Fischfang an der Ahr: Tradition fast verschwunden

Anglerboard Redaktion

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Die Flutkatastrophe von 2021 hat nicht nur die Ahr, sondern auch eine jahrhundertealte Fischfangtradition im Ahrtal nachhaltig verändert.

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Mit der veränderten Ahr nach der Flut von 2021 droht auch ein Stück jahrhundertealter Fischfangtradition im Tal verloren zu gehen (Beispielbild @pixabay)

Ahrtal. Der Fischfang an der Ahr war über Jahrhunderte weit mehr als ein Hobby. Für viele Familien im Tal sicherte er einst das Überleben. Historische Quellen belegen, dass Fischerei- und Wasserrechte schon früh streng geregelt waren und immer wieder zu Konflikten führten.
Besonders begehrt waren im 19. Jahrhundert die sogenannten „Rümpchen“ – kleine Fische, die bis nach Bonn und Köln verkauft wurden. Zeitweise brachte ein Pfund dieser Delikatesse mehr Geld ein als ein Tagelohn. Gefangen wurden sie mit Senknetzen, später auch mit Schleppnetzen. Der Fischfang blieb an der Mittelahr noch bis in die 1970er-Jahre Teil des Alltags und gemeinschaftlicher Dorftraditionen.
Mit der Flutkatastrophe 2021 veränderte sich die Ahr jedoch erneut grundlegend. Uferbereiche verschwanden, das Wasser erwärmt sich schneller und wichtige Lebensräume für Arten wie Bachforelle, Äsche oder Elritze gingen verloren. Viele empfindliche Fischarten dürften sich inzwischen in kühlere Oberläufe zurückziehen. Heute erinnern nur noch wenige Angler an eine Tradition, die das Leben im Ahrtal über Generationen geprägt hat.



Quelle: https://www.blick-aktuell.de/Berich...hr-eine-fast-vergessene-Tradition-664467.html
 
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