Freie Flüsse: Weg zur Renaturierung

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EU will mehr freie Flüsse: Neue Studie zeigt Weg zur Renaturierung.

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Eine Studie des Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei zeigt Wege zur Renaturierung Europas Flüsse bis 2030 (Bild @pixabay)

Europa hat ein massives Problem mit verbauten Flüssen: Über eine Million Querbauwerke wie Wehre und Dämme unterbrechen die Durchgängigkeit, rund 90 % der Auen sind bereits geschädigt. Nur 44 % der Flüsse erreichen aktuell die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Mit der neuen EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur sollen bis 2030 mindestens 25.000 Kilometer Flüsse wieder frei fließen. Eine aktuelle Studie des Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei zeigt nun, wie das in der Praxis gelingen kann. Forschende haben einen konkreten, schrittweisen Prozess entwickelt, der wissenschaftliche Erkenntnisse direkt mit politischen Maßnahmen verknüpft.

Kern des Ansatzes ist ein strukturierter Plan: Zuerst wird der Zustand der Flüsse analysiert, anschließend werden gemeinsam mit Behörden, Verbänden und lokalen Akteuren Maßnahmen entwickelt. Danach folgen Finanzierung, Umsetzung und langfristiges Monitoring. Wichtig dabei: Es gibt keine Einheitslösung – Maßnahmen müssen immer an regionale Gegebenheiten angepasst werden.

Die Studie identifiziert 27 zentrale Handlungsfelder. Ganz oben stehen:
  • Verbesserung der Biodiversität in Flüssen
  • Klare Priorisierung von Renaturierungsmaßnahmen
  • Einheitliche Standards für die Umsetzung
Besonders betont wird die Bedeutung der Angler, Verbände und anderer Nutzergruppen: Ohne frühzeitige Einbindung der Praxis wird Renaturierung kaum erfolgreich sein. Flüsse sind nicht nur Ökosysteme, sondern auch soziale Räume.
Wenn Politik, Wissenschaft und Praxis enger zusammenarbeiten, könnten Europas Flüsse wieder deutlich naturnäher werden – und damit auch attraktiver für uns Angler.



Quelle: https://www.igb-berlin.de/news/wie-...rung-frei-fliessender-fluesse-europa-foerdern
 
Hoffentlich werden dann die Wasser- und Stromtreibenden Veranstalter mal mit dabei
genommen. Bei uns am Fluß gibt es unzählige Wehre mit unterschiedlichen verbauten
Anlagen. Wobei wir hier auch noch ein Ballungszentrum haben, wobei dann noch ca.
5 Millionen Einwohner mit Wasser- und Strom verpflegt werden müssen.
Bin schon gespannt wie man diese Studie dann auf unser Gebiet umsetzen möge,
wird wohl unmöglich sein ..... Na ja, der olympische Gedanke zählt dann halt.
 
Hoffentlich werden dann die Wasser- und Stromtreibenden Veranstalter mal mit dabei
genommen. Bei uns am Fluß gibt es unzählige Wehre mit unterschiedlichen verbauten
Anlagen. Wobei wir hier auch noch ein Ballungszentrum haben, wobei dann noch ca.
5 Millionen Einwohner mit Wasser- und Strom verpflegt werden müssen.
Bin schon gespannt wie man diese Studie dann auf unser Gebiet umsetzen möge,
wird wohl unmöglich sein ..... Na ja, der olympische Gedanke zählt dann halt.
Ich habe gerade im Auto einen Bericht zum Einfluss des Iran-Kriegs auf die Geschwindigkeit des Ausbaus Erneuerbarer Energie-Nutzung in Deutschland gehört. Tenor: Aufgrund des Merit Order-Prinzips bei der Gestaltung der Strompreise wird von einem Anstieg der Strompreise in den kommenden Monaten ausgegangen. Deshalb müssen wir weg vom Gas. Wir müssen schneller werden und neben Sonne und Wind stärker wetterunabhängige Quellen wie Wasserkraft und Biomasse einsetzen.

Und schon haben wir den Konflikt. Die Industrie macht Druck wegen der Erzeugungspreise, in der Bevölkerung nimmt der Frust wegen der Preisanstiege zu.

Ich habe gestern mit dem Betreiber einer lokalen Wasserkraftanlage gesprochen, der einen Bezug zu meinem Angelverein hat. Der meinte ganz trocken: "Wenn mir der Ausbau blockiert wird, sorge ich dafür, dass die Leute erfahren, wer die Preise hoch hält, weil irgendwo ein Fisch durch die Turbine gehen könnte."
 
Ach Gott, da werden mal wieder Utopien durchs Dorf gejagt.

Bis 2030? 25.000km? die Wirtschaft bleibt dabei außen vor?

Ich mag ja Aprilscherze, aber der ist zu offensichtlich :whistling

Manchen Forschern sollte man weniger Kraut zum Rauchen geben
 
Aktuell (2025) liegt der Anteil der Wasserkraft an der Stromproduktion in Deutschland bei lächerlichen 3,3%.
Durch den Wegfall dieser schädlichen Erzeugungsweise werden wir wohl kaum in eine Versorgungslücke fallen.
Und solange immer noch Strom im großen Stil verschwendet wird (E-Bikes, Roller, Nachtbeleuchtung von Firlefanz) ist sie überflüssiger denn je.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aufgrund des Merit Order-Prinzips bei der Gestaltung der Strompreise wird von einem Anstieg der Strompreise in den kommenden Monaten ausgegangen.
Oh, ganz was Neues ;)
Wenns nur mal 3 Tage dunkel bliebe... das wäre vielleicht die Chance den ganzen Pfeiffen die uns in die totale Abhängigkeit manövriert haben richtig das Fell zu gerben.
 
Aktuell (2025) liegt der Anteil der Wasserkraft an der Stromproduktion in Deutschland bei lächerlichen 3,3%.

Aber das sind 3,3% CO2 neutral produzierter Strom Klimaneutral das zählt heute, also in den Augen der Schützer grüner Strom, die ganzen gehäckselten Fische zählen nicht genauso wenige wie die Fische die nicht wandern können aber so ein Buckelwal in der Ostsee wird gehypt.


Gruß Frank
 
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