Fischereischein abschaffen!

Dieses Thema im Forum "Fischerprüfung" wurde erstellt von blinkerkatze, 13. März 2005.

  1. fishhawk

    fishhawk Well-Known Member

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    hallo,

    Fischerprüfung oder Sachkundenachweis gibt es auch in anderen Ländern, werden z.T. sogar in D (zumindest Bayern) anerkannt. Aber ich vermute mal, die ganzen rechtlichen Verflechtungen dürften in D wohl am kompliziertesten sein.

    Da wären m.E. eher die Gewässerbewirtschafter gefordert.

    Ich hab in der analogen Zeit einige Jahre am unterfränkischen Main gefischt. Dort hatten die Ausgabestellen eine "schwarze Liste" von Personen, die keine Erlaubnisscheine mehr bekamen.

    Wäre heutzutage in Zeiten von DSGVO ggf. nicht mehr so einfach.

    Grundsätzlich halte ich es schon für sinnvoll, wenn Angler ne gewisse Grundausbildung erfahren, bevor man sie auf die Fische loslässt.
     
  2. el.Lucio

    el.Lucio Kreuzkümmel

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    Da scheint sich ja doch was in den letzten 25 Jahren geändert zu haben. Finde ich ja grundsätzlich schonmal positiv.

    Btw. Ich hab gestern noch 3 Kiddies ca.10-12 Jahre am Teich beobachtet, die das alles schon besser drauf hatten als mancher Erwachsene. Scheint also auch ohne Prüfung und Lehrgang zu gehen.
     
  3. Taxidermist

    Taxidermist Well-Known Member

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    Die anderen Länder sind ja meines Wissen nach nur Österreich und die Schweiz, beide kamen nachahmend dem deutschen Beispiel erst zur Prüfungspflicht!
    Wie schafft es denn 99% der Welt ohne Angelprüfung klar zu kommen?
    Sind das jetzt schlechtere Angler als wir?
    Oder sind die etwa überfordert, wenn es darum geht einen Fisch in Jenseits zu befördern?

    Hier in der Region tauschen sich die Vereine auch aus, ob mit oder ohne DSGVO und das ist auch gut so!
    Wir hatten z.B. einen Kandidaten hier bei uns im Verein, der durch übles Verhalten auffiel und dieses auch nicht nach einer Verwarnung änderte, der hat keine Chance mehr irgendwo in der Gegend aufgenommen zu werden.
    Man sieht ihn heute nur noch am Rhein, wo halt jeder eine Karte bekommt, entsprechend sieht es dort ja auch bekanntlicher weise aus.(siehe Andals "geprüfte" Vandalen!)

    Jürgen
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. September 2019
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  4. Lajos1

    Lajos1 Well-Known Member

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    Hallo,

    da muss ich etwas Wasser in den Wein schütten. Vorgeschrieben ist das nicht direkt, aber bei uns, im Verein, ist man der Meinung, dass dies zu einem guten Lehrgang eben dazugehört. Da müssen natürlich auch die Voraussetzungen stimmen; wie Hälterungsbecken etc. das haben wir alles vor Ort bei unserem Vereinsheimsmile01.

    Petri Heil

    Lajos
     
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  5. fishhawk

    fishhawk Well-Known Member

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    Hallo,

    Also in Bayern werden m.W. auch die Fischerprüfungen aus Polen und Bulgarien ohne weiteres anerkannt. Die der US-Streitkräfte auch. Bei Prüfungen aus anderen Ländern muss der Antragsteller nachweisen, dass die Prüfung in etwa den bayerischen Ansprüchen genügt.

    Sicher nicht, aber ggf. eben nicht nach geltendem deutschen Recht.

    Es gibt z.B. Angler mit Fischereischein aber wahrscheinlich ohne Prüfung, die ihre Fänge lebend in Eimer oder Plastiktüten (ohne Wasser) schmeißen und sie dort verrecken lassen. Und sich auch gänzlich uneinsichtig zeigen, wenn sie erwischt werden.

    Wenn die ne Prüfung abgelegt hätten, gäbe es für die zumindest keine Ausreden mehr.

    Die Mainstrecke ist in privater Hand. Ob die immer noch ne schwarze Liste führen, weiß ich nicht. Aber wenn, dann könnte das ggf. doch Ärger geben, wenn sich einer hinhängt.

    Bei uns wird im Lehrgang mittlerweile auch "live" geschlachtet, früher wurde nur mit Modellen geübt.

    Pflicht ist das aber nicht.

    Und da die Prüfung online ist, natürlich auch nicht Bestandteil.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. September 2019
  6. Andal

    Andal Teilzeitketzer

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    Als meine damalige Schnegge (LAG, Zimmerlinde, oder wie auch immer) 1999 beschloss den Schein zu machen, wußte sie genau nur so viel, dass Fische wohl im Wasser zu finden wären. Da der bayerische Vorbereitungslehrgang doch recht umfangreich ausfällt, wurde sie eigentlich schon so weit "gebildet", dass sie mit Ablegen der Prüfung einigermassen wusste, was man machen kann und was man nicht tut. Seinerzeit war die Fischerprüfung aber auch eine langwierige Sache von Anfang Oktober bis zum eigenen Schein Ende März. Man soll halt auch nicht alle Anforderungen aller Bundesländer wild durcheinander werfen.
     
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  7. Brandungsbrecher

    Brandungsbrecher Active Member

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    Zumindest für Schleswig-Holstein werden viele Fragen hier beantwortet: https://www.schleswig-holstein.de/D...rlauberFSchein.pdf?__blob=publicationFile&v=5

    Ich habe letzten Herbst erst meinen Fischereischein in Hamburg gemacht. Der Lehrgang bestand auch nur aus Theorie, Praxis wurde nicht vermittelt.
    Im August davor war ich allerdings dank Urlauberfischereischein 2 Mal in SH mit einem Freund gewesen, der schon seit 20 Jahren Angler ist. Und bereits vor der Tour habe ich mir nicht nur das Merkblatt zig mal durchgelesen, sondern auch über Youtube viele Stunden Material angesehen, wie man welchen Fisch behandelt (betäuben/abhaken/schlachten usw.). Die Versorgung der ersten Fische habe ich aber dennoch meinem Freund überlassen und ihm ganz genau auf die Finger geschaut ;)
     
  8. oberfranke

    oberfranke Active Member

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    Wie mein Name schon aussagt bin ich aus Oberfranken- Bayern ist ja ein Teil davon und habe den bayerischen Fischereischein.

    Der Fischereischein bzw die die Prüfung ist viel zu einfach, viel zu oberflächlich, viel zu billig.
     
  9. Kochtopf

    Kochtopf Chub Niggurath

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    Zu billig finde ich relativ - es ist mE falsch, wirtschaftlich schwache auszuschließen durch fantasiegebühren aber dass das Niveau höher sein könnte - auf jeden Fall. Auch ein höherer Praxisbezug (und damit meine ich nicht Rute montieren sondern sowas wie abhaken, zurücksetzen, abschlagen) wäre gut
     
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  10. oberfranke

    oberfranke Active Member

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    @Kochtopf
    Die Aussage zu billig ist etwas zu pauschal, da ich damit nicht in erster Linie die Verwaltungsgebühren meine. Wir müssen den Wasserkopf der Verwaltung nicht noch mehr füttern.
    Durch höhere Preise lässt sich auch die Qualität der Lehrgänge erhöhen. Sei es Gewässerkunde, Biologie, Naturschutz, Rechtskunde, Lebewesen im, auf und am Wasser, erkennen von Fischkrankheiten, erkennen von Gewässerveränderungen bzw Verschmutzungen, "waidgerechtes" Verhalten, Umgang mit dem Fisch, (abhaken, zurücksetzen, abschlagen, verarbeiten, verwerten- gerne mit filetieren, räuchern, grillen, braten usw.) und natürlich auch Angelpraxis.

    Wir Angler haben in Zeiten von PETA und anderen selbsternannten Natur- und Tierschützern eh keinen leichten Stand. Gegen Dummheit und Schlagzeilenwissen hilft fundiertes Wissen am besten. So nebenbei verringert sich auch der Anteil der "Vollpfosten" unter den Anglern.
     
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  11. dkong

    dkong Guest

    Danke man tut was man kann .

    @Jürgen57 Kein schlechter Ansatz das mit der Praxisprüfung .

    Hab hierher gefunden nachdem ich Fischereischein abschaffen gegooglt hab und davor puls reportage übers Angeln mit zu viel Hip Hob gesehn hab .
    Aber das nur am Rande .
     
  12. Minimax

    Minimax Well-Known Member

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    Tja, ist ja nicht grad viel und dann auch noch das Falsche. Aber jeder nach seinen Möglichkeiten.
     
  13. dkong

    dkong Guest

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