Katastrophale Trockenlegung der Apfelstädt: offener Brief vom LAVT

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Pressemeldung

In einem offenen Brief des Landesanglerverbandes Thüringen e.V. vom 01.07.2022 wird die Trockenlegung der Apfelstädt durch bewusst getroffene Entscheidungen des Thüringer Umweltministeriums thematisiert.

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Das trockene Flussbett der Apfelstädt


Der LAVT schreibt in der dazugehörigen Pressemeldung:

In der Anlage (siehe PDF-Dok unter dem Artikel) finden Sie einen offenen Brief des Landesanglerverbandes Thüringen e.V. vom 01.07.2022 mit einem dazugehörigen Begleitvideo und weiteren wichtigen Informationen.
Der dort geschilderte Sachverhalt, die Trockenlegung der Apfelstädt, eines 34 km langen, ökologisch hochwertigen Fließgewässerbiotops, ist unvorstellbar und macht fassungslos. Der Hauptgrund für diese Umweltkatastrophe ist nicht der Klimawandel, der heute gern für alles verantwortlich gemacht wird, sondern sind bewusst getroffene Entscheidungen des Thüringer Umweltministeriums. Der Hilferuf der Betroffenen am Fließgewässer Apfelstädt/Talsperre Wechmar vom 17.06.2022 wird durch die zuständigen Thüringer Behörden zum wiederholten Male ignoriert - über 14 Tage Schweigen und immer noch keine Reaktion.

Darum möchten wir mit unserem offenen Brief eine möglichst große Öffentlichkeit für das Umweltvergehen Apfelstädt sensibilisieren. Bitte unterstützen Sie uns, die Zerstörung dieses wunderschönen, wertvollen Stücks Heimat aufzuhalten. - Letztendlich sind wir alle Betroffene.

Den Brief haben wir als PDF-Dokument hier unter dem Artikel mit angehangen.


In einem Video wird das ganze Außmaß der Katastrophe auch gezeigt:


Kontaktdaten LAVT:

Landesanglerverband Thüringen e.V.
Magdeburger Allee 34
99086 Erfurt

Tel.: 0361.6464233
Fax: 0361.2 62 29 14
Email: info@lavt.de
Web: www.lavt.de
 

Anhänge

  • Offener Brief vom 01.07.22.pdf
    154,9 KB · Aufrufe: 69

Hanjupp-0815

Well-Known Member
Ach du Shice, schon wieder...:mad:
Super Aktion mit dem offenen Brief, volle Unterstützung meinerseits, denn auch bei uns tobt der Kampf ums letzte Wasser.
Ich kenne das mit der Behördenverweigerung nur zu gut, die spielen immer auf Zeit und hoffen das die nächste Krise x den Fokus woanders hin lenkt, damit sie keinen der Fehlplaner rasieren müssen.
Deshalb ist der Weg über die Öffentlichkeit + Kohle (Schadensersatz) der einzig gangbare.
 

Taxidermist

Well-Known Member
Wie war das mit der WRRL der EU?
Vergiss es, Wasserkraft ist "Gute Energie", ist also politisch gewollt und wenn son Bach dann kein Wasser mehr führt, ein Kollateralschaden.
Ein kleiner Anglerverband wird garantiert nicht vor EU Gerichten klagen und wenn doch, ist es ohnehin zu spät für das Gewässer.

Jürgen
 

Hanjupp-0815

Well-Known Member
Ein kleiner Anglerverband wird garantiert nicht vor EU Gerichten klagen und wenn doch, ist es ohnehin zu spät für das Gewässer.
Da kann ich dir mal nicht zustimmen. Der LAV muß da nicht klagen, europäisches Recht overruled regionale Interressen nunmal. Die WRRL wird umgesetzt werden, die Frage ist eher wann und ob wir das noch erleben . Man hat die Frist dafür verlängert (2027 glaube ich ?) damit DE die schon beschlossene Milliardenstrafe nicht blechen muss.

An dem genannten Gewässer passiert das ja nicht zum ersten Mal, es liegt da wohl eine falsche Berechnung der benötigten Restwassermenge vor. Schadensersatzklagen, Druck über die Öffentlichkeit, fiese Bilder von faulenden Fischen, am besten noch ein paar tote Biber und es kann ganz schnell gehen und Frau Minister muß die ersten Vasallen opfern.
 

Schilfsänger

Active Member
Nur mal so am Rande erwähnt : Als Gartenbesitzer darf ich mancherorts kein Gieswasser aus Gewässern entnehmen, senken aber Bergbauunternehmen wahllos den Grundwasserspiegel ab und sümpfen somit auch Gewässer im Umkreis von mehreren Km., dann juckt das überhaupt niemanden !
 
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