Gezielt auf Großaal ‒ 5 Tipps fürs Fangen kapitaler Aale

[FONT=&quot]Der Sommer ist in vollem Gange. Die Nächte sind mild und die Aale beißen. Jesco Peschutter gibt Euch Tipps, wie Ihr jetzt an die richtigen Wasserschlangen kommt. [/FONT]
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[FONT=&quot]Tipp 1: Fische an großen Seen [/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot]Klar, auch in Fließgewässern lassen sich dicke Aale fangen. Doch dort ist es meist viel schwieriger, die wirklich großen Fische zu überlisten. Oft beißen zwar mehr Schlängler, doch im Schnitt sind sie deutlich kleiner. An großen Seen fange ich meist nur ein bis drei Aale in der Nacht, dafür aber ordentliche Kaventsmänner. [/FONT]
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[FONT=&quot]Tipp 2: Setze auf Tauwurm [/FONT][FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot]Tauwürmer sind die besten Happen, wenn es auf Aal geht. Das gilt auch für Großaale! Beim Vergleichsfischen mit anderen Ködern fing ich mit den Würmern immer deutlich mehr. Da Aale über 70 Zentimeter ein großes Maul besitzen, darf das Angebot ruhig üppig ausfallen. Zwei Tauwürmer am Haken sind optimal und verströmen unter Wasser gleich viel mehr Aromen. Nur wenn mit viel Beifang (Brassen, Güstern etc.) zu rechnen ist, setze ich auf kleine Köderfische.[/FONT]
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[FONT=&quot]Tipp 3: Suche Kraut [/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot]Wer Krautfelder findet, hat den Jackpot entdeckt. Hier fühlen sich große Aale wohl und der Tisch ist reich gedeckt. Das Grün bietet auch tagsüber Deckung und die Nahrung im Überfluss lässt die Aale schnell zu kapitalen Burschen abwachsen.[/FONT]
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[FONT=&quot]Tipp 4: Verwende einen großen Kescher[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot]Viele Großaale gehen bei der Landung verloren. Deshalb darf ein großer und feinmaschiger Kescher nicht fehlen. Am besten eignen sich Karpfenkescher. Doch selbst mit diesen gestaltet sich die Landung schwierig, da der Aal immer wieder versucht, mit dem Schwanz aus dem Netz zu kommen. Deshalb: Beim Keschern das Netz tief eintauchen und den Aal komplett drüberziehen, bevor Ihr die Landehilfe anhebt.
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[FONT=&quot]Tipp 5: Habe Ausdauer[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot]Der Weg zum Großaal ist kein einfacher. Nicht an jedem Gewässer werdet Ihr sofort zum Erfolg kommen. Wechselt nach ein paar erfolglosen Versuchen den See, sodass Ihr wieder voll motiviert durchstarten könnt. Fast alle kapitalen Aale beißen in der Nacht. Packt aber bloß nicht zu früh ein. Denn gerade die Morgendämmerung bescherte mir schon so manch eine armdicke Überraschung.[/FONT]
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[FONT=&quot]Ich hoffe, dass meine kleinen Tipps Euch ein wenig weitergeholfen haben. Übrigens: In der aktuellen RUTE & ROLLE (August-Ausgabe 2018) findet Ihr einen ausführlichen Bericht übers Großaal-Angeln von mir. Hier gibt’s weitere nützliche Details.

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[FONT=&quot]Viel Spaß bei der Suche nach den richtig kapitalen Aalen. Wie sind Eure Erfahrungen mit den Großaalen? Zeigt mal Eure besten Fänge! Ich bin gespannt…[/FONT]
 
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Mit der Stellfischrute habe ich auch mal zwei Saisons an der Fulda experimentiert. Klappt wirklich gut und macht Laune. Habe auch meinen besten Fulda-Aal so erwischt...
Die Stellfischrute ist glaub ich gerade für Flüsse oder Kanäle eine sinnvolle Methode. Oder an Seen, wo am Ufer eine steile Kante abfällt. Ich glaub, ich muss mal wieder zusammen mit dem Kollegen Christian losziehen. Dann mit der Stellfischrute auf Aal. Wär doch eine super Sache #6
 
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Die Stellfischrute ist glaub ich gerade für Flüsse oder Kanäle eine sinnvolle Methode. Oder an Seen, wo am Ufer eine steile Kante abfällt. Ich glaub, ich muss mal wieder zusammen mit dem Kollegen Christian losziehen. Dann mit der Stellfischrute auf Aal. Wär doch eine super Sache #6

Am Fluss war's prima... Jetzt nach meinem Umzug fehlen mir hier irgendwie die Gewässer dafür. Da sind wieder andere Methoden spannender! Aber wir können gerne mal zusammen an deinen Großaal-See |supergri
 
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Hi MikeHawk,
mit Köderfisch bekommt man deutlich weniger Bisse.
Würde ich so pauschal jetzt nicht unbedingt sagen, denn es hängt primär erstmal vom Gewässer, der Kenntnis darüber und der Platzwahl ab.
Natürlich ist auch bissl Glück im Spiel, denn wirklich große Aale, besonders Raubaale fressen nicht häufig. Dafür sind die Brocken die sie sich einverleiben auch nicht immer klein, wie uns Anglern gern in Lektüren vermittelt wird.

Nen ü90 Breitkopf hat mit nem 20er Barsch gar kein Problem, der haut den binnen weniger Sekunden komplett weg..vorausgesetzt er ist aktiv auf Futtersuche.

Ich hatte in den 90er Jahren durchaus einige Stammgewässer, wo ich Aalbisse nur auf KöFi oder Fetzen bekam...zu tiefsten DDR-Zeiten haben wir an einem Gewässer die besten Aale auf kleine Frösche gefangen, die gab es dort nämlich in Massen.
Da konntest nen Wurm oder Köfi tagelang baden und nix ging..wer das nicht wußte oder sich abschaute ging als Schneider heim.
Es macht schon sehr viel Sinn genau das anzubieten, was dort vielfach als Nahrung vorkommt, wennleibe heute Frösche natürlich nicht mehr erlaubt sind.
Dieses spezielle Gewässer ist aber eh nicht mehr beangelbar da in privater Hand.

Genauso weiß ich von einigen Ecken am EHK, wo die Aale ausnahmslos nur auf Bienenmaden gehen, k.A. warum, denn eigentlich kennen sie die ja nicht als natürliche Nahrung.
Dennoch werden Würmer und KöFi gnadenlos ignoriert, sobald ne Bienenmade dran ist, kommen auch die Bisse.
Hätte ich es nicht mehrfach live gesehen, ich würds nicht glauben wollen.

Was das Vorfach angeht, gehe ich da eher pragmatisch vor.
Vor 10 Jahren und davor hab ich nur mit Mono gefischt, entweder ne 28er bei hängerfreien Gewässern oder 30-35er je nach Stellenwahl und möglichen Hindernissen.

Heute verwende ich ganz gezielt auch Geflecht (benutze liebend gern die Mussel Care Line in 35lbs von Mika, kenne kaum was besseres zu dem Kurs) wo es viel Hindernisse oder auch Krabben gibt, die die Schnur in Mitleidenschaft bringen können (zb MLK).
Wenn ich weiß das ich dort auch nachts mit Hechten rechnen muß, nehme ich auch gern Stahl. Nix besondres weiches, einfaches grün ummanteltes.
An andren Gewässern langt mir nen 30er Monovorfach, die Montagen liegen eh sehr ufernah und selten wirklich tief, in der Regel selten über 2-3m tief.

Durchgescheuert ist mir eigentlich auch nie ein Vorfach durch einen Aal, jedenfalls kann ich mich an einen solchen Fall nicht erinnern.
Allerdings sahen oftmals viele Vorfächer nach dem Fang ziemlich fertig aus, sodaß ich schon ins Grübeln kam, ob die noch paar Minuten gehalten hätten.
Vermutlich nicht wenn ich den Fisch über weitere Strecken hätte pumpen müssen.



So einen Fall hatte ich Gott sei Dank bisher erst ein einziges Mal, als ich kurz nach der Wende für eine Saison am Barleber See II angeln konnte.
Hatte dort nen Butterkrebs (frisch gehäutet, die gabs da zu Hauf) auf etwa 50-60m hinter einer Verklappungskante ausgelegt.
Der Aal den ich damit fing war nichtmal sonderlich groß (irgendwas knapp die 80 rum), der kämpfte aber mehr wie so manch ein richtig großer.
Ich konnte den nur noch ranpumpen, der stellte sich immerwieder quer und versuchte mit dem Schwanz nach irgendwas im Wasser zu greifen, was ihm auch mehrmals gelang.
Irgendwann hatte ich ihn dann vorne, das Getriebe der Rolle knartschte nur noch und das 2.Teil meiner Telerute machte den Abgang...ich griff nur noch nach der Schnur und warf alles reflexartig vom Wasser weg.
Rute und Rolle hinüber, aber dennoch glücklich :)

Ein anderes einschneidendes Erlebnis hatte ich als junger Bengel, als ich noch nicht Nachtangeln durfte (ging bei uns erst ab 16 Jahren mit Nachtangelmarke).
Eigentlich wollte ich an dem Tag auf Hecht gehen, fing aber einfach keine KöFis. Dann sah ich zum Abend hin etwas weiter draußen Fischen auseinanderspritzen. Ich denk mir..Mist, jetzt haste nichtmal nen Köder da und die rauben hier....#q
Schnell 2 fette Tauwürmer draufgezogen, Pose auf etwa nen halben Meter eingestellt (Gewässertiefe dort war etwa 6-7m) und raus damit an die Stelle wo grad was raubte.
Dauerte keine 5min und die Pose zog ab...zum Vorschein kam aber kein Hecht und auch kein Barsch, nein es war ein gut 75cm langer Aal, der dort bei praller Sonne sich an den Brutfischen laben wollte und dann doch die Tauwürmer nahm.

Seitdem fische ich oftmals nicht immer nur stupide in Grundnähe, sondern lege oftmals auch im Mittelwasser aus, was mir durchaus auch schon einige schöne Fische einbrachte.

Das einzige was ich kompromisslos anders mache wie es immer wieder seit Jahren propagiert wird, sind meine verwendeten Haken.
Typische Aalhaken wie man sie zu kaufen bekommt nehme ich überhaupt nicht, schon gar nicht in den angebotenen Größen.
Das ist mir alles deutlich zu klein, unter nem 2er Haken geht bei mir kein Aalköder ins Wasser, für Köfi gehts auch gern hoch bis 3/0 je nach Hakentype.
Ich bin mittlerweile auch völlig weg von langschenkligen Haken, benutze nur noch kurzschenklige mit sehr weitem Bogen und gerader Spitze (nicht geschränkt). Habe die letzten Jahre deutlich weniger Fehlbisse damit gehabt und mehr Vertrauen als zu den typischen Wurmhaken (egal von welchem Hersteller).
 
AW: Gezielt auf Großaal ‒ 5 Tipps fürs Fangen kapitaler Aale

Es macht schon sehr viel Sinn genau das anzubieten, was dort vielfach als Nahrung vorkommt, wennleibe heute Frösche natürlich nicht mehr erlaubt sind.
Dieses spezielle Gewässer ist aber eh nicht mehr beangelbar da in privater Hand.

Genauso weiß ich von einigen Ecken am EHK, wo die Aale ausnahmslos nur auf Bienenmaden gehen, k.A. warum, denn eigentlich kennen sie die ja nicht als natürliche Nahrung.
Dennoch werden Würmer und KöFi gnadenlos ignoriert, sobald ne Bienenmade dran ist, kommen auch die Bisse.
Hätte ich es nicht mehrfach live gesehen, ich würds nicht glauben wollen.

Seitdem fische ich oftmals nicht immer nur stupide in Grundnähe, sondern lege oftmals auch im Mittelwasser aus, was mir durchaus auch schon einige schöne Fische einbrachte.
Sehr schöner Erfahrungsbericht Bimmelrudi,
dass Aale sich auf eine bestimmte Nahrung spezialisieren, kommt sicher häufiger vor. Doch bis jetzt habe ich noch nicht erlebt, dass der gute, alte Tauwurm nicht genommen wird. Meine letzten großen Aale hatten massenhaft (hunderte) kleine Flohkrebse im Magen. Ab und an war mal ein kleines Fischchen (Barsch, Rotauge, Stichling) drin und vereinzelt Flusskrebse. Trotzdem nahmen sie den Tauwurm liebend gern. Ich habe es eher andersrum erlebt, dass die teilweise so hochgelobte Bienenmade fast gänzlich versagte. Vor Jahren stand es einmal 8 (Tauwurm) zu 1 (Bienenmade) in einer sehr guten Aalnacht. Seitdem setze ich Bienenmaden nicht mehr ein. Aber da sind vielleicht Aale aus anderen Gewässern verschieden in den Nahrungspräferenzen. Manche Dinge muss man erst erleben, bevor man sie glaubt :)

Dass Aale im Mittelwasser fangbar sind, habe ich nun schon mehrfach gehört. Wäre mal eine spannende Geschichte. Doch so richtig traue ich mich da noch nicht dran. In welcher Tiefe startet man und wie tief ist es insgesamt unter dem Köder/Boot? Fragen über Fragen. Wenn jemand mehr Erfahrungen mit Freiwasseraalen hat, würde ich mich über Infos gerne freuen.
Beste Grüße
Jesco
 
AW: Gezielt auf Großaal ‒ 5 Tipps fürs Fangen kapitaler Aale

Dass Aale im Mittelwasser fangbar sind, habe ich nun schon mehrfach gehört. Wäre mal eine spannende Geschichte. Doch so richtig traue ich mich da noch nicht dran. In welcher Tiefe startet man und wie tief ist es insgesamt unter dem Köder/Boot? Fragen über Fragen. Wenn jemand mehr Erfahrungen mit Freiwasseraalen hat, würde ich mich über Infos gerne freuen.
Beste Grüße
Jesco
Sehr interessantes Thema hier - und das Bild von Jescos dickem Aal ist wirklich geil. Ich bin zwar kein ausgewiesener Aal-Experte, werde aber trotzdem mal ein paar Erfahrungswerte beisteuern. Ich befische u.a. einen Baggersee mit ziemlich steilen Ufern und einigen weit über das Wasser hängenden Weiden auf Aa. Dort haben sich bei mir einige Dinge herauskristallisiert:

Tauwurm fängt fast ausschließlich Schnürsenkel. Köfis (am besten Barsche, in der jetzigen Jahreszeit vorzugsweise in kleinen Größen) bringen vergleichbar viele Bisse wie der Wurm bei einer allerdings weit besseren Durchschnittsgröße. Außerdem beißen sehr viele Aale oberflächennah. Mindestens eine Rute kommt direkt vor eine der überhängenden Weiden und wird mit Pose und teilweise abgeklebtem Knicklicht ca. 50 cm tief eingestellt, bei im Schnitt 3 bis 4 m Wassertiefe. Die Bissverteilung Oberfläche / Grundrute (auf Grund in aller Regel auch ufernah und nur mit 2 SSG-Bleien als Beschwerung) ist deutlich abhängig von der Helligkeit der Nacht. In dunklen Nächten ist das Verhältnis etwa ausgeglichen, bei Vollmond hat die Grundrute keine Chance. Dann ist das Verhältnis mindestens 3:1 zugunsten der Oberfläche.

Und das klappt nicht nur nachts; ich habe an dem See auch schon mal einen ordentlichen Aal mittags bei Affenhitze an der Oberfläche gefangen - obwohl ich das nur ein paar mal aus Langeweile versucht habe. Das dürfte aber wohl trotzdem eine Ausnahme darstellen.

Zur Landung benutze ich auch einen großen Karpfenkescher und als Vorfach 35er Monofil. Bis jetzt hat es nur einmal nicht gehalten, das war aber ärgerlich genug...

Wie immer ist alles stark gewässerabhängig, das kann man ja auch unschwer aus den bisherigen Beiträgen herauslesen. Oberflächennahes Angeln an überhängenden Bäumen oder Krautkanten hat sich hier aber zumindest an mehr als einem Gewässer bewährt.

Die Chance auf einen Meteraal (ich habe keinen) halte ich, wie ja auch einige Vorschreiber, an kaum beachteten bzw. -angelten abgeschlossenen Klein(st)gewässern für am größten.
 
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Gerade in klaren Vollmondnächten bringt mir fast immer die Montage nen Biss, die im Mittelwasser abgelegt ist.
Das betrifft nicht nur Aale, auch bei Zandern hatte ich das schon etliche Male.
Licht von oben, besserer Kontrast für den Räuber die Beute zu erkennen.
Ähnliches kann man auch an Laternen beobachten.
Ich hab hier am MLK zb so eine Strecke (wenige hundert Meter lang), dort stehen etwa 10-12 Laternen direkt an der Spundwand, die per Dämmerungsschalter abends dann angehen.
Da ist die ganze Nacht was los, ob Weißfisch oder Räuber wie Barsche.
Zwischen den Laternen im dunklen Bereich ist quasi tote Hose.

Was Bienenmaden angeht, ich selbst benutze sie überhaupt nicht. Ich konnte es wie gesagt nur mehrfach live sehen was dort an der Strecke los war, sobald ne Bienenmade beködert wurde.
Am MLK hab ich andersrum auch ne Strecke, wo auf Grundel fast gar nix geht, obwohl sie dort massenhaft vorkommen.
Die Räuber scheinen sich dort ganz gezielt nach Kaulbarschen umzusehen, denn darauf gibt es Bisse von Zandern wie auch Aalen.
Genauso kannte ich mal ein Gewässer, das auch im Sommer sehr trüb war und auch nicht grad flach.
Das Aale drin waren wußten wir, nur wir fingen partout keine, egal was wir machten.
Irgendwann kam dann mal nen tag, da hatte ich meine kleine Box, in der ich das wichtigste zum Aalangeln immer drin hatte, zu Hause vergessen.
Keine Posen, keine Knickis und auch keine Bleie.
Ich hatte nur noch ne olle Wasserkugel inner Jackentasche.

Dran damit, Haken direkt ans Schnurende und Wurm drauf.Ich saß dann zw. beiden Ruten und hielt jeweils die Schnur in den Fingern....nen sensibleren Bissanzeiger gibt es nicht.
In der Nacht fing ich 4 Aale, keine Riesen, alles so um 55-65cm. Meine Kollegen hatten nicht einen Biss.
Wir haben das Spiel mehrfach wiederholt, Knickis dran=null Bisse, ohne Gefunzel oder Licht auf dem Wasser=nicht Schneider.

In den meisten Gewässern werden die Fische sicherlich gleich oder zumindest ähnlich ticken. Es gibt sie aber, diese speziellen Gewässer wo der Angler erstmal doof dasteht, das Prozedere erstmal verarbeitet und sich drauf einstellen muß, um Erfolg zu haben.
Und nicht selten sehen solche Gewässer genauso aus wie jedes andere auch. Wenn man da ein gewisses Maß an Stur- oder Verbissenheit an den Tag legt, wo andre einen vielleicht schon für bekloppt erklären, kommt irgendwann auch zum ganz besonderen Erfolg. ;)
 
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Finde ich super, wie sich das hier entwickelt So muss es sein. Da kann jeder noch was lernen.
Eure Erfahrungen mit dem Oberflächenangeln auf Aal machen auf jeden Fall Mut, es auch mal auszuprobieren. Vor Jahrzehnten hätte auch keiner pelagisch auf Zander gefischt. Nun ist es überall zu sehen und überaus effektiv. Ich glaube, dass ich das nächste Mal über dem Krautfeld, das in drei bis vier Metern Tiefe liegt, eine meiner Ruten oberflächennah auslege. Da die Aale viele Flohkrebse im Magen hatten und ich diese Nahrung in Mondnächten auch an der Oberfläche gesehen habe, könnte ich mir gut vorstellen, dass die Aale nachts auch in höheren Wasserschichten nach Nahrung suchen. Versuch macht klug Wenn es nicht läuft, habe ich ja noch zwei Ruten auf Grund liegen, die fangen können
 
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Am Fluss war's prima... Jetzt nach meinem Umzug fehlen mir hier irgendwie die Gewässer dafür. Da sind wieder andere Methoden spannender! Aber wir können gerne mal zusammen an deinen Großaal-See |supergri
Dann machen wir es bei mir Wird dann aber ein Vergleichsfischen Einer angelt nur am Grund auf Aal. Der andere fischt im Freiwasser oder knapp unter der Oberfläche
 
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Liebe Aalexperten,
ein ganz toller, interessanter Thread- und wunderbar wie ihr Schlangenbeschwörer Euch auch mal die Zeit für umfangreichere Beiträge nehmt: Ich als Aalzubi konnt in den letzten Tagen echt ne menge dazulernen, was es umzusetzen gilt: Und zwar beiliebe nicht nur was die Großaaljagd anbelangt,
vielen Dank an alle Beteiligten,
herzlich
euer
Minimax#h
 
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Dass Aale im Mittelwasser fangbar sind, habe ich nun schon mehrfach gehört. Wäre mal eine spannende Geschichte. Doch so richtig traue ich mich da noch nicht dran. In welcher Tiefe startet man und wie tief ist es insgesamt unter dem Köder/Boot? Fragen über Fragen. Wenn jemand mehr Erfahrungen mit Freiwasseraalen hat, würde ich mich über Infos gerne freuen.
Beste Grüße
Jesco

hallo Jesco


ich hatte mal eine erfahrung der besonderen art . wie immer am DEK. die ganze nacht mit kleinen köderfischen auf grund geangelt und schneider geblieben ! morgens dann im hellen eingepackt und den hältereimer mit einigen toten köderfischen ins wasser gekippt.etwas übermüdet und gefrustet habe ich dann den köderfischen eine weile zugeschaut wie sie an der obefläche rumdümpelten , da kommt so eine kapitale wasserschlange von raubaal und pflückt sich einen toten fisch von der wasseroberfläche !
 
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Mir viel beim Einpacken (nach einem recht erfolglosen Aalangeln) im Hellen,mal eine Kurbel vom Steeg ins Wasser.
Ich habe bauchlings liegend versucht sie mit 2 Rutenständern wieder nach oben zu holen.
Was natürlich Bewegungen und Geräusche verursachte....
Ganz langsam kam ein sehr kapitaler AAl angeschwommen und verweilte einige Momente vor der Aktion um zu ergründen was da wohl los sei, dann verschwand er wieder.
:)Bis heute habe ich nicht versucht Aale so anzulocken.#c


(Diesen Bestand an Großaalen in dem Gewässer, hat dann vor über 15 Jahren ein Seuchenzug dahingerafft, ganz langsam gibt es dort nun wieder Aalfänge.
Dort haben wir es mitbekommen...und auch viele sterbende und tote Aale gefunden.



Zu der Zeit sah man auch öfter mal tote Aale in der Weser, oder sie bissen in Aaltarmen nicht.
Durch die Presse zogen sich Meldungen über weitere Aalsterben, wie z.B in der Ems, wo von Sauerstoffmangel in der Tiefe und Entkräftung durch langes schwimmen an der Oberfläche ausgegangen wurde)
 
Zuletzt bearbeitet:
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Nach den Schilderungen könnte es sogar Sinn machen, mit der Spinnrute und Oberflächenködern wie Poppern, Gummifröschen & Co auf Aal zu angeln :) Aber das wäre schon die ganz hohe Kunst, wenn das jemand gezielt schaffen würde ;-)
Ich bleib da lieber erst mal bei den Naturködern und werde es mit diesen mal im Freiwasser oder oberflächennah versuchen...
 
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Ich bleib da lieber erst mal bei den Naturködern und werde es mit diesen mal im Freiwasser oder oberflächennah versuchen��

Die größeren Raubaale kommen hoch, sind aber sicherlich nicht ganz so schnell zu Stelle wie ein Augenjäger.

Vielleicht sollte man es ähnlich wie bei Welsfischen mit fixieren der Köder versuchen.
Denn so habe ich sie als regelmäßiger Beifang auch immer dabei.
Kleinere Aale scheinen aber lieber versteckter am Grund zu bleiben.
 
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Der damalige Fischer aus Bosau am Gr.Plöner ,hat mir vor Jahren mal erzählt,
das er auf die im Freiwasser ausgelegten Maränen Netze, immer wieder mal ganz kapitale Aale gefangen hat.Der größte brachte es auf 7 Pfund.Wenn man sich vorstellt,dass solche "Ofenrohre" tatsächlich im Freiwasser rauben und
sich Maränen aus dem Schwarm reinhauen,......WAHNSINN. !!!
 
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Moin

Kurze einblicke in alte tage.....

Neue Pose ran neues Blei Wirbel......Wirbel ist offen....verstorbener Kumpel wirft rein und guckt wegen tiefe einstellen....kurbelt ein und auf einmal nen Hänger der sich kurz danach wehrt.
Da hat nen großer Raubaal auf den Silbernen Wirbel gehauen und dadurch das er offen gewesen ist,hing der Wirbel im Maulwinkel des Aal's.



Wurmbiss gehabt,Wurm zieht in richtung Köfirute (15cm Plötze),ich kurbel schnell die Köfirute rein und lege sie steil in Rutenständer ab,der Köfi schwimmt kurz unter der Wasseroberfläche,die Pose baumelt in der Luft.
Auf einmal knallt die Rute ins Wasser,ich die Wurmrute weg gehauen und sofort Köfirute geschnappt und bügel auf.
Das Kniki stand 1m vom Ufer weg 40cm unter Wasser...Stillstand...Hecht??? ..Abwarten....nach 3min wandert die Pose immer tiefer und das Kniki wird schwächer,aber zieht nicht los sondern bleibt auf der Stelle stehen und geht immer tiefer und tiefer.
Der Wurm war mir mittlerweile egal die 15cm Plötze war wichtiger....kann ja nur was besseres sein......Ok nach 10min nix passieren hauen wir doch mal an...Anhieb und Hänger...doch der Hänger geht los und schlägt wie blöd...am ende warn es 2750gr bei 102cm im Colaflaschenformat.

Das alles ist schon einige Jahrzehnte her und es gibt noch ganz andere Geschichten...zb. nen toten Baum aus dem Wasser ziehen mit Auto und Seil weil da nen 5 Pfünder drin tobte mit haken im Maul und wir diesen unbedingt haben wollten.

Aber das war'n auch noch andere Zeiten.....sogar tauchen bin ich gegangen um Hänger etc. zu lösen,heute würde ich das nicht mehr machen.

Ach ja..... Köfi flach bei Vollmond klappt wunderbar,sogar auf der Wasseroberfläche angeboten und wenn ihr Nachts am See ein helles kurzes Schmatzen hört.... das sind Aale die Schlürfen von der Oberfläche Insekten und co ein,dann einfach mal direkt ans Ufer ziehen und nur 10cm tief stellen.



|wavey:
 
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Nach den Schilderungen könnte es sogar Sinn machen, mit der Spinnrute und Oberflächenködern wie Poppern, Gummifröschen & Co auf Aal zu angeln :).
es gibt da einen bericht von uli beyer , der bei einer ähnlichen wetterlage wie wir sie jetzt haben, aale im mönesee auf kunstköder gefangen hatte .an der staumauer im mittelwasser .soweit ich mich erinnern kann , sollte es eigentlich mit gummiködern auf maränen gehen und wegen der wetterlage hatte man an der staumauer eine belüftungsanlage eingeschaltet .ergebnis waren wiederholbare fänge von aalen auf kunstköder im mittelwasser
 
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Vor ein paar Jahren hatte ich beim Schleppangeln mit zweiteiligen Wobbler ein Aal gefangen , der hatte voll gebissen am hellen Tag.
Der war aber nicht groß ,gerade 60cm.
 
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Dieses beschriebene Schmatzen von Aalen habe ich auch schon gehört... Vor Jahren beangelten wir einen kleinen Stausee. Dort in einer kleinen Bucht schmazte es auch immer wieder. Es waren Aale, die kleine Moderlieschen raubten. Haben auch einige gefangen - auf flachgestellte Pose. Die Bissenwaren extrem vorsichtig... Knicklichter haben wir damals auch abgedunkelt und unsere Köder sogar mit Einweghandschuhen aufgezogen.
Ich wurde dafür von den alten Aalprofis oft belächelt, habe aber immer sehr gut gefangen. Heute mach ich das nicht mehr. Sollte ich aber vielleicht wieder.
Aber erst letztens zog ich mit einem Kumpel los. Er raucht viel - das hat den Aalen nix gemacht...
Habt Ihr damit Erfahrungen gemacht?
 
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erfahrungen mit nikotin finger ? ich habe früher geraucht und gefangen, ich hab auch schon bei einem bekannten gesehen ,das er ein so genanntes eimer rauchen im köderfisch eimer praktizierte . die köderfische waren anscheinend trotzdem fit und fängig. ich kann nicht sagen ob weniger oder mehr dadurch gefangen wurde .
 
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