Fischsterben im Hellbach

Salziges Silber

Salzwassersüchtig
und immer wieder passieren solche einleitungen durch volle, überlaufende tanks.
auf den feldern darf nur zu bestimmten zeiten das zeug verbracht werden und das ist auch gut so. aber wohin mit der masse an gülle
im grunde genommen sind wir alle an der misere schuld, es wird produziert auf "teufel komm raus".volle regale mit billigfleisch und alles zu jeder zeit kaufbar
 
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Testudo

Schützer und Nutzer
Ja , wirklich schlimm.dieses Jahr kommt es richtig dicke. Durch die Dürre liegen einige Laichgewässer trocken, und dazu noch so ein Unfall.

Dafür müsste es empfindliche Strafen geben, für die verantwortlichen Unternehmen.

@Salziger : ich könnte mich jedesmal aufregen, wenn ich darüber nachdenke, was an Lebensmitteln zu viel produziert wird.

Wir könnten wahrscheinlich nachhaltig wirtschaften, wenn nicht so eine hohe Quote für die Tonne produziert würde. Allein wer heute mal in den Supermärkten schaut, was dort an aufgetauten Frischfisch noch liegt.

Kannst du nicht mehr einfrieren, als wenn die Kundschaft den Fisch nicht selbst auftauen könnte....
 
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Taxidermist

Well-Known Member
Und täglich grüßt das Murmeltier!
Eigentlich kommt es ja andauernd zu solchen Vorfällen, wobei der "Schuldige" zumeist auch schnell ermittelt wird.
Die Strafen dafür fallen dann lächerlich gering aus und entweder redet man sich auf eine technische Störung raus, oder es wird der letzte Trottel im Betrieb vor geschickt, der dies dann angeblich verursacht hat.
Dem Trottel wird dann aber auch nicht viel passieren und die geringe Geldstrafe wird womöglich unter der Hand dann vom Betrieb reguliert.
Ich vermute das oft Absicht vorliegt, zumindest wenn die zu erwartenden Bestrafungen weit unterhalb der Kosten einer geregelten Entsorgung liegen?
Solchen Betrieben einfach die Betriebsgenehmigung entziehen, würde doch sicher so manchen zum Nachdenken bewegen, eventuell doch etwas umsichtiger mit Gülle und ähnlichen Schadstoffen um zu gehen!

Jürgen
 

Hering 58

Hamburger Jung
Das ist ja eine Scheixxe.
 

Minimax

Well-Known Member
Schlimm, schlimm. Der arme Bach, die vielen schönen Fische. Danke fürs Teilen der schlechten Nachricht. Und es ist wie es @Taxidermist schreibt, so ein Vorfall geht ja meist nicht über die Regionalpresse hinaus, aber es passiert halt ständig. Man müsste mal, sagen wir die letzten 10 Jahre auflisten und kartieren, dann hätte man ne herrliche Verbreitung von Mikrokatastrophen: Jeder Punkt ein Bach oder Flüßlein ratzeputz durchgespült und auf Jahre beeinträchtigt.
 

Allround-Angler

Active Member
Was mich wundert: Die sogenannten Tierschützer oder Tierrechtler interessiert es gar nicht.
Fische haben halt keinen Kuschelbonus, haben keine süße Knopfaugen, schreien nicht.
Oder ist eine Firma/ Konzern ein paar Nummern zu groß und als Ersatzbefriedigung wird auf die Angler losgegangen, weil die halt eine schwächere Lobby haben?
 

UMueller

Active Member
Unfassbar, es bleibt fast kein Bach von der Agrarindustrie verschont. Das macht traurig und wütend zugleich. Und nein, nicht wir alle sind schuld. Es gibt zuviel Gülle in diesem Land durch ein zuviel an Massentierhaltung. Soviel Fleisch kann hier keiner essen wie produziert wird. Sehr viel wird exportiert. Da muss mal angesetzt werden. Die Folgen sind belastetes Grundwasser und eben Fischsterben in Bächen die meist von Anglern naturnah gepflegt werden. Strafen für die Übeltäter gibt es doch auch nur bei Vorsatz. Man kann ja noch von Glück sprechen das nur der Unterlauf getroffen wurde. Nicht auszudenken wenn es die Laichstrecken der Mefos getroffen hätte.
 

stroker

Member
Hallo !

Soweit ich es noch im Hinterkopf habe 1,5 Mio für Besatz und Umbau vom Bach.
Da liegen Sie jetzt die herlichen Fische.

Erst den Bach fast Tot besetzt, (nur noch Forellen)und nun das.
Das war früher ein schöner Bach mit gutem Fischbestand, bis der ''Umweltschutz'' los ging !!!

MfG
 

stroker

Member
Schlimm, schlimm. Der arme Bach, die vielen schönen Fische. Danke fürs Teilen der schlechten Nachricht. Und es ist wie es @Taxidermist schreibt, so ein Vorfall geht ja meist nicht über die Regionalpresse hinaus, aber es passiert halt ständig. Man müsste mal, sagen wir die letzten 10 Jahre auflisten und kartieren, dann hätte man ne herrliche Verbreitung von Mikrokatastrophen: Jeder Punkt ein Bach oder Flüßlein ratzeputz durchgespült und auf Jahre beeinträchtigt.

Hallo !

Der Bach mündet im Salzhaff :devil
Wer weiss was noch kommt.


MfG
 

stroker

Member
Und täglich grüßt das Murmeltier!
Eigentlich kommt es ja andauernd zu solchen Vorfällen, wobei der "Schuldige" zumeist auch schnell ermittelt wird.
Die Strafen dafür fallen dann lächerlich gering aus und entweder redet man sich auf eine technische Störung raus, oder es wird der letzte Trottel im Betrieb vor geschickt, der dies dann angeblich verursacht hat.
Dem Trottel wird dann aber auch nicht viel passieren und die geringe Geldstrafe wird womöglich unter der Hand dann vom Betrieb reguliert.
Ich vermute das oft Absicht vorliegt, zumindest wenn die zu erwartenden Bestrafungen weit unterhalb der Kosten einer geregelten Entsorgung liegen?
Solchen Betrieben einfach die Betriebsgenehmigung entziehen, würde doch sicher so manchen zum Nachdenken bewegen, eventuell doch etwas umsichtiger mit Gülle und ähnlichen Schadstoffen um zu gehen!

Jürgen

Hallo !

Naja, solche Betriebe bisa Strafen bis in die Insolvenz treiben wäre auch keine Lösung.
Was ich mir vorstellen Könnte, wäre eine Strafe wie z.B Besatz jährlich für Betrag ??? auf Jahre ???
bis der Bestand annähernd wieder hergestellt ist.


MfG
 

Taxidermist

Well-Known Member
Naja, solche Betriebe bisa Strafen bis in die Insolvenz treiben wäre auch keine Lösung.
Doch genau so, das würde sich schon rum sprechen und wenigstens andere Betriebe davon abhalten sich genau so grob fahrlässig, oder sogar auch vorsätzlich zu verhalten!

Was ich mir vorstellen Könnte, wäre eine Strafe wie z.B Besatz jährlich für Betrag ??? auf Jahre ???
bis der Bestand annähernd wieder hergestellt ist.
Auch dies juckt doch den Bauern oder Biogasbetreiber nicht!
Wenn da kein Vorsatz oder (sehr) grobe Fahrlässigkeit nach gewiesen wird, bezahlt so etwas die Betriebshaftpflicht!
Das Schlimmste was passiert, ist das danach die Versicherungsprämie steigt.
Was ich an diesem Desaster am übelsten finde, das ist politisch alles so gewollt, bzw. wird billigend in Kauf genommen.
Im Zusammenhang mit der Energiewende ist so ein zerstörter Bach doch nur ein Kollateralschaden!

Jürgen
 

stroker

Member
Hallo !

Bei mir, fast vor der Haustür habe ich auf eine Bachstrecke von nur 200-300 Metern bei ca. 40 Fische aufgehört zu zählen.
Obwohl ich einige km vom ''Unglücksort'' entfernt wohne.
Es ist einfach ein Jammer.


MfG
 

Anhänge

Stone Island

New Member
Vor ein paar Jahren gab es schon einen ähnlichen Vorfall am Wallensteingraben, ich glaube sogar 2 x durch den selben Biogasfuzzi.
Ein weiteres Laichgewässer, der Hohen Sprenger Mühlbach wurde durch die dortige Biogasanlage geschädigt. Dort findet seitdem kein Laichgeschehen mehr statt.
In diesem Jahr sind durch die anhaltende Trockenheit viele Laichbäche in MV von den Fischen gar nicht erreichbar, der Hellbach war es noch...
Es werden in MV sagenhafte Beiträge für die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie aufgewendet, da werden Fischtreppen gebaut und Gewässer renaturiert.
Hinzu kommt ein immenser Aufwand von Ehrenamtlichen die sich dort engagieren.
Die Verursacher kommen dann mit milden Strafen davon.
Es ist in meinen Augen auch die Folge davon, dass in MV das Umwelt und das Landwirtschaftsministerium nicht getrennt ist.
Backhaus ist ein Bauer von gestern. Der Umbau einer ökologischen Landwirtschaft ist unter ihm um Jahre zurückgeworfen worden.
Jedes Jahr passieren 40-50 solcher Vorfälle in MV und diese haben kaum Konsequenzen ( nachzulesen in einer kleinen Anfrage der Grünen aus dem Jahr 2015).

Mit freundlichen Grüßen
 

Salziges Silber

Salzwassersüchtig
allgemeine geldstrafen für die verursacherbetriebe halte ich nicht für den richtigen weg, die verantwortlichen (geschäftsführer/in / leiter/in) müßten mit ihrem privaten vermögen haften.
 

Taxidermist

Well-Known Member
allgemeine geldstrafen für die verursacherbetriebe halte ich nicht für den richtigen weg, die verantwortlichen (geschäftsführer/in / leiter/in) müßten mit ihrem privaten vermögen haften.
Das sind natürlich, genau wie meine Vorschläge zur Bestrafung, Wunschvorstellungen!
Wir werden hier an der Stelle auch nicht unser Rechtssystem ändern können?
Letztendlich wird sowieso die Allgemeinheit in Haftung genommen und ob die Zerstörung von ganzen Biotopen/Gewässersystemen überhaupt in Geldwert zu berechnen ist, wäre dann auch noch diskutabel?

Jürgen
 

Laichzeit

Well-Known Member
Eine härtere Bestrafung fände ich auch gut, andererseits kann man den Bauern auch helfen, indem die Entsorgung von überschüssiger Gülle vereinfacht wird oder indem man sicherer gebaute Behälter subventioniert.
 
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