Seltene Arten kehren zurück.
Auch Barben kommen in der Lippe vor (Bild @pixabay)
Ein regelmäßiges Fisch-Monitoring der Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz (ABU) liefert überraschende Ergebnisse aus der Lippe. Neben seltenen Quappen werden inzwischen auch wieder Bitterlinge, Forellen, Äschen und Groppen nachgewiesen. Seit 1993 untersucht die ABU regelmäßig die Fischbestände der Lippe. Dafür befährt ein dreiköpfiges Team festgelegte Flussabschnitte mit dem Boot und setzt Elektrofischerei ein. Die dabei kurzzeitig betäubten Fische werden vermessen, gewogen und bestimmt. Anschließend kommen sie unbeschadet zurück in den Fluss. Untersucht werden insgesamt 20 festgelegte, jeweils 150 Meter lange Strecken.
Die Monitoring-Daten zeigen allerdings auch problematische Entwicklungen. Der ursprünglich aus Ostasien stammende Blaubandbärbling wurde in der Lippe zunächst nur vereinzelt festgestellt. Inzwischen ist er laut ABU in vielen Bereichen die häufigste Fischart. Die Art kann möglicherweise zudem Krankheiten auf andere Fische übertragen.
Quelle: www.die-glocke.de
Auch Barben kommen in der Lippe vor (Bild @pixabay)
Ein regelmäßiges Fisch-Monitoring der Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz (ABU) liefert überraschende Ergebnisse aus der Lippe. Neben seltenen Quappen werden inzwischen auch wieder Bitterlinge, Forellen, Äschen und Groppen nachgewiesen. Seit 1993 untersucht die ABU regelmäßig die Fischbestände der Lippe. Dafür befährt ein dreiköpfiges Team festgelegte Flussabschnitte mit dem Boot und setzt Elektrofischerei ein. Die dabei kurzzeitig betäubten Fische werden vermessen, gewogen und bestimmt. Anschließend kommen sie unbeschadet zurück in den Fluss. Untersucht werden insgesamt 20 festgelegte, jeweils 150 Meter lange Strecken.
Quappe wieder häufiger
Besonders erfreulich ist für die Naturschützer der inzwischen gute Bestand der seltenen und bedrohten Quappe. Die Dorschart benötigt kühle Gewässer und findet in der Lippe offenbar geeignete Bedingungen. Tiere aus dem Bestand werden laut ABU auch für Zucht- und Wiederansiedlungsprojekte genutzt. Auch Forellen, Äschen und Groppen werden inzwischen wieder regelmäßig gefangen.Bitterlinge zurück in der Lippe
Eine weitere Überraschung sind Bitterlinge. Die kleinen Fische waren nach Angaben der ABU lange Zeit aus den Flüssen im Kreis Soest verschwunden und werden nun wieder regelmäßig nachgewiesen. Für ihre Fortpflanzung sind Bitterlinge auf Muscheln angewiesen. Die Rückkehr der Art ist daher auch ein Hinweis auf Veränderungen im gesamten Ökosystem des Flusses.Die Monitoring-Daten zeigen allerdings auch problematische Entwicklungen. Der ursprünglich aus Ostasien stammende Blaubandbärbling wurde in der Lippe zunächst nur vereinzelt festgestellt. Inzwischen ist er laut ABU in vielen Bereichen die häufigste Fischart. Die Art kann möglicherweise zudem Krankheiten auf andere Fische übertragen.
Renaturierung zeigt Wirkung
Insgesamt sieht die ABU deutliche positive Auswirkungen der Renaturierung auf die Fischbestände. Auch seltene Arten wie Nase und Steinbeißer werden regelmäßig festgestellt. Besonders der geschützte Steinbeißer kann örtlich in großer Zahl vorkommen. Das jährliche Monitoring liefert damit wichtige Langzeitdaten darüber, wie sich die Fischgemeinschaft der Lippe unter dem Einfluss von Renaturierung und Klimawandel verändert.Quelle: www.die-glocke.de