Hvide Sande: Angelparadies zwischen Fjord und Meer

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Blick vom Troldbjerg auf die Schleuse in Hvide Sande

Das schmucke Hafenstädtchen gilt als DAS Zentrum für Angler an der dänischen Nordseeküste. Jährlich zieht es unzählige Urlauber an Ringkøbing Fjord und Nordsee, wo Hering, Lachs, Dorsch & Co lauern. Auch im Anglerboard gibt eine große Fangemeinde vom kleinen Örtchen am Holmsland Klit. So gibt es seit Jahren sogar einen Extra-Theard „HVIDE SANDE 2019 - Hier bist Du richtig, wenn Du Fische fangen willst!“, in dem sich die Boardies über aktuelle Fänge, Angelmöglichkeiten und Erfahrungen austauschen.

Meinen ersten Urlaub machte ich 1994 als kleiner Junge in Hvide Sande und war direkt von den zahlreichen Anglern an der Schleuse fasziniert. Zahlreiche weitere Sommerurlaube folgten. Seither bin ich regelmäßig vor Ort und möchte Hvide Sande-Neulingen das Revier einmal genauer vorstellen.

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Zahlreiche Karten und Tafeln helfen bei der Orientierung im Ort

Der erste Eindruck
Soweit das Auge reicht, erblicke ich kilometerlangen weißen Sandstrand von der neuen Südmole in Hvide Sande. Daher muss der Fischerort an der jütländischen Westküste also seinen Namen haben, denke ich mir. An diesem Tag weht allerdings eine ordentliche Brise aus West. Da ist an Angeln von der Mole nicht zu denken. Was des einen Leid, ist des anderen Freud. Denn zahlreiche Wellenreiter, Wind- und Kite Surfer erfreuen sich genau an diesen Bedingungen. Ich dagegen sehne mich nach Ostwind, denn dann kommen in den Sommermonaten die Makrelen in Wurfweite. Der malerische Fischerort bietet aber wesentlich mehr Möglichkeiten.

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Nicht nur unter Anglern genießt Hvide Sande einen hervorragenden Ruf. Auch Sufer lieben die steifen Brisen der Nordsee

Silberne Schleuse
Im Frühjahr wird Hvide Sande zu DEM Zentrum für dänische Heringsangler. Massen der silbernen Fische passieren die Schleuse, um von der Nordsee in den Ringkøbing Fjord zu ziehen. Klassische Heringspaternoster und -bleie sind jetzt die richtige Wahl. Achtet beim Angel darauf, dass die Schleuse geschlossen ist. Bei geöffneten Toren ist die Strömung zu hart und der Fischschwarm wird auseinandergetrieben. Übrigens: Jedes Jahr im April findet Dänemarks größter Angelwettbewerb in Hvide Sande statt: das Sildefestival (Heringsfestival). Im Herbst wiederholt sich das Schauspiel, dann kommen die fetteren Herbstheringe an die Schleuse.
Bei steigenden Temperaturen ab Mai schlägt die Stunde der Hornhechte. Riesige Schwärme ziehen im Schleusenbereich an der Wasseroberfläche umher. Ein Fischfetzen unter der Wasserkugel oder hinterm Sbirolino ist eine Bank für die pfeilschnellen Räuber.

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Sind die Fische da herrscht reges Treiben an der Schleuse. Hier gehen Heringe und Hornhechte an die Haken


Molen & Meer
Seit 2013 schützen zwei neue Molen gegen Wind, Wellen und vor allem vor dem Versanden. Beide Bauten reichen rund 700 Meter in die Nordsee und bieten bei guten Bedingungen reichlich Platz für Angler. Plattfische, Hornhechte, Dorsche, Makrelen oder Meeräschen sind je nach Jahreszeit fangbar. Weht im Sommer ein laues Lüftchen vom Ringkøbing Fjord her, legen sich die Wellen und die Makrelen ziehen an die Küste. Meerforellenblinker, Makrelenvorfächer oder Fischfetzen sind die richtigen Köder für die Nordseetiger. Zudem gehen von den Molen vermehrt Wolfsbarsche ans Band.

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Bei Ostwind und sommerlichen Temperaturen lassen sich Makrelen von den Molen fangen

Ein spannender, aber nicht leicht zu fangender Sommergast ist die Meeräsche. Sie ziehen in kleinen Schulen auf der Suche nach Algen und anderen Leckereien die Mole entlang.

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Zahlreiche Meeräschen tummeln sich in der warmen Jahreszeit im Hafengebiet

Wer lieber Wattwürmer badet, kann mit Flundern und Klieschen rechnen. Gute Strände zum Brandungsangeln findet Ihr etwas nördlich von Hvide Sande bei Søndervig und Houvig, aber auch von der Mole oder im Hafen beißen die Flachmänner.

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Die endlosen Sandstrände laden zum Brandungsangeln ein. Flundern und Klieschen sind die Hauptbeute

Wer an den südlichen Stränden fischt, sollte es einmal gezielt auf Steinbutt versuchen. Von Årgab bis Vejers Strand lauern die Kreisrunden im knietiefen Wasser.

Mit dem Kutter auf die Nordsee
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Die MS Solea fährt ab Hvide Sande zum Hochseeangeln auf die Nordsee

Dorsch, Köhler und Leng stehen auf dem Fangzettel, wenn Ihr eine Kutterausfahrt bucht. In Hvide Sande liegt die MS Solea, weitere Kutter fahren ab dem nördlich gelegenem Thyborøn. Pilker zwischen 100 und 400 Gramm sowie Vorfächer mit Oktopussen sind erste Wahl. Zur Ferienzeit werden außerdem kurze Drei-Stunden-Küstentouren auf Makrelen angeboten. Eine gute Gelegenheit für Einsteiger ins Hochseeangeln.

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Das Revier von der dänischen Küste ist für gute Dorschfänge bekannt

Süße Räuber
Doch das sind noch nicht alle Möglichkeiten in und um Hvide Sande. Zahlreiche Put&Take-Seen rund um den Ringkøbing Fjord locken mit kampfstarken Regenbogen- und Lachsforellen. Außerdem mündet die Skjern Au, einer der besten Lachsflüsse Dänemarks, in den Fjord. Hier beißen neben Salmoniden auch Barsche, Hechte und Weißfische.
Im Fjord selbst lohnt sich ebenfalls ein Versuch auf Räuber. Die ausgesüßten Bereiche am Nord-, Ost- und Südufer sind mit Schilf bewachsen und bieten Hecht und Barsch den idealen Lebensraum. Sowohl Ufer- als auch Bootsangler kommen im Brackwassersee auf ihre Kosten. Gummifische, Jerkbaits und klassische Blinker locken die Raubfische an die Haken.

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In den ausgesüßten Bereichen des Ringkøbing Fjords lauern Barsch und Hecht. Das Foto zeigt den südlichsten Teil bei Nymindegab

Hvide Sande lässt anglerisch nichts zu wünschen übrig. Der charmante Fischerort versprüht maritimes Flair und lockt zudem mit schöner Dünenlandschaft und weißen Sandstränden.

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Herrlicher Sonnenuntergang mit Blick auf die Molen in Hvide Sande


INFOS
Angelkarten
Alle Angler zwischen 18 und 65 Jahren benötigen einen gültigen dänischen Angelschein. Erhältlich ist er in Angelläden oder auf www.fisketegn.dk

Bestimmungen:
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Wer in Hvide Sande angeln möchte, braucht seit einigen Jahren eine zusätzliche Karte. Mit der gültigen Berechtigung habt Ihr Zutritt zu den zahlreichen Plätzen in den Bezahlzonen im Hafen, an der Schleuse und auf den Molen. Zusätzlich stehen einem die Räumlichkeiten vom Hvide Sande Sportfisker Center zur Verfügung. Hier könnt Ihr Eure Fische ausnehmen, verpacken und kühlen. Wer ohne Zusatzkarte im Hafen angelt, zahlt ein Bußgeld von 500 DKK (rund 68 Euro). Kinder unter 13 Jahren angeln gratis und ohne Zusatzkarte. Alle anderen bekommen die Erlaubnis in den Angelläden oder im Netz unter www.hvidesande-sportsfiskercenter.dk
Preise: Tageskarte DKK 30 (4 Euro), Wochenkarte: DKK 125 (16,80 Euro), Saisonkarte: DKK 250 (33,60 Euro)
Es gelten die in Dänemark gesetzlichen Schonzeiten und Mindestmaße. Beachtet, dass für den Ringkøbing Fjord andere Regeln gelten als in der Nordsee.


Angelläden
Vor Ort gibt es zwei Angelläden. Beide führen ein breites Sortiment und Ihr findet alles, was das Herz begehrt. Die Verkäufer sind fachkundig und sprechen deutsch.
Kott Fritid, Nørregade 2A, 6960 Hvide Sande und Lystfiskeren, Nordhavnskaj 31, 6960 Hvide Sande
 
Scöner Bericht von dir . Fahre auch seit 93 regelmäßig zum Angel und zur Erholung und Seele baumeln lassen dort hin !
 
@anschmu
Es geht doch nicht um das Wohlfühlgefühl beim Angeln (ich mag es) aber um die Abzocke der Kommune. Ich kaufe jedes Jahr meinen Fiskegegn für 1 Jahr obwohl ich nur max. 4 - 5 Wochen in DK zum Angeln gehe und dann soll ich noch diverse Kronen investieren um in Hvide Sande, an den sogenannten Hot Spots angeln zu dürfen wo nur Kilosammler für den Hering und Hornhecht unterwegs sind, die sich einen Teufel darum scheren wie Fische nach der Entnahme zu behandeln sind ?
Da hilft auch kein Schlachthaus und eine Gefriermöglichkeit mit dem Erwerb der Erlaubniskarte

Wenn Du wirklich seit 1993 in Hvide Sande warst so dürfte Dir die Veränderung nicht entgangen sein.

Gruß, Stefan
 
Man kann es doch den Dänen nicht verdenken, dass sie den deutschen Urlaubern wenigstens etwas in die Taschen greifen. Sicherlich hat sich die "Qualität" der Angler dort in den letzten Jahrzehnten nicht verändert, aber zumindest ist es um die Schleuse herum tendentiell sauberer geworden.

Vielleicht sollte man in DK einfach auch einmal über Fangbeschränkungen nachdenken, damit die Zeiten der blauen Regentonnen irgendwann auch der Vergangenheit angehören.

Gruß
Double2004
 
@Timo.Keibel
jetzt ist alles gepostet worden - sehr gute Information !
Was ich schon Jahre nicht verstehe ist, das im Hafenbereich auch geangelt werden darf - normal ist das Angeln im Hafenbereiche nicht erlaubt, so kenne ich es - denn wenn die Angelschnur in eine Schraube kommt, dann können Probleme auftreten - uns ist das mal vor zig Jahren im Mittelmeer (Kornaten) in der Nacht passiert, da musste ich tauchen und die Schnur von der Welle befreien. Das ging so schnell, da stand der Motor. Auch wenn es für den Angler eine Einschränkung ist, aber der Hafen ist normal für Boote gedacht, so sehe ich das - wobei ich ja auch dort mein Glück versuche z.B. auf Aal. Dein Bericht ist sehr informativ. Nun müssen die genannten Fische nur noch am Haken kommen - ich habe zwar schon hundert Meeräschen gefangen, aber in Hvide Sande noch keine - verstehe es bis heute nicht.
Was ja auch Super ist, wenn die Heringszeit in Hvide Sande ist, das mehrere Seehunde bis zu 10 Exemplare dort auch Fische fangen. Für Kleinkinder und Mama recht interessant und sie können Papa anfeuern, wenn er Heringe am Haken hat mit den Worten - schneller, schneller. Das wird dann ein Wettkampf nicht mit dem Fisch sondern mit dem Seehund. Das muss man erlebt haben - das wird man sein Leben lang nicht vergessen, für mich ist dieses Super, wenn man die Angelei nicht so verkniffen sieht.

@SFVNOR
Stefan, das sehe ich etwas anders, früher wurden die zig tausend Fische, entweder am Wasser oder im Haus von Kotts Angelladen im Untergeschoß sauber gemacht. Die Uferregionen sowie die Plattform sahen versifft aus, Innereien Angelkarm, alles konnte man finden - ein Bild war zu sehen, was nicht positiv die Angelei darstellt. Dieses ist heute nicht mehr so schlimm, bedingt durch die Reinigungshalle, wo man auch Eis kostenlos bekommen kann und eine Toilette ist dort auch. Super ist dieses für Hvide Sande, weil die Plätze nicht mehr so versifft sind, nicht nur für den Angler, sondern auch für die Urlauber, die dort das ganze Jahr über Ihre Ferien machen, denn die Ferienhäuser sind nicht nur belegt, wenn der Hering da ist-

Die neue Reinigungshalle ist einmalig in ganz Dänemark, ich sage sogar Europa !

Die Angler, konnten ja früher auch die gefangen Fische im Ferienhaus sauber machen - nein, das kostet Wassergeld und vielleicht noch die Endreinigung, da sie die Küche mit Heringsschuppen verschönert haben.
Jetzt denken natürlich einige, ich spinne - aber ich kenne die Angelplätze wie meine Westentasche und kann ein Lied singen wie einige Angler sich in Ferienhäuser benehmen, wenn dann noch ein Bierchen zu viel getrunken wird, dann liegt der braune Al im Bett, weil einige das gar nicht mehr raffen. Das finden einige im besoffen Kopf toll, aber das ist Scheixxe.
Ich freue mich, das jetzt die Angelplätze annähernd sauber sind und die Bank für Behinderte nicht mit Innereien verschmiert ist - sondern genutzt werden kann.

Damit will ich nicht sagen, das Du so handelst - nein du bist einer von den Sauberen - aber ein großer Teil ist halt anders und in so werden sie in der Heringszeit, die Ufergegend an der Schleuse so schmücken, das der Betrachter der Angelei sagt; verdammt, die fangen aber viel Fische und im gleichen Atemzug denkt - aber Schweine sind sie auch, wenn ich die Müllhaufen sehe bei den Fangplätzen.
Es ist halt ein schwarzer Fleck, der die Angelei ganz schön beschmutzt und ich schon Jahrzehnte sehe und ich habe ein geschultes Auge.
.

Wenn alle Angler, die sich bemühen einen Fisch am Haken zu bekommen - dafür kaufen sie alles - auch so arbeiten würden, daß der Platz wo sie geangelt haben - sauber verlassen wird - dann würde ich mich freuen und unsere Gesellschaft auch, denn die sind nicht doof, wenn die Innereien und Schuppen von Fische in allen Ecken und auch noch zig Meter verhedderte Angelschnur und verkleinerte Bierdosen liegen sehen, das die denken - ein Müllwagen wäre umgekippt. Die wissen genau wo es her kommt. Ist hart aber wahr - wobei sich dieses in den letzten Jahren zum Glück sichtbar verbessert hat - auch halt durch die neue Reinigungshalle.
Ich möchte nicht wissen wieviel qm3 Wasser da verbraucht wird aber auch Strom. damit der Angler sich nicht in die Finger schneidet und die Frau nicht im Dunkeln auf der Toilette sitzt - kleine Scherz, muss sein -sonst kann ich das nicht aushalten. Ein jeder müsste sich freuen, das die Angelplätze dort sauberer geworden sind, halt durch die neuen Reinigungshallen - so sehe ich das.
Die Angler haben vor Jahren ja nicht die Innereien in die Westentasche gesteckt, die suchten früher einen Platz haben einen gefunden, da dort schon Müll lag - mit den sauberen Gedanken - da kommt ja einer, der reinigt den Platz. Das ist nicht falsch - er hat das ja nicht versteckt wo man nur den Genuss des Geruchs wahrnahm.
 
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Besten Dank für Euer Feedback. Ich finde es gut, dass die Stadt Hvide Sande die Extrakarte eingeführt hat. Habe auch das Gefühl, dass es wesentlich sauberer geworden ist als noch von einigen Jahren. Zudem bieten die Pontons eine sicherere und bessere Angelmöglichkeiten als die Steinschüttungen. Hätte auch kein Problem damit, wenn häufiger Kontrollen durchgeführt würden.
Wie dem auch sei, ich freue mich schon auf den nächsten Besuch in Hvide Sande!
 
Hi Timo,
vielen Dank für den tollen Bericht und die Bilder. Find ich Klasse! Und als Dänemark Fan bin ich für solche Infos immer dankbar.
Seither habe ich mich ja meistens auf der Ostsee- Seite Dänemarks rumgetrieben, daher find ich solch schöne Berichte super.
Im übrigen kann ich die Dänen gut verstehen, dass sie für solche HotSpots nochmal eine Extra Gebühr verlangen. Hört sich für
mich nicht übertrieben teuer an und wie es sich liest bekommt man ja dafür mit der Reinigungshalle auch eine extra
Leistung geboten.
Kommt man von Hvide Sande aus eigentlich auch auf's Gelbe Riff oder muss man da weiter Nördlich?

Viele Grüße Ulli
 
@Zander_Ulli
Ulli, in Hvide Sande liegt in den letzten Jahren nur noch ein Schiff - es ist die Solea die Du über den Angelladen Kott buchen kannst.
Sie machen zwei, drei unterschiedliche Fahrten - Makrelenfahrt um dei 3 Std bis hin zu 12 Std vielleicht auch mehr Std.
Vor Jahren habe ich mit Fritz vom Angelladen, dem auch der Kahn gehört an einem Tisch gesessen, dabei war in der Runde noch unser leider verstorbener Angelfreund Jürgen Breithardt, wir haben über Gott und die Welt gesprochen und wir konnten einen Blick in seine Fangbücher machen, die sahen ganz gut aus, wenn man bedenkt, das Hvide Sande im südlichen Bereich der Nordsee liegt und lange fahren muss, damit eine beachtliche Tiefe bekommen. Ich sage sogar, die im südliche Bereich eine Dorschfahrt machen, das müssen gute Angler sein, damit sie von den wenigen einige Dorsche überlisten durch Ihre Fangtechnik.
Das "weiße Riff" das ist nicht ein ausgeschriebener Fischfangplatz wie das gelbe Riff oder die norw. Rinne. Da erreicht man eine ganz andere Tiefe und fängt auch andere Arten. Dort sind halt mehr Fische.
Du kannst auch Dorsche an der langen Mole in Hvide Sande z. B im Winter fangen - da sie näher zum Ufer kommen.

Wenn Du eine richtige Dorschfahrt machen willst, dann würde ich Dir das Gelbe Riff empfehlen - bzw. die norwegische Rinne. Eine Angelfahrt in dem kleinen Belt in der Ostsee geht auch, da fährst Du nicht lange raus - da ist der Wellengang ganz anders. Frauchen kannst Du am Ufer stehen sehen, wie Sie am winken ist, wenn Du einen am Haken hast - die Tiefe ist auch OK.
Frag mich aber nicht, wo die Kutter liegen - jedenfalls kannst Du länger Angeln, wenn die Fahrten auf dem Wasser von den Stunden gleich sind - durch die kurze Anfahrt.
Wenn ich mir die ganzen Angelkutter in der Nordsee ansehen in den letzten 35 Jahren, dann wundere ich mich, das überhaupt noch ein Kahn fährt - die Unterhaltung von solch einem Schiff ist unvorstellbar. Ich habe früher vor ca. 40 Jahre ein ehemaliges franz. Forschungsschiff (Eltra) von Kapitän Nay immer gechartert und sind von Emden zum Borkum Riff gefahren - damals war das das einzige Schiff für Angler mit Sonar an Board - immer gut gefangen. Und einmal eine Woche, das war aber eine kleine Expedition, da sind wir bis zu den Orkney Inseln gefahren.
Ich kenne ja auch Mastholm, wo zig Angelkutter früher lagen, alle haben gefangen, das ganze Dorf lebte von den Anglern - dann kamen die Gesetze und heute liegt dort vielleicht noch ein oder zwei Schiffe. Selbst Helgolad wurde immer angefahren, der Sockel von der Insel ist übersäht mit Pilker und Bleie.

Solch ein Kahn, der muss jeden Tag über 2000 Euro einfahren, das haben ja die Angler locker in den Taschen - damit alles gedeckt ist - sonst entwickelt sich solch ein Kahn ganz langsam zum Seelenverkäufer.
Ich wurde mal eingeladen auf eine Makrelenfahrt mit der Solea - das war herrlich. Als wir aus dem Hafen in Hvide Sande ausliefen, da kamen die ersten Brandungswellen und vier Angler und eine Frau rutschten über Deck und der Sohnemann von einem Angler, schrie du muss dich auch festhalten.

Wenn das nicht wäre, ist solch eine Fahrt nicht interessant. Mir gefällt das, sonst würde ich es nicht posten.
 
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Kommt man von Hvide Sande aus eigentlich auch auf's Gelbe Riff oder muss man da weiter Nördlich?

Viele Grüße Ulli
Moin @Zander_Ulli ,

wie @LAC schon beschrieben hat, fährt ab Hvide Sande nur noch die MS Solea. Habe hier selbst schon gute und schlechte Touren erlebt. Die größten Chancen hast Du ab Hvide Sande auf den längeren Touren. Weiß allerdings nicht, wie der aktuelle Skipper vom Kutter ist. Von dem hängt letztlich vieles ab. Allerdings steuert der Kutter eher das "weiße" oder besser bekannt Jyske Riff an.
Ich persönlich Fahre von Hvide Sande immer nach Thyborøn, um eine Kuttertour zu machen. Die Skipper der MS Bodil, MS Muddi und der MS Nemo machen einen top Job. Schau doch gerne einmal in unseren Beitrag Kutterangeln an der dänischen Nordsee (mit Kutterliste) in diesem haben wir eine Kutterliste zusammengestellt und geben einige Tipps zum Hochseeangeln vor der dänischen Nordseeküste.
 
Hallo, @Zander_Ulli
wir sind zwar hier im Hvide Sande Thread, jedoch kann man nicht verlangen, daß alle großen Fische auch in Hvide Sande sind. Wir haben ja nicht die Tiefe hier wie im am Gelben Riff. Timo Keibel erwähnte ja, das er von HS nach Thyborøn fährt, weil die Chancen dort einen großen zu erwischen halt wirklich gut sind - wenn alles weitere auch gut ist.
Wichtige Punkte spielen da eine Rolle, der erste Faktor ist der Angelplatz - der ist dort gut - und dann wird man es erleben.
Die Kutterliste die @Timo-Keibel eingestellt hat ist doch Super!
Jetzt hoffe ich das viele Bordies in Richtung Norden fahren - damit sie dicke Fische zu fangen, dann haben wir mehr Platz in Hvid Sande. *lach
 
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@anschmu
Es geht doch nicht um das Wohlfühlgefühl beim Angeln (ich mag es) aber um die Abzocke der Kommune. Ich kaufe jedes Jahr meinen Fiskegegn für 1 Jahr obwohl ich nur max. 4 - 5 Wochen in DK zum Angeln gehe und dann soll ich noch diverse Kronen investieren um in Hvide Sande, an den sogenannten Hot Spots angeln zu dürfen wo nur Kilosammler für den Hering und Hornhecht unterwegs sind, die sich einen Teufel darum scheren wie Fische nach der Entnahme zu behandeln sind

Hallo Stefan , ich fahre schon seit 93 nach Hvide Sande , erst als Familienurlaub gedacht , dann zum Angeln gekommen und nun auch 3-4 Wochen im Jahr vor Ort . Und ich sehe den Bau vom Schlachthaus durchaus positiv , auch die Gebühr fürs Heringsangeln sehe ich als positiv an , da unsere lieben Tonnenangler diese scheuen und weiter hoch fahren , um dort ihren Dreck und Unrat hinterlassen .
MfG Andreas
 
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Hi Andreas,
Ich wollte natürlich niemanden den Besuch in Hvide Sande vermiesen ob nun Angler oder Tourist. Ich wollte nur meine Meinung abgeben wie ich es gesehen habe, Hvide Sande in Erinnerung habe.
Wenn sich also mit der zusätzlichen Abgabe die Müll/ Schlachtabfall Situation signifikant gebessert, die Schmuddel die sich Angler nennen abwandern so ist es ja durchaus zu begrüßen.
Gruß, Stefan
 
Schöner Bericht, Timo!

Ich bin dort auch immer gern hingefahren- meine beiden Jungs sind dort aus anglerischer Sicht quasi "groß geworden"!
 
Der ganze nördliche Schleusenbereich ist ja förmlich ein Anglerparadies geworden, hier wurde im Sinne der Angler etwas positives geschaffen, von den neunen Angelstellen bis hin zur Reinigungshalle - wie schon mehrmals erwähnt, die zuständigen Personen haben sich was einfallen lassen - Super ist die gesamte Anlage und ich glaube sogar einmalig in Europa - hier ist ja an alles Gedacht worden. Denn an einer Steinschüttung zu Angeln, wo die Steine mit Algen überzogen sind, ist sehr gefährlich vor der Schleuse.
Eine Person ist ständig vor Ort und hält alles sauber, wenn dieses nicht wäre, würden die Angler in den Innereien sitzen und die Herineg sauber machen. Mehrere Tonnen Innereien sammeln sich dort an und die Halle ist immer Tip Top - es ist immer ein Genuss, wenn ich die Tür öffne und den Reinigungshalle betrete - da kommt Freude auf.

Wenn der Mann am Angeln ist, hat Frauchen dort auch einen überdachten Raum wo sie sitzen kann und die Angler beobachten kann und sich ein Bild machen, ob ihr Mann das auch wahr macht, was er gesagt hat - ich fangen reichlich Fische, damit die Fahrt sich auch lohnt. Kleiner Scherz so denken keine Angler *lach
Zu erwähnen sei noch, das der Aufbau, Abbau, die Betreuung der ganze Halle sowie die Entsorgung der Innereien die vollen Säcke der Mülleimer im Angelbereich - Menschen machen, die bezahlt werden. Nun ist der Mindestlohn bei einem Arbeiter in DK um die 18 Euro - sollte ein Angler mal ene Werkstatt aufsuchen für sein Boot oder Wagen, dann kann er zwar ein oder zwei Zigarette mit dem Arbeiter rauchen und ein nettes Gespräch führen, das ist zwar "Gold" wert, es ist jedoch preiswerter, wen er ihm eine Schachtel nach der Arbeit schenkt
 
Vielen Dank für die reichlichen Antworten thumbsup,
und auch für den link auf den Bericht mit der Kutterliste.
Den kannte ich seither noch nicht.
@LAC: Das hört sich für mich wieder nach einem guten Beispiel an, dass Angler in Dänemark willkommen sind.
Für mich ist das eben auch einer der Gründe warum ich einfach gerne nach DK zum angeln fahre,
natürlich neben den schönen Ferienhäusern mit viel Platz, der leckeren Marmelade, dem leckeren
Karrybidder, der guten Luft, der ruhigen schönen Strände, , , , ..... :laugh2
 
@ Zander_Ulli
Natürlich sind die Angler in Dänemark willkommen, da sie Geld bringen, wenn das Geld vom Himmel fallen würde, sieht das ganz anders aus.
Das ist eine Zielgruppe in der Touristikbranche, wo die zuständigen Ämter, Gruppen, Personen sich drauf eingestellt haben - wenn man mal die ganzen Termine für die Angler durchleuchtet z.B. das Heringsfestival, stellt man fest, das damit förmlich die Saison verlängert wird. - das ist ganz normal die machen das ja nicht, weil sie die Angler lieben. Wenn der Mister Hering gewählt wird - weil er im Neoprenanzug Samba tanzt - dann lieben das einige Frauen und kreischen, weil sie das Bier was sie getrunken haben auch lieben und einige benutzen den Tisch als Kopfkissen. Freiheit, damit der Rubel rollt. Und Hvide Sande kann froh sein, das der Hering und der Hornhecht förmlich zu tausenden vor der Schleuse steht, wobei die Schleuse ja kein schön Bauanlage ist, die man sich im Urlaub ansehen möchte - aber auch da waren sie sehr schlau und machen eine Kunstausstellung unter der Brücke im Schleusenraum - die gut angenommen wird. Das sind tolle Ideen, wo unterschiedliche Zielgruppen angesprochen werden.
In Vejers am Strand weiter südlich wird ja auch jährlich eine großer Angelwettkampf durchgeführt oder ein intern. Marathonlauf am Strand.
Alle machen sich Gedanken, damit Sie Feriengäste bekommen was ja ganz normal ist und es ist schön das sie es machen, da jede Zielgruppe angesprochen wird.
 
@ SFVNOR


[COLOR=#000000]Hallo Stefan.
ich habe mir dein Postings noch mal durchgelesen und da bin ich über einen Satz vor dir gestolpert, wo Du erwähnst, das diese neue Angelgebühr die für die Angelei im Hafenbereich ab letztes Jahr in Hvide Sande bezahlt werden muss, eine Abzocke der Kommune ist. Wörtlich: Es geht doch nicht um das Wohlfühlgefühl beim Angeln (ich mag es) aber um die Abzocke der Kommune
Mit den Zeilen, bekommen die Leser bzw. auch einige Angler ein falsches Bild, was ich nachstehend kurz erläutern möchte, damit dieses nicht negativ gesehen wird.[/COLOR]

[COLOR=#000000]Um zu Angeln benötigt man in Dänemark, den staatlichen Angelschein und in Fließgewässern oder im Hafen- und Schleusenbereich in Hvide Sande einen zusätzlichen Schein.
Den staatlichen Angelschein, muss jeder Angler kaufen, außer Kinder und Rentner, die in staatlichen Gewässern ob im Meer oder im Fließgewässer angeln.
Diese Einnahmen bleiben nicht vor Ort d.h. bekommt die Kommune, sondern der Staat, der damit fischereilich Projekte in ganz Dänemark unterstützt, z.B. die Renaturierung der Skjern Au. Dieses war, Nordeuropas teuerstes Naturschutzprojekt , welches mehrfach intern. ausgezeichnet worden ist. Aber auch Besatz von verschiedenen Fischarten bzw. die staatl. Zuchtanstalten. Die Gewässer sind ja früher von Menschenhand vernichtet worden und für den Fang dieser Fische, zahlt halt der Angler einen jährlichen Betrag für die Angelei, die für den aquatischen Bereich bestimmt sind.
Mit diesen Einnahmen werden fischereiliche Projekte, alles was die aquatischen Fauna und Flora verbessert finanziert - das kommt auch den Anglern Zugute.
Mit diesem Geld wird aber nicht der Müll beseitigt, der durch die Angler in Hvide Sande entsteht.[/COLOR]

[COLOR=#000000]Da aber in den Fangzeiten, wenn die Schwarmfische in Hvide Sande sind, aus ganz Europa die Angler nach Hvide Sande kommen um dort Heringe und Hornhechte zu fangen sowie andere Fischarten und der Müll, der durch die Angler dort entstanden ist, nicht mehr zu ertragen war. Auf Tische und Bänke sowie in der Landschaft hat er gelegen selbst die Reinigungsleute bekamen es kaum im Griff. Schuppen und Innereien, Verpackungsmaterial, Angelschnüren, Haken usw. alles wurde entsorgt. Der Dreck von den Anglern lag überall - und einer der das sieht, der denkt sich sein Teil , was nicht pos. ist , sondern einen Schatten auf die Angelei wirft.[/COLOR]

[COLOR=#000000]Das Geld was jetzt die Angler im Hafenbereich - in der Zeit wo die Fische da sind - bezahlt werden muss, kommt ja auch den Anglern Zugute, neue sichere Angelplätze wurden im Schleusenbereich gebaut, eine Reinigungshalle, Toilette und vieles mehr. Eis kann der Angler bekommen, eine Toilette ist dort und ein Aufenthaltsraum mit Tische und Bänke, wo die ganze Familie sitzen kann wurde gebaut. Und die Innereien von den zig tausend Fischen, die dort täglich gefangen werden, liegen nicht mehr in der Gegend oder auf den Steinen, da man noch schnell ein Foto von einer Möwe machen wollte. Das ganze Umfeld ist jetzt deutlich sichtbar sauberer d.h.besser geworden

Für den Angler ist diese Halle eine Bereicherung - und die Nichtangler, die dort sitzen und die Angler zuschauen, denken nicht nur so, sondern sie haben es mir auch dort bei einem Gespräch gesagt, mit den Worte: das ist ja einmalig was Hvide Sande hier für die Angler gebaut hat. Es ist ein Genuss, die Angler bei Fang zuzuschauen.
So sehe ich es auch - das ist wirklich einmalig!
Deswegen zahle ich gerne diesen kleinen Betrag, damit mein Angelmüll entsorgt wird und ich den Ruf des Anglers nicht verschmutze,[/COLOR]

[COLOR=#000000]Denn wenn früher Zuschauer sich schnell mal auf eine Bank gesetzt haben ohne groß zu schauen, und dachten, oh da ist ja ein feuchtes Kissen drauf, dann haben sie sich getäuscht - es waren die Innereien vom Fisch.[/COLOR]
 
Zuletzt bearbeitet:
@ SFVNOR


[COLOR=#000000]Hallo Stefan.
ich habe mir dein Postings noch mal durchgelesen und da bin ich über einen Satz vor dir gestolpert, wo Du erwähnst, das diese neue Angelgebühr die für die Angelei im Hafenbereich ab letztes Jahr in Hvide Sande bezahlt werden muss, eine Abzocke der Kommune ist. Wörtlich: Es geht doch nicht um das Wohlfühlgefühl beim Angeln (ich mag es) aber um die Abzocke der Kommune
Mit den Zeilen, bekommen die Leser bzw. auch einige Angler ein falsches Bild, was ich nachstehend kurz erläutern möchte, damit dieses nicht negativ gesehen wird.[/COLOR]

[COLOR=#000000]Um zu Angeln benötigt man in Dänemark, den staatlichen Angelschein und in Fließgewässern oder im Hafen- und Schleusenbereich in Hvide Sande einen zusätzlichen Schein.
Den staatlichen Angelschein, muss jeder Angler kaufen, außer Kinder und Rentner, die in staatlichen Gewässern ob im Meer oder im Fließgewässer angeln.
Diese Einnahmen bleiben nicht vor Ort d.h. bekommt die Kommune, sondern der Staat, der damit fischereilich Projekte in ganz Dänemark unterstützt, z.B. die Renaturierung der Skjern Au. Dieses war, Nordeuropas teuerstes Naturschutzprojekt , welches mehrfach intern. ausgezeichnet worden ist. Aber auch Besatz von verschiedenen Fischarten bzw. die staatl. Zuchtanstalten. Die Gewässer sind ja früher von Menschenhand vernichtet worden und für den Fang dieser Fische, zahlt halt der Angler einen jährlichen Betrag für die Angelei, die für den aquatischen Bereich bestimmt sind.
Mit diesen Einnahmen werden fischereiliche Projekte, alles was die aquatischen Fauna und Flora verbessert finanziert - das kommt auch den Anglern Zugute.
Mit diesem Geld wird aber nicht der Müll beseitigt, der durch die Angler in Hvide Sande entsteht.[/COLOR]

[COLOR=#000000]Da aber in den Fangzeiten, wenn die Schwarmfische in Hvide Sande sind, aus ganz Europa die Angler nach Hvide Sande kommen um dort Heringe und Hornhechte zu fangen sowie andere Fischarten und der Müll, der durch die Angler dort entstanden ist, nicht mehr zu ertragen war. Auf Tische und Bänke sowie in der Landschaft hat er gelegen selbst die Reinigungsleute bekamen es kaum im Griff. Schuppen und Innereien, Verpackungsmaterial, Angelschnüren, Haken usw. alles wurde entsorgt. Der Dreck von den Anglern lag überall - und einer der das sieht, der denkt sich sein Teil , was nicht pos. ist , sondern einen Schatten auf die Angelei wirft.[/COLOR]

[COLOR=#000000]Das Geld was jetzt die Angler im Hafenbereich - in der Zeit wo die Fische da sind - bezahlt werden muss, kommt ja auch den Anglern Zugute, neue sichere Angelplätze wurden im Schleusenbereich gebaut, eine Reinigungshalle, Toilette und vieles mehr. Eis kann der Angler bekommen, eine Toilette ist dort und ein Aufenthaltsraum mit Tische und Bänke, wo die ganze Familie sitzen kann wurde gebaut. Und die Innereien von den zig tausend Fischen, die dort täglich gefangen werden, liegen nicht mehr in der Gegend oder auf den Steinen, da man noch schnell ein Foto von einer Möwe machen wollte. Das ganze Umfeld ist jetzt deutlich sichtbar sauberer d.h.besser geworden

Für den Angler ist diese Halle eine Bereicherung - und die Nichtangler, die dort sitzen und die Angler zuschauen, denken nicht nur so, sondern sie haben es mir auch dort bei einem Gespräch gesagt, mit den Worte: das ist ja einmalig was Hvide Sande hier für die Angler gebaut hat. Es ist ein Genuss, die Angler bei Fang zuzuschauen.
So sehe ich es auch - das ist wirklich einmalig!
Deswegen zahle ich gerne diesen kleinen Betrag, damit mein Angelmüll entsorgt wird und ich den Ruf des Anglers nicht verschmutze,[/COLOR]

[COLOR=#000000]Denn wenn früher Zuschauer sich schnell mal auf eine Bank gesetzt haben ohne groß zu schauen, und dachten, oh da ist ja ein feuchtes Kissen drauf, dann haben sie sich getäuscht - es waren die Innereien vom Fisch.[/COLOR]
@LAC
Moin Moin,
Wie Du dann weiterliest habe ich später meine Meinung revidiert. Also alles Gut.
 
@ SFVNOR


[COLOR=#000000]Hallo Stefan.
ich habe mir dein Postings noch mal durchgelesen und da bin ich über einen Satz vor dir gestolpert, wo Du erwähnst, das diese neue Angelgebühr die für die Angelei im Hafenbereich ab letztes Jahr in Hvide Sande bezahlt werden muss, eine Abzocke der Kommune ist. Wörtlich: Es geht doch nicht um das Wohlfühlgefühl beim Angeln (ich mag es) aber um die Abzocke der Kommune
Mit den Zeilen, bekommen die Leser bzw. auch einige Angler ein falsches Bild, was ich nachstehend kurz erläutern möchte, damit dieses nicht negativ gesehen wird.[/COLOR]

[COLOR=#000000]Um zu Angeln benötigt man in Dänemark, den staatlichen Angelschein und in Fließgewässern oder im Hafen- und Schleusenbereich in Hvide Sande einen zusätzlichen Schein.
Den staatlichen Angelschein, muss jeder Angler kaufen, außer Kinder und Rentner, die in staatlichen Gewässern ob im Meer oder im Fließgewässer angeln.
Diese Einnahmen bleiben nicht vor Ort d.h. bekommt die Kommune, sondern der Staat, der damit fischereilich Projekte in ganz Dänemark unterstützt, z.B. die Renaturierung der Skjern Au. Dieses war, Nordeuropas teuerstes Naturschutzprojekt , welches mehrfach intern. ausgezeichnet worden ist. Aber auch Besatz von verschiedenen Fischarten bzw. die staatl. Zuchtanstalten. Die Gewässer sind ja früher von Menschenhand vernichtet worden und für den Fang dieser Fische, zahlt halt der Angler einen jährlichen Betrag für die Angelei, die für den aquatischen Bereich bestimmt sind.
Mit diesen Einnahmen werden fischereiliche Projekte, alles was die aquatischen Fauna und Flora verbessert finanziert - das kommt auch den Anglern Zugute.
Mit diesem Geld wird aber nicht der Müll beseitigt, der durch die Angler in Hvide Sande entsteht.[/COLOR]

[COLOR=#000000]Da aber in den Fangzeiten, wenn die Schwarmfische in Hvide Sande sind, aus ganz Europa die Angler nach Hvide Sande kommen um dort Heringe und Hornhechte zu fangen sowie andere Fischarten und der Müll, der durch die Angler dort entstanden ist, nicht mehr zu ertragen war. Auf Tische und Bänke sowie in der Landschaft hat er gelegen selbst die Reinigungsleute bekamen es kaum im Griff. Schuppen und Innereien, Verpackungsmaterial, Angelschnüren, Haken usw. alles wurde entsorgt. Der Dreck von den Anglern lag überall - und einer der das sieht, der denkt sich sein Teil , was nicht pos. ist , sondern einen Schatten auf die Angelei wirft.[/COLOR]

[COLOR=#000000]Das Geld was jetzt die Angler im Hafenbereich - in der Zeit wo die Fische da sind - bezahlt werden muss, kommt ja auch den Anglern Zugute, neue sichere Angelplätze wurden im Schleusenbereich gebaut, eine Reinigungshalle, Toilette und vieles mehr. Eis kann der Angler bekommen, eine Toilette ist dort und ein Aufenthaltsraum mit Tische und Bänke, wo die ganze Familie sitzen kann wurde gebaut. Und die Innereien von den zig tausend Fischen, die dort täglich gefangen werden, liegen nicht mehr in der Gegend oder auf den Steinen, da man noch schnell ein Foto von einer Möwe machen wollte. Das ganze Umfeld ist jetzt deutlich sichtbar sauberer d.h.besser geworden

Für den Angler ist diese Halle eine Bereicherung - und die Nichtangler, die dort sitzen und die Angler zuschauen, denken nicht nur so, sondern sie haben es mir auch dort bei einem Gespräch gesagt, mit den Worte: das ist ja einmalig was Hvide Sande hier für die Angler gebaut hat. Es ist ein Genuss, die Angler bei Fang zuzuschauen.
So sehe ich es auch - das ist wirklich einmalig!
Deswegen zahle ich gerne diesen kleinen Betrag, damit mein Angelmüll entsorgt wird und ich den Ruf des Anglers nicht verschmutze,[/COLOR]

[COLOR=#000000]Denn wenn früher Zuschauer sich schnell mal auf eine Bank gesetzt haben ohne groß zu schauen, und dachten, oh da ist ja ein feuchtes Kissen drauf, dann haben sie sich getäuscht - es waren die Innereien vom Fisch.[/COLOR]
:sch_brav:sch_brav:sch_brav
 
Schön, dass Hvide Sande so gewürdigt wird! Wir waren auch schon bald zehn Mal dort, und ich warte sehnsüchtig auf September, wenn der nächste Besuch ansteht!
 
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