollen fürs Meeresangeln bespule ich fast ausschließlich mit geflochtener Schnur. Die Rollen für Süßwasser zum Zanderangeln bestücke ich i.d.R. mit 100-150 Meter geflochtene Schnur, der Rest ist Mono. Ich spule erst die Geflochtene Schnur drauf und den Rest, bis die Spule voll ist, mit Mono. Anschließend nehme ich eine Ersatzspule der Rolle und spule das Ganze rückwärts bzw. zurück. Damit ist die Spule immer optimal gefüllt und ich weiß genau wieviel Schnur ich drauf habe. Also im Grunde mache ich es genau wie du.
Da bin ich doch völlig bei dir! Schnur auswählen nach benötigter/gewünschter Tragkraft-check! Jetzt unterstelle ich, dass sich nun min 9 von 10 Anglern Gedanken machen, wieviel Schnur zum Unterfüttern notwendig ist-zumindest, wenn es um fixe Lauflängen geht bzw. das Geflecht nicht als Großspule verfügbar ist, wo ich - oder der Händler - im Zweifel auch einfach ein paar Meter mehr oder weniger ohne Verschnitt aufspulen kann, wenn die Unterfütterung nicht passt. Gibt es die gekaufte bspw. 150m-Spule mit der neuen geflochtenen Schnur der Wahl nun aus PC bzw. einem transparenten Kunststoff oder sind die Spulendimensionen hinreichend bekannt, kann ich ich mir das (ausgefüllte) Volumen der geflochtenen auf der Spule ausrechnen und damit auch die Unterfütterung bestimmen, die ich brauche, Das klappt m.E. ganz gut wenn man vernünftig messen kann - außer bei konischen Keulenschnüren zum Brandungsangeln. Das ist aber ein anderes Thema. Habe ich keine Lust selbst zu rechnen kann ich nun auf den angegebenen Durchmesser schauen & via gewöhnlichem I-Net Schnurrechner die Menge der Füllschnur bestimmen oder mir die PE-Klasse vornehmen - sofern angegeben.
Da wir mittlerweile alle so unsere Erfahrungen mit den üblichen Durchmesserangaben gemacht haben und nicht selten beim Händler um die Ecke genau damit geworben wird alla "die neue xy-Schnur muss du probieren, die 0,15er trägt 14 kg :laugh2:laugh2 m. E. tendenziell der schlechteste Weg - da hier fast nur Fantasiewerte mit bewusster Täuschung aus Maketing-Gründen die Runde machen. Die PE Klasse hat sowohl hinterlegte Durchmesserangaben mit denen du ebenfalls übliche Online-Schnurrechner füttern kannst (da brauchst du nichts selbst zu rechnen bzw. Schnur abzuspulen, ausmessen usw.) als auch den Vorteil, das einige Rollen-Hersteller wie z.B. Shimano auch direkt die Schnurfassung ausgewählter PE-Klassen für entsprechende Rollen angeben. Eine tabellarische Übersicht, die PE-Klassen und Durchmesser ins Verhältnis setzt ist z.B. folgende:




Ich sehe dort nur Zugversuche (=Bestimmung der Zugfestigkeit und damit auch Tragkraft unter spez. Bedingungen). Soweit mir bekannt, beziehen sich IGFA-Klassen oder zumindest innerhalb dieser Klasse erreichte Rekorde nur auf die Tragkraft der verwendeten Schnur (?)
Ja, die IGFA bewertet nur nach Tragkraft, deshalb legen die auch großen Wert auf die Zuverlässigkeit der Messwerte. Ich selber kaufe fast ausschließlich nur nach Tragkraft. Dabei berücksichtige ich natürlich was die Rute ab kann und wie stark die Bremse der Rolle ist. Es nutzt ja nix wenn meine Bremse max. 4 Kg Bremskraft besitzt und ich dann eine 10 Kg Schnur drauf mache. Für Norwegen spule ich allerdings oft eine etwas dickere Schnur auf als rechnerisch tatsächlich nötig wäre. Irgendwie fühle ich mich dabei etwas sicherer, gerade wenn ich mit Naturköder angele.
Wer mit der PE-Einteilung klar kommt soll sie halt benutzen, ich brauche sie nicht. Ich habe auch noch nicht raus gefunden was die Nummer nach dem PE wirklich bedeutet und wie sie zustande kommt, z.B. PE 3. PE = Polyethylen, aber der Rest entzieht sich mir. Klar, ich habe im Netz schon einiges dazu gesehen, aber nicht was wirklich schlüssig und herleitbar war. Oft lese PE 3, die 3 * 10 = 30 lbs geteilt durch 2 = 15 Kg Tragkraft. Persönlich glaube ich, das es sich bei der Rechnung einfach um eine grobe abgeleitete Näherung handelt ohne einen wirklichen rechnerischen Hintergrund.
Aber das Thema ist ja wirklich schon so oft ohne klares Ergebnis durchgekaut worden, das man es so nehmen soll wie es ist und das jeder selbst entscheiden kann was er macht.
 

Laichzeit

Well-Known Member
In Japan steht bei vielen Ruten die passende PE-Schnurstärke auf dem Blank, wie bei uns das Wurfgewicht. So kann man leicht eine Schnur auswählen, die für die Rute passt.
Hierzulande ist PE ziemlich nutzlos, da sich das weder bei den Schnüren und noch weniger bei den Ruten durchgesetzt hat.
 
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