Fischerprüfung NRW

rhinefisher

Wellknown Member
Na denn mal ausm Nähkästchen geplaudert
Wir wollen uns auch schlapplachen

Na ja, von mir aus..:rolleyes:
Vor zwei Jahren, ich sitze mit zwei Anfängern an der Hafenausfahrt, als der gute Mann auf uns zugetorkelt kommt.
Irgenwie ein komischer Gang, denke ich so, da fällt er auch schon in den Rhein... .
Dann kontrolliert er triefend unsere Scheine. Ich hatte meine Jahreskarte aber wohl, wie ich dann mit Schrecken feststellen musste, verloren...:whistling
Soweit eigentlich kein Ding, weil ich ohnehin mit den Anfängern beschäftigt war und deshalb garnicht unbedingt Zeit zum Angeln hatte.
Als der Herr dann aber sagte "Kein Problem, solange Du (ich mag es nicht wirklich wenn man mich unaufgefordert duzt..) die Pfoten vom Angelzeug lässt", konnte ich den bloß noch mit großen Augen und offenem Mund anstarren.
Irgendwie kenne ich das nicht, dass mich Leute wie nen kleinen Jungen behandeln...:laugh
Natürlich habe ich das dumme Geschwätz einfach ignoriert und angefangen das Gerät für meine Anfänger zusammenzubauen.
Was dann zur Folge hatte, dass der Narr wie ein Kastenteufel auf mich zusprang und rumbrüllte.
Eigentlich bin ich ein echt netter Kerl, aber ich kann auch ganz anders.
Nachdem ich dann explizit und dezidiert meine Meinung kundgetan hatte, zog er schimpfend ab und beschwerte sich bei jedem der vier oder fünf anderen Angler die da so rumstanden.
Kommt jetzt nicht so witzig rüber wie es tatsächlich war, aber wirklich jeder war für den Rest des Nachmittags am grinsen.

Letztes Jahr, wieder waren der Captain_H00k und Missusrhinefisher dabei, kam er dann total jovial angedackelt, legte mir die Hand auf die Schulter (etwas, das ich noch weniger mag als geduzt zu werden..:x3) und erzähte ne halbe Stunde von seinen Heldentaten.
Wirklich ein ganz komischer Kauz, der deshalb auch einen entsprechenden Ruf genießt.. .
 

Lemmy 2016

Well-Known Member
zandertex behauptet ja, nie kontrolliert worden zu sein. seit ich aber den fischreischein hab und wir zusammen angeln gehen, wurden wir schon zweimal kontrolliert. beidemale waren es... eher windige persönlichkeiten.. die uns, nachdem sie feststellten, dass wir tatsächlich beide .. sogar ich! einen gültigen fischereischein besitzen , inklusive dem rhein- schein, bzw der vereinsmitgliedschaft.. plötzlich zurückruderten und uns ne kassette ins ohr drückten.
von wegen irgendwo wären tagescheine geklaut worden. und sie täten jetzt nur kontrollieren, ob denn alles rechtens wäre. und überhaupt, wo sie denn schon welchen fisch gefangen hätten..... und wie man denn welchen fisch wo fangen könnte...
wir haben uns das sehr höflich angehört. und dachten:
boah! junge!
lass uns einfach angeln und halt die f.....
 

Lemmy 2016

Well-Known Member
ich glaube, dass viele sehr gerne kontrolleur wären.
sollte mich nochmal wer kontrollieren wollen, werde ich auf jeden fall als erstes verlangen, dass er/ sie sich offiziell ausweisen können. vorher werde ich weder meinen fischereischein, noch meinen rheinschein zeigen.

und: eine gönnerhafte hand auf der schulter ist etwas, was ich zeit meines lebens gehasst habe! komplett distanzlos, der gute. :mad:
 

Rob Robberson

New Member
Kurze Fragen zu den Prüfungen:
Ich würde meine Prüfung gerne in meiner Heimatstadt Bottrop machen, aber da stehen zur Zeit keine Termine fest.
Kann ich auch auf andere Städte ausweichen?
Wenn man eine versaut hat, kann man dann einfach einen neuen Versuch in einer anderen Stadt starten?
 
Zuletzt bearbeitet:

hanzz

Master of "steht noch nicht fest"
Kurze Fragen zu den Prüfungen:
Ich würde meine Prüfung gerne in meiner Heimatstadt Bottrop machen, aber da stehen zur Zeit keine Termine fest.
Kann ich auch auf andere Städte ausweichen?
Wenn man eine versaut hat, kann man dann einfach einen neuen Versuch in einer anderen Stadt starten?
Du brauchst in der Regel von der u. Fischereibehörde deiner Stadt eine Ausnahmegenehmigung, um in einer anderen Stadt die Prüfung ablegen zu dürfen.
Gibt aber nicht jede Stadt aus.
Die Tussi in Dortmund hat sich damals quer gestellt und wollte die unbegründet meiner Freundin einfach nicht ausstellen. Wollte sich wohl die Prufungsgebühr nicht entgehen lassen.
Selbst nach Beschwerde bei der oberen Fischereibehörde keine Ausnahme.
Wenn du die Prüfung verkackst, kriegst du eigentlich sofort an dem Tag einen Nachholtermin, aber da kann man ja ausreichend vorbeugen und ordentlich lernen.
 

Rob Robberson

New Member
hanzz: hab mal nachgeschaut. In Bottrop muss man, um die Prüfung in einer anderen Stadt zu machen, einen Antrag stellen im Bürgerbüro.
Keine Ahnung ob die den immer ausstellen wenn man den Antrag gestellt hat.
Der Plan ist auf jeden Fall sofort zu bestehen. Aber man weiß ja nie..
 

hanzz

Master of "steht noch nicht fest"
Könnt mir schon vorstellen, dass die Genehmigung unter den momentanen Umständen erteilt wird. Aber bei unser deutschen Bürokratie weiß man ja nie.
Wenn du nicht extreme Prüfungsangst hast wird das schon.
Was man so hört sind die online Kurse ganz ok.
 

Lemmy 2016

Well-Known Member
Könnt mir schon vorstellen, dass die Genehmigung unter den momentanen Umständen erteilt wird. Aber bei unser deutschen Bürokratie weiß man ja nie.
Wenn du nicht extreme Prüfungsangst hast wird das schon.
Was man so hört sind die online Kurse ganz ok.
auf jeden fall sollte man das ganze nicht auf die leichte schulter nehmen. ich finde es voll ok, dass man ein wenig energie aufwenden muss. wir tun der natur schon genug an.
es ist gut, wenn verantwortungsbewußte menschen am wasser stehen.
 

hanzz

Master of "steht noch nicht fest"
auf jeden fall sollte man das ganze nicht auf die leichte schulter nehmen.
Richtig. Das wollte ich damit ja sagen.
Wenn man es ernst nimmt und sich auf den Hosenboden setzt um ausreichend zu lernen, geht da fast nix schief.
Es ist "nur" auswendig lernen.
 

Minimax

Well-Known Member
ich glaube, dass viele sehr gerne kontrolleur wären.
sollte mich nochmal wer kontrollieren wollen, werde ich auf jeden fall als erstes verlangen, dass er/ sie sich offiziell ausweisen können. vorher werde ich weder meinen fischereischein, noch meinen rheinschein zeigen.

und: eine gönnerhafte hand auf der schulter ist etwas, was ich zeit meines lebens gehasst habe! komplett distanzlos, der gute. :mad:

Die wenigen (leider wenigen, wenn man manchmal sieht was an Gewässern so abgeht) Male, bei denen ich kontrolliert wurde, haben sich die Kontrolleure sehr korrekt verhalten, und haben immer und als erstes ihren Kontrolleursausweisodawiedasheisst vorgezeigt. Wenn ich die verschiedenen Geschichten lese, wie es auch anders laufen kann, bin ich immer froh, das mir noch nie so ein Gernegross Möchtegern Napoleon begegnet ist.

Was den Fischereischein mit Prüfung an sich anbelangt bin ich zwiegespalten. Einerseits gibt es gute Argumente, die die Antiquiertheit und die teilweise Absurdität der ganzen Praxis aufzeigen. Es fehlt auch nicht der Hinweis auf andere Staaten mit prüfungslosen Modellen.
ANdererseits finde ich die Pflicht, einen Sachkundenachweis für eine Tätigkeit, die immerhin aktiv in die Natur eingreift und bei der es um die Behandlung lebender (und später leckerer) Tiere geht, doch richtig, übrigens können wir als Angler immerhin behaupten, das wir im Gegensatz zu Pilzsammlern, Kanufahrern und anderen Naturgeniessern wenigstens rudimentäre Kenntnisse durch die Prüfung besitzen. FInde ich nicht schlecht.
Und ich finde, gerade die Bereiche der Prüfung, von denen immer wieder gesagt wird, das man sie zum ANgeln nicht braucht, also ökologische Zusammenhänge,
Biologie der Tiere, Pflanzen und Gewässer sind das eigentlich wichtige.
Welche Rute und welche Schnur ich brauche, sind glaube ich da nicht so wichtig. ABer zu erkennen, mit welchem Gewässer man es zu tun hat, welcher FIsch welcher ist und in welcher Phase seines jahreszyklus er gerade ist, das ist ein schönes Wissen, das das Verständnis für die Natur schärft, und das Erleben am Wasser bereichert, und hilft sich als Teil davon zu verstehen und zu handeln.
Ich glaube ein von bürokratischem Ballast befreiter, zeitgemässer Angelscheinerwerb durch Prüfung ist richtig.

Kurz und gut:
es ist gut, wenn verantwortungsbewußte menschen am wasser stehen.
 

doebelfaenger

Active Member
Die wenigen (leider wenigen, wenn man manchmal sieht was an Gewässern so abgeht) Male, bei denen ich kontrolliert wurde, haben sich die Kontrolleure sehr korrekt verhalten, und haben immer und als erstes ihren Kontrolleursausweisodawiedasheisst vorgezeigt. Wenn ich die verschiedenen Geschichten lese, wie es auch anders laufen kann, bin ich immer froh, das mir noch nie so ein Gernegross Möchtegern Napoleon begegnet ist.

Was den Fischereischein mit Prüfung an sich anbelangt bin ich zwiegespalten. Einerseits gibt es gute Argumente, die die Antiquiertheit und die teilweise Absurdität der ganzen Praxis aufzeigen. Es fehlt auch nicht der Hinweis auf andere Staaten mit prüfungslosen Modellen.
ANdererseits finde ich die Pflicht, einen Sachkundenachweis für eine Tätigkeit, die immerhin aktiv in die Natur eingreift und bei der es um die Behandlung lebender (und später leckerer) Tiere geht, doch richtig, übrigens können wir als Angler immerhin behaupten, das wir im Gegensatz zu Pilzsammlern, Kanufahrern und anderen Naturgeniessern wenigstens rudimentäre Kenntnisse durch die Prüfung besitzen. FInde ich nicht schlecht.
Und ich finde, gerade die Bereiche der Prüfung, von denen immer wieder gesagt wird, das man sie zum ANgeln nicht braucht, also ökologische Zusammenhänge,
Biologie der Tiere, Pflanzen und Gewässer sind das eigentlich wichtige.
Welche Rute und welche Schnur ich brauche, sind glaube ich da nicht so wichtig. ABer zu erkennen, mit welchem Gewässer man es zu tun hat, welcher FIsch welcher ist und in welcher Phase seines jahreszyklus er gerade ist, das ist ein schönes Wissen, das das Verständnis für die Natur schärft, und das Erleben am Wasser bereichert, und hilft sich als Teil davon zu verstehen und zu handeln.
Ich glaube ein von bürokratischem Ballast befreiter, zeitgemässer Angelscheinerwerb durch Prüfung ist richtig.

Kurz und gut:

Leider alles falsch. Kein Mensch interessiert sich mehr für die Vorgänge am Wasser, weil er in einem Kurs oder einer Prüfung gelernt hat, wie viele Eier ein Hechtweibchen legt oder wenn er den Unterschied zwischen Rohrkolben und Schilf kennt. Entweder er interessiert sich dafür oder halt nicht. Auch verantwortliches Verhalten am Wasser hat wenig mit Kurs oder Prüfung zu tun. Wer das glaubt, der hat noch nie einen Vergleich von deutschen Anglern mit Anglern aus zum Beispiel Skandinavien oder Großbritannien gehabt - dort gibt es natürlich keine Prüfung.

Das Schlimmste an dem Ganzen ist aber der Fakt, dass wir uns den Nachwuchs durch diese Bürokratie selbst kaputtmachen. Wenn ich in den meisten Bundesländern erst ab 14 Jahren mit abgelegter Prüfung alleine angeln gehen kann - dann habe ich mir wahrscheinlich schon längst andere Hobbys gesucht. Wie viele Leute wären heute keine Angler, wenn sie nicht mit acht, neun oder zehn Jahren mit ihrem gleichaltrigen Kumpel losgezogen wären und schön schwarzgeangelt hätten?

Hab gerade nochmal ein wenig die Regelungen der einzelnen Bundesländer überflogen. In Rheinland-Pfalz ist das unbegleitete Angeln erst ab 16 Jahren möglich - Wahnsinn! Stell dir vor, Du bist 15, hast gerade Sex mit deiner Freundin gehabt, musst dann aber Papa anrufen, weil Du Karpfenangeln gehen willst...

Viele Grüße,
-df
 

Dawosch

New Member
Keine Ahnung ob es irgendwem hilft, aber als ich meine Prüfung letztes Jahr gemacht habe habe ich mir zum lernen der Fragen ne kleine Webapp gebaut. Die ist hier zu finden: https://ingressodev.github.io/fishexam/#/

Hauptsächlich können damit die Fragen gelernt werden. Es gibt auch einen Bereich für die Fische, da die originalen Fischbilder jedoch nicht verwendet werden dürfen sind diese nicht 1:1 wie in der Prüfung.

Bei Bedarf kann ich auch gerne noch Erweiterungen einbauen.
 
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