HVIDE SANDE 2019 - Hier bist Du richtig, wenn Du Fische fangen willst!

esox02

Well-Known Member
ein hy nach Hvide Sande ich war noch nie da weil für mich die Nordsee Mordsee ist.....zum Thema fische fangen egal wie hatten wir in Berlin auch, seit dem bin ich Fischereiaufseher und das ganze in 2 Jahren intensiver Kontrolle in den Griff bekommen. Fahre dieses Jahr wieder nach LL war seit Jahren nicht mehr da mal sehen wie es sich verändert hat.Einfach Kontrollen machen und das Angelgerät einziehen.Es wirkt...und spricht sich rum
 

LAC

Well-Known Member
@pomerodi71
Freut mich, das Du ein Dank sagts, für die offenen Worte von Member Eislander und von mir. Wir haben Dir nur einen guten Ratschlag gegeben. Eislander ist ein erfahrender Seebär reichlich Seemeilen gemacht, der sich auskennt und ich habe auch schon etwas erlebt, hatte mehrere Boote von einer Nussschale bis zum 11 m Boot. Ich habe fast alle Situationen schon erlebt - lebe aber noch und bin alt geworden. Eine Expedition zu den Orkneys gemacht und auf der Doggerbank bekamen wir eine Orkan - da hatte die Maschine keine Kraft mehr gegen die Wellen anzufahren. Alle waren am kotzen - Auf den Bahamas sind wir geflüchtet vor einem Unwetter - alles jedoch Schiffe von über 30 m.
Mit meinen Booten die ich hatte, bin ich im Kroatien in eine Bora gekommen, - ein Fallwind vom Velebit Gebirge, da habe ich auf der Heimfahrt ins Novigrader Meer noch zwei Personen geretten, weil ihr Boot abgesoffen war.
Natürlich kannst Du die Nordsee mit dem Boot befahren, es ist aber normal dafür nicht geeignet. Es geht mit der Luftmatraze aber auch mir dem Autoreifen, ich bin schon um die lange Mole geschwommen und getaucht und habe den Grund gesäubert - habe für 10 Jahre Angelkram. Alles ist möglich.

Ich gebe Dir trotzdem einen guten Rat - mach es nicht. Das Du für die Sicherheit alles an Bord hast, dieses setze ich voraus und ist förmlich Pflicht. Willst Du winken oder rufen, wenn was passiert. Du kannst von der Mole oder vom Strand alle Fische fangen - willst Du denn dort Ankern ?
Mein Freund Antonio, von den Kanaren / Teneriffa, hatte ein Holzboot, den Kahn bewegte er wie ein Weltmeister, hielt auch ein Weltrekord in einer Fischart. Das Problem war, bei Wellen, kam er schlecht aus der Hafenausfahrt in Porto de la Cruz. Er kaufte sich ein neues Kunststoffboot - der Mann konnte mit dem Holzkahn super fahren - jetzt jedoch hatte er reichlich PS und ein Plastikboot einer bekannten Marke. Er fuhr mit diesem Boot wie ein Verrückter , zig mal habe ich gesagt, fahr nicht so wild - als Antwort bekam ich, der Kahn ist unsinkbar.
Als ich nach Hause fahren wollte, sagte er zu mir, Otto, Du muss unbedingt vor Weihnachten schon zu mir kommen, ich mache eine Angelfahrt mit zwei deutschen Anglern. Ich sagte, ich komme doch etwas später - nein, ich sollte kommen, da er mich auch als einen guten Angler mit Erfahrung sah.

Ich bin nicht gefahren, da ich über Sylvester dort hin wollte als ich dort war und im Hafen ankam, kam ein Fischer auf mich zu und sagte: Hallo, suchst Du Antonio, Ja sagte ich, ich rufe den schon immer an, komme nicht durch. Da sagte er mir, Antonio ist verschollen, mit zwei deutsche Angler. Tausend Probleme habe ich förmlich bei ihm sehen, den Schlüssel nicht am Handgelenk gesichert, eine Welle und er liegt im Wasser und das Boot fährt von dannen. Kanister mit Benzin als Verschluss einen Lappen - alles nur Kleinigkeiten die halt solch ein Fischer nicht so genau nimmt.
Es saufen an unsere Nordseeküste genug ab - der Hubschrauber ist oft unterwegs und sucht.. Und wenn Du mal die Einsätze der Rettungsgesellschaften siehst, dann wunderst Du dich. Selbst erfahrener Schwimmer können absaufen - in früheren Jahren habe ich auch die Taucherei betrieben und habe reichlich Tauchgänge gemacht und aus 50 m Tiefe zwei Taucher geborgen Tiefenrausch - hatten sich in die Arme. Und in Hvide Sande ein Kleinkind an der Schleuse rausgeholt, weil es am Zaum gespielt hat und die Mama nur Angeln im Kopf hatte. auf einmal lag es im Wasser - da bin ich ins Wasser gesprungen und hatte es am Kragen.
Das Problem des Absaufen ist, Du bekommst ein Stimmritzenkrampf, der meldet sich nicht an, das ist eine Schutzreaktion, - aber nur an Land. im Wasser ist das der Tod. Wenn Du durch die Welle mit einen Schlag mal Wasser im Mund bekommst, dann kann es sein, daß Du diesen Stimmritzenkrampf bekommst - auch wenn Du die schwimmen kannst wie Tarzan (Jonny) der war Weltmeister. Dann bekommst Du diesen Kramf und die Luftröhre schließt sich - Du fällst nach eine gewissen Zeit in Ohnmacht und dann löst sich der Krampf und Wasser dringt ein. Es ist förmlich ein trockener Tod.

Ich gebe Dir nochmal den Rat, fahr mit dem Boot im Fjord rum - Super. da sind auch schon schöne Wellen, Bei viel Wind kocht das Wasser weil die Wellen gebrochen werden.
Du kannst natürlich alles machen, Du entscheidest es. Als ich vor Jahren hier Member wurde, da verstand ich die Welt nicht mehr, da wollte einer so wie Du, jedoch noch größere Fische fangen und mit sein Plastikboot im Norden von Dänemark hinter einem Angelkutter herfahren, damit er zum Gelben Riff kommt, damit er Angeln kann.

Ich suche mal einige Fotos raus wie Wellen sein können
Doggerbank Nordsee

Ausfahrt zur Nordsee Hvide Sande


Hier ist mein Freund Antonio links noch zu sehen (verschollen) mit sein Boot.
Wir haben vorher in einer Tiefe um 500 m im Graben vor Teneriffa einige Schokoladenhaie gefangen
 
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LAC

Well-Known Member
@esox02
Kontrollen sind schon wichtig, da einige Angler sich so intensiv mit dem Fang eines Fisches befassen, das im Kopf kein Platz mehr ist für Vorschriften und Gesetze.
Das ist ja viel leichter - als wenn Du als Angler auch noch das Gesetz oder die Verordnung im Kopf haben muss - Fische fangen ist angesagt.
Das fängt doch schon Zuhause an, wenn die Frau sagt, willst Du schon wieder Angeln - dann werden einige stark und sagen Ja, was denkst Du denn.
Und eines Tage hat Sie ein Fisch gefangen, da zerbricht er dann dran.

Wobei du die Kontrollgänge in Berlin an den Seen und Fließgewässern nicht vergleichen kannst mit denen in Hvide Sande.
In Hvide Sande werden tausende von Fischen am Tag gefangen, da hängen 5 Heringe am Haken und Du hast nur zwei Hände, da fallen welche ab die tanzen auf dem Boden rum. Und einige Angler schreien ganz laut, weil auf einmal ihre Kappe wie ein Flugzeug im Wasser landet, weil einer eine neue Wurftechnik ausprobiert hat. Das ist sehenswert und lustig - ich finde diese sehr interessant, weil dort der Querschnitt unsere Gesellschaft angelt. Oft verstehe ich die Welt nicht mehr, was die alles benutzen um Fische zu fangen. Das ist ganz normal, weil dort Menschen angeln - mit und ohne Erfahrung..
Du als Fischereiaufseher kontrollierst Angler oder dumme Wilddiebe , weil Du sie erwischt hast. Dort werden Ruten mit Rolle und Schnur für 30 Euro verkauft und dann kann das Kleinkind Fische fangen - das ist doch auch ok.

Die Kontrollgänge in Hvide Sande sehen anders aus - da werden ständig Kontrollen gemacht, da die Angler ja eine kleinen Betrag dort zahlen müssen. Diesen Schein kontrollieren Sie, aber nicht ob sie richtig Angeln.
Wer dort ein Schein kauft - sieht aus wie ein Angler wenn er die Rute in den Händen hält. Das kann ein Profi sein oder auch einer, der immer Bisse bekommt, aber kein Fisch dran hat, weil er die Knoten nicht kennt, damit der Haken nicht abrutscht. Das muss so sein, denn dadurch lernt man.

Freut mich, das durch die Kontrollgänge die Du machst, den bösen Jungs das Handwerk legst - ist das immer gut gegangen, weil einige auch mal böse werden können, die können zwar nicht Angeln, nimmt man Ihnen ihr Eigentum weg, stellt man später fest, daß dieses gute Straßenkämpfer waren - weil man die Zahlen vom Telefon nicht mehr sehen kann, damit die Polizei kommen soll.

Ich bin auch mal mit meinem Freund kontrolliert worden, das war lustig. Wir wurden beobachtet von einen Mann - er schaut uns längere Zeit zu, wie wir Fische fangen - es fluppte gut. Mein Freund ein guter Angler vom Beruf Künstler d.h. Bildhauer, der leicht ein Ruderboot über den Kopf zum Wasser tragen kann, Kraft förmlich wie ein Bär, fing einige Rotaugen, Er hat Sie mit einem Schlag mit seiner Handkanten getötet.
Diese hat der Fischereiaufseher beobachtet und nach langer Zeit, wo er schon reichlich gefangen hatten, kam er zu uns und sagte zu meinem Freund: ich muss eine Anzeige machen, da sie die Fische nicht waidgerecht töten.
Da sagte mein Freund das können sie gerne machen, aber vorher gebe ich Ihnen solch einen Schlag im Nacken, wenn Sie dann noch den Kopf noch heben können werde ich Ihnen jede Frage beantworten.
Ich werde dieses nie vergessen - ohne ein Wort zu sagen zog er weiter.
 
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esox02

Well-Known Member
:laugh2:laugh2thumbsup
 

pomerodi71

Member
@ LAC

Da ich nicht beratungsresistent bin, nehme ich mir deine (und eislander's) Ratschläge zu Herzen. Natürlich habe ich diese Frage hier, wie auch in dem anderen Forum gestellt, um eine Antwort zu erhalten, die mir gefällt und Seelenfrieden gibt.
Das hat in dem anderen Forum gut geklappt, aber du verunsicherst mich ziemlich.

Deine Bilder sind beeindruckend, aber betreffen auch Wetterlagen, die ein abolutes "no go" für eine Ausfahrt sind. Wenn du natürlich sagst, das Wetter (insbesondere Wind und Wellen) ist dort absolut unberechenbar und schlägt trotz bester Aussagen so plötzlich um, dass man nicht mehr in den Hafen kommt, sollte ich wirklich in mich gehen.

Ist aber deine Hauptwarnung dem Ausfall des Motors geschuldet, der dann eine schnelle Heimkehr unmöglich machen würde, sähe ich das als normales Risiko ein, dass jeder Bootsfahrer hat.
In diesem Falle würde ich zunächst, versuchen ihn wieder startklar zu machen, bzw. mit Rudern in den Hafen zu gelangen (Voraussetzung gute Wetterlage). Ist die Wetterlage nicht mehr so toll und keine Zeit für eine Motorinspektion, dann würde ich die Seenotrettung anrufen (die sind ja in Hvide Sande). Na ja und bei echt ernsten Problemen kämen dann Signalraketen zum Einsatz.

Als Schutzwesten haben wir übrigens diese am Körper: https://www.12seemeilen.de/12seemeilen-automatik-rettungsweste-165n-rot.html

Zu deiner Frage: Ich möchte nicht ankern, sondern driften (evtl. mit Driftsack). Dafür würde ich je nach Driftrichtung den Hafen so verlassen, dass ich auf ihn zutreibe, ohne dabei in die Fahrwasser zu gelangen. Auch achte ich darauf, nicht zu weit raus zu fahren und die Mole immer im Auge zu behalten, da ich die Einfahrt bei zu starken Wellengang als Hauptproblem sehe.
Beginne ich abzutreiben, wechsele ich den Standort, bzw. fahre rein, da sich das Wetter negativ ändert.

Zu deinem Freund Antonio muss ich sage, scheint er im Gegensatz zu mir, deutlich risikofreudiger gewesen zu sein. Ich halte mein Boot nicht für unsinkbar. Ich weiß, dass es kein Freund von Wind und Wellen ist.

Ich hoffe, wir sind nicht zu sehr "offtopic" und langweilen die anderen Leser...


Evtl. geht es ja "nur" auf den Fjord. Kannst du mir sagen, wo ich Hinweise zu den Schutzzonen bekomme? Navionics zeigt mir entweder an "Befahren verboten" (das ist eindeutig) oder Naturschutzgebiet. Da fast der ganze Fjord ein Naturschutzgebiet ist, frage ich mich, wie es dort mit dem Angeln, fahren und Ankern aussieht...
Die dänischen Seiten, die ich gefunden habe, sind alle für Mitglieder. Weißt du, wo ich da detailliertere Informationen bekomme?

Noch mal kurz offtopic: Ich liebe Kroatien (momentan jährlich). Letztes Jahr hatte ich mir dort ein Boot mit 150 PS geliehen und bin rüber nach Hvar... Ein Traum ;)
 
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LAC

Well-Known Member
@ Pomerodie 71
Ich will Dir doch nicht den Urlaub verderben - ich sage nur, das Boot sowie der Motor ist nicht für die Nordsee geeignet. Auch wenn in den Papieren steht seewassertauglich oder andere schönen Worte. Ich möchte doch, das Du hier im Thread noch Jahre gute Fangberichte schreiben kannst.
Die Landratten, die alle ein Boot haben, die kenne ich auch, da sind ja schon welche Kapitän, wenn sie am See mit der Freundin ein Ruderboot mieten. Die bewundern solch ein Boot was Du hast und träumen davon. Das ist ja auch gut, aber auch mit großen Gefahren behaftet, die einige gar nicht kennen - auch Du nicht sage ich, sonst würdest Du nicht diese Fragen stellen. Entschuldigung - es ist jedoch die Wahrheit, deswegen poste ich hier.
Da kannst Du im Mittelmeer schöne Fahrten mit machen aber auch dort wirst Du zum Spielball der Wellen, z.B. wenn der Fallwind vom Velebit Gebirge kommt in Dalamtien. Das ist zwar ablandiger Wind, das Boot wird jedoch, wenn es nicht vorher abgesoffen ist, auf den vorgelagerten Insel an den Felsen zerschellen.
Für die Nordsee ist es nicht geeignet. Als Kampfschwimmer, kannst Du durch den eng. Kanal schwimmen. Bei uns an der Küste die Turisten - trotz Seepferdchen und andere Scheine, jedoch nur 200 m dann kommt schon der Hubschrauber.
Und deine Ruderblätter die Du erwähnst, da kannst Du noch nicht mal mit winken bei Wellengang, weil Du dich mit den Händen festhalten muss wenn richtiger Seegang ist.
Selbst das anrufen, klappt kaum. Das ist zwar alles etwas Spitz was ich schreibe, aber dieses kann eintreten.
Du erwähnst, ob wir die Leser mit unseren Postings langweilen, da sind sicherlich welche bei die sagen aaahh der LAC wieder, das ist mir aber egal - die können dieses überspringen und ein Thread suchen, wo andere Informationen sind - z.b. was liest du gerade, die sind auch wichtig, da kann man die Zielgruppe mit erkennen

Es ist jedoch ganz wichtig für andere Landratten, denn die haben die gleichen Vorstellungen wie Du sie hast. Ich möchte doch nicht später hier lesen: Unser liebes Mitglied ist leider in der Nordsee ertrunken.

Das habe ich einmal erlebt mit meinen Freund Antoni, den habe ich auch mehrmals gesagt, geb nicht Gas wie der Henker, denn wenn er mit eine wahnsinnigen Geschwindigkeit auf Treibholz fährt, ist das als wenn er getroffen wird vom Torpedo, dieses passiert nicht in der Nordsee, da kämpfst Du mit den Wellen mit langsamer Fahrt.

Das was Du mit dem Driften usw. alles erwähnst - sagt mir, daß Du falsche Vorstellungen hast, Die Strömung, die von Nord nach Süd geht die kannst du nutzen - der nächste Hafen ist 60 km entfernt - Esbjerg. Du darfst nicht denken, sollte mal ein Motorausfall passieren, dann kann ich mit dem Ruderblättern das Boot lenken und mit dem Driftsack -- mich im Hafen treiben lassen. -ich muss schmunzeln. Bei Wellengang, siehst Du gar kein Land wenn Du im Wellental bist. Noch etwas - Nebel, der kündigt sich nicht vorher an, der entsteht und plötzlich siehst du nur noch dein Boot. Sollte der Motor ausfallen, wirst Du zum Spielball der Wellen. Das können die an Land sehen, dann läuft der Kreuzer vom Seenotrettungsdienst aus Und jetzt habe ich genug gepostet von der Nordsee, Du entscheidest jedoch selbst was Du machen willst.
Zum Fjord , der ist ca. 40 km lang und 10 km breit, die tiefste Stelle liegt etwas über 4 m und rund 40 % der gesamten Wasserfläche ist weniger als ein Meter tief - Du kannst überall Angeln, außer in den Schutzzonen, sowie Mündungen der Flüsse, das ist ja förmlich weltweit verboten.
Besorge Dir jedoch selbst eine Seekarte oder was auch immer, wenn ich das mache, und Du läuft auf Grund, weil die Karte nicht mehr stimmt - dann habe ich den schwarzen Peter.

Gruß Otto
 
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Mark-->HH

Wahlheimat Lodbjerg Hede
@pomerodi71
So ist das halt: jetzt hast du eine Menge Meinung serviert bekommen: professionelle von "Seebären" wie Otto oder eislander oder laienhafte von "Brombeeren" wie mir...:XD am Ende des Tages ist es deine Entscheidung, ob du mit deinem Boot da raus fährst oder nicht. Ich glaube, niemand hat den Eindruck, dass du unüberlegt an die Sache herangehst. Wie Otto schon schrieb, habe auch ich das Gefühl (und das ist nur meine eigene Ratio ohne Anspruch auf Wahrheitsgehalt), dass du die Situation zumindest um Hvide Sande unterschätzt. Du kannst sicher 10x bei Ententeich raus fahren und alles ist gut, kann aber auch beim ersten Mal oder eben beim 150x soweit sein, dass eines der genannten Szenarien nach deinem Kragen dürstet. Auf jeden Fall wirkt das Vorhaben offenbar riskanter auf mich als auf dich.
Um mal einen Vergleich zu ziehen: Ich selbst bin in der Nähe der Kieler und Lübecker Bucht groß geworden und man mag gar nicht glauben, wie oft da Touris im Sommer bei Badewassertemperaturen, lauem Wellengang und (beinahe) Windstille mit ihren Luftmatratzen gerettet oder nur noch geborgen werden müssen, wenn man das nicht über die ganze Saison mitbekommt. Häufig fahren sie einen Hauch zu weit raus (und ich meine keine 2km), kommen in die Strömung, die entlang der Küste zieht und werden immer weiter schrägab getrieben. Natürlich werden jetzt einige sagen, da fahren doch genug Leute mit den Dingern rum und es passiert nichts. Stimmt auch - aber ich finde, es reicht, wenn man der eine ist, dem doch etwas aus Unachtsamkeit/Fehleinschätzung etwas passiert.
Ich weiß, das sind Äpfel und Birnen, die ich vergleiche - aber der gemeinsame Nenner ist meist die Unterschätzung der Bedingungen vor Ort. Wie gesagt, gut gemeinte Meinungen und Ratschläge sind es, nicht mehr. Aber das Doofe mit den Fehleinschätzungen ist, dass man sie meist erst hinterher herausfindet, ob es eine war.
Also, immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel und Schnaps im Glas.
 
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Reaktionen: LAC

SFVNOR

Member
Hmm, Ich bin kein Nordseefan, war 3x in Hvide Sande zum Angeln und mir hat es mir persönlich nicht gefallen. Das ist aber halt eine Geschmackssache.

Wer aber die Erfahrungen und Tipps von LAC (Otto) und anderen erfahrenden Boardies ignoriert ist entweder schlicht dumm und Beratungsresistent. Die Rettung aus Seenot gehört in Rechnung gestellt wenn es auf Fahrlässigkeit zurück zu führen ist. Diese Ignoranten kann man nur beim Geldbeutel packen.

Das gilt auch für die Schwachmaten die auf der Ostsee mit Nussschalen unterwegs sind mit einem 5 PS Sahnequirel am Heck, ohne Rettungsmittel, Schwimmwesten,etc.

Petri von mir.

Ein LL-Fahrer,

Stefan
 

Kuddeldaddel

Minutenangler mit Sekundenpose
Als Schutzwesten haben wir übrigens diese am Körper:......

Da hätte ich mal eine Frage: Bist du schon mal mit einer Rettungsweste im Wasser gewesen und hast versucht dich schwimmend fortzubewegen? Die Weste dreht dich aufèn Rücken und dann? Warten bis Rettung kommt? Versuch mal mit dieser Weste ins Boot zurück zu kommen. Ich war erstaunt, wie schwer es ist, ohne weitere Hilfe einer zweiten Person, in diesem Fall in ein Schlauchboot zurück zu klettern.
 

Testudo

Schützer und Nutzer
das Boot sowie der Motor ist nicht für die Nordsee geeignet.
Ok, das Boot ist wirklich nur was bei Ententeich, aber den hat man im Sommer auch an der Nordsee des öfteren und was an dem Motor nicht für die Nordsee passen soll bleibt mir verschlossen. Zum Glück wusste die Reddingsbrigade das früher nicht, die hätten ja gar nicht arbeiten dürfen.

Nicht böse sein, aber man muss es auch nicht übertreiben.
 

LAC

Well-Known Member
@SFVNOR
ich sehe das auch so, Hvide Sande zählt nicht zu den schönsten Städtchen. Wenige Familien haben auf dem Holmslandklitt gewohnt - so nennt man den Streifen, der die Nordsee vom Ringköbingfjord trennt, das war früher eine Halbinsel. In Nymindegab war der Ausläufer vom Fjord, der jedoch versandete, da bei einen Orkan dieser Küstenstreifen in früheren Jahren durchbrochen wurde und durch Sandaustragungen in Nymindegab der Ausläufer versandete und mit den primitiven Geräten die Bauern damals hatten, es nicht im Griff bekamen. Dieser Platz in Nymindegabe, war damals der einzige Hafen an der dänischen Nordseeküste - man segelte in den Fjord rein und war geschützt.
Etwas weiter südliche ist die höchste Düne Dänemarks - Blaaberg, Wenn Matrosen auf den Segelschiffen, an der Landseite, diese hohe Düne sahen, die wie ein blauer Berg im Gegenlicht erschien von der Norddsee, wussten sie kurz danach ist die Einfahrt zum Fjord. Dort wo die Ese Häuser stehen, war der Hafen. Die Ladung wurde dann mit Flachboote nach Ringköbing geschifft und dann im Lande verteilt.
Ein Ochsenweg zieht sich von dort entlang der Küste bis nach Hamburg, von den Ese Häusern wurden die getrockneten Fische (Bakskuld) von dort bis nach Hamburg transportiert und verkauft.

Im Fjord, die südliche Halbinsel Tipperne - Nordeuropas größtes Vogelschutzgebiet - ist durch Ablagerungen entstanden, wenn die Nordsee bei Orkan den Küstenstreifen (Holmslandklit) durchbrochen hat mehrmals ist das passiert und alle aus der Region haben daran gearbeitet, damit dieser Durchbruch wieder geschlossen wird. Die Verlandung kam aber auch durch die Ockeraustragung und Pflanzen aus den Fließgewässern.
Wir haben ja in der Skjern Au von den Genen den ältesten Lachsbestand, da hier keine Vernichtung stattgefunden hat, wie in den Industrieflüssen in Deutschland. Hier waren nur Bauern - die wenn der Schwarmfisch kam, zu Räuber wurden. Der Lachsbestand war zwar ganz stark dezimiert worden durch die Landwirtschaft, war jedoch nicht ausgestorben
Damals existierte Nr. Nebel noch nicht, und die Badeorte kannte man nicht.
Das kleine Museum in Nymindegab ist sehr interessant, -dort ist ja auch ein Wal ca 9 m lang zu sehen. Dort sind sehr viele Exponate von den früheren Zeiten zu sehen u.a. auch gemalte Bilder, von den Menschen hier in der Region. Diese Region, hat durch das Meer und den Fjord ein ganz besonderes Licht - das hat die besten Künstler aus Dänemark angelockt, es entstand förmlich wie in Sagen eine Künstlerkolonie, der Filsö war ja Dänemarks größter See - dort haben sich zig tausend Vögel immer aufgehalten. Die Landwirtschaft hat ihn trocken gelegt, wurde jedoch vom Staat vor Jahren zurück gekauft und ist jetzt seit zwei Jahren wieder ein See wo sich die Vögel wieder wohlfühlen.
Wenn Du diese gemalten Bilder sieht, wie die früher hier gelebt haben, Fische gefangen haben und vieles mehr - einmalig und wissenswert.
Das alte Lokal Henne Kro - was ja noch existiert und mehrere Sterne hat, war der Anlaufpunkt für die Künstler und Jäger. Wir hatten einen Feriengast , ein Freund von mir,der Chefarzt ist, der sagte wo kann man denn gut Essen gehen - da habe ich ihm diesen Laden gezeigt. Als er nach Hause fuhr, fragte ich ihn, hast Du dort gegessen, ja sagte er, und auch ein Fläschchen Wein getrunken - schön sagte ich - was hast Du bezahlt - etwas mehr als die Miete für´s Sommerhaus. Toller Laden für die reiche Gesellschaft.

Nicht umsonst wurde von Blaavand bis Henne Strand eines der größten Truppenübungsplätze in der EU angelegt. Da lebten nur einige Landwirte, die wurden enteignet und bekamen Geld bzw. woanders Land. Und jetzt spielen hier die europäischen Soldaten Krieg - damit sie nicht getroffen werden, wo scharf geschossen wird. Die Bevölkerung ist Sturm damals gelaufen, Heute haben sich in diesem Gebiet Hirsche niedergelassen - den größten Wildbestand haben wir hier - zig Tausend. Ich kenne Stellen - gebe Garantie - da sieht Du aus dem Auto 30 - 80 Hirsche. Kenne auch Stellen hier, wo Du Seehunde siehst - in Hvide Sande habe ich bis 17 Stück schon gezählt.
Einmal im Jahr landen am Strand von Vejers, die großen Herkules Flugzeuge, und üben dort starten und landen - die Dünen sind dann schwarz von Menschen und beobachten diese dicken Propellermaschinen.
Eine Abschieds-Party mit den Soldaten war auch schon am Strand, zwei Tage später waren Sie im asiatischen Bereich im Einsatz und zwei weiter Tage kamen schon 3 Soldaten im Zinksarg zurück.

Ich schweife aus zurück zum Fjord.

Dann wurde in Höhe von Hvide Sande einen neuen Ausgang zur Nordsee förmlich gebuddelt, dabei traten große Probleme ein, da ein Orkan mit einem Schlag, 800 m breiter die Öffnung gemacht hat und mit Mühe konnten die Bauern diesen Durchbruch damals mit den primitiven Gerätschaften verschließen.
Das ist die Geburtsstunde von Hvide Sande, die Dänen haben zwar über 7000 km Küste, sind aber mehr Landwirte, die gefischt haben, wenn der Schwarmfisch da war, wie heute die Angler - die überrollen förmlich Hvide Sande, wenn der Hering da ist. Da kann man zwar Geld mit machen, aber man muss höllisch aufpassen, sonst läuft den Betreibern dieses aus dem Ruder, was ja förmlich gewesen ist - es war eine Müllkippe von Anglern in der Zeit wo der Schwarmfisch da war - durch die neue Reinigungshalle haben sie etwas im Griff bekommen.

Als man den Durchbruch im Griff bekommen hatte - wurde es eine Stadt und ein sicheren Hafen wurde gebaut, was ja gemacht wurde und dann kam die Berufsfischerei und aus allen Ecken in Dänemark Menschen, die dort auf den Schiffen angeheuert haben um Geld zu verdienen. Die Stadt ist durch den Fischfang entstanden und die Blüte der Fischerei ist dort vorbei.
Ich vergleiche das wie eine Goldgräberstadt in Nordamerika. Ein Seemannsheim gab es dort auch, für die Seemänner, die mal frei hatten.
Es ist verdammt sehr schwer, für die Menschen die dort in der Politik ein sagen haben, sowie die Geschäftsleute einen Weg zu finden, das dieses Städtchen mit Ihre Einwohnen weiterhin dort gut Leben können, Arbeitsstellen haben und den Menschen, die dort Leben eine guten Platz schaffen zum Leben und Arbeiten.

Um den richtigen Durchblick zu bekommen, geht das nicht von Menschen, die auf dem Kutter Fische gefangen haben. Da sind liebe Menschen die Profis im Fischfang sind den sie beherrschen - aber was in Berlin, Paris , Amsterdam passiert - verstehen die nicht. In Bayern sagt man, je enger die Täler je kleiner die Köpfe.
Müssen Sie auch nicht, außer sie machen sich Gedanken, wie komme ich an das Geld anderer Menschen, die aus diesen Städten kommen um die schöne Nordsee zu sehen und Kraft tanken im Urlaub, den ja in der heutigen Zeit jeder Mensch braucht. Dann muss man ein Profi in einem ganz anderen Zweig sein oder mit Profis arbeiten.
Inzwischen ist Dänemark eine Touristenland geworden. Aus allen Ländern kommen Sie und überrollen es förmlich - da muss ganz gewaltig aufgepasst werden, sonst ist das wie auf Mallorca - Ballermann.
Der Holmslandklitt wird inzwischen zugepflastert mit Ferienhäusern, die Straße hat sich zur Autobahn entwickelt - solch ein Verkehr ist dort. in den Ferienzeiten und von Blaavand habe ich gehört, das es der Ballermann von Dänemark ist,

Hvide Sande ist in meinen Augen, durch die Berufsfischerei und die Angelei groß geworden ist, So sehe ich das. Das schlimme ist, die als Bauflächen ausgeschrieben sind, werden zugepflastert mit Häusern, man hat kaum noch Platz um Ferienhäuser zu bauen, Stellplätze für Wohnwagen werden geschaffen - die Chemietoiletten werden in den Dünen entsorgt. Und die ehemaligen alten jedoch mit Charm behafteten Fischerhütten am Fjord werden inzwischen mit Wucherpreisen verkauft um aus der Hütte ein neues Ferienhaus - mit Fischercharm - zu schaffen ich muss darüber schmunzeln.
Im kulturellen Bereich wird positiv gearbeitet - unter der Schleuse sind jährlich Kunstausstellungen und in einem Fischerhaus wechseln ständig die Bewohner, es sind Künstler, die sich dort beworben haben und eine Zeit dort wohnen und arbeiten dürfen - Touristen bzw. die Frauen können sie besuchen und von der Arbeit abhalten bei einem Kaffe, wenn der Mann Heringe fängt.
Das ist unsere Region - es gibt ein Film, der zeigt den Küstenstreifen von früher und wie die Menschen hier gelebt haben mit Laiendarstellern hier aus der Region haben sie den gedreht - hat zig Preise bekommen - einmalig, ich habe ihn zweimal gesehen, ich versuche mal diesen Film zu bekommen und wenn wir das jährliche Treffen der Mitglieder in Hvide Sande machen, das ich den dann zeige - ist ein Stündchen - aber Super - da fahren sie auch mit Ruderboote raus und wollen Leute retten und saufen alle ab.
Es ist ja noch nicht soweit, jedoch benötige ich für die Besorgung ein, zwei Wochen - aber nur wenn die Mehrheit sagt wir wollen ihn sehen, dann bewege ich mich.

Jetzt habe ich 15 Minuten geopfert und Dir schnell meine Gedanken gepostet - betreffend des Landstriches um Hvide Sande. In der Zwischenzeit habe ich ein Film gesehen und gegessen - zum Glück schreibe ich sehr schnell.
Du hast recht Hvide Sande ist keine schöne Stadt, für die Angelfische zählt sie für mich, als ein sehr guter Fangplatz in Europa für den Hering und beim Hornhecht ist sie für mich der Beste Fangplatz in Europa - und ich kenne schon reichlich, bin ja ein alter Bock

Alle Member - mit Anhang, könne am Treffen in Hvide Sande teilnehmen - können hier posten, ja ich bin dabei - wir Angeln auch, bekommen viel Spaß, sehen reichlich Fische im Aquarium - und ich gebe Fischgarantie. Ein unbekannter Leser der dieses jetzt hier liest, sollte sich schnell anmelden, damit er auch die Fische dort am Haken bekommt.
 
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esox02

Well-Known Member
Hallo LAC gebe dir vollkommen recht was das Wasser angeht habe selbst bei einer Windstärke 3-4 von hinten eine kreuzwelle bekommen und habe mich in der Kajüte der Benneteau die eine Atlantikzulassung hat auf dem Fußboden wiedergefunden....das geht manchmal verdammt schnell....und auch ich habe vielen mit material für die Boote vor Warnemünde geholfen da ich immer Benzin Zündkerzen und Werkzeug an Bord meines damaligen 5 PS Quirl hatte ….aber es heißt ja nicht umsonst wer sich in Gefahr begibt kommt darin um.
 

LAC

Well-Known Member
@ esox02
Du hast ja vollkommen recht, es muss ja auch nichts am Boot passieren oder Motor, ganz andere Fälle können eintreten, da angelt man und ist schön am drillen und freut sich, da er eine beachtlich Größe haben muss, da er kräftig zieht, hat nur noch den Fisch im Kopf, dann kommt eine Welle und man kann sich den Fisch unter Wasser ansehen. Dieses kündigt sich nicht an - wenn die Fischkutter nicht diese hohe Reeling hätten, dann hätten wir die Hälfte der Hochseeangler verloren. Zwei Händen an der Angel im Schaukelkahn wird lustig.

Ich wurde mal eingeladen auf eine kleine Makrelenfahrt ca.3 std. mit dem Kutter der in Hvide Sande liegt. Als wir aus dem Hafen von Hvide Sande fuhren und wir Kontakte mit den ersten Brandungswellen bekamen, stampfte der Kahn gewaltig, da rutschten die ersten Angler über Deck und suchten sich beim rutschen ein Teil wo sie sich festhalten konnten. Bis auf wenige, waren diese "Hochseeangler" seekrank. Dieses ist ja üblich auf den Fischkutter, einige kämpfen mit sich selbst und können gar nicht mehr normal Angeln. Dann wird in den Portalen, solche Fahrten schlecht gemacht - falscher Angelplatz ist angesteuert worden usw. Die sollten Farbe bekennen und sagen ich war so seekrank, das ich auf der Toilette einen im Nacken gekotzt habe, weil er den Trichter im Arm hatte. Das war mir alles egal.

Dieses habe ich ja schon auf Booten erlebt, mehrmals habe ich die Solea, wenn sie im Hafen einläuft besucht und die Angler gefragt, was habt ihr gefangen, da bekam ich von einigen lass mich in Ruhe, da sie noch mit sich selbst am kämpfen waren - hatten natürlich nichts gefangen und einige hatten ganz gut gefangen, wenn man bedenkt, das die Angelplätze in der südlichen Nordsee liegen und wenn ein Angler sagt: ich fahren zum weissen Riff von Hvid Sande, dann muss ich innerlich lachen. Der Name passt sehr gut zu Hvide Sand (Weisser Sand) - das Riff existiert gar nicht, das ist kein ausgeschriebener Fangplatz, der in Karten wie das Gelbe Riff oder die norw. Rinne als Fischfangplätze ausgewiesen ist. Da ist es etwas tiefer und liegen ein paar Steine rum
Da hat früher - so wurde mir berichtet - ein Fischer weiße Steine im Netz gehabt - dann wurde es ein Riff- Die weißen Steine sind an der ganzen Nordseeküste, da haben früher die Leute ihre Häuser mit gebaut und in Hanstholm liegen zig tausende, mit diesen Steinen habe ich einen gestrandeten Wal mit eingebettet - nach Freigabe vom Ministerium - und die Besucher, konnten sich diesen im Rahmen der Nordatlantischen Kulturtage ansehen
- er wurde zum Wallfahrtsort - lang ist es her.
Hier ein Link:http://www.lydumartcenter.com/kunst/walkunst.html

Es werden natürlich auch Dorsche in Hvide Sande von den Molen gefangen - in den kälteren Jahreszeiten sind jedoch die Chancen besser, wobei das Feingefühl in den Fingerspitzen verloren geht. Wir haben ja hier die südliche Nordsee und bei Ebbe - wird das Watt sichtbar von Blaavand bis nach Holland. Naturschutzgebiet Wattenmeer, die Jungfische der Dorsche halten sich in diesem Wattenmeer auf. Eine große Gefahr besteht bei den Fischen dort, das diese so stark von der Sonne bei Ebbe bestrahlt werden, daß die Dorsche einen Sonnenbrand bekommen - verenden dann.
Sollte ich etwas falsches gepostet haben, dann bitte ich um Entschuldigung - da ich meine Zeilen nicht überprüfe - da sind einfach meine Gedanken.
 
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pomerodi71

Member
Wie gesagt, ich bin nicht Beratungsresistent und werde in mich gehen. Fakt ist, dass hier die Fraktion vertreten ist, die vehement davon abrät und in dem Bootsforum halt die Meinung vorherrscht, dass bei Einhaltung der Sicherheitsvorschriften nichts dagegen spricht.
Ich finde es gut, dass ihr mich warnt und mir Argumente liefert. Allerdings kann ich mich auch über einige Sprüche total aufregen.

@Kuddeldaddel
Was soll der Mist, gegen die Rettungsweste anzustinken? Was ist wohl der Sinn einer solchen Weste? Wir tragen keine Rettungsweste, um bequem an das Ufer zu schwimmen, sondern um zu überleben, falls wir unerwartet über Bord gehen und abtreiben! Sonst würden wir Schwimmwesten oder Armringe tragen. Und übrigens, ich habe eine Badeleiter an meinem Entenseeboot...

@SFVNOR
Wozu gibt es CE Klassen für Boote? Die bekommt man nicht nachgeschmissen! Also wirf mir nicht vor, dass fahrlässig handele, weil ich mich informiere. Und by the way... Wenn ich wirklich in Seenot gerate, zahle ich den Einsatz gerne.

Ja, hier sind erfahrene Kapitäne an Bord, aber nur weil jemand tausende von Seemeilen auf dem Buckel hat und dabei unglaubliche Wetterbedingungen erlebt hat, heißt es nicht, dass er immer Recht hat. In meinem anderen Forum sind auch sehr erfahrene Kapitäne unterwegs. Ich muss halt für mich und vorallem für meine Mitfahrer abwägen, wer Recht hat und ob es ein kalkulierbares Risiko ist oder nicht.

Hier wird immer wieder von Seegang geredet, der sich außerhalb der Mole zeigt. Ich werde nicht müde zu behaupten, dass ich dann gar nicht rausfahre. Ich werde auch nicht müde zu behaupten, dass ich mit meinen 40 PS 4 Zylinder Motor innerhalb weniger Minuten den Hafen erreiche, sobald sich das Wetter ändert.
Die Zeiten ändern sich und der Forecast heutiger Wetterstationen ist gut. Damit meine ich nicht den Wetterbericht von morgen oder in 10 Stunden. Aber was innerhalb der nächsten beiden Stunden passiert, ist schon sehr nah an der Wahrheit.

@LAC
Da hast du mich mal wieder missverstanden. Ich fahre dorthin, wo mich die Drift wieder in Richtung Mole treibt. Und bei Entensee kann ich super mit dem Ruder lenken... auch ohne Motor.
Warst du schon mal bei Hochwasser auf der Weser oder dem Rhein?
Ich weiß schon, was Strömung, Wind und Wellen (OK, die Wellen sind vernachlässigbar) mit meinem Boot anstellen. Mich haben auch mal 2 Bockschiffe, die in entgegengesetzter Richtung fuhren vor einer Steinpackung überrascht. Die Weser war an dieser Stelle sehr schmal und der Sog hätte mich auf die Steine gesetzt, was bei GFK ziemlich übel ist. Ich musste also zwischen die Bockschiffe, da dort am meisten Platz war. Da hatte ich alles... Sog, Wellen und ich fühlte mich sehr, sehr klein. Bis dahin habe ich meiner Nussschale nichts zugetraut, nun weiß ich, dass sie sich besser auf dem Wasser verhält, als manch anderes Boot. Mit meiner heutigen Motorisierung wäre ich weg gewesen, aber mit meinen 15 PS damals hatte ich es nur bis zur Mitte der Weser geschafft. Übrigens hätten die beiden Schiffe an dieser Stelle nicht gleichzeitig fahren dürfen, aber das hilft einem dan acuh nicht mehr...

Seekarten werde ich natürlich haben, aber wie ich schon sagte, ist laut Navionics fast alles Naturschutzgebiet, aber es ist nicht beschrieben, was man dort darf. Naturschutzgebiet heißt nämlich nicht, dass man dort gar nicht angeln darf. Das bekomme ich aber noch raus, zumal es ja nicht unwahrscheinlich ist, dass ich nur auf dem Fjord fahren werde.

Bekommt man im Fjord eigentlich auch Heringe an den Haken? Eigentlich müssten doch Schwärme da sein. Es sollten doch auch Plattfische im Fjord sein, oder? Zumindest in der Nähe der Schleuse...
Da hätte ich gar nicht mehr die "Not" auf das Meer zu fahren...


@esox02
Auf einer Benneteau habe meine Führerschein zur See gemacht (Nordsee Wilhelmshaven). Ich weiß ja nicht welches Model du hast, aber wir hatten ein 9 Meter langes Boot. Statt über die Wellen zu gleiten hat das Boot jede 3 Wellen-Serie so hart angknallt, dass fast alle am Boden lagen. Somit überrascht mich dein Erlebnis mit der Kreuzwelle nicht. Aber ich denke, dass du etwas Schnittigeres als die Fahrschule hast ;)


Ich denke, dass ich das Thema an dieser Stelle beende, bevor noch die Stimmung kippt. Letztendlich geht es um das Angeln in und um Hvide Sande ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

Testudo

Schützer und Nutzer
Die Informationen, die du im Boote-forum erhalten hast, sind durchaus sehr fundiert. Damit bist du gut gerüstet.
 

LAC

Well-Known Member
@pomerodi71
Pommerode, ich verstehe dich sehr gut, da ich 40 Jahre auf dem Wasser mich bewegt habe - ich habe von einer Luftmatratze schon geangelt im Mittelmeer vor Hafenanlagen, das war besser als von Land. Und auf den Bahamas - es war eine Expedition - habe ich Barrakudas beim schwimmen geangelt - hatte mein Tauchanzug an, war wie eine Boje und als ich einen dran hatte, zog er von dannen und ich entwickelte mich zum Boot und wurde gezogen, musste gar nicht mehr drillen, er hat sich selbst müde gemacht.
Wir sind mit dem Schiff vor einem Unwetter was angekündigt wurde - welches 42 m lang war -geflohen und haben hinter einer Insel Schutz gesucht. In der Nacht gab es einen Knall - da ist uns die Ankerkette gerissen - da sind wir geflüchtet, da wir nur noch einen Anker hatten , als der Sturm vorbei war, haben wir kurz getaucht und den Anker geborgen. Ich kenne die Gefahren auf dem Meer sowie Unterwasser sehr gut - und habe zig Menschen schon gerettet, aber auch aus 62 Meter Tiefe tot geborgen und ein Kind unterm Eis.
Und weil wir im Hvide Sande Forum sind - dort habe ich ein Kleinkind gerettet, weil das Mädchen vor der Schleuse am Geländer am Turnen war und Mama nur Fische im Kopf hatte,
Da gab es ein Plums und da lag das Kind im Wasser -vor der Schleuse zur Seeseite - ich bin hinter her gesprungen und habe es beim Springen gegriffen, sonst hätte die Strömung es Unterwassers zur See getrieben - das wäre gar nicht mehr aufgetaucht - nur noch tot.
Die Mutter hatte ich vorher gewarnt - da hat sie mich dumm angemacht nach dem Motto - angel du mal lieber. Nun bin ich ein alter Bock - da kann man viel berichten.
Und den Rhein, den du anschneidest, sowie die Gefahren dort - die kenne ich auch. Ich hatten ganz früher ein 4,5 m Boot mit 45 PS Chrysler und bin damit auf der Maas / Rhein - sowie im Mittelmeer gefahren sogar 3.500 km d.h. 3,5 Tage bis zur Türkei hinterm Wagen gehabt und dort schöne Fahrten gemacht und auch Fische gefangen. Trotz der Achtsamkeit, habe ich auch schon mal Probleme bekommen, die ich jedoch bewältigt habe.
Ich möchte Dir nicht das Angeln in Hvide Sande verderben - die Gezeitenströmung ist überall in der Nordsee - in Holland liegen sie im Schlamm bei Ebbe und im engl. Kanal hängen die Boote an der Hafenmauer in der Luft, da die Freizeitkapitäne daran nicht gedacht haben., das dort 5 m Tidenhub ist.
Da in Hvide Sande - die Einfahrt zum Hafen immer mit einer Gefahr verbunden war - bei Orkan oder Sturm, konnte man ihn gar nicht anlaufen. Es war für die kleinen Angelkutter aber auch für große Schiffe kaum möglich. Nicht umsonst liegt dort ein Seenotrettungskreuzer. Im Museum kannst Du sehen, wie vor Hvide Sande die Fischkutter - etwas größer als dein Boot - absaufen. Fahrten mit einem Boot welches Du jetzt hast, sind nicht für die Nrdsee zu empfehlen.
Du kannst damit alles machen - bis nach Amerika fahren - begleitet mit einem Tankschiff und einer Rettungswacht - das ist möglich und wenn nichts passiert, klappt das sogar. Das wäre doch eine kleine Einlage - wenn Du dann noch einen kapitalen Fisch am Haken hast, dann sparst Du sogar Benzin. Unter dem Motto: den Aalen auf der Spur - bis zum Sargassosee.
Das wäre ein Einlage - die schwimmen am Tag ja in den Tiefen und in der Nacht an der Oberfläche - Du wirst dann Weltmeister im Aalkeschern.
Ein Versuch lohn sich - Sponsoren findest Du auch. Kleiner Spaß am Rande, damit alles nicht so trocken ist.
Betreffend der Gefahren im Wasser, die kennt doch kaum ein Angler oder Freizeitkapitän. Mein Kollege, ein guter Taucher, hat sich ein Boot selbst gebaut und hat die erste Probefahrt auf dem Rhein damit gemacht, da wurde er mit samt Boot durch den Sog eines Schubgespann unter dem Kahn gezogen - er hat nur versucht Unterwasser vom Boot sich zu entfernen - konnte sich retten, das Boot mit Motor, nie wieder gefunden worden.
Und die Angler, die hier im Anglerboard sind, die wollen lesen, wie man schnell Fische fangen kann und wenn es geht ohne große Ausgaben. Das ist ganz normal und Personen die am Wochenende ihr Boot bewegen auf einer Talsperre, See oder Fließgewässer wo es erlaubt ist - dazu zähle ich auch noch den Küstenstreifen der Ostsee sowie die Schlei, das sind Fließgewässer und ein großes Binnenmeer, die machen sich falsche Vorstellungen - was in Hvide Sande passiert. Ich zähle diesen Platz zwar zu den besten Angelplätzen beim Hornhecht bzw. Hering, jedoch auch zu den gefährlichsten, wenn ich die Molen sehe - sollte man dort mal reinfallen, das will keiner - trotzdem passiert es.
Und es ertrinken ja auch welche - obwohl sie schwimmen können - haben ja als Kind das Seepferdchen gemacht.
So ist das auch mit Deinem Boot, bring es mit und fahre damit nach guter Prüfung raus. Du kannst die schönsten Stunden bekommen und nichts passieren, dann denkst Du, was haben die Bordies alle für ein Mist gepostet - und am nächsten Tag treten Probleme ein, dann wirst Du an unsere Worte denken. Du wirst dann sehen, was passiert
Und stehe dann nicht auf bei Gefahr und winke mit dem Ruder, weil man dich dann besser sehen kann von Land, dann fällst du ins Wasser und keiner sieht dich mehr.
Entschuldigung - diese Zeilen sind zwar etwas spitz und hart aber auch lustig und mit viel Wahrheit behaftet.

Wenn ich ehrlich bin - ich habe mein 4,5 m Boot mit Motor überall mit hingenommen - hatte mir im Vorfeld alles was ich benötige besorgt wie Karten usw. da besteht doch kein Problem und hatte viel Freude damit. Außer die Nordsee, da habe ich andere Boote bzw. Schiffe gechartert.
Letzter Satz:
Bring Dein geliebtes Boot mit, da Du in Hvide Sande kein Motorboot mieten kannst für die Nordsee bzw. für den Fjord. Besorg Dir jedoch Karten über den Fjord und mach den Motor nicht fest - solltest Du mal auflaufen, das er nach oben gedrückt wird, - der Boden ist Schlamm.
Viel Freude wünsche ich Dir.
Du wirst ja nicht schlafen auf dein Boot, wenn Du dann im Ferienhaus bist oder bei der Rettungsstation - dann muss Du berichten, was Du erlebt hast.

Jetzt gebe ich Dir noch einen Tipp von Esbjerg in nördlicher Richtung ist die Ho Bucht - in dieser Bucht liegt die kleine Isel Langli - diese Ho Bucht wird von der Halbinsel Skallingen vor der Nordsee geschützt - dort ist ruhiges Wasser und Du kannst dort auch Angeln. Ich empfehle Dir jedoch nicht von Hvide Sande dort hin zu fahren, das sind 80 km. Die Seehund die dort in der Region auf Bänke übernachten kommen tagsüber nach Hvide Sande und pflücken förmlich den Anglern die Heringe vom Paternoster.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kuddeldaddel

Minutenangler mit Sekundenpose
@Kuddeldaddel
Was soll der Mist, gegen die Rettungsweste anzustinken? Was ist wohl der Sinn einer solchen Weste? Wir tragen keine Rettungsweste, um bequem an das Ufer zu schwimmen, sondern um zu überleben, falls wir unerwartet über Bord gehen und abtreiben! Sonst würden wir Schwimmwesten oder Armringe tragen. Und übrigens, ich habe eine Badeleiter an meinem Entenseeboot...


Guten Tag pomerodi71 ....ich wünsche dir, allzeit eine Handbreit Wasser unterm Kiel...möge Neptun mit dir sein.
 

Astacus74

Member
Diese Westen würd ich vielleicht noch für die heimischen Binnengewässer nehmen, aber nicht für die Nordsee. Ich bin hier (Hitzacker/Elbe) im DLRG und wir benutzen nur Rettungswesten mit 275N EN 1095 die Ohnmachtsicher sind, das heißt die Westen drehen dich auf den Rücken und halten deinen Kopf über Wasser und haben eine Tragkraft von 40-120KG.
Im Fall der Fälle will ich etwas vernünftiges haben das ist mir mein Leben wert.
Ich würde dir zu dieser Raten https://www.12seemeilen.de/secumar-arkona-275-rettungsweste-280n.html
Die ist gut zu tragen und man hat genug Bewegungsfreiheit.

Gruß Frank
 

raxrue

Member
Servus zusammen...Wenn die Heringe auftauchen werde ich dich, lieber Otto, mal anrufen..wie es ausschaut komm ich mit einem Rudel Mitangler zum Heringsfischen und ein paar Tage Übernachten im Lydum Art Center... wenn du uns reinlässt...musst halt rechtzeitig sagen was du an Vorfächer mitgebracht haben möchtest...
 

pomerodi71

Member
Diese Westen würd ich vielleicht noch für die heimischen Binnengewässer nehmen, aber nicht für die Nordsee. Ich bin hier (Hitzacker/Elbe) im DLRG und wir benutzen nur Rettungswesten mit 275N EN 1095 die Ohnmachtsicher sind, das heißt die Westen drehen dich auf den Rücken und halten deinen Kopf über Wasser und haben eine Tragkraft von 40-120KG.
Im Fall der Fälle will ich etwas vernünftiges haben das ist mir mein Leben wert.
Ich würde dir zu dieser Raten https://www.12seemeilen.de/secumar-arkona-275-rettungsweste-280n.html
Die ist gut zu tragen und man hat genug Bewegungsfreiheit.

Gruß Frank

Hallo Frank,

die von dir vorgeschlagene Weste hatte ich auch auf dem Schirm. Sie ist für Hochsee und hat einen stärkeren Auftrieb, was bei schwerer Kleidung und hohen Wellen der entscheidende Vorteil ist.

Unsere Westen sind laut Norm auch für Hochsee (und Küstengewässer). Auch sie drehen den auf den Rücken (Ohnmachtssicher). Für unser Vorhaben (das keine großen Wellen beinhaltet), sollten Sie den Sicherheitsanforderungen genügen.


Jetzt gebe ich Dir noch einen Tipp von Esbjerg in nördlicher Richtung ist die Ho Bucht - in dieser Bucht liegt die kleine Isel Langli - diese Ho Bucht wird von der Halbinsel Skallingen vor der Nordsee geschützt - dort ist ruhiges Wasser und Du kannst dort auch Angeln. Ich empfehle Dir jedoch nicht von Hvide Sande dort hin zu fahren, das sind 80 km. Die Seehund die dort in der Region auf Bänke übernachten kommen tagsüber nach Hvide Sande und pflücken förmlich den Anglern die Heringe vom Paternoster.
Hallo,

es ist immer wieder eine Freude, deine Nachrichten zu lesen. Heute bin ich etwas in Zeitstress, deshalb werde ich mich kürzer fassen.

Deine Tipps sind super und ich werde sie mir zu Herzen nehmen. Mir geht es ja nicht darum, dass ich unbedingt auf das Meer muss, ich möchte auf Seefische angeln, die es im Fjord nicht, bzw. sehr vereinzelt gibt. Natürlich muss auch die Zeit stimmen, das ist klar.
Mein Traum wäre Seelachs/Köhler, aber dafür müsste ich weiter nach Norden oder zum Riff...

Du wirst lachen, die Ho Bucht habe ich auch auf den Zettel genommen, da wir in Nr. Nebel wohnen, passt die super. Ich habe nach Slipanlagen gesucht und in unserem Umkreis Bork Havn (Fjord), Hvide Sande /Seeseite und Fjord) und halt die Ho Bucht entdeckt. Das wäre natürlich eine gute Alternative... Ist denn dort der Fischbestand anders als im Fjord oder ziehen dort auch nicht so viele Fische rein? Es scheint ja ziemlich flach zu sein...
 
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