Immer mehr Plastikmüll im Meer, gute Ideen und Vorschläge zur Vermeidung.

Taxidermist

Well-Known Member
Die Gummifische die ich in den letzten Jahren abgerissen habe, kann ich an einer Hand abzählen.
So ist es bei mir auch, kann mich gar nicht daran erinnern überhaupt einen verloren zu haben?
Aber ich angle vom Boot aus auf dem Baggersee, zudem mit ausreichender Schnurstärke, da bekommt man eigentlich alles wieder raus.
Ich halte nix von Gummis mit Verfallsdatum, denn ich habe welche in der Box liegen, die sind zwanzig Jahre alt und taugen immer noch, dass ist doch auch nachhaltig, oder?

Jürgen
 
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StahljigErich

Well-Known Member
Die Gummifische die ich in den letzten Jahren abgerissen habe, kann ich an einer Hand abzählen.
Alles klar. Da sehe ich auch kein Problem, weil kaum Plastikmüll entsteht.

Das ist wohl ein spezielles Problem von Strömen und Kanälen mit Steinpackungen.
Ja, aber dort ist eben mMn das Problem nicht unerheblich. Ich habe mich auf Beiträge wie nachfolgende bezogen, bei denen von häufigen Abrissen berichtet wird und entsprechend doch einiger Müll in den Gewässern hinterlassen wird.

Zitate:
'Komm mal bei mir rum, da ist es im Rhein durchaus üblich an einem Nachmittag n Fuffi an Petrus zu opfern
fisch8
Ehrlich!'
'So habe ich es tatsächlich gelernt, an Stellen, an denen ich früher die Jigs maximal einmal wiedergesehen haben und dann waren sie weg, heute eine 14 Meter lannge Steinschüttung komplett hochzufischen und verliere im schlimmsten Fall, bei jedem 10ten Wurf den Köder.'
Quelle: https://www.anglerboard.de/threads/...rbeugen-sollbruchstellen.354641/#post-5237822

oder
Zitat: 'Auch erfahrene Spinnangler versenken mit der Methode viel Material, wenn die Umstände schlecht sind, z.B. in einem unbekannten Gewässer.'
Quelle: https://www.anglerboard.de/threads/trainingsmethoden-mit-kunstkoedern.357289/page-2#post-5367165
 

heinzi

Well-Known Member
Alles klar. Da sehe ich auch kein Problem, weil kaum Plastikmüll entsteht.


Ja, aber dort ist eben mMn das Problem nicht unerheblich. Ich habe mich auf Beiträge wie nachfolgende bezogen, bei denen von häufigen Abrissen berichtet wird und entsprechend doch einiger Müll in den Gewässern hinterlassen wird.

Zitate:
'Komm mal bei mir rum, da ist es im Rhein durchaus üblich an einem Nachmittag n Fuffi an Petrus zu opfern
fisch8
Ehrlich!'
'So habe ich es tatsächlich gelernt, an Stellen, an denen ich früher die Jigs maximal einmal wiedergesehen haben und dann waren sie weg, heute eine 14 Meter lannge Steinschüttung komplett hochzufischen und verliere im schlimmsten Fall, bei jedem 10ten Wurf den Köder.'
Quelle: https://www.anglerboard.de/threads/...rbeugen-sollbruchstellen.354641/#post-5237822

oder
Zitat: 'Auch erfahrene Spinnangler versenken mit der Methode viel Material, wenn die Umstände schlecht sind, z.B. in einem unbekannten Gewässer.'
Quelle: https://www.anglerboard.de/threads/trainingsmethoden-mit-kunstkoedern.357289/page-2#post-5367165
Der Rhein ist sehr gefräßig was Bleie und Gummiköder angeht. Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.
 

zulu

Well-Known Member
Ok.
Ich meine, wenn die Verschlüsse überall an den Flaschen dranhängen würden , dann wären die nicht mehr im Treibgut.

Die anderen Sauereien sind nicht so einfach zu beseitigen .

So Dinge wie Einwegfeuerzeuge die wirklich massenhaft rumtreiben könnte man mit hohem RückgabePfand belegen.
Dann wären die auch reduziert.
Ist natürlich viel zu aufwendig wegen den paar die im Meer landen oder in der Landschaft verteilt werden.

Stimmt natürlich , alles nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Ich bin so ein regelmäßiger Strandläufer der sich das angespülte Zeug genau ansieht und sich Gedanken macht was möglich wäre.

Abgerissene Köder finde ich auch regelmäßig. Schwimmende Popper, Wobbler , Peskafondos, Posen.

Und vom Blei, das unten bleibt , darüber wollen wir besser gar nicht reden.
Seit der Römerzeit versauen wir Fischer und Angler unser Meer damit .
In Deutschland die Teiche , Seen und Flüsse.
Übrigens die Jägerschaft ist da auch nicht viel besser.
Seit Jahrhunderten verteilen sie das Blei mit Schrot und Kugel über Wasser und am Land.

Und wenn an dem Blei-Jigkopf noch ein wenig Gummi dranhängt , dann macht das den Kohl wenig fetter.
 

Minimax2

Well-Known Member
zulu

wir haben schon seit mehreren Jahren die Option, bleifrei Schüsse anzutragen.

bis später
 

Hecht100+

Heavy Heiner
Teammitglied

StahljigErich

Well-Known Member
'Komm mal bei mir rum, da ist es im Rhein durchaus üblich an einem Nachmittag n Fuffi an Petrus zu opfern
fisch8
Ehrlich!'

'So habe ich es tatsächlich gelernt, an Stellen, an denen ich früher die Jigs maximal einmal wiedergesehen haben und dann waren sie weg, heute eine 14 Meter lannge Steinschüttung komplett hochzufischen und verliere im schlimmsten Fall, bei jedem 10ten Wurf den Köder.'
Wie es angesichts solcher Schilderungen von häufigen Köderabrissen an manchen Gewässerabschnitten unter Wasser aussehen muss, davon liefern vermutlich Tauch-Videos wie diese einen gewissen Eindruck:



Wäre es nicht eine gute Idee, in hängerträchtigen Angelsituationen Gummiköder aus biologisch abbaubarem Material zu verwenden, um die Umweltbelastung durch Gummiköder - zumindest was den Plastikanteil betrifft - zu vermeiden bzw. deutlich zu verringern?
 
Zuletzt bearbeitet:

Bankside Dreamer

Well-Known Member
Bezüglich des achtlos in die Gegend geworfenen Alltagsmülls schlage ich das Model "Singapur" vor. In dem Fall gerne auch mit Denunzierung durch die Mitbürger verbunden.

Wer etwa seine Plastikflasche achtlos irgendwo hinfeuert oder gar illegal seinen Bauschutt in der Pampa entsorgt, der sollte satt zur Kasse gebeten und im Wiederholungsfall gerne auch zu Zwangsmaßnahmen, wie Müllsammeln in nicht unerheblichen Ausmaß, verdonnert werden.

Die sonst gerne einmal zum Schutz von Übeltätern herangezogene schwere Kindheit oder aber posttraumatische Belastungsstörung dürfte hier wohl auch nur schwerlich zur Anwendung gebracht werden. Müll gehört nicht in die Gegend, da gibt es kein Pardon.

Die Menschen selbst müssen die nötige Ordnung und Sauberkeit aufbringen, wer sich nicht daran halten möchte gehört entsprechend drakonisch sanktioniert. Jede Nachlässigkeit auf diesem Gebiet ruft sonst bloß unsere grünen Freunde aus Berlin und Brüssel auf den Plan, diese wiederum sind für ihre rücksichts- und planlosen Kollektivstrafen berüchtigt, bloß um einzelne Übeltäter nicht angehen zu müssen.

Nebenbei halte ich etwa von diesen neuen Plastikdeckeln überhaupt nichts. Habe ich eine solche Flasche in der Hand, reiße ich zu allererst diesen herumwabbelnden und beim Eingießen störenden Deckel ab und schraube ihn dann, in guter Eigenverantwortung, wieder auf. Ich verabscheue und verurteile derartige Erziehungsversuche Seitens der Hersteller, auch wenn mir bewusst ist dass oftmals Druck der oben genannten Akteure aus Berlin und Brüssel dahinter steckt. Vielleicht noch ein angesagter "klimaneutral" Aufdruck auf der Coke Buddel? Da schmeckt die süße Brause doch gleich viel besser.

Wo läuft das mit der EU nur hin!? Wo laufen wir nur hin!? Als ob das Gros an Plastikmüll aus deutschen Flüssen in die Weltmeere geschwemmt würde. ab64
 

heinzi

Well-Known Member
Wäre es nicht eine gute Idee, in hängerträchtigen Angelsituationen Gummiköder aus biologisch abbaubarem Material zu verwenden, um die Umweltbelastung durch Gummiköder - zumindest was den Plastikanteil betrifft - zu vermeiden bzw. deutlich zu verringern?
Das wäre wirklich schön. Aber schön wäre auch, wenn nicht jeder Mist ins Wasser geworfen wird an dem die Gummiköder hängen bleiben können.
 

Hanjupp-0815

Well-Known Member
Wäre es nicht eine gute Idee, in hängerträchtigen Angelsituationen Gummiköder aus biologisch abbaubarem Material zu verwenden, um die Umweltbelastung durch Gummiköder - zumindest was den Plastikanteil betrifft - zu vermeiden bzw. deutlich zu verringern?
Angesichts dieser Videos, öh, ja, überlegenswert :oops:
Danke fürs die Links, sehr krass und ohne optischen Beweis wäre es schwer zu glauben was da so rumliegt, oder besser hängt.

Hat mich neugierig gemacht, hab den hier gefunden, der machts ohne Taucheranzug
.

Jedes Jahr derselbe Ort, unfassbar was die Leute innerhalb eines jahres dort hängen lassen. Er hat große Freude daran, daß das Umbrella Rig dort sehr beliebt ist

:laugh
 

zulu

Well-Known Member
Da kann ich auch noch mit ein paar Bildern dienen.

Solche Perücken


BS Schrott (5).JPG


habe ich viele gefunden beim Tauchen in der Donau , im Bodensee und auch in den AT Bergseen.

Auch die abgelassenen Talsperren und Angelweiher waren lohnend.


BS Schrott (1).JPG


Das was hier zu sehen ist, ist nur ein Bruchteil von dem was ich gefunden habe.

BS Schrott (3).JPG
BS Schrott (4).JPG


Allein 50 Kilo Bleigewichte habe ich zum Schrotthändler gebracht.
25 Kilo Blinker/Spinnerschrott liegt bei mir noch herum.

Vieles was neuwertig war habe ich verbuchtet.
 

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zulu

Well-Known Member
Zurück in mein Revier, dahin wo mein Gedanke entstanden ist.

Die Adria ist ein kleines Meer , der Strom kommt auf der Ostseite rauf und geht im Westen auf der italienischen Seite wieder runter in den Süden.

Wenn ich mir ansehe wo der Dreck her kommt der da neben meinem Boot herum schwimmt
naja dafür musss ich mir nur die Beschriftung auf dem Müll ansehen.

Bei uns ist es kyryllish aus Albanien und Montneg , griechisch , häbräisch , arabisch und natürlich auch englisch, das wenigste ist kroatisch.

Wer es nicht glaubt ......ich habgedacht es gibt europa

nein in dem Fall gibt es das nicht,.
 

StahljigErich

Well-Known Member
Solche Perücken habe ich viele gefunden beim Tauchen in der Donau , im Bodensee und auch in den AT Bergseen.
Echte krass, wenn man das so vor Augen geführt bekommt. Danke für die Bilder.
Aus welcher Motivation heraus hast du diese Tauch-Sammelaktionen gemacht, wenn ich fragen darf?
Angesichts solcher Bilder scheint es mir umso mehr eine gute und wichtige Idee, auf biologisch abbaubares Köder-Material umzusteigen.

Die Antwort ist einfach. Money makes the world.
Theoretisch befürworten auf jeden Fall. Ein Vielfaches dafür bezahlen, praktisch nein.
Darf ich fragen, warum du meinst, dass es an den Kosten liegt, weswegen Angler und Hersteller bis jetzt wenig auf biologisch abbaubare Köder umsteigen? Kennst du biologisch abbaubare Köder, die ein Vielfaches teurer sind als herkömmliche Gummiköder?
Bei den 2 mir bekannten Firmen, die ihre Köder mit '100% biologisch abbaubar' bewerben, trifft das nicht zu. Bei einer Firma sind die Preise ähnlich wie bei herkömmlichen Plastikködern, bei der anderen maximal ca. 50% höher.
Bei einer Firma werden die Köder auf Sojabasis hergestellt, bei der zweiten auf Gelatinebasis.

Wobei für mich immer auch noch hinzu kommt, dass ich persönlich gar nicht überprüfen kann ob ein Gummiköder wirklich ökologisch betrachtet besser ist als ein anderer,
Ja das stimmt leider. Eine ökologische Gesamtbewertung ist für Endverbraucher schwer möglich, da sie die konkreten Ausgangsstoffe und Produktionsabläufe ja nicht kennen. Dieses Problem sehe ich auch bei den angebotenen Alternativen zu Blei.
oder es nur ein falsches Werbeversprechen ist.
Wenn mit '100% biologisch abbaubar' geworben wird, gehe ich davon aus, dass das dann auch so ist. Das lässt sich ja auch konkret überprüfen. Wenn nötig mit Versuchen im eigenen Angelgewässer.
Bei Ködern auf Gelatinebasis funktioniert der biologische Abbau auf jeden Fall. Zumindest habe ich das klar bei selbst gebastelten Ködern auf Gelatinebasis (siehe Postings im Thread 'Gummifische selber gießen in Bio') beobachtet.
 
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jkc

Well-Known Member
Naja, die Überprüfung wird schwer, auch ein konventioneller Plastik-Gummifisch mit voller Ladung Weichmacher ist innerhalb von paar Monaten, spätestens Jahren weggegammelt. Bzw. dann wahrscheinlich halt "nur" in anderer Form an anderer Stelle.
Ich kenne gar keine Firmen die aktuell mit komplett biologisch abbaubar werben, aber alleine bei den weichmacherfreien Gummis ist das ja zu beobachten, dass das meistens kleinere Schmieden / Anbieter sind bei denen wahrscheinlich schon aufgrund der Absatzzahlen der Preis spürbar höher ist.
 

Waidbruder

Well-Known Member
Ganz ehrlich würde ich für einen weichmacherfreien Köder nicht mehr Geld bezahlen, weil ich das Kernproblem nicht in den Weichmachern sehe, sondern im Mikroplastik! Gern würde ich aber eine "Ökosteuer" auf Gummiköder bezahlen, allein schon deshalb, weil man dann hoffentlich etwas achtsamer mit den Ködern umgeht wenn der Verlust finanziell zu Buche schlägt...
 
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