Ich packe meinen Koffer: Teil 1

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Werden immer beliebter: Flugreisen nach Norwegen

Wer schon einmal oberhalb vom Polarkreis unterwegs war, weiß Flugreisen zu schätzen. Im Vergleich zum Flieger nehmen Autoreisen einfach zu viel Zeit in Anspruch. Gerade wer nur eine Woche Zeit hat, sollte diese lieber zum Angeln nutzen als tausende Kilometer auf skandinavischen Straßen abzureißen. Aber auch im Flieger gibt’s Vor- und Nachteile: Pilker, Bleie, Gummifische sowie Ruten und Rollen müssen schließlich mit. Nur wie kommt unsere Ausrüstung sicher am Urlaubsort an? Bleiben die Ruten im Transportrohr heile und sind sie rechtzeitig am Ziel? Was muss unbedingt noch in den Koffer und was fällt in die Kategorie „unnötiger Ballast“? Eines steht fest: Wer mit dem Flieger auf Reisen geht, darf Kilos zählen.
Allerdings schützen eine sorgfältige Planung und gute Organisation vor bösen Überraschungen. Gemeinsam mit den Kollegen Elmar und Jesco teilen wir gerne unsere Erfahrungen und haben vielleicht noch einen hilfreichen Tipp für Erstflieger oder erfahrenen Norwegenflieger. Eine umfangreiche Packliste folgt im zweiten Teil.

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Gut gepackt, kann die Reise in den hohen Norden beginnen


Wenn Kilos zählen …
In der Regel dürfen wir zwei Gepäckstücke pro Person mit auf Reise nehmen. Je nach Fluganbieter stehen uns zweimal 20 Kilo (Norwegian Air) oder zweimal 23 Kilo (SAS) Freigepäck zur Verfügung. Das hört sich auf den ersten Blick „locker“ ausreichend an, dennoch sind die Taschen schnell gefüllt: Floater, Stiefel, Pilker und anderes Zubehör sind einfach Platz- und Kilofresser.
Neben einem großen Koffer für Kleidung nutze ich eine weitere Sporttasche für die Ausrüstung. In den Kleiderkoffer kommt alles, was ich für den Aufenthalt vor Ort benötige: vom Kulturbeutel über Wechselkleidung bis hin zu der Angelbekleidung. Allzu viel benötigen wir eh nicht, da man nach einem langen Tag auf dem Wasser eher selten um die Häuser zieht. Trotzdem hilft es genau zu überlegen, was mit muss. Schließlich sollen ja auch Fischfilets auf dem Rückflug mit.


Sicher transportiert
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Praktisch: Ein Hardcase schützt die Rollen auf dem Flug und die Kamera vor Ort

Das zweite Gepäckstück ist für meine Angelsachen reserviert. Ein oder zwei Vorfachtaschen sowie eine kleine Box nehmen die wichtigsten Kleinteile auf. Außerdem setze ich auf ein wasserdichtes Outdoor Case. In diesem transportiere ich auf dem Hin- und Rückflug meine Rollen. Am Urlaubsort dient es als Schutzkoffer für meine Kamera. Wichtig: Schraubt die Dichtungsschraube beim Flug auf zwecks Druckausgleichs.

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Stabile Plastikboxen eigenen sich als Ködertransporter

Eine alte Postbox dient als Ködertransporter. Diese ist nahezu bruch- und stoßsicher. Auf den ersten Reisen kamen noch normale Köderboxen zum Einsatz, die allerdings durch den Transport recht schnell kaputt gingen. Die Köder werfe ich allerdings nicht willkürlich in die Box, sondern wickle diese Sorgfältig in alte Handtücher oder Gefrierbeutel ein. Sehr zu empfehlen sind außerdem Falteimer oder -taschen.

Ruten im Rohr
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Reiseruten finden sich im Angebot zahlreichen Hersteller und überzeugen auch mit ihrer Aktion


Ohne Ruten sind wir aufgeschmissen. Alle Köder und Rollen bringen so natürlich nichts. Um sicher zu gehen, dass die Ruten auch ankommen, gibt’s zwei Varianten: Rutenrohr oder Reiseruten. Letztere passen einfach mit in den Koffer, nehmen dadurch jedoch Platz in Anspruch und sind nicht gut geschützt. Die kurzen Ruten können im Hardcase aber auch einfach mit ins Handgepäck. Für ein Transportrohr fallen zusätzliche Kosten an. Pro Strecke kommen nicht selten Minimum 50 Euro oder mehr auf einen zu.

Handgepäck hilft
Am Flughafen staune ich häufig, wie viel Handgepäck so manch Urlauber mit in den Flieger nimmt. Andere wiederum haben nur Ihre Jacke dabei. Das Handgepäck lässt sich aber sinnvoll nutzen. Die Standardmaße für ein Handgepäckstück liegen bei 55 x 40 x 33 Zentimetern sowie acht (SAS) und zehn (Norwegian) Kilo. Ich nutze diese Option für den Kulturbeutel und etwas Kleidung. Das schafft Platz im großen Koffer. Zusätzlich ist eine kleine persönliche Tasche erlaubt, etwa ein Laptop oder eine Kamera.

Habt Ihr noch weitere Reisetipps? Dann postet diese gerne in diesen Thread!
 
Thema Floater;

Sie sind nicht ganz leicht - und sie beanspruchen dank der Auftriebskörper verhältnismäßig viel Platz.

Wenn es in reine Angelanlagen gehen soll lohnt sich die Nachfrage beim Reiseanbieter, ob vor Ort eventuell Floater gemietet oder geliehen werden können- in diesem Fall benötigt man nur noch Funktionsunterwäsche für "drunter".

Falls nicht, lohnt es sich in jedem Fall Vakuumbeutel für Kleidung anzuschaffen- in diese packt man voluminöse Kleidungsstücke und saugt mittels eines handelsüblichen Staubsaugers die Luft raus und verringert das Volumen um bis zu 50%
 
Servus,

da ich gerade am probepacken bin, ein zwei Tips und Erfahrungen, die ich gemacht hab:

- Ersatzgummifische ohne Haken ins Handgepäck.
- Zum Angeln hab ich Bergstiefel, welche ich schon auf dem Flug anhabe. Die leichteren "normalen" Schuhe in den Koffer
- Rutenrohrgewicht ausnutzen
- Beim Flug eine Hose mit vielen bzw. großen Taschen
- Erkunden ob im Ferienhaus eine Waschmaschine vorhanden
- Zum drunterziehen alte Wäsche mitnehmen, welche dann auf dem Boot als Fischlappen dienen kann

und das wichtigste:

packt mit euren Mitfahrern gemeinsam. Es muss nicht jeder eine Lösezange oder Gaff mitnehmen.

Wir haben unsere Angelsachen für drei Leute zusammen gepackt. Erstaunlich was für ein Berg zu Hause bleibt :)
 
und das wichtigste:

packt mit euren Mitfahrern gemeinsam. Es muss nicht jeder eine Lösezange oder Gaff mitnehmen.

Wir haben unsere Angelsachen für drei Leute zusammen gepackt. Erstaunlich was für ein Berg zu Hause bleibt :)
Das ist wirklich noch ein guter Tipp! Hatte ich so gar nicht auf dem Schirmthumbsup
 
Einen Floater vor Ort leihen spart natürlich viel Platz.
Aber dann würde mich der Zustand von "Mietfloatern" interessieren,
mich graust es manchmal sogar vor meinem eigenen...!!!:D:sick:eek:

Gruß
Holger
 
würde mich der Zustand von "Mietfloatern" interessieren
Die Erfahrungen, welche ich auf Hitra mit gemieteten Floatern gemacht haben, waren nicht schlecht.
Zumindest hat man je eh immer noch etwas langes darunter an, daß man nicht unbedingt in den Kontakt mit den "schweissigen" Stellen kommt.

Pickel hatte ich danach noch keine. Ok.... Die Haare sind weniger geworden. Das kann aber auch an etwas anderem liegen. ;)
 
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