Fische durch Klimawandel stärker bedroht als gedacht

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Die Beeinflussung des Klimawandels auf die Wassertemperatur und somit auch auf die Fische wurde laut einer neuen Studie bislang unterschätzt. In zwei Stadien sind die Tiere besonders gefährdet.


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Viele Fische sind sensibler gegenüber der Klimaerwärmun, als bislang vermutet


Einer Studie des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) in Bremerhaven zufolge bedroht die Erwärmung der Meere die Fische wesentlich stärker als bislang bekannt. Forscher fanden durch Analysen von insgesamt fast 700 Fischarten heraus, dass Embryonen und laichbereite ausgewachsene Fische besonders sensibel sind. Weil ein Großteil der existierenden Studien zur Wärmetoleranz bislang nur Fischlarven oder ausgewachsene Fische untersuchten, sei die Sensibilität der Tiere möglicherweise unterschätzt worden.

Zu warmes Wasser schädigt die Fische
Je wärmer die Temperatur des Wassers ist, umso stärker fallen die Folgen für die Fische aus. Außerdem wird die Bildung von Geschlechtshormonen beeinflusst. Fische, die nicht in der Paarungszeit sind, können in bis zu 10 Grad Celsius wärmerem Wasser überleben. Laichbereite Fische und Fischeier jedoch haben einen hohen Sauerstoffbedarf und sind empfindlicher.
Die Wissenschaftler kalkulierten die Folgen der Erderwärmung und kamen zu dem Ergebnis, dass bei einer durchschnittlichen Erwärmung ab fünf Grad Celsius bis zu 60 Prozent der untersuchten Fischarten gefährdet wären.


Quelle: https://web.de/magazine/wissen/natur-umwelt/klimawandel-bedroht-fische-wesentlich-staerker-34855762
 

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