Fischsterben in der Ostsee?

Dieses Thema im Forum "Meerforellen und Bellyboatangeln" wurde erstellt von silver68, 24. September 2019.

  1. silver68

    silver68 Member

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    Moin Leute .
    Was ist dran mit dem Fischsterben in der Ostsee? Kann jemand aus den Bereichen Fehmarn/Flensburger Förde was dazu sagen? Ich plane Ostseeurlaub Mitte Oktober. Würfe mich über Infos freuen!
    TL Silver
     
  2. phirania

    phirania phirania

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  3. silver68

    silver68 Member

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    Ist denn nur dieser Bereich betroffen oder auch der Flensburger Bereich?
     
  4. knutwuchtig

    knutwuchtig Active Member

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  5. NaturalBornFisher

    NaturalBornFisher Member

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    Hallo Knut, ohne Frage erleben wir große Veränderungen der Umwelt durch die Auswirkungen unser Aller Lebensweise.

    Aber bitte folge nicht der allzu offensichtlichen Annahme, das Änderungen unseres jetzigen Verhaltens nichts verändern können.

    Ist es nicht ein elementarer Sinn des Lebens, aus Fehlern zu lernen? Würdest Du einem Kind, dass zu Beginn seines Lebens Laufen lernt und wieder und wieder fällt, raten, aufzuhören aufzustehen? Wir Menschen können so viel mehr, als wir derzeit hinbekommen. Auch wir Erwachsenen, egal wie alt, müssen jeden Tag wieder 'Laufen lernen', wieder Aufstehen.

    Die offensichtlich notwendigen Veränderungen sind so groß, dass ich auch oft an Kapitulation denke. Aber logisch betrachtet ist das im realen Leben keine Option!

    Am Ende bleibt für mich immer die Frage, auf welcher Seite ich stehen möchte.
    Möchte ich Teil des Problems sein, oder einen Teil an der Lösung beitragen?
    Du schreibst: '...leider zu spät'
    Ja, viele gute Entscheidungen kommen spät. Aber besser spät, als liegen bleiben. Einen Fehler zu erkennen und seine Meinung zu ändern erfordert viel Kraft und Mut. Ist aber niemals zu spät und damit wertlos. Die Einsicht ist ja schon ein großer Gewinn.

    Mitnehmen und weiterlaufen!
    Schluss ist erst, wenn das Licht ausgeht und das ist definitiv noch nicht ...jetzt.

    Die Natur mag nicht mehr so gesund und unversehrt zu sein, wie einst. Aber auch das was ich heute sehe, erscheint mir noch schützenswert. Es ist noch reichlich zu erhalten da. Natur kann sich regenerieren, wenn man mit ihr Frieden schließt.

    Es wird sich immer etwas ändern, und zwar durch diejenigen, die an Änderung glauben.

    Aus Glauben wird aber immer erst Wissen, ...wenn man es ausprobiert.

    Es werden immer mehr, die an eine positive Veränderung glauben. Leider sind sie noch nicht so laut, wie diejenigen, die glauben, es wäre besser, dass alles so bleibt, wie es ist, oder war. Dieser Glaube kann sich doch gar nicht erfüllen. Hat sich auch noch nie. Gehört zu den Fehlern, den zu viele Menschen immer noch nicht erkannt haben.

    Keine Angst vor der Zukunft! Sie liegt doch in den Händen eines jeden einzelnen von uns.

    LG Carsten
     
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  6. Nidderauer

    Nidderauer Active Member

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    Solange man die durch Glyphosateinsatz abgetöteten Grünalgen, die erst an der Oberfläche treiben, bevor sie auf den Gewässergrund absinken und dort Sauerstoff zehren und zur Schlammbildung und Ausbildung von Todeszonen beitragen, fälschlicherweise als Blaualgen bezeichnet, solange wird sich die Lage weiter verschärfen. Als Blaualgen werden gemeinhin Cyanobakterien bezeichnet, die sich unter Sauerstoffmangel bilden, wobei weitere Toxine gebildet bzw. freigesetzt werden. Und dieser Sauerstoffmangel entsteht schon dadurch, dass die sauerstoffproduzierenden Grünalgen nicht mehr vorhanden sind und zwar schlagartig. Eines ist allerdings korrekt, gesundheitlich bedenklich ist so eine Brühe aufgrund der vorhandenen Gifte, die zum Absterben der Algen geführt haben, allemal, sodass man dort nicht baden sollte.

    Es ist wahrlich kein Problem, in einem lebendigen und gesunden Wasser mit vielen grünen schwebenden Algen durch Einbringen geringster Mengen Unkrautvernichtungsmittel, ein Chaos anzurichten und damit zu belegen, wie solche Bilder entstehen. Und trotz dessen schafft es unsere gewinnorientierte und lobbyhörige Politik immer wieder, mit Worten wie "Algenblüte" und "Blaualgen" von der eigentlichen Problematik abzulenken. Nach wie vor wird von unserern "Kontrollorganen" bei Gewässeruntersuchungen/Fischsterben nicht auf aktuelle Pflanzenschutzmittel, wie z.b. Glyphosat, untersucht. Und diese Ablenkungsmanöver funktionieren schon so lange, wie es Unkrautvernichter gibt, allerdings hat deren Einsatzmenge in den letzten 10 Jahren dermaßen zugenommen, dass es immer mehr Gewässern an den Kragen geht. Wenn sich da nicht bald etwas Entscheidendes verändert, dann können wir uns hier im AB mangels Fängen über Casting unterhalten oder über die gute alte Zeit, in der man Aale und andere Flußfische aufgrund erhöhter Schwermetallgehalte zwar nicht allzu oft essen sollte, was aber angesichts der heutigen Situation ein absolutes Luxusproblem darstellte ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. September 2019
    hans albers und knutwuchtig gefällt das.
  7. zulu1024

    zulu1024 Member

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    Ich habe am Wochenende seit langem mal wieder an der Küste geangelt und meine neue Küstenpeitsche eingeweiht. Aufgrund des heftigen Windes hat es mich nach Sierksdorf verschlagen. Auf Höhe des Hansapark waren sehr viele Netze aufgestellt und auf der Sandbank auf der ich dann gewatet bin ist mir eine Tote Flunder aufgefallen. Gestunken hat es vorweg schon am gesamten Strand nach Totem fisch. Jedenfalls, je näher ich auf Höhe der Netze kam, desto mehr Tote Fische habe ich gesehen. Habe bei 50 aufgehört zu zählen. Hatte die Vermutung, dass es mit den Netzen zusammen hängt. Bin dann aus dem Wasser raus und am Strand waren dann auch noch unzählige Kadaver zu sehen. Auch von einer sehr fetten Forelle. Aber vorwiegend Dorsch bis zu 50 cm... Das kam mir Spanisch vor und wollte es melden. Habe zuvor auch Dr. Google gefragt und siehe da, es ist schon bekannt.



    Der letzte Link ist wohl am Aufschlussreichsten.

    https://www.deutschlandfunk.de/der-ostsee-geht-die-luft-aus.697.de.html?dram:article_id=72173
     
  8. zulu1024

    zulu1024 Member

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    Um noch auf die ursprüngliche Frage einzugehen: Mitte Oktober müsste hoffentlich wieder was gehen. Das Phänomen kam jetzt wohl durch den starken Süd-West Wind. Momentan weht er aber aus Nord - West, was wiederum gut ist. So steht der Wind zum Herbst meist immer und bringt Sauerstoff haltiges und salziges Wasser in die Ostsee.
     
  9. NaabMäx

    NaabMäx Active Member

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    Hinter der Hollerstaude, gleich rechts.
    Gibt es das Problem nicht schon seit es die Ostsee gibt? - Oder was ist die Ursache?
     
  10. zulu1024

    zulu1024 Member

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    Wie schon Niederauer geschrieben hat, hat die Landwirtschaft schon einen erheblichen Einfluss. Durch die Massentierhaltung, die in den letzten 10jahren zugenommen hat (Deutschland als Exportmeister, nicht nur in der Industrie sondern auch von Fleisch). Gibt es außerdem einen Überfluss an Gülle. Man weiß nicht gar nicht wohin damit... teilweise wird auch so stark Überdüngt, ebenso mit Kunstdünger. Die hohe Nitrat Belastung hat Einfluss auf Flora und Fauna. Ein Merkblatt fast es ganz gut zusammen

    https://www.google.de/url?sa=t&sour...FjAUegQIAhAB&usg=AOvVaw2y_Qfn1nMoXcZ9GYxPmMyE

    Die Ostsee ist auch so gesehen einzigartig und ein sehr empfindliches Ökosystem. Eine komplette Durchmischung der Wasserschichten dauert Jahre. Ich glaube in der Dokumentation "Die Ostsee von oben" auf Netflix wurden 5 Jahre erwähnt.

    Achja, Quallen waren dieses Jahr auch rar, die sonst ein Großteil des Plankton Fressen.
     

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