Dorschquote Entscheidung EU: SCHUTZ BERUFSFISCHER! OPFER SIND DORSCH UND ANGLER!!!

Kotzi

Mit-Glied
AW: Wie oft geht ihr GEZIELT Dorschangeln?

Ja klar wurden 100.000 Bürger angerufen, und anhand dessen Berechnungsmodelle angestellt. Hast du überhaupt irgend einen Wissenschaftlichen Background? Oder verurteilst du das einfach als schlecht weil isso?
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Wie oft geht ihr GEZIELT Dorschangeln?

Ja klar wurden 100.000 Bürger angerufen, und anhand dessen Berechnungsmodelle angestellt.
mit knapp 680 Angern dabei, auf denen das Ganze dann hochgerechnet fusst.
Und es wurde, wie gesagt, NICHT in Bayern, NRW, B-W (mit bevölkerungreichste BL) etc. angerufen..
 

Kotzi

Mit-Glied
AW: Wie oft geht ihr GEZIELT Dorschangeln?

Ja, und?
Ich lese wirklich gerne sonstige Sachen von dir. Habe sogar als Jugendlicher
durch dein Kutter-Angelbuch nach der Ostsee geschmachtet - und letztendlich wohne ich jetzt hier und angel auch mal auf Dorsch.

Aber deine wirklich unfundierte Kritik an diesen Wissenschaftlichen Publikationen ist meiner Meinung nach vollkommener Murx. Ich maße mir auch nicht an, Fachfremde Publikationen und deren Berechnungsmodelle wirklich Sinnvoll zu beurteilen. Aber dafür wird das in der Wissenschaft unentgeltlich von Experten vor Veröffentlichung gereviewt.

Ich klinke mich ab dem Moment auch aus, weil es wahrscheinlich im Folgenden in eine reine Meinungsdiskussion abdriften würde, und diese haben wir beide schon Kund getan.

Wir sehen uns im Koch-Tröt wieder ;)

Vielleicht überdenkst du das ganze ja vielleicht noch mal.

Mfg
 

Kotzi

Mit-Glied
AW: Wie oft geht ihr GEZIELT Dorschangeln?

Und über Sachen die er in meinen Augen keine Ahnung hat unfundiert kritisieren?

Nee, das schadet eher seiner sonstigen Reputation meiner Meinung nach.
 
G

Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
AW: Wie oft geht ihr GEZIELT Dorschangeln?

Ja klar wurden 100.000 Bürger angerufen, und anhand dessen Berechnungsmodelle angestellt. Hast du überhaupt irgend einen Wissenschaftlichen Background? Oder verurteilst du das einfach als schlecht weil isso?
Thomas verurteilt nicht einfach so, sondern bemängelt - in meinen Augen völlig zu Recht - die Qualität der Daten des Thünen-Institutes!

Ich möchte Dir nur mal so ein paar Zahlen mit auf den Weg geben: Es wurden 50.000 Haushalte befragt, das entspricht ca. 0,15%der Haushalte in Deutschland. 174.000 Menschen von ca. 80.000.000 Einwohnern sind Meeresangler, das sind ca. 0,2% der deutschen Bevölkerung.Demnach erreicht das TI bei der Befragung rein theoretisch 108 Meeresangler, die die Grundlage der Berechnungen bilden (es waren in diesem Fall wohl über 600). Dabei wurde nicht berücksichtigt, dass hiervon dann ca. 70% aus Schleswig-Holstein und MVP kommen. Warum? Weil die befragten Haushalte lediglich 1/3 der Bevölkerung in D abbilden und zusätzlich noch 36% der Meeresangler aus SH kommen! Das wurde dann auf ganz D hochgerechnet! Zusätzlich wurden im Schnitt noch 1908 Angler pro Jahr bei vor Ort Beprobungen befragt. Hierbei wurde meines Wissens nach auch nicht berücksichtigt, wo die Angler herkommen (es wurde zwar erfasst, aber nicht in die Berechnung mit einbezogen). Das heißt, wenn ich von den befragten Anglern 1500 Angler aus SH habe mit einem Durchschnitt von 20 Angeltagen pro Jahr und nur 500 Angler aus Bayern mit 5 Angeltagen im Jahr, komme ich auf einen Durchschnitt von gut 16 Angeltagen pro Jahr. Das wird dann auf 174.000 Meeresangler hochgerechnet. Man hätte bei den Hochrechnungen die Verteilung der Angeltage nach Herkunft besser berücksichtigen müssen, schließlich hat man ja ungefähre Angaben zu der Verteilung nach Bundesländern. Es wurde jedoch lediglich ein Schnitt errechnet und mit der Anzahl der (geschätzten) Anzahl an Meeresanglern multipliziert. Die Realität - nämlich reigionale Unterschiede - werden hier ja gerade ersichtlich.

Für mich sind die Zahlen einfach nur schwammig und unzureichend. Deshalb bleibe ich dabei: Sollte jemand gegen die Verordnung - die ja auf Grund der vorliegenden Zahlen beschlossen wird - klagen, sehe ich gute Erfolgsaussichten!

Im übrigenhat mir das Thünen- Institut auf Anfrage zur Datenqualität mitgeteilt, dass man diese Diskussion um die Qualität der Daten bereits seit 9 Jahren führen würde (Thomas und ich sind anscheinend nicht die einzigen die Zweifel haben...) und ohne das bisher jemals jemand bessere Daten oder Ansätze aufzeigen bzw. liefern konnte. Wie soll man das interpretieren? Scheiß auf die Qualität der Daten, es gibt halt keine anderen? Sollten verlässliche Daten nicht eine zwingende Voraussetzung für eine Verordnung sein, die tausende Arbeitsplätze bedroht? Meint Ihr ein Tempolimit auf Autobahnen wäre durchsetzbar, wenn man sagt "im Durchschnitt sterben 20- 4000 Menschen weniger im Straßenverkeht pro Jahr, 10 bis 100.000 Bäume leben länger und der Co2 Ausstoß geht wohl auch um 3 bis 80% zurück? Nein, das wäre nicht möglich, da die Interessenvertreter der Automobilindustrie solche Aussagen zerreißen würden. Aber der doofe Angler lässt sich (weil einsam und verlassen auf weiter Flur) mit Zahlen "Pi mal Auge" sein Hobby verbieten. Ich komme aus SH, habe ein Boot auf Fehmarn und fahre ca. 10 Mal im Jahr raus. Ich fange meine Dorsche und mich stört das Baglimit überhaupt nicht! Ich nehme eh nur ein paar Dorsche mit die ich selber verwerte. Aber deshalb muss ich mir doch die (theoretische) Möglichkeit mehr fangen zu können nicht einfach verbieten lassen. 5.- Euro für das Phrasenschwein (DGZRS) zahle ich gerne, aber "Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren".

Eine Frage habe ich noch. Mit hat ein Angler gerade erzählt, dass das Institut zu der Studie zu einem Großteil vom Bund bezahlt wird, speziell wohl von einem Ministerium, dass die Quote der Angler jetzt zu den Berufsfischern umverteilt hat.

Ich frage mich jetzt die ganze Zeit, was der damit zum Ausdruck bringen wollte?

Gute Nacht!
 

angler1996

34Z Löffelschnitzer
AW: Wie oft geht ihr GEZIELT Dorschangeln?

Thomas verurteilt nicht einfach so, sondern bemängelt - in meinen Augen völlig zu Recht - die Qualität der Daten des Thünen-Institutes!

Ich möchte Dir nur mal so ein paar Zahlen mit auf den Weg geben: Es wurden 50.000 Haushalte befragt, das entspricht ca. 0,15%der Haushalte in Deutschland. 174.000 Menschen von ca. 80.000.000 Einwohnern sind Meeresangler, das sind ca. 0,2% der deutschen Bevölkerung.Demnach erreicht das TI bei der Befragung rein theoretisch 108 Meeresangler, die die Grundlage der Berechnungen bilden (es waren in diesem Fall wohl über 600). Dabei wurde nicht berücksichtigt, dass hiervon dann ca. 70% aus Schleswig-Holstein und MVP kommen. Warum? Weil die befragten Haushalte lediglich 1/3 der Bevölkerung in D abbilden und zusätzlich noch 36% der Meeresangler aus SH kommen! Das wurde dann auf ganz D hochgerechnet! Zusätzlich wurden im Schnitt noch 1908 Angler pro Jahr bei vor Ort Beprobungen befragt. Hierbei wurde meines Wissens nach auch nicht berücksichtigt, wo die Angler herkommen (es wurde zwar erfasst, aber nicht in die Berechnung mit einbezogen). Das heißt, wenn ich von den befragten Anglern 1500 Angler aus SH habe mit einem Durchschnitt von 20 Angeltagen pro Jahr und nur 500 Angler aus Bayern mit 5 Angeltagen im Jahr, komme ich auf einen Durchschnitt von gut 16 Angeltagen pro Jahr. Das wird dann auf 174.000 Meeresangler hochgerechnet. Man hätte bei den Hochrechnungen die Verteilung der Angeltage nach Herkunft besser berücksichtigen müssen, schließlich hat man ja ungefähre Angaben zu der Verteilung nach Bundesländern. Es wurde jedoch lediglich ein Schnitt errechnet und mit der Anzahl der (geschätzten) Anzahl an Meeresanglern multipliziert. Die Realität - nämlich reigionale Unterschiede - werden hier ja gerade ersichtlich.

Für mich sind die Zahlen einfach nur schwammig und unzureichend. Deshalb bleibe ich dabei: Sollte jemand gegen die Verordnung - die ja auf Grund der vorliegenden Zahlen beschlossen wird - klagen, sehe ich gute Erfolgsaussichten!

Im übrigenhat mir das Thünen- Institut auf Anfrage zur Datenqualität mitgeteilt, dass man diese Diskussion um die Qualität der Daten bereits seit 9 Jahren führen würde (Thomas und ich sind anscheinend nicht die einzigen die Zweifel haben...) und ohne das bisher jemals jemand bessere Daten oder Ansätze aufzeigen bzw. liefern konnte. Wie soll man das interpretieren? Scheiß auf die Qualität der Daten, es gibt halt keine anderen? Sollten verlässliche Daten nicht eine zwingende Voraussetzung für eine Verordnung sein, die tausende Arbeitsplätze bedroht? Meint Ihr ein Tempolimit auf Autobahnen wäre durchsetzbar, wenn man sagt "im Durchschnitt sterben 20- 4000 Menschen weniger im Straßenverkeht pro Jahr, 10 bis 100.000 Bäume leben länger und der Co2 Ausstoß geht wohl auch um 3 bis 80% zurück? Nein, das wäre nicht möglich, da die Interessenvertreter der Automobilindustrie solche Aussagen zerreißen würden. Aber der doofe Angler lässt sich (weil einsam und verlassen auf weiter Flur) mit Zahlen "Pi mal Auge" sein Hobby verbieten. Ich komme aus SH, habe ein Boot auf Fehmarn und fahre ca. 10 Mal im Jahr raus. Ich fange meine Dorsche und mich stört das Baglimit überhaupt nicht! Ich nehme eh nur ein paar Dorsche mit die ich selber verwerte. Aber deshalb muss ich mir doch die (theoretische) Möglichkeit mehr fangen zu können nicht einfach verbieten lassen. 5.- Euro für das Phrasenschwein (DGZRS) zahle ich gerne, aber "Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren".

Eine Frage habe ich noch. Mit hat ein Angler gerade erzählt, dass das Institut zu der Studie zu einem Großteil vom Bund bezahlt wird, speziell wohl von einem Ministerium, dass die Quote der Angler jetzt zu den Berufsfischern umverteilt hat.

Ich frage mich jetzt die ganze Zeit, was der damit zum Ausdruck bringen wollte?

Gute Nacht!
Gute Nacht,

sagt alles
Gruß A.
 

50er-Jäger

Active Member
AW: Dorschquote Entscheidung EU: SCHUTZ BERUFSFISCHER! OPFER SIND DORSCH UND ANGLER!!

Angeln zur Freizeitgestaltung, als Sport?! Und in der Freizeitfischerei darf ein Fischer nicht mehr als 5 Dorsche usw.


Also da wurden ja wieder Begriffe genannt, ich würde sagen ich bin Angler, kein Fischer, ich erwerbe ja auch eine Angelberechtigung beim Land MV und keine Fischereiberechtigung.


Naja wenigstens haben sie die Regeln mal nieder geschrieben, deren Überwachung völlig unmöglich ist.
 
G

Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
AW: Dorschquote Entscheidung EU: SCHUTZ BERUFSFISCHER! OPFER SIND DORSCH UND ANGLER!!

So sieht es aus!

Ich lehne mich jetzt mal aus dem Fenster. Angeln auf Dorsch wird in naher Zukunft komplett verboten, damit die verbliebenen Berufsfischer weiterhin Dorsche fangen können...

Das alles unterstreicht einmal mehr meine Vermutung, dass wir Angler nur Opfer für die Berufsfischer sind. Bringen tut das Baglimit nichts, außer mehr Fänge für die Berufsfischer. Die Bestände erholen sich dadurch nicht...
 

Naturliebhaber

Well-Known Member
AW: Dorschquote Entscheidung EU: SCHUTZ BERUFSFISCHER! OPFER SIND DORSCH UND ANGLER!!

In meinem Fischereiverein sind bisher jedes Jahr ca. 20 Angler zum Dorschangeln hochgefahren, teils auch nach Dänemark. Wir haben uns vorige Woche eher zufällig darüber unterhalten. Die haben zu 100% storniert. Laut deren Aussage hat der Kutterbetreiber in Dänemark bereits die Schließung seines Betriebs für Angelausfahrten angekündigt, weil die Stornierungsrate für 2017 bei 80% läge.
 
AW: Dorschquote Entscheidung EU: SCHUTZ BERUFSFISCHER! OPFER SIND DORSCH UND ANGLER!!

Für den Dorsch wäre die von den Forschern vorgeschlagene 2-jährige Schließung für Berufsfischer und Angler sicher ein Segen (aber auch nur wenn zufällig in diesen 2 Jahren auch die Umweltbedigungen passen), aber ich möchte nicht wissen, wie groß das Geschrei dann auch hier gewesen wäre. Unter Berücksichtigung der Komplexität der Quotenverhandlungen (verschiedene Anrainer, verschiedene Interessensgruppen) für mich ein typischer Vorstoss von Elfenbeinturmforschern. Völlig unrealistisch. Außerdem wäre eine Kontrolle genauso schwierig, wie beim jetzige Bag-Limit.
 
Zuletzt bearbeitet:

a.bu

Member
AW: Dorschquote Entscheidung EU: SCHUTZ BERUFSFISCHER! OPFER SIND DORSCH UND ANGLER!!

Moin,

was die Kontrollen betrifft, bin ich mir sicher das bereits ein Heer willfähiger Hilfsscherriffs mit den Füßen scharrt um diesen Meilenstein des Dorschschutzes durchzusetzen. Was mich dabei sehr brennend interessiert wäre dabei die rechtliche Lage, muß ich einem Fischereiaufseher mein Boot zugänglich machen, ihn gegebenenfalls Staufächer und Kisten dürchwühlen lassen oder soll es am Strand Taschenkontrollen geben? Darf so in die Privatssphäre eines lizensierten Anglers eingegriffen werden? Ich denke nicht und deshalb würde ich vorerst jeden der hier Hand an mein Eigentum anlegt unsanft in die Ostsee befördern. Also bliebe in einem Verdachtsfall dem Fischereiaufseher ja nur noch der Polizeinotruf und die werden sich mit Sicherheit bedanken, wenn sie in Zukunft bei Ihrer Personalstärke die Küsten unseres Landes abklappern müssen um Zwangskontrollen bei nicht kooperativen Anglern zu machen. Bin da mal sehr gespannt auf nächstes Jahr...
 

UMueller

Active Member
AW: Dorschquote Entscheidung EU: SCHUTZ BERUFSFISCHER! OPFER SIND DORSCH UND ANGLER!!

Für den Dorsch wäre die von den Forschern vorgeschlagene 2-jährige Schließung für Berufsfischer und Angler sicher ein Segen (aber auch nur wenn zufällig in diesen 2 Jahren auch die Umweltbedigungen passen), aber ich möchte nicht wissen, wie groß das Geschrei dann auch hier gewesen wäre.
Ich glaub das Geschrei würde garnicht mal so groß sein, weil diese Maßnahme ja alle beträfe. Nach 2 Jahren wird man dann sehen ob es dem Dorsch geholfen hat. Wenn nicht, gäbe es wohl noch andere Gründe für den Dorschrückgang. Dann aber müsste man sich schon Sorgen um den Zustand der Ostsee machen.
Die Fischerei hat sich ja nie an die Empfehlungen der Wissenschaft gehalten. Stets lagen die Fangquoten deutlich darüber. So auch diesmal wieder. Einmal wurde die Quote früh ausgefischt, da gabs Gejammer seitens der Fischerei die Bestände seien doch da. Die Quoten müssten deshalb wieder rauf. Die Wissenschaft hätte geirrt. Zu anderen Zeiten erreichen sie die Quote das ganze Jahr über nicht.Da zeigt sich dann das wahre Dilemma. Der Dorsch wird überfischt. Von "upgrade" der Fänge seitens der Schleppfischer will ich jetzt gar nicht reden.#q#q So macht man Populationen kaputt. Aber am eigenen Ast zu sägen ist vielleicht garnicht so schlimm,wenn man weich aufgefangen wird. Gibt ja noch andere Fische und Subventionen.
 

a.bu

Member
AW: Dorschquote Entscheidung EU: SCHUTZ BERUFSFISCHER! OPFER SIND DORSCH UND ANGLER!!

Oh sorry, gerade gelesen das Thema hattet Ihr vorgestern in einem anderen Thread:m#6
 
R

RuhrfischerPG

Guest
AW: Dorschquote Entscheidung EU: SCHUTZ BERUFSFISCHER! OPFER SIND DORSCH UND ANGLER!!

Ich lehne mich jetzt mal aus dem Fenster. Angeln auf Dorsch wird in naher Zukunft komplett verboten, damit die verbliebenen Berufsfischer weiterhin Dorsche fangen können...
Kannst dich ruhig rauslehnen..

Das Fenster dieser Prophezeiung,liegt im Erdgeschoss [emoji6]
 
Oben