Einsteiger-Ausrüstung & viele Fragen

Dieses Thema im Forum "Fliegenfischen" wurde erstellt von Colophonius, 5. November 2018.

  1. Colophonius

    Colophonius Angler

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    Ich nutze mal einen Doppelpost ausnahmweise, um den Bericht zu schreiben.

    Das erste Mal mit der Fliege war wirklich anders als erwartet. Der Fluss war zwar wirklich schön, aber nicht ganz einfach. Im ersten Stück, in dem wir einige Zeit verbracht haben, konnten wir eigentlich gar keine Fische entdecken. Wir sind dann flussab gewandert, wo es deutlich mehr Strömung und "forelligere" Stellen gab. Ich habe diverse Köder ausprobiert, um ein wenig die Techniken zu erlernen. Dabei gab es leider keine sichtbaren Forellen, die stiegen oder wenigstens in der Strömung sichtbar Nymphen fraßen. Nachdem ein kräftiges Gewitter und einsetzender Dauerregen das Angeln echt unangenehm machten, habe ich mich dann für eine Goldkopfnymphe entschieden und einen Bissanzeiger montiert. Das war wirklich eine gute Entscheidung, da ich so richtig das Menden und die Drift üben konnte und sofort unnatürliches Furchen erkennen konnte. Das ging DEUTLICH schneller als gedacht und vor allem auch bei anderer Schnurposition als ich mir das vorgestellt habe. Ich habe damit ein wenig experimentiert und dann „blind“ am anderen, steilen Ufer gefischt. Plötzlich ging mein Bissanzeiger tatsächlich unter. Nachdem ich den Hänger durch ein Heben der Rute lösen wollte, hing tatsächlich eine Bachforelle (circa 30cm) am andere Ende, stieg aber aus. Das Drillen mit den Fingern, lösen des Keschers vom Magneten und einholen der lockeren Schnur mit dem gleichzeitigen Druck auf den Fisch muss ich echt üben! Danach gab es noch zwei Bisse auf den orangenen Bissanzeiger. Leider besitze ich bisher keine auffälligen Reizfliegen, das hätte vielleicht noch was gebracht.

    Gestiegen ist leider keine einzige Forelle, obwohl ich wirklich sehr aufmerksam um mich rum geschaut habe. So aufmerksam, dass ich dank eines sehr rutschigen Steines auch einmal baden durfte. Sah sicher lustig aus, war aufgrund der Temperaturen - trotz des kalten Wassers- auch eher harmlos. Ein Watstock und Schuhe mit Filzsohle sind aber in Planung!

    Am Ende stand es dann für meinen Kumpel mit der Spinnrute 1:0, der eine 30er BaFo landen durfte. Ein zäher Tag, an dem ich wenigstens nicht völlig abgestunken habe. Darauf lässt sich ausbauen.

    „Lehren“ aus dem Angeltag:

    - auch mal knallige Dekors nutzen
    - beim Werfen konzentrieren! Viele Würfe waren gerade nach etwas Übung echt gut. Wenn ich aber unkonzentriert bin, landet das Tüddel irgendwie irgendwo.
    - Menden weiter üben und verfeinern.
    - Im Drill eins nach dem anderen machen.


    Insgesamt ist aber mit dem Tag echt ein Traum in Erfüllung gegangen. Angeln an einem Gewässer mit wilden Forellen! Eine Bachforelle im Drill! Nächstes Mal landet sie dann sicher im Kescher. :) Vielen Dank an alle, die mir bis dahin geholfen haben!

    Petri,
    Colo
     
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  2. Lajos1

    Lajos1 Well-Known Member

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    Hallo Colophonius,,

    "im Drill eins nach dem anderen machen" gefällt mir, weil es eben absolut stimmt:). Ich drille fast immer, in dem ich die Schnur mit der Hand einhole, fast nie (zumindest bei uns nicht) über die Rolle. Nichts ist so feinfühlg als "Bremse", als wenn ich die Schunr zwischen Daumen und Zeigefinger halte, da kann ich sehr schnell verstärken oder vermindern, Zum Nymphenfischen noch, unbedingt darauf achten, dass von der Nymphe bis zur Rutenspitze die Schnur und das Vorfach gestreckt ist, sonst bekommt man viele Bisse gar nicht mit. Ich weiss, das ist manchmal schwierig und auch der Grund, dass selbst erfahrene Nymphenfischer bestimmt ein Drittel der Bisse gar nicht mitbekommen.

    Petri Heil

    Lajos
     
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  3. Colophonius

    Colophonius Angler

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    Doofe Frage: Gilt das auch beim Fischen mit Bissanzeiger? Da sehe ich den Biss doch durch das Stehen-Bleiben (bzw. untergehen) oder Rucken des Anzeigers?
     
  4. Lajos1

    Lajos1 Well-Known Member

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    Hallo,

    grundsätzlich ja. Aber wenn die Fische etwas vorsichtig beissen, lassen diese die Nymphe manchmal schnell wieder los und wenn das Vorfach dann zwischen Nymphe und Bissanzeiger "locker" ist, bekommt man den Biss gar nicht mit. Wird umso schwieriger, beim Aufwärtsfischen (Wurf gegen die Strömung), je schneller die Strömung ist. Hier ist es wichtig, so schnell Schnur einzuholen, dass der Kontakt nicht verlorengeht und so langsam, dass man die Nymphe nicht von den Fischen wegreisst. Einfacher, wenn mitunter aber nicht so ertragreich, ist das Fischen stromab, da hierbei das Vorfach meisst von selbst gestreckt wird.
    Zum Aufwärtsfischen noch, wenn das Vorfach (ich schaue immer auf die Verbindung von Hauptschnur zu Vorfach)stehen bleibt hat man einen Biss - oder einen Hänger. Diese Art fordert volle Konzentration, je mehr, desto schneller die Strömung ist, ist aber echt geil.
    Übrigens früher, als man bei uns noch besser auf Aitel (Döbel) fischen konnte, waren diese, bis zu den mittleren Größen gute Fische auch für die Trockenfliege.

    Petri Heil

    Lajos
     
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  5. Colophonius

    Colophonius Angler

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    Danke! Ich habe es tatsächlich ähnlich versucht: Blick auf die Schnur des (ungefärbten) Vorfachs und teils auf die Spitze der Fliegenschnur. Konnte da aber ehrlich gesagt keinen Biss erkennen, was aber nicht heißen soll, dass ich keinen hatte. Beim "High-Stick-Nymphing" (sorry für das ständige Denglisch, ich habe fast mein gesamtes Wissen über das Fliegenfischen durch amerikanische YT-Videos angeeignet und bin mir recht sicher, dass es nicht "Hoch-Stock-Nymphenfischen" heißt) klappte das auch sehr gut, da ich problemlos meine Rute mit der Drift bewegen konnte. Bei weiteren Würfen (Ufer gegenüber sah unheimlich fischig aus, davor war aber eine sehr tiefe Rinne, durch die ich nicht waten konnte) versagte das dann aber völlig, auch wenn ich noch recht gute Augen habe. Da habe ich dann den Anzeiger rangebastelt. Je nach Menge der Leine, die ich rausbekommen habe und je nach Glück beim Menden, konnte ich dann durchaus auch einige Meter natürlich abfischen.
     
  6. Colophonius

    Colophonius Angler

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    Ich gebe mal wieder ein kleines Update:

    Nachdem ich mich beim vorletzten Angeln echt wieder massiv über die vielen Disteln und die dichte Minze geärgert habe, habe ich mir einen einfachen, faltbaren Schnurkorb gekauft und... wow, das war eine richtig gute Idee! Das Angeln war wirklich drei mal entspannter, wenn man nicht bei jedem zweiten Wurf die Schnur irgendwo rausrupfen muss! Ein aktuelles Problem ist die Bissausbeute. Beim vorletzten Angeln hatte ich um die zehn Bisse, konnte aber nur ein Rotauge regulär verhaften. Heute lief es etwas besser, dank gut sichtbaren kleinen Foam-Bug konnte ich auch ein Teilproblem ausmachen: Wirklich kleine Rotaugen zupfen an der Fliege, ohne sie wirklich ins Maul zu bekommen. Ein anderes Problem ist sicherlich das Timing. Ich glaube, ich habe immer schon angeschlagen, während ich "god save the queen!" gemurmelt habe. Habe mich drauf konzentriert und heute so drei Rotaugen verhaften können. Das größte hatte immerhin 27cm und hat an der weichen Rute auch schon wirklich Freude gemacht. Mit einer 3er oder 4er Rute muss das ja die reinste Wonne sein! Am Ende gabs auch noch einen Überraschungsbarsch. Nach einem Fehlbiss war - nach dem Anschlag - die Fliege weit zu mir geflogen und untergetaucht. Ich habe also schnell die Schnur eingestripped, wollte zum Rückwurf ansetzen und da zappelte es auch schon. Eine tauchende Trockenfliege kann also wohl auch einen Streamer ersetzen. :D
     
  7. Lajos1

    Lajos1 Well-Known Member

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    Hallo,

    das mit der "tauchenden Trockenfliege" geht selbstverständlich. Ist ja ähnlich wie die, im Laufe der Jahrzehnte, fast vergessenen Nassfliegenfischerei.
    Als ich das Fliegenfischen anfing, fischte man Trocken oder Nass. Nymphen wurden da selten benutzt und Streamer fast überhaupt nicht. Die Nassfliege soll das ertrunkene Insekt nach der Eiablage imitieren. Erst so gegen Ende der 1970er kam mehr und mehr die Nymphenfischerei auf und in gleichem Zuge verschwand mehr und mehr das Nassfliegenfischen. Wenn man in einem schnellen Gewässer fischt, bleibt die Trockene oft nicht lange trocken und wird zur "Nassfliege", das heißt, sie fischt , versunken, knapp unter der Wasseroberfläche. Bestimmt ein Viertel meiner Fische in Slowenien fange ich auf diese Artsmile01.
    Die reinen Nassfliegen sind natürlich anders gebunden als die Trockenfliegen, da sie ja leicht versinken sollen. Also keine stehenden, sondern anliegende Flügel etc. und natürlich keine Schwimmhilfen benutzen.

    Petri Heil

    Lajos

    PS. freut mich, dass Du mit dem Schnurkorb gut klar kommst.
     
  8. Colophonius

    Colophonius Angler

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    Hallo Lajos!

    Ich habe durchaus ein paar Nassfliegen in meiner Box, die ich gerne an Fließgewässern testen würde. An und für sich dürften die ja gerade dann erfolgreich sein, wenn die Fische zwar oberflächennah fressen, aber keine Insekten von der Oberfläche aufnehmen. Im Stillgewässer, an dem ich meine Übungen durchführe, halte ich das aber für nicht so sinnvoll, zumal ich mir dann die Bisserkennung recht schwer vorstelle.

    Es ist tatsächlich etwas gewöhnungsbedürftig gewesen, die Rute entsprechend zu halten und da es ein einfacher, faltbarer Korb ist (mir ist ohne Auto das Transportmaß sehr wichtig), kann es da auch zu Tüddel kommen. Aber das ist allemal besser als wirklich ständig am Boden hängen zu bleiben. Ich müsste vielleicht mal ein Foto davon machen. Es ist wirklich sehr ungünstig mit den Pflanzen.
     
  9. Lajos1

    Lajos1 Well-Known Member

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  10. Colophonius

    Colophonius Angler

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    Moin moin,

    ich habe heute mal ein Foto gemacht, um zu zeigen, warum mich der Schnurkorb so begeistert.
    20190829_192003.jpg

    Seitdem kann ich wirklich viel entspannter angeln. Heute habe ich einige gründelnde Brassen beobachten können, leider ließen die sich nicht überzeugen. Hatte aber auch meine Bissanzeiger vergessen. Die standen sehr flach (teilweise wedelte mal eine Flosse aus dem Wasser), aber Kopf nach unten mit wenig Platz. Eine unbeschwerte Nymphe tauchte da nicht schnell genug ab, die Goldkopfnympen hingegen gingen zu tief. Mit nem Bissanzeiger hätte man da sicher die perfekte Tiefe hinbekommen. Ob sie dann angebissen hätten?!

    Stattdessen gabs aber auf Trockenfliege eine Rotfeder. Habe echt lange keine mehr gefangen, daher war das eine sehr schöne Überraschung. Kleine Foam-Bugs werden langsam echt meine Lieblingsköder. Super sichtbar, gehen auch bei zu viel Fett nicht kaputt und schwimmen gut. Den kleinen Weißfischen scheinen sie auch zu schmecken. Günstig sind die auch noch. :) Abrisse hatte ich aber bisher noch keine (was auch ein wenig Glück ist, zwei Bäume haben mir meine Fliege wiedergegeben), dafür immernoch gelegentlich Knoten nach dem Werfen. Wird aber stetig besser.
     
  11. Lajos1

    Lajos1 Well-Known Member

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    Hallo,

    sieht wirklich etwas problematisch aus. Was sind das für Pflanzen, kenne die so nicht bzw. kann sie nicht identifizieren.

    Petri Heil

    Lajos
     
  12. Colophonius

    Colophonius Angler

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    Das sind größtenteils Disteln, dazwischen gelegentlich Brennesseln und am Wasserrand ist alles voller Minze.

    Ich habe gestern versucht, mit Streamer zu angeln. Das ist leider ziemlich in die Hose gegangen, jedenfalls beim Goldkopfstreamer war das Werfen alles andere als souverän. Riesige Schlaufen, kaum Kontrolle in der Luft, Leine schoss überhaupt nicht. Da ist viel Üben auf der Wiese mit Fehlersuche angesagt. Eigentlich sollte meine 6er-Kombo ja für sowas ziemlich gut sein. Mit nem unbeschwerten Streamer ging es etwas besser, aber weit entfernt von Trockenfliege und auch Nymphe. Wobei ich feststellen muss, dass kleine Fliegen am besten gehen.
     
  13. Lajos1

    Lajos1 Well-Known Member

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    Hallo,

    Hat der Streamer eher Forellen- oder Hechtgröße, ist er recht buschig gebaut (könnte trotz des Goldkopfes eine starke Bremswirkung haben). Normalerweise hat man mit einem Streamer für Forellen etc. an einer 6er Rute keine Probleme. Oder ist vielleicht der Goldkopf zu schwer, könnte auch zu einem schlecht kontrollierbaren Wurf führen (schlägt nach).

    Petri Heil

    Lajos
     
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  14. Colophonius

    Colophonius Angler

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    Also der Streamer hat in meinen Augen Barschgröße, dafür habe ich den gekauft. Etwas kürzer als mein kleiner Finger. Mit Goldkopf ging überhaupt nicht, unbeschwert war etwas besser, aber alles andere als gut. Bis ich damit wieder ans Wasser gehe, werde ich wirklich noch gezielte Übungen einstreuen müssen.
     
  15. Lajos1

    Lajos1 Well-Known Member

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    Hallo,

    die Größe müsste mit einer 6er Rute schon gehen. Selbst wenn die 6er Angabe nicht stimmt (bei mehr als der Hälfte aller Fliegenruten stimmt die Angabe nicht, da es hierfür keine Norm gibt, was auf der Rute steht ist nur eine Empfehlung für die Schnurstärke, ich habe schon viele Ruten nachgemessen, wenn die Angabe nur um eine Klasse abweicht, kann man schon zufrieden sein:rolleyes:) und es eine "echte" 5er wäre, müsste dies auch möglich sein. Aber Ferndiagnosen sind hier schwierig.

    Petri Heil

    Lajos
     
  16. Colophonius

    Colophonius Angler

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    Ich glaube, ich könnte ein Problem erkannt haben: mein Werfen ist tatsächlich etwas zu sachte für die größeren Köder. Ich habe heute ein wenig mit einem großen Garn-Bissanzeiger und Nymphe versucht auf Weißfisch zu gehen (gab im Dauerregen immerhin ein Rotauge und einen Barsch) und hatte damit anfangs auch viele Probleme, da der große Bissanzeiger wie ein Fallschirm meine Schnur gebremst hat. Ich habe etwas rumprobiert und bei schnellerem Vor- und Rückschwung ging das dann am Ende doch ganz gut. Ohne Bissanzeiger musste ich dann aber schon aufpassen, das Timing genau zu haben, da ich am Ende noch etwas ohne Fliege rumgewedelt habe und dann auch den ein oder anderen Peitschenknall erzeugt habe.

    Etwas ärgert mich, dass meine Würfe immernoch sehr inkonsistent sind. Ich merke das meistens direkt am Zug in der Schnur. Manchmal will sie einfach nur so durch die Ringe schießen, manchmal fliegt da ein riesiger Bogen ohne jeden Schwung durch die Luft. Wirklich eine Methode, den Wurf dann zu retten, habe ich noch nicht gefunden.
     
  17. Lajos1

    Lajos1 Well-Known Member

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    Hallo,

    ich nehme an, dass das Timing beim Rück- und Vorschwung mitunter nicht stimmt. Wenns mal passt und mal nicht ist dies meist der Grund. Also ruhig mal öfters über die Schulter nach hinten schauen, wie sich die Schnur streckt und dann den Vorschwung ansetzen. Wenns knallt, wurde der Vorschwung zu früh und zu heftig angesetzt. Im Endbogen der Schlaufe wird dann die Schallgeschwindigkeit überschritten. Wenns keine reinen Trainingswürfe sind nach einem Knall immer das Vorfach kontrollieren, könnte bechädigt sein.

    Petrri Heil

    Lajos
     
  18. Mr. Sprock

    Mr. Sprock Ich mag Binden und Affen

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    @Colophonius:

    Ich finde es einfach gut wie du vorgehst und das durchziehst!
    Heutzutage und das eigentlich auch schon länger, gibt es viele, die einfach nur dabei sein oder das auch mal machen wollen und alles schnell, möglichst sofort, funktionieren muss. Beim FF klappt das aber nicht. Na ja, bei anderen Angel- und Wurftechniken wohl auch nicht.
    Diese Leute siehst du dann meist mit der Goldkopfnymphe, dem Blinker für Fliegenfischer*, quer stromab blinkern.
    Die verpassen so gut wie alles was Fliegenfischen, Fliegenwerfen und das Drumherum ausmacht.
    So wie du sollte m. M. jeder den Einstieg vollziehen.

    *Ja, ich weiß was die GK eigentlich imitieren soll.
     
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  19. Colophonius

    Colophonius Angler

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    Danke für das Lob!

    Ich habe mich gestern das erste Mal an einen See mit regem Publikumsverkehr getraut. Das war dann doch echt noch mal eine andere Nummer. Zwar war der Boden deutlich angenehmer (weniger Minze, gar keine Disteln), dafür gab es neue Probleme: Bäume und vor allem Passanten. Teilweise musste ich beim Rückwurf über den Weg werfen, da hieß es wirklich taktisch vorgehen und im richtigen Moment schnell werfen - was dann leider auch den ein oder anderen Wurffehler produzierte. Hektik ist nicht gut beim Werfen. Es ist aber auch eine gute Übung dafür, wenn ich mal einen wirklich schönen Fisch anwerfen will. Da wird die Nervosität sicher auch steigen. Allerdings konnte ich so dann auch mal den Steeple-Cast und den Bow and Arrow-Cast üben. Der Roll-Cast ist leider bei mir leider noch eine Garantie dafür, die Trockenfliege zur Nassfliege zu machen.

    Interessant waren aber auch die Reaktionen der Spaziergänger. Bei Kindern sorgte vor allem der Wurfstil für Begeisterung ("Wow! Ein Angler!" und mein Favorit gestern: "Hallo Herr Angler, angelst du?"), bei Erwachsenen für Ratlosigkeit ("Ich glaube, der macht das, damit die Fische da anbeißen!") und bei einem anderen Angler für absolute Faszination und viele Fragen. Am Ende wollte er sich vielleicht auch eine Fliegenausrüstung zulegen. :D Einen Fisch gabs am Ende auch. Die meisten Ringe, die ich gesehen habe, stammten bei näherer Betrachtung von Blasen vom Grund, Fische in Oberflächennähe gab es sehr wenige. Einen Schwarm Rotaugen konnte ich aber ausmachen und anwerfen. Gab direkt den Biss (leider nicht gesehen, da die Fliege sehr ungünstig in einer Reflexion gelandet ist), aber der Fisch hing dennoch. Vielleicht sollte ich demnächst wirklich einfach um den See spazieren und die Fische suchen statt schöne Stellen auf Verdacht anzuwerfen.


    Eine Frage habe ich allerdings auch:

    GIbt es irgendwelche Tricks, kleine Fliegen auf große Distanz "zu verfolgen"? Ich habe -trotz eigentlich guter Augen - oft Probleme, wenn ich einen schönen weiten Wurf mache (15m +) und die Fliege etwas liegen lassen will.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. September 2019
  20. Michael.S

    Michael.S ”Und eines Tages kommt hoffent

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    Macht schon Laune das Fliegenfischen , ich habe es mir selber beigebracht in dem ich alles was mit Fliegenfischen zu tun hat besorgt hatte , das waren auch unzähige VHS Kasetten , Internet gab es noch nicht , leider fehlen hier die typischen Fischarten fürs Fliegenfischen aber Barsche gehen auch prima mit der Fliegenrute , dafür nehme ich kleine Nympfen und Barsche gibt es ja überall
     

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