Gefälschte Angelscheine in Aachen aufgetaucht

Newsmeldung

60 gefälschte Angelscheine sind in Aachen aufgetaucht. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

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Um Aachen sind über 60 Angler aufgeflogen, die sich gefälschte Angelscheine kauften (Beispielbild)


In Region um Aachen sind über 60 gefälschte Fischereiprüfungszeugnisse aufgetaucht. Die Zeugnisse wurden unter der Hand in Kneipen verkauft und ersparten den Käufern die Prüfung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.


Quelle: https://www.aachener-zeitung.de/nrw-region/60-faule-angler-am-haken_aid-52753183
 
Hallo,

wird doch beides schon seit längerem gefälscht und in gewissen Kreisen gehandelt.

Die Aufseher werden auch geschult, wie man Fälschungen erkennt.

Deshalb ist es bei uns z.B. verboten den Fischereischein zu laminieren, weil der Aufseher so das Papier und die Prägung nicht ertasten kann.

Andere Möglichkeit wäre auch Stellvertreter zu den Prüfungen zu schicken. Sowas wurde ja auch bei der Fahrprüfung schon entdeckt.

Ist immer ein Katz-und-Maus-Spiel.

Man fragt sich halt, warum jemand den finanziellen Aufwand und das Risiko auf sich nimmt.
 
Man fragt sich halt, warum jemand den finanziellen Aufwand und das Risiko auf sich nimmt.
Das ist leicht erklärbar!
Mein Kumpel, selbstständiger Steinmetz, musste vor Jahren der Kurspflicht im BW nachkommen, um seinen Schein zu erhalten.
Das hieß 30 Pflichtstunden verteilt auf Wochenenden über fast drei Monate, jeweils Freitagsabend 2-3 Stunden und dann noch mal am Samstag.
Der Kerl hat Familie und eine arbeitsreiche Woche mit immer 60-70 Wochen-Arbeitsstunden und es fiel ihm regelmäßig schwer, sich für diesen Blödsinn frei zu halten.
Die Theorie ist ja von der Verbands CD schnell gelernt, z.B. son Quatsch, wie und in welcher Stellung eine Steinfliege ihre Flügel trägt u.ä. unnötiges Zeugs.
Aber die Anwesenheitspflicht während des Zwangskurses, wo er dann regelmäßig eingepennt ist, hat ihn dann doch mürbe gemacht.
Ich bin überzeugt, wenn ihm damals jemand einen gefälschten Schein offeriert hätte, dann hätte er gleich zu gegriffen, selbst für viel Geld.
Er hat die Klamaukprüfung, welche alleinigst dazu dient den Verband, wie auch den ausführenden Verein zu bereichern, übrigens mit null Fehlern bestanden, trotz komatösem Zustand im Zwangskurs!
Und einigermaßen zu Angeln, also die praktische Anwendung, habe ich ihm dann beigebracht, nach dem Kurs.

Jürgen

P.S.: Klamaukprüfung, weil diese jeder bestehen kann, der über einen IQ von knapp über 70 verfügt und diese fast keinen praktischen Wert hat.
Auf diese bestandene Prüfung, braucht sich wirklich niemand etwas einzubilden!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann den Sinn hinter gefälschten Angelpapieren ebenfalls nicht verstehen. Zumindest nicht in einem Bundesland wie Niedersachsen. Hier sind sowohl das Angeln als auch die Prüfung mehr als erschwinglich. Ich meine, dass ich vor Jahren knapp 120,- Euro für die Prüfung und den Vorbereitungskurs bezahlt habe. Dieser war als Crash-Kurs meines jetzigen Angelvereins deklariert und dauerte lediglich vier Tage. Das sollte für jeden machbar sein, der dem Hobby wirklich nachgehen möchte. Und hierfür würde ich nicht das Risiko eingehen, mir für womöglich viel Geld gefälschte Papiere zu kaufen und mich strafbar zu machen. Wie es in anderen Bundesländern aussieht kann ich nicht beurteilen, da ich lediglich Niedersachsen und NRW kenne (wohne genau an der Grenze beider Bundesländer).

Mittlerweile gibt es jedoch auch die Möglichkeit seine Prüfung und den vorbereitenden Kurs online zu absolvieren. Auch das sind tolle Möglichkeiten die es früher nicht gegeben hat und welche das ganze Unterfangen nochmals deutlich vereinfachen. Auch für Menschen mit eher wenig Zeit. Auch wenn ich den Bekannten von @Taxidermist in der damaligen Situation verstehen kann.
 
Hallo,

selbst für viel Geld
Ist aber auch für einen selbstständigen Steinmetz wahrscheinlich kein Pluspunkt, wenn er wegen Urkundenfälschung verurteilt wird und ggf. ne gewisse Zeit keinen echten Fischereischein mehr erwerben kann und wohl auch so schnell bei keinem Angelverein mehr aufgenommen wird.

Aber hat halt jeder so seine Gedankengänge.
 
Was ich an solchen Sachen nie verstehe. Wenn man schon betrügt, fälscht, linkt, abzieht, dann doch bitte in einem Ausmaß, dass es sich für einen gediegenen Lebensabend rentiert. Aber doch nicht mit so einem Kokolores!

Der Herr von Wirecard wird auch nicht viel länger einfahren, so man ihn denn mal fände. ;)
 
Als ich meinen Schein .achte gab eine ebenfalls dort anwesende Dame zum besten im Falle des nicht Bestehens den Lappen im Darknet zu kaufen weil sie sich den völlig unnötigen Kurs nicht nochmal antun wollte, ein bekannter hat früher auf dem Schulhof Original TüVplaketten zum selber kleben verkauft... gibt nix was es nicht gibt
 
Hallo,

hat früher auf dem Schulhof Original TüVplaketten zum selber kleben verkauft.
Zu dumm nur, dass die Plakette allein nicht viel nützt. Aber solange die Leute das Zeug trotzdem kaufen.

Vor gut 20 Jahren war die Sache bei uns ind er Gegend wesentlich entspannter, da reichten bei Kontrollen an den Verbandsgewässern noch Fischereischein und Erlaubnisschein.

Mittlerweile muss man zusätzlich noch den Fischerpass mit gültiger Jahresmarke und den Mitgliedsnachweis des Vereins dabei haben. Und der Fischereischein darf nicht laminiert sein.

Scheint eine gesellschaftliche Entwicklung zu sein, weniger auf eigene Leistung, sondern auf Out-Sourcing oder Zukauf zu setzen.
 
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