Dorsch in der Ostsee: Fehlende Reproduktion ist besorgniserregend

Folgende Pressemitteilung des DAFV erhielt die AB-Redaktion:


Pressemitteilung

Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Angelfischerverbandes e.V., Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V., Landessportfischerverband Schleswig-Holstein e.V. und dem Deutschen Meeresanglerverband e.V.

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Berlin, 04.06.2019. Der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) hat am 29. Mai 2019 seine Fangempfehlungen für den westlichen und den östlichen Dorschbestand in der Ostsee für das Jahr 2020 veröffentlicht. In seinem Bericht stellt das Gremium fest, dass sich die kurzzeitige, positive Entwicklung der Dorschpopulation im westlichen Ostseeraum voraussichtlich nicht fortsetzen wird. Die leichte Erholung des Bestands in den Jahren 2018/2019 beruhte auf dem starken Nachwuchsjahrgang aus dem Jahr 2016. Allerdings wurde im aktuellen Report die Bestandsschätzung dieses Nachwuchsjahrganges um 54 % gesenkt, so dass die Bestandsprognose deutlich schlechter ausfällt als die des vergangenen Jahres. Die Nachwuchs-rekrutierungen 2017 und 2018 waren zudem die niedrigsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Sollte 2019 kein stärkerer Nachwuchsjahrgang folgen hätte dies eine rapide Abnahme des Gesamtbestandes zur Folge, so der ICES weiter. Aus diesen Befunden kann man schließen, dass der westliche Dorschbestand derzeit stärker unter Nachwuchsrekrutierung leidet als an Überfischung. Infolgedessen hat ICES jetzt eine Senkung der Quote um rund 50 % bis 75 % im Vergleich zum Vorjahr vorgeschlagen.

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Fehlender Nachwuchs macht dem Dorschbestand zu schaffen. Der DAFV und seine Mitgliedsverbände halten an dem ursprünglichen Vorschlag fest, die Dorsche während der Laichzeit zu schonen. Foto: DAFV, Alexander Seggelke


Mit der Minderung der Dorschquote für die Erwerbsfischer könnte auch die Entnahme durch Angler erneut in den Fokus rücken. Zu beachten ist hierbei allerdings, dass die Untersuchungen des Thünen-Instituts in Rostock gezeigt haben, dass mit der Einführung der Tagesfangbegrenzung (bag limit) die Angler nur noch etwa die Hälfte der Menge gefangen haben, die für sie berechnet wurde. Dies verdeutlicht, dass die Gesamtfänge aus der Angelfischerei auf Berechnungen basieren und somit keine realen Werte darstellen. Im Gegensatz dazu stützen sich die Fangmengen der Berufsfischerei auf tatsächlich erfasste Mengen, auf deren Grundlage die Quotenempfehlungen bemessen werden.

Dorsche während der Laichzeit schonen
Aus der aktuellen ICES Empfehlung geht hervor, dass der Bestand der westlichen Population in erster Linie unter einer schwachen Reproduktion (2015, 2017, 2018) und nicht mehr primär unter fischereilichem Druck leidet.

Die organisierten Angler in Deutschland haben erkannt, dass sie als Schützer und Nutzer des Bestandes ihren Beitrag zur Bestandserholung leisten wollen. Dazu haben wir im Jahre 2016 eine Resolution herausgegeben und unsere Mithilfe angeboten. Diese Hilfeleistung werden wir auch weiterhin anbieten.

Wir müssen jedoch die Wirksamkeit der derzeitigen Tagesfangbegrenzung für Angler zum Management des Bestandes indessen aus mehreren Gründen anzweifeln: Die Auswirkungen der Fangbegrenzung für Angler lassen sich derzeit nicht quantifizieren und spiegeln sich auch nicht im Erfolg oder Misserfolg der Maßnahme wider. Zudem wirkt sich die Höhe des bag limits sehr stark auf die Intention des Anglers aus, überhaupt angeln zu gehen bzw. an die Küsten Schleswig-Holsteins oder Mecklenburg-Vorpommerns zu reisen. Einhergehende Einschnitte im Tourismusbereich wurden immer wieder und von mehreren Seiten deutlich zur Sprache gebracht. Als ein Resultat fielen die Anglerfänge in den zurückliegenden Jahren deshalb deutlich geringer aus, als die kalkulierten Werte für das entsprechende bag limit.


Der DAFV und die beteiligten Mitgliedsverbände sprechen sich aus den genannten Gründen gegen eine erneute Veränderung der Tagesfangbegrenzung für 2020 aus. Um den Bestandsaufbau zu fördern erachten wir vielmehr ein Management über einen ökologischen Ansatz in Form einer wissenschaftlich begründeten Schonzeit als zielführend und begrüßen den Vorschlag des Thünen Instituts, während der Fortpflanzungszeit auf den Fang von Laichdorsch zu verzichten. (Siehe auch DAFV Resolution 2016)

Östlicher Dorsch in kritischem Zustand
Noch prekärer stellt sich die Situation beim östlichen Dorschbestand dar. Laut ICES befindet sich die Population in einem so kritischen Zustand, dass für 2020 eine vollständige Schließung der Dorschfischerei vorgeschlagen wird, die darüber hinaus für mehrere Jahre aufrechterhalten werden müsste, bis der östliche Bestand sich wieder in sicheren biologischen Grenzen bewegt. Neben dem hohen Fischereidruck der letzten 20 Jahre sorgen beim östlichen Bestand höchstwahrscheinlich auch eine Reihe ökologischer Faktoren (Sauerstoffmangel, Schadstoffbelastung, Erwärmung, Nahrungsmangel, Parasitenbefall, Vermehrung von Prädatoren etc.) für eine besorgniserregende Entwicklung. In der östlichen Ostsee gefangene Dorsche werden immer magerer und weisen beim Eintritt der Laichreife ausgeprägten Minderwuchs auf.

Ausblick
Auf der Grundlage des ICES-Gutachtens und weiterer Empfehlungen von Expertengremien wird die EU-Kommission ihre Fangempfehlungen für die Ostsee erarbeiten und in wenigen Wochen vorstellen. Anschließend legen dann zuständigen EU-Fischereiminister die zulässigen Gesamtfangmengen fest. Der DAFV und seine Mitgliedsverbände werden die weitere Entwicklung aufmerksam begleiten und daran arbeiten, den Standpunkt der deutschen Anglerinnen und Angler angemessen in die Diskussion einzubringen. Dazu stehen wir auch in engem Kontakt mit dem zuständigen Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).


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Hintergrund
In der Ostsee werden zwei Dorschbestände unterschieden, der westliche und der östliche Bestand. Die Fortschritte in der schnelleren Bestimmung ihrer genetischen Unterschiede haben dazu geführt, dass sich auch die Abschätzung ihrer Populationsgrößen verbessert hat.

Die Entwicklung der Bestände wird durch die EU reguliert, die in jedem Jahr für die Berufsfischerei Fangquoten festlegt, um die fischereiliche Sterblichkeit zu lenken. Grundlage ist das Konzept der EU, den Bestand so zu entwickeln, dass ein höchstmöglicher nachhaltiger Dauerertrag erzielt werden kann (maximum sustainable yield, MSY). Hierbei werden neben den Entnahmen der Berufsfischer aller Anliegerstaaten mittlerweile auch die Fänge der Anglerinnen und Angler in die Berechnungen mit einbezogen.

Beim Dorsch wird zwischen der Population in der westlichen Ostsee (Subdivisionen 22 bis 24 / hauptsächlich deutsche und dänische Gewässer) und im östlichen Bereich (Subdivisionen 25 bis 32 / ab einer Linie zwischen Bornholm und Stettin) unterschieden. Die Tiere unterscheiden sich genetisch und laichen zu unterschiedlichen Zeiten. Der Bestand in der westlichen Ostsee laicht in der Zeit zwischen zeitigem Frühjahr und Frühsommer. Der Bestand der östlichen Ostsee laicht hingegen erst im Sommer.

Zu Beginn des Jahres 2017 hatte die EU neben den Berufsfischern erstmals auch die Angler mit einer Tagesfangbegrenzung (bag limit) beim Westdorsch belegt. Demnach durften täglich nur noch fünf Fische entnommen werden, während der Laichzeit im Februar und März sogar nur drei. Diese Regelung wurde im Jahr 2018 fortgeführt.

Nachdem sich der Dorschbestand in der westlichen Ostsee, nach Einschätzung der Wissenschaftler, deutlich erholt hatte, wurde das bag limit für 2019 erhöht. Seit Januar darf jeder Angler ganzjährig bis zu sieben statt wie bisher nur fünf Dorsche fangen. Die Laichschonzeit von Anfang Februar bis Ende März wurde aufgehoben.
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Der Deutsche Angelfischerverband e.V. (DAFV)
Der Deutsche Angelfischerverband e.V. besteht aus 27 Landes- und Spezialverbänden mit ca. 9.000 Vereinen, in denen insgesamt rund 500.000 Mitglieder organisiert sind. Der DAFV ist der Dachverband der Angelfischer in Deutschland. Er ist gemeinnützig und anerkannter Naturschutz- und Umweltverband. Der Sitz des Verbandes ist Berlin. Er ist im Vereinsregister unter der Nummer 32480 B beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg eingetragen und arbeitet auf Grundlage seiner Satzung.


Kontakt:

Olaf Lindner Tel: 030 97104379 • Email: o.lindner@dafv.de Web: www.dafv.de

Text: © DEUTSCHER ANGELFISCHERVERBAND e.V. 2019
 
Da schreibt jemand eine WISSENSCHAFTLICHE Arbeit und bekommt dann solch einen Proll-Kommentar zurück, weil "bekannte Institute" das bisher nicht bestätigt haben. Voll daneben.
Es ist kein Proll- Kommentar, sondern ein überspitztes Beispiel, dass definitiv nur darlegen soll, dass es hier keinen Zusammenhang gibt, amn aber vieles in Korrelation setzen kann! Dieses überspitze Beispiel soll inbesonderen Usern - die nicht so im Thema sind - bildlich darstellen, dass diese Aussage hier so nicht einfach als zutreffend und richtig bewertet werden kann. Manche Aussagen verbreiten sich halt sehr schnell im Netz.

Zudem gibt es keine offiziellen Zahlen zum Bestand der Aalmutter, ebenso wenig wie Absatzzahlen von Hemnes. Einfach drei Sätze aus einer Masterarbeit in einem Forum als "Begründung für die fehlende Reproduktion beim Dorsch" darzustellen ist in meinen Augen fahrlässig. Wer dann das Forum hier länger verfolgt, könnte dann auf Basis der Historie hierzu sogar noch einen Zusammenhang zu namhaften Instituten herstellen.

Übrigens habe ich niemanden als Dummkopf bezeichnet, im Gegenteil! Ich zolle jedem, der eine Masterarbeit/ Diplomarbeit schreibt, meinen größten Respekt. Dennoch ist sicherlich auch Kritik erlaubt. Aber bevor Du mich weiter mal wieder persönlich angehst, sollte der Diplomand seine Arbeit gerne selber verteidigen, oder? Das wäre dann zumindest nicht OT und könnte der Sache diesen. Dazu habe ich eine einfache Frage gestellt, nämlich welche Bestandszahlen als Basis der Arbeit dienen.

Ja, und ganz ehrlich vertraue ich wissenschaftlichen Instituten und international anerkannten Wissenschaftlern dann doch mehr, als einer Masterarbeit.

Ergänzen möchte ich noch einen wichtigen Punkt. An der Uni in Hamburg zum Beispiel gibt es verdammt viele Arbeiten zu diesen Themen, alle sehr wertvoll, so wie auch die hier genannte Masterarbeit sicherlich wertvolle Ansätze enthalten kann. Jedoch sind es maximale Ansätze, nicht Lösungen opder Erklärungen.

Fast alle anderen Theorien zur Bestandsentwicklung haben ihren Fokus auf Eientwicklungen und die Entwicklungen der Larven. Das ist damit, zumindest für den Westdorsch, hinfällig.
Das ist die Aussage, die dann wirklich alle anderen Arbeiten von Wissenschaftlern als falsch/ überholt bezeichnet. Sorry, aber die Aussage ist wissenschaftlich nicht im Ansatz haltbar. Schade, dass keiner von Euch diesen Punkt mal aufgreift. Und das steht so in Deiner Masterarbeit Tim?
 
Leider ist eure, bzw. deine Haltung dabei eher darauf fixiert, was ins eigene Weltbild passt.
Nein, wir beantworten jede Anfrage von wissenschaftlichen Instituten und nehmen in der Regel auch die Einladungen von Unis etc. an, um zum Beispiel Diplomanden zu unterstützen, aber auch verschiedene wissenschaftliche Projekte zu Fischbeständen, Fischereimethoden. Demnach einfach eine Unterstellung von Dir und falsch!
 
Nein, wir beantworten jede Anfrage von wissenschaftlichen Instituten und nehmen in der Regel auch die Einladungen von Unis etc. an, um zum Beispiel Diplomanden zu unterstützen, aber auch verschiedene wissenschaftliche Projekte zu Fischbeständen, Fischereimethoden. Demnach einfach eine Unterstellung von Dir und falsch!
Ich lasse mich gerne belehren, aber dein erster Kommentar hierzu spricht eben auch Bände.
Die Natur ist dynamisch und nicht selten löst ein begrenzender Faktor einen anderen ab.
 
@Anglerdemo
ich finde es nicht gut, einen jungen Wissenschaftler, der hier auf Nachfrage seine soeben verteidigte Arbeit vorstellt, derartig scharf und mit agressiver Rhetorik so anzugehen. Und wenn man mit ihm persönlich in eine kritische Auseinandersetzung gehen möchte, dann wäre es zumindest angebracht gewesen ihm zunächst einmal zu seinem Abschluss zu gratulieren, wie es simple Höflichkeit erfordert, und was auch verschiedene Boardies getan haben.
Und mit der Verteidigung hat der Boardie übrigens seinen Master bzw. M.A. erhalten, ein akademischer Grad der dem Diplom gleichgestellt ist. Es ist daher absichtlich
herabsetzend ihn als Diplomanden zu bezeichnen: Er hat seinen berufsqualifizierenden Abschluss.
Durch diese aggressive und ungehobelte Art, Diskussionen zu führen wirkst Du nicht sympathisch oder souverän, gleich ob Du recht hast oder nicht. Mich zumindest schreckt das ab, mich mit Deinen Inhalten und Zielen zu beschäftigen. Ich glaube dass diese Art viel schädlicher für Dein Anliegen sein kann, als eine ungelegene Magisterarbeit.

Minimax
 
@Tim Glückwunsch zur verteidigten Masterarbeit. Ich das ganz wichtig, dass sich auch Experten in diesem Bereich an die Öffentlichkeit wagen, interaktiv diskutieren und ihre Arbeit verteidigen, Danke dafür.
 
@Anglerdemo
ich finde es nicht gut, einen jungen Wissenschaftler, der hier auf Nachfrage seine soeben verteidigte Arbeit vorstellt, derartig scharf und mit agressiver Rhetorik so anzugehen. Und wenn man mit ihm persönlich in eine kritische Auseinandersetzung gehen möchte, dann wäre es zumindest angebracht gewesen ihm zunächst einmal zu seinem Abschluss zu gratulieren, wie es simple Höflichkeit erfordert, und was auch verschiedene Boardies getan haben.
Und mit der Verteidigung hat der Boardie übrigens seinen Master bzw. M.A. erhalten, ein akademischer Grad der dem Diplom gleichgestellt ist. Es ist daher absichtlich
herabsetzend ihn als Diplomanden zu bezeichnen: Er hat seinen berufsqualifizierenden Abschluss.
Durch diese aggressive und ungehobelte Art, Diskussionen zu führen wirkst Du nicht sympathisch oder souverän, gleich ob Du recht hast oder nicht. Mich zumindest schreckt das ab, mich mit Deinen Inhalten und Zielen zu beschäftigen. Ich glaube dass diese Art viel schädlicher für Dein Anliegen sein kann, als eine ungelegene Magisterarbeit.

Minimax
Ich stimme Dir teilweise zu. Ja, ich hätte ihm gratulieren müssen, das habe ich versäumt und hole es hiermit nach! Herzlichen Glückwunsch Tim!

Die Bezeichnung Diplomand war nicht herabwüdigend gemeint, sonder bezog sich auf den Zeitpunkt des schreibens der Masterarbeit. War demnach etwas unglücklich formuliert, aber wie gesagt nicht herabwürdigend gemeint.

Natürlich polarisiere ich häufig mit meiner Art der Diskussion. Das hat sich hier mit der Zeit so ergeben, denn ich werde ja auch nicht gerade verschont. Ich denke meine Art der Diskussion ist grundsätzlich auch immer abhängig vom User mit dem ich über ein Thema diskutiere. Wenn ich zum 1000'sten mal immer von der gleichen Person angegangen werde, habe ich auch keine Lust mehr freundlich zu antworten. Ist eventuell nicht richtig, aber auch mein Charakter. Ich werde versuchen mich zu bessern.

ich finde es nicht gut, einen jungen Wissenschaftler, der hier auf Nachfrage seine soeben verteidigte Arbeit vorstellt, derartig scharf und mit agressiver Rhetorik so anzugehen.
Das lag zugegeben an der Art und Weise wie seine Aussage hier auf mich wirkte. Ich habe das bereits oben versucht darzustellen- eine Masterarbeit stellt alle anderen langjährigen Forschungen nicht nur in Frage, sondern stellt diese öffentlich als falsch (hinfällig) dar. Wenn man also so auftritt, darf man sich über eine Antwort im gleichen Stil nicht wundern denke ich, oder? Das sind Details, die ich aufmersam zur Kenntnis nehme und drauf reagiere. Man darf gerne seine Meinung äußern, dann bitte aber auch so kennzeichen und nicht als Fakt darstellen.
 
@derangler89 - herzlichen Glückwunsch zum Master!

Ohne jegliche Ahnung von der Materie zu haben: als Kind habe ich sehr gerne Aalmuttern an der Molen-Steinpackung geangelt.
Das waren damals die einzigen Ostseefische, die bei unzureichendem Gerät in Reichweite waren. Irgendwie mag ich diese Species (ich rede nicht von der Küche).
Wie steht es denn um die Aalmutter in der Ostsee? Gibt es so etwas wie ein Monitoring der Bestände? Das wäre ja Dein Thema.
 
@derangler89 - herzlichen Glückwunsch zum Master!

Ohne jegliche Ahnung von der Materie zu haben: als Kind habe ich sehr gerne Aalmuttern an der Molen-Steinpackung geangelt.
Das waren damals die einzigen Ostseefische, die bei unzureichendem Gerät in Reichweite waren. Irgendwie mag ich diese Species (ich rede nicht von der Küche).
Wie steht es denn um die Aalmutter in der Ostsee? Gibt es so etwas wie ein Monitoring der Bestände? Das wäre ja Dein Thema.
Genau daran denke ich bei Aalmutter auch immer. Mit einer kurzen Rute auf den Betonblöcken der Wellenbrecher stehen und Aalmuttern zuppeln. Da werden Kindheitserinnerungen wach :-D
 
@derangler89
Wie steht es denn um die Aalmutter in der Ostsee? Gibt es so etwas wie ein Monitoring der Bestände? Das wäre ja Dein Thema.
Nach unseren Informationen gibt es zur Aalmutter keine verlässlichen Zahlen, da die Fischart für die Fischerei keine Rolle spielt.

Jedoch ist die Aalmutter trotzdem für die Wissenschaft von großer Bedeutung. Die Aalmutter gilt als sehr standorttreu und wird deshalb häufig auf Umweltschäden untersucht. Aus diesen Untersuchungen lassen sich Rückschlüsse auf die Umweltbelastungen in den entsprechenden Gebieten ziehen.

Ich kann mich daran erinnern, dass irgendwann (vor 15 oder 20 Jahren geschätzt) mal die Aalmutter als Nachweis der schädigenden Wirkung von Schiffsfarben in bestimmten Gebieten galt, insbesondere die Schädigung am Erbgut war damals glaube ich ein heißes Thema. Daraus resultieren u.a. die strengen Auflagen beim Antifouling (und warum das Zeug heute immer schlechter wirkt...). Gerade Schädigungen bei den Eizellen war damals ein Thema, denn die Aalmutter gebärt ja ihren Nachwuchs lebend. Ich glaube bilologisch zählt die Aalmutter zu den Barschverwandten, früher mal zu den Grundeln. Aber das ist nur so aus der Erinnerung raus- und deshalb meine Zweifel an der hier vorgebrachten "These". Dorsch und Aalmutter sollte einem Vergleich nicht wirklich standhalten.
 
Nein, wir beantworten jede Anfrage von wissenschaftlichen Instituten und nehmen in der Regel auch die Einladungen von Unis etc. an, um zum Beispiel Diplomanden zu unterstützen, aber auch verschiedene wissenschaftliche Projekte zu Fischbeständen, Fischereimethoden. Demnach einfach eine Unterstellung von Dir und falsch!
Oh das interessiert mich. Welche arbeiten habt ihr denn bereits unterstützt und welche Daten konntet ihr liefern?
Nach unseren Informationen gibt es zur Aalmutter keine verlässlichen Zahlen, da die Fischart für die Fischerei keine Rolle spielt.

Jedoch ist die Aalmutter trotzdem für die Wissenschaft von großer Bedeutung. Die Aalmutter gilt als sehr standorttreu und wird deshalb häufig auf Umweltschäden untersucht. Aus diesen Untersuchungen lassen sich Rückschlüsse auf die Umweltbelastungen in den entsprechenden Gebieten ziehen.

Ich kann mich daran erinnern, dass irgendwann (vor 15 oder 20 Jahren geschätzt) mal die Aalmutter als Nachweis der schädigenden Wirkung von Schiffsfarben in bestimmten Gebieten galt, insbesondere die Schädigung am Erbgut war damals glaube ich ein heißes Thema. Daraus resultieren u.a. die strengen Auflagen beim Antifouling (und warum das Zeug heute immer schlechter wirkt...). Gerade Schädigungen bei den Eizellen war damals ein Thema, denn die Aalmutter gebärt ja ihren Nachwuchs lebend. Ich glaube bilologisch zählt die Aalmutter zu den Barschverwandten, früher mal zu den Grundeln. Aber das ist nur so aus der Erinnerung raus- und deshalb meine Zweifel an der hier vorgebrachten "These". Dorsch und Aalmutter sollte einem Vergleich nicht wirklich standhalten.
So nach euren zahlen gibt es da keine verlässlichen Erkenntnisse? Und Dorsch und Aalmutter sollte einem Vergleich nicht wirklich stand halten?

Sorry Lars, da kannst du es dir sparen nach deiner ersten Reaktion zurück zu rudern und zu versuchen etwas zu relativieren.

Jede einzelne in den Ausbildungsprozess involvierte Person, jede mit der Prüfung befasste Person hat die Kenntnisse um seine Arbeit zu beurteilen, aber unser Tourismusexperte meldet Zweifel an.

Die Medienpartnerschaft mit der Bild passt schon.
 
Oh das interessiert mich. Welche arbeiten habt ihr denn bereits unterstützt und welche Daten konntet ihr liefern?
Steht sogar im Anglerdemothread, im Zweifel die Suchfunktion nutzen! Zu anderen Projekten werden wir in den kommenden Monaten ausreichend informieren.

Daten konnten wir natürlich insbesondere zur wirtschaftlichen Leistung des Angeltoruismus Daten liefern, zu den Unternehmen, aber auch zu den Anglerfängen an und auf der Ostsee. Für Dich sicherlich unbdeutend und herabwürdigend, für die EU, das BMEL und die Wissenschaft jedoch dankbare Erkenntnisse.

So nach euren zahlen gibt es da keine verlässlichen Erkenntnisse? Und Dorsch und Aalmutter sollte einem Vergleich nicht wirklich stand halten?
Nein, nicht nach unseren Zahlen, sondern nach den Rückmeldung renomierter Wissenschaftler zu unseren Anfragen. Nicht ohne Grund hat meine Reaktion auf das Posting von Tim 3 Tage gedauert.

Ich gebe ehrlich zu, dass mich die Aussage von Tim hier beeindruckt hat, was das für mich doch eine völlig unbekannte wissenschaftliche These. Also wollte ich mehr wissen und habe - sogar optimistisch und fast euphorisch formuliert - bei der Wissenschaft nachgefragt. Die Antworten waren jedoch dann ernüchternd.

Eventuell mag Tim ja hier ein wenig über seine Karriere oder seinen Lebenslauf veröffentlichen, zum Beispiel mit welchen Doktoren und Instituten er zusammengearbeitet hat.

Sorry Lars, da kannst du es dir sparen nach deiner ersten Reaktion zurück zu rudern und zu versuchen etwas zu relativieren.

Jede einzelne in den Ausbildungsprozess involvierte Person, jede mit der Prüfung befasste Person hat die Kenntnisse um seine Arbeit zu beurteilen, aber unser Tourismusexperte meldet Zweifel an.
Ich rudere nicht zurück und bin ja nicht einmal Experte für den Tourismus. Ich bin Kaufmann und habe meinen Schwerpunkt seit über 20 Jahren in einem ganz anderen Fachbereich. Ja, und dort bin ich sicherlich auf meinem Gebiet ein Experte...

Ich habe auch nicht die Qualität seiner Masterabreit beurteilt, sondern lediglich die Aussage nach Gesprächen mit renomierten Wissenschaftlern in Frage gestellt. Die Qualität der Masterarbeit hat nichts mit der Richtigkeit der hier veröffentlichen wissenschaftlichen Aussage zu tun! Eine Masterarbeit sagt "nur" aus, dass man wissenschaftliche Zusammenhänge versteht, wissenschaftliche Methoden korrekt anwendet und daraus entsprechende Schlussfolgerungen ziehen kann. Das wird dann auch entsprechend bewertet. Es sei denn, es hat sich in den letzten 25 Jahren die Welt so verändert.

In diesem Fall wurden die Daten aus dem Aalüberwachungsprogramm in MVP ausgewertet und geprüft, ob es Zusammenhänge zwischen demersalen küstennahen Fischbeständen und der Rekrutierung/ Laicherbiomasse beim Westdorsch in ICES Subdivison 22 gibt. Da es korreliert, wurde das in der Bewertung der Masterarbeit berücksichtigt. Nicht mehr und nicht weniger!

Eine Diplomarbeit eines Betriebswirtes revolutioniert am Ende auch nicht die gesamte Weltwirtschaft! (Achtung, ist überspitzt dargestellt!).

Die Medienpartnerschaft mit der Bild passt schon.
Wir haben keine Medienpartnerschaft mit der BILD, sondern beantworten an uns gestellte Fragen zum Thema. So wie es auch der DAFV mittlerweile macht. Da gibt es dann Lob für. Ist schon klar.

Aber Du darfst uns gerne erzählen für welchen Bereich Du der eigentliche Experte (neben Fischbeständen, Tourismus, Bewertung von Masterarbeiten, Verwendung von Zuwendungen aus Sonderabgaben, Medienexperte) bist, wenn Du das alles so gut einschätzen kannst. Oder bleibst Du lieber weiterhin Anonymus, um Deinen persönlichen Krieg gegen mich zu führen?
 
Ich gebe ehrlich zu, dass mich die Aussage von Tim hier beeindruckt hat, was das für mich doch eine völlig unbekannte wissenschaftliche These.
Ganz neu und abwegig ist die These nicht. Es ist schon länger bekannt, dass die Menge der Larven in vielen Gebieten nur schwach mit dem Bestand älterer Fische korreliert. Einer der Gründe, weshalb ICES das Recruitment der 1+ Fische angibt.

Für die Aalmutter gibt es keine genauen offiziellen Zahlen zu den Beständen (z.B. ICES) somit ist das sicherlich schon einmal mit einem verdammt großen Fragezeichen zu versehen.

Übrigens würde mich persönlich interessieren, welche Institute die Masterarbeit unterstützt haben und welche Bestandszahlen die Grundlage hierfür waren. FIUM?
Eventuell mag Tim ja hier ein wenig über seine Karriere oder seinen Lebenslauf veröffentlichen, zum Beispiel mit welchen Doktoren und Instituten er zusammengearbeitet hat.
In diesem Fall wurden die Daten aus dem Aalüberwachungsprogramm in MVP ausgewertet und geprüft, ob es Zusammenhänge zwischen demersalen küstennahen Fischbeständen und der Rekrutierung/ Laicherbiomasse beim Westdorsch in ICES Subdivison 22 gibt. Da es korreliert, wurde das in der Bewertung der Masterarbeit berücksichtigt. Nicht mehr und nicht weniger!
Sind das keine guten Daten? Sind Daten von ICES besser als andere? ICES verwendet Daten vom Thünen-Institut, wer finanziert die denn und sind Thünen-Daten in ICES-Berichten immer noch schlecht? Was du in die Diskussion von solchen Themen einbringst, ist immer das Selbe. Du zweifelst an der Erhebung der Daten und du zweifelst an den Instituten, der Finanzierung und der Zusammenarbeit mit Behörden, die dir nicht passen. Gute Nachrichten, wie die Bestandserholung und Quotenerhöhung 2017-2018 werden nicht hinterfragt, auch wenn sie, Stand 2019, sehr weit daneben lagen. Was wiederum angezweifelt wurde, da es ja eine schlechte Nachricht ist.
 
Ganz neu und abwegig ist die These nicht. Es ist schon länger bekannt, dass die Menge der Larven in vielen Gebieten nur schwach mit dem Bestand älterer Fische korreliert.
Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch, aber ich finde das

Fast alle anderen Theorien zur Bestandsentwicklung haben ihren Fokus auf Eientwicklungen und die Entwicklungen der Larven
deckt sich nicht mit Deiner Aussage, oder?

Grundsätzlich hält die Wissenschaft erst einmal an der Theorie fest, dass bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Dorsch-Eier befruchtet werden und sich entwickeln können. U.a. muss das Wasser spezielle Salz. und Sauerstoffgehalte und zudem eine bestimmte Temperatur aufweisen. Das ist wohl immer noch ein recht aktuelle wissenschaftliche These.

Zu weiteren Ursachen wie Erwärmung und Versauerung der Ostsee gibt es derzeit nur Laborexperimente und Modellergebnisse. Diese Erkenntnisse legen nahe, dass Erwärmung und Versauerung zu erhöhter Sterblichkeit und Fehlbildungen bei den Larven führen. Ferner ist bekannt, dass die produktiven Flachwasserbereiche für die Elterntiere während der Sommerphase durch zu hohe Wassertemperaturen (>15°C) nicht nutzbar sind. Ein Ausweichen in tiefere, kühlere Gebiete wird durch Sauerstoffmangelzonen am Boden der Becken der westlichen Ostsee erschwert. Kühlen die Flachwasserbereiche im Herbst später ab, können die Tiere dort erst später die Defizite aus dem Sommer durch Fressen kompensieren und über den Herbst Reserven für das Laichgeschäft im Winter/Frühjahr anlegen. Gleichzeitig verschiebt sich das Laichgeschäft wegen milderer Winter zeitlich nach vorne, so dass die Aufbauphase weiter verkürzt wird. So kann ein Trend entstehen, bei dem die Elterntiere in zunehmend schlechterem Zustand ins Laichgeschäft eintreten bzw. der Anteil der Tiere, die gar nicht am Laichgeschäft teilnehmen, zunimmt.

Ein weiteres bekanntes Problem ist die Versauerung der Meere. Insbesondere der Dorsch scheint unter diesem Probem zu leiden. So zeigen Dorschlarven erhebliche Organschäden und Entwicklungsverzögerungen. Daraus resutieren auch schlechte Nachwuchsjahrgänge und weniger Dorsche erreichen die Geschlechtsreife.

Zudem benötigen die älteren Dorsche durch erhöhtes CO² ein erhöhtes Nahrungsvorkommen- was nicht gegeben ist, also ein Teufelskreis.

Quelle hierfür: GEOMAR

Einer der Gründe, weshalb ICES das Recruitment der 1+ Fische angibt.
Naja, ich denke Dorschlarven zu zählen wäre auch eine Herausforderung.

Sind das keine guten Daten? Sind Daten von ICES besser als andere? ICES verwendet Daten vom Thünen-Institut, wer finanziert die denn und sind Thünen-Daten in ICES-Berichten immer noch schlecht?
ICES liefert die besten verfügbaren Daten, Thünen liefert insbesondere für die Ostsee die zuverlässigsten Daten. Das ist so international anerkannt und die Basis aller Gespräche. Wenn es also bessere Daten geben würde, wäre es die verdammte Pflicht der Politik und Behörden diese für alle Berechnungen, Verordnungen etc. heranzuziehen. Es gibt keine besseren Daten.

By the way: wenn ich gegen Thünen motze, ist es falsch, wenn ich mich auf Thünen berufe, ist es auch falsch. Man könnte denken, es geht Dir (und einigen wenigen anderen hier) nur darum irgendetwas an meiner Arbeit anonym vom gemütlichen Sofa aus zu kritisieren. Ich könnte den DAFV hier loben und Ihr würdet das auch noch kritiseren, weil ich den DAFV lobe. Allerdings merken das immer mehr User hier- ein kleiner Teil hier sucht immer das Haar in der Suppe. Ich kann damit völlig entspannt umgehen, es kostet lediglich meine Freizeit, Eure falschen Unterstellungen zu korrigieren. Zeit, in der ich etwas für Angler machen könnte und Arbeit gibt es ausreichend! Natürlich ist es einfach jemanden zu kritisieren, der arbeitet und in der Öffentlichkeit steht. Selber ist man als Anonymus im Internet halt nicht angreifbar. Anonyme Kritik und persönliche Angriffe im Internet halte ich persönlich neben der Respektlosigkeit und dem fehlenden Miteinander als eines der größten Probleme bei Anglern in der heutigen Zeit, sogar als eines der größten Probleme in unserer Gesellschaft.

Sorry für mein "by the way OT" und zurück zum Thema.

Du zweifelst an der Erhebung der Daten und du zweifelst an den Instituten, der Finanzierung und der Zusammenarbeit mit Behörden, die dir nicht passen. Gute Nachrichten, wie die Bestandserholung und Quotenerhöhung 2017-2018 werden nicht hinterfragt, auch wenn sie, Stand 2019, sehr weit daneben lagen. Was wiederum angezweifelt wurde, da es ja eine schlechte Nachricht ist.
Auch das ist wieder falsch von Dir und durcheinander. Wie bereits oben dargestellt und von mir immer wiederholend erklärt, sind die Daten von Thünen die Basis aller Gespräche, aller politischen Entscheidungen und somit macht es wenig Sinn, diese Daten in unseren Gesprächen anzuzweifeln. Trotzdem ist es sicherlich legitim die Qualität der Daten - wenn plötzlich 50% der Dorsche quasi "verschwinden" - zu hinterfragen. Ebenso habe ich von Beginn an die Fangmengen der Angler angezweifelt, da es Hochrechnungen sind und für mich - und dazu stehe ich weiterhin - nicht repräsentativ ist, wenn man nur Haushalte in acht überwiegend küstennahen Bundesländern telefonisch interviewt und das auf ganz Deutschland hochrechnet (ist nur ein Beispiel für meine Kritik an den Zahlen). Aber ich kann auch keine besseren Zahlen vorlegen, also nutze ich die für die Berechnung. Und ja, natürlich nutze ich für meine Arbeit immer die besseren Zahlen. Alles andere wäre wohl ziemlich bekloppt, oder? Ich meine wenn ich einen SSB von 30.000 Tonnen in einem ICES Advice habe, nutze ich den doch für meine Argumentation für eine Erhöhung des Baglimit und nicht einen niedrigeren Wert. Ich nutze IMMER die offiziellen Zahlen von ICES, das habe ich bereits im ersten Video zum Baglimit im Jahre 2017 gemacht. Und dann noch Dein Vorwurf, dass man sich um die Finanzierung von Instituten Gedanken macht. Ich gucke über den Tellerrand und hinterfrage verdammt viel, nur so ist ja auch die Klage gegen die FA in SH überhaupt ein Thema geworden. Du kritsierst mich also dafür, dass ich mir Gedanken um Hintergründe mache und nicht alles einfach so hinnehme? Das ist nicht nur meine Aufgabe als Vertreter der WiSH e.V., sondern auch meine verdammte Bürgerpflicht!

Ich sitze halt nicht hauptamtlich im Verband mit 100.000.- Euro Jahresgehalt und kann dank vieler abnickenden Mitglieder nur überall in Europa Kaffeetrinken. Ich mache das ehrenamtlich und muss meine wenige Zeit sinnvoll nutzen, um für Angler positive Ergebnisse zu erreichen. So habe ich heute meinen freien Tag genutzt, um Gespräche zum EMFF ab 2021 zu führen. Da gehören kritische Nachfragen auch an oberster Stelle einfach dazu. Und überraschender Weise wird mein Netzwerk immer größer und ich habe immer mehr Informanten, die mir teilweise sehr sensible Informationen und Daten zur Verfügung stellen. Teilweise von Leuten, von denen man das nicht erwarten würde- auch von verschiedenen Verbänden. Es gibt in Behörden, in der Politik und in den Verbänden viele Player, die unsere Arbeit so wie viele Angler einfach verdammt geil finden und helfen uns, wo sie nur können! Das macht uns übrigens auch ein wenig stolz, dazu stehen wir auch.
 
Europäischer Meeres- und Fischereifonds (EMFF)
Der EMFF ist der Fonds für die Meeres- und Fischereipolitik der EU für den Zeitraum 2014–2020.

Es handelt sich um einen der fünf Europäischen Struktur- und Investitionsfonds, die einander ergänzen und die europäische Wirtschaft durch Wachstum und Beschäftigung ankurbeln sollen.
Es gibt Menschen, die machen sich Gedanken, welche Faktoren zu den Einbrüchen in den Beständen führen und andere bemühen sich die entsprechende Wirtschaft durch Wachstum und Beschäftigung anzukurbeln.

Hat was von der Suche nach den besten dopingmöglichkeiten für dreibeinige Rennpferde.
 
By the way: wenn ich gegen Thünen motze, ist es falsch, wenn ich mich auf Thünen berufe, ist es auch falsch. Man könnte denken, es geht Dir (und einigen wenigen anderen hier) nur darum irgendetwas an meiner Arbeit anonym vom gemütlichen Sofa aus zu kritisieren. Ich könnte den DAFV hier loben und Ihr würdet das auch noch kritiseren, weil ich den DAFV lobe. Allerdings merken das immer mehr User hier- ein kleiner Teil hier sucht immer das Haar in der Suppe. Ich kann damit völlig entspannt umgehen, es kostet lediglich meine Freizeit, Eure falschen Unterstellungen zu korrigieren. Zeit, in der ich etwas für Angler machen könnte und Arbeit gibt es ausreichend! Natürlich ist es einfach jemanden zu kritisieren, der arbeitet und in der Öffentlichkeit steht. Selber ist man als Anonymus im Internet halt nicht angreifbar. Anonyme Kritik und persönliche Angriffe im Internet halte ich persönlich neben der Respektlosigkeit und dem fehlenden Miteinander als eines der größten Probleme bei Anglern in der heutigen Zeit, sogar als eines der größten Probleme in unserer Gesellschaft.
Eben,und deswegen nicht Energie verschwenden, lohnt nicht. Ich schätze Deine/Eure Arbeit sehr und bin sehr froh, daß es solche Menschen wie Dich/Euch noch gibt. Von der anderen Sorte gibt's genug. Nichts investieren in Diskussionen mit denen. Zahlste drauf, in Deinem Fall mit Freizeit,ohne Mehrwert.
 
Grundsätzlich hält die Wissenschaft erst einmal an der Theorie fest, dass bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Dorsch-Eier befruchtet werden und sich entwickeln können. U.a. muss das Wasser spezielle Salz. und Sauerstoffgehalte und zudem eine bestimmte Temperatur aufweisen. Das ist wohl immer noch ein recht aktuelle wissenschaftliche These.
Das ist richtig, in der westlichen Ostsee wegen dem höheren Salzgehalt aber deutlich weniger prekär als weiter im Osten, wo ein Großteil der Laichgebiete bereits hinüber ist. Jeder Einfluss, wie Salzgehalt, Temperatur oder Plankton erklärt dabei immer nur einen Teil und insgesamt bleibt noch viel Spielraum für unbekannte Größen, die sehr wohl nach der Larvenphase Einfluss nehmen können. Deshalb kann man das, was er geschrieben hat, so nicht einfach ablehnen.

Auch das ist wieder falsch von Dir und durcheinander. Wie bereits oben dargestellt und von mir immer wiederholend erklärt, sind die Daten von Thünen die Basis aller Gespräche, aller politischen Entscheidungen und somit macht es wenig Sinn, diese Daten in unseren Gesprächen anzuzweifeln. Trotzdem ist es sicherlich legitim die Qualität der Daten - wenn plötzlich 50% der Dorsche quasi "verschwinden" - zu hinterfragen. Ebenso habe ich von Beginn an die Fangmengen der Angler angezweifelt, da es Hochrechnungen sind und für mich - und dazu stehe ich weiterhin - nicht repräsentativ ist, wenn man nur Haushalte in acht überwiegend küstennahen Bundesländern telefonisch interviewt und das auf ganz Deutschland hochrechnet (ist nur ein Beispiel für meine Kritik an den Zahlen). Aber ich kann auch keine besseren Zahlen vorlegen, also nutze ich die für die Berechnung. Und ja, natürlich nutze ich für meine Arbeit immer die besseren Zahlen. Alles andere wäre wohl ziemlich bekloppt, oder? Ich meine wenn ich einen SSB von 30.000 Tonnen in einem ICES Advice habe, nutze ich den doch für meine Argumentation für eine Erhöhung des Baglimit und nicht einen niedrigeren Wert. Ich nutze IMMER die offiziellen Zahlen von ICES, das habe ich bereits im ersten Video zum Baglimit im Jahre 2017 gemacht. Und dann noch Dein Vorwurf, dass man sich um die Finanzierung von Instituten Gedanken macht. Ich gucke über den Tellerrand und hinterfrage verdammt viel, nur so ist ja auch die Klage gegen die FA in SH überhaupt ein Thema geworden. Du kritsierst mich also dafür, dass ich mir Gedanken um Hintergründe mache und nicht alles einfach so hinnehme? Das ist nicht nur meine Aufgabe als Vertreter der WiSH e.V., sondern auch meine verdammte Bürgerpflicht!
Es geht darum, dass man grundsätzlich erst auf inhaltlicher Ebene argumentiert, bevor man die schweren Geschütze, wie Finanzierung, Befangenheit oder absichtliche Fehler auffährt. Selbst in Nobelpreisen steckt eine Menge sehr wichtige und hochwertige Arbeit von angelernten Assistenten ohne wissenschaftlichen Hintergrund. Was zählt, ist der Inhalt. Du machst oft alles auf ein Mal, oder sehr schnell hintereinander, ohne wirklich auf den Inhalt einzugehen, was sehr schade ist. Erst auf mehrfache Provokation kommt dann so etwas:

Zu weiteren Ursachen wie Erwärmung und Versauerung der Ostsee gibt es derzeit nur Laborexperimente und Modellergebnisse. Diese Erkenntnisse legen nahe, dass Erwärmung und Versauerung zu erhöhter Sterblichkeit und Fehlbildungen bei den Larven führen. Ferner ist bekannt, dass die produktiven Flachwasserbereiche für die Elterntiere während der Sommerphase durch zu hohe Wassertemperaturen (>15°C) nicht nutzbar sind. Ein Ausweichen in tiefere, kühlere Gebiete wird durch Sauerstoffmangelzonen am Boden der Becken der westlichen Ostsee erschwert. Kühlen die Flachwasserbereiche im Herbst später ab, können die Tiere dort erst später die Defizite aus dem Sommer durch Fressen kompensieren und über den Herbst Reserven für das Laichgeschäft im Winter/Frühjahr anlegen. Gleichzeitig verschiebt sich das Laichgeschäft wegen milderer Winter zeitlich nach vorne, so dass die Aufbauphase weiter verkürzt wird. So kann ein Trend entstehen, bei dem die Elterntiere in zunehmend schlechterem Zustand ins Laichgeschäft eintreten bzw. der Anteil der Tiere, die gar nicht am Laichgeschäft teilnehmen, zunimmt.

Ein weiteres bekanntes Problem ist die Versauerung der Meere. Insbesondere der Dorsch scheint unter diesem Probem zu leiden. So zeigen Dorschlarven erhebliche Organschäden und Entwicklungsverzögerungen. Daraus resutieren auch schlechte Nachwuchsjahrgänge und weniger Dorsche erreichen die Geschlechtsreife.

Zudem benötigen die älteren Dorsche durch erhöhtes CO² ein erhöhtes Nahrungsvorkommen- was nicht gegeben ist, also ein Teufelskreis.

Quelle hierfür: GEOMAR
Darüber könnte man sich lange auslassen, es gilt aber auch hier das Problem, dass abgesehen von den experimentellen Befunden, die Beobachtungen in der Natur Korrelationen sind und eine Größen verschiedene Altersklassen betreffen kann. Der Sauerstoffmangel ist zum Beispiel für die 1+ und älteren Dorsche auch problematisch, deutlich zu sehen an den Fischsterben diesen September. Meiner Meinung spricht das nicht gegen die Korrelation mit der Aalmutter. Wenn die Entwicklungen wirklich parallel verlaufen, ist die Fischart ein guter und nützlicher Indikator für den Dorsch, das wäre unglaublich wertvoll für bessere Bestandsmodelle.

Aber hier sieht man, dass du sehr gut mit Fakten überzeugen kannst und das steht der Anglerdemo deutlich besser, als die immer selbe Kritik an den Instituten, den Wissenschaftlern oder der Finanzierung. Daraus ist nichts zu gewinnen, es schadet eher der Diskussion. Ich könnte wetten, dass du das selbst erlebt hast, auf Kritik jenseits von Methode, Ergebnis und Diskussion reagieren Wissenschaftler meistens sehr empfindlich und stellen die Zusammenarbeit ein.

Man könnte denken, es geht Dir (und einigen wenigen anderen hier) nur darum irgendetwas an meiner Arbeit anonym vom gemütlichen Sofa aus zu kritisieren.
Mir hat hier dein Ton nicht gepasst und deshalb bin ich erst darauf eingegangen. Bitte nimm es als Kritik an deinem Diskussionsstil auf, ich habe keine persönlichen Abneigungen gegen dich und schätze deine Arbeit.
 
Das ist richtig, in der westlichen Ostsee wegen dem höheren Salzgehalt aber deutlich weniger prekär als weiter im Osten, wo ein Großteil der Laichgebiete bereits hinüber ist. Jeder Einfluss, wie Salzgehalt, Temperatur oder Plankton erklärt dabei immer nur einen Teil und insgesamt bleibt noch viel Spielraum für unbekannte Größen, die sehr wohl nach der Larvenphase Einfluss nehmen können. Deshalb kann man das, was er geschrieben hat, so nicht einfach ablehnen.
Ablehnen trifft es nicht, sondern die Begründung der These wurde in Bezug auf die Aussagekraft von renommierten Wissenschaftlern - nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Dänemark - als nicht haltbar bezeichnet. U.a. aufgrund der Datenbasis, aber auch der Vergleich insgesamt. Deshalb auch das überzogene Beispiel mit dem Hemnesregal. Man kann immer irgendwie etwas in in Zusammenhang bringen, jedoch resultiert daraus nicht automatisch ein Forschungsergebins, dass den aktuellen Stand der Forschung revolutioniert oder gar eine Lösung für ein Problem aufzeigt. So konnte man die Aussage hier jedoch meiner Meinung nach auffassen. Was aber nicht bedeutet, dass die obige These nicht grundsätzlich einen Beitrag zur Foschung leistet. Gerade in der Wissenschaft dienen Thesen, die heute noch nicht relevant erscheinen, irgendwann mal als Basis zu weiteren Forschungen.

Es ging hier aber um die fehlende Reprodutkion beim Dorsch. Meine Kritik lautete:

Einfach drei Sätze aus einer Masterarbeit in einem Forum als "Begründung für die fehlende Reproduktion beim Dorsch" darzustellen ist in meinen Augen fahrlässig. Wer dann das Forum hier länger verfolgt, könnte dann auf Basis der Historie hierzu sogar noch einen Zusammenhang zu namhaften Instituten herstellen.
Dazu stehe ich auch weiterhin.

Zum Salzgehalt möchte ich noch anmerken, dass es sehr wohl ein Problem in der westlichen Ostsee darstellt, sogar beim Kabeljau in der Nordsee. Die Salzwassereinbrüche in den letzten Jahren haben leider nicht zur erwarteten Verbesserung der Situation geführt. Nachzulesen u.a. bei GEOMAR.


Es geht darum, dass man grundsätzlich erst auf inhaltlicher Ebene argumentiert
Du machst oft alles auf ein Mal, oder sehr schnell hintereinander, ohne wirklich auf den Inhalt einzugehen, was sehr schade ist.
Ich denke schon, dass ich in der Regel inhaltlich argumentiere, wenn auch nicht in jedem Posting im Netz und schon gar nicht in jedem Posting, dass nur auf persönliche Angriffe abzielt. Diejenigen interessiert nämlich das inhaltliche nicht, sondern nur das Haar in der Suppe und der Angriff gegen mich. Wenn ich inhaltlich argumentiere, wird doch von der "Gegenseite" eh nicht drauf eingegangen, Fragen nicht beantwortet etc. Was soll ich da inahltlich argumentieren?

Jede andere offizielle Veröffentlichung von Anglerdemo ist sicherlich inhaltlich argumentiert, jedes Gespräch mit Behörden, Wissenschaft und Politik bis ins Detail geplant und vorbereitet, in der Argumentation bis auf den letzten mm ausgereift. Wie ich bereits vorher geschrieben habe, ist Zeit unser (mein) größtes Problem. Da bleibt keine Zeit für Geschwafel, sondern es geht nur um Fakten, Ziele und Lösungen. Wir suchen keine Freunde, sondern Partner und Verbündete im Kampf gegen Verbote und Beschränkungen. Ich möchte mir nicht den Ruf erarbeiten in Gesprächen als Zeitdieb abgetan zu werden. Das kann ich mir im Job auch nicht leisten.


Darüber könnte man sich lange auslassen, es gilt aber auch hier das Problem, dass abgesehen von den experimentellen Befunden, die Beobachtungen in der Natur Korrelationen sind und eine Größen verschiedene Altersklassen betreffen kann. Der Sauerstoffmangel ist zum Beispiel für die 1+ und älteren Dorsche auch problematisch, deutlich zu sehen an den Fischsterben diesen September. Meiner Meinung spricht das nicht gegen die Korrelation mit der Aalmutter. Wenn die Entwicklungen wirklich parallel verlaufen, ist die Fischart ein guter und nützlicher Indikator für den Dorsch, das wäre unglaublich wertvoll für bessere Bestandsmodelle.
Genau das sehe ich anders! Bleiben wir am Beispiel Fischsterben im September- neben Dorsch waren auch Plattfische und Meerforellen betroffen (von toten Aalmuttern habe ich übrigens nirgends gelesen oder gar selber vor Ort gesehen) und ja, dann gibt es eine Korrrelation herstellen, nämlich zu wenig Sauerstoff = sterben die Fische. Neu? Hilfreich? Und so lande ich wieder bei meinem Hemnesregal- korrelieren ja, hilfreich wohl eher nein. Schaue Dir jetzt das Thema in diesem Thread an, das Posting für diese Diskussion und erkläre uns dann den nachvollziehbaren Zusammenhang. Dann liest man hier "wow, interessant" von einem User. Ja, was ist denn daran interessant? Es ist nicht im geringsten ein Ansatz zur Lösung des Problems bei der Reproduktion beim Dorsch erkennbar.

Es schmälert doch nicht die Masterarbeit, es bringt uns jedoch hier beim Problem nicht wirklich weiter und ist ja schon fast OT! Mag hart klingen, ist auch nicht böse gemeint, aber wohl die Realität und das darf man wohl auch dann so schreiben, oder?. Noch einmal, ich habe extra bei Wissenschaftlern nachgefragt, da ich "schwer beeindruckt war". Ich bin selber kein Wissenschaftler, frage dann aber nach und schreibe hier auch die Ergebnisse der Nachfragen rein. Alleine in der Verantwortung, dass sich ein solche Meldung dann nicht wie ein Lauffeuer im Netz verbreitet. Wir setzen durch solche Falschmeldung ja auch die renommerten Institute unter Druck und ggf. müssen die sich zu einem späteren Zeitpunkt erklären oder werden im Netz angegangen, dass ja die Infos von denen faslch sind- es gibt ja neueste Forschungen...

Aber hier sieht man, dass du sehr gut mit Fakten überzeugen kannst und das steht der Anglerdemo deutlich besser, als die immer selbe Kritik an den Instituten, den Wissenschaftlern oder der Finanzierung. Daraus ist nichts zu gewinnen, es schadet eher der Diskussion. Ich könnte wetten, dass du das selbst erlebt hast, auf Kritik jenseits von Methode, Ergebnis und Diskussion reagieren Wissenschaftler meistens sehr empfindlich und stellen die Zusammenarbeit ein.
Naja, Populismus gehört dazu, ist ein wichtiger Bestandteil der Lobbyarbeit. Ich denke ich halte mich seit Monaten mit der Kritik an der Wissenschaft zurück. Ich habe mittlerweile sogar freundschaftliche Kontakte zu einigen Wissenschaftlern in Deutschland, aber auch in Dänemark und Schweden, mit mit vielen per "Du" und tausche mich auch mal auf dem kleinen Dienstweg privat über WhatsApp aus. So falsch und böse kann mein Weg also nicht sein. Nehmen wir als Beispiel das Thünen- Institut- als ich um Unterstützung für meine Brüsselreise angefragt habe, kam die Zusage sofort! Dafür bin ich dankbar und jeder weiß, dass ich immer an einem fairen und partnerschaftlichen Austauch interessiert bin. Ich unterstütze verschiedene Universitäten mit Daten aus dem Angeltourismus, stelle meine Freizeit für Gespräche mit Studenten zur Verfügung und nehme auch mal einen Tag Urlaub, um Einladungen von Instituten oder Universitäten anzunehmen. All diese Dinge verbieten mir aber doch nicht die Kritik, wenn etwas gegen uns löuft, oder? Ich verklage das Land SH, ich verklage das BMUB und trotzdem führe ich dort entspannte Gespräche, wir gucken uns in die Augen und reichen uns die Hände. Wir haben eine Meinungsfreiheit und einen Rechtsstaat und da sind das ganz normale Vorgänge. Der NABU verklagt auch jeden und ist trotzdem anerkannter Gesprächspartner in Behörden und Politik. Es darf halt nicht unter die Gürtellinie gehen, zumindest erst dann, wenn auch von der Gegenseite böse gefoult wurde.


Mir hat hier dein Ton nicht gepasst und deshalb bin ich erst darauf eingegangen. Bitte nimm es als Kritik an deinem Diskussionsstil auf, ich habe keine persönlichen Abneigungen gegen dich und schätze deine Arbeit.
Ich habe die Kritik angenommen, für sachliche Kritik bin ich immer zu haben. Ich versuche mich zu bessern, jedoch erzeugt der ein oder andere User hier bei mir einen Blutdruck, und das schon, bevor ich das Posting gelesen habe. Ich bin emotional und mit Herzblut bei der Sache, wenn dann zum wiederholten Male schwachsinnige Äußerungen und dann auch noch ohne Nachweis kommen, muss ich auch mal poltern. Das wenige genau das provozieren, ist mir auch klar. Aber manchen Müll darf man auch nicht einfach unkommentiert stehen lassen- einfach weil es falsch ist! "Fakenews" ist ein schwerwiegendes Problem und ich denke es ist unser aller Pflicht dagegen vorzugehen.

Gleiches gilt bei immer wiederkehrenden Angriffen gegen Angler, zum Beispiel "Warum muss man 5 Dorsche mitnehmen?", "C&R ist verboten, Anglen nur zur Verwertung" oder das Gegenteil "Wie kann man so einen großen Fisch nur entnehmen?". Das sind immer wieder Diskussionspunkte, wo ich sofort sehr schnell böse reagiere. Ich fordere Respekt gegenüber allen anderen Anglern und Angelmethoden und respektiere selber auch andere Meinungen zum Angeln. Aber ich erwarte auch Respekt gegenpber meiner Person. Wenn einige das nicht einhalten, werde ich auch böse. Menschlich? Ich finde ja!

Hinzu kommt, dass ich häufig im Netz nur nebenbei aktiv bin und im Hintergrund wichtige Mails, Briefe oder Stellungnahmen schreibe. So habe ich in der letzten Wochen mit wissenschaftlicher Unterstützung eine stichhaltige Stellungnahme gegen eine Schonzeit beim Dorsch für Angler, die Forderung zu einer Schonzeit für die Fischerei vom 01. Januar bis 31.März eines jeden Jahres sowie eine Argumentation gegen eine Erhöhung des Mindestmaßes für Angler und für die Fischerei auf den Weg gebracht. Dann haue ich manchmal einfach nur nebenbei ohne noch einmal darüber zu gucken ein Posting raus- häufig dann auch mit diversen Rechtsreibfehlern, Buchstabendrehern, katstrophaler Grammatik etc. Immer ein sicheres Zeichen, dass ich ohne nachzudenken geantwortet habe. Da ich geschäftlich viel auf Reisen bin, antworte ich auch häufig abends aus irgendwelchen Hotelzimmern auf dieser Welt mit dem Tablet. Auch nicht immer eine gute Idee, wie ich schon öfter festgestellt habe....

Eigentlich bin ich ein ganz liebevoller Familienvater ;)
 
Oh Mann ich krieg Kopfschmerzen bei diesen Pamphleten .. muss denn das immer gleich so ausarten .. hat das noch was mit dem Thema zu tun?
Lars, kaum jemand bezweifelt ehrenamtliches Engagement - auf Trollpostings würde ich persönlich gar nicht reagieren.
Inhaltliche Kritik ist meiner Meinung nach schon sehr wichtig und es wäre eine laue Diskussion wenn man immer gleicher Meinung wäre.
 
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