Keine Panik: Lindenberg und die PeTA

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Löste Shitstorm aus: Auf Facebook warb Udo Lindenberg für Tierrechtsorganisationen

Da hat sich Udo Lindenberg verzockt! Der bekannte Rockstar mit unvergesslichen Hits wie "Sonderzug nach Pankow" oder "Alles klar auf der Andrea Doria" hatte auf Facebook zur Unterstützung der Tierrechtsorganisation sowie verschiedener Tierrechtsparteien aufgerufen. "Yeah 25 Jahre PeTa, viel erreicht und noch so viel mehr zu erreichen" schrieb Lindenberg.
Dieser Schuss ging voll nach hinten los. Es brach ein Shitstorm über den Musiker herein, mit dem er so wohl nicht gerechnet hatte. Innerhalb weniger Tage wurde sein Beitrag über 900 Mal kommentiert. Die meisten Kommentare waren zwar - nicht gerade typisch für die sogenannten Sozialen Medien - wertschätzend, gingen aber dennoch deutlich mit dem Altrocker ins Gericht. Seine offensichtlich undurchdachte Unterstützung stieß auf massive Kritik. So schrieb Saza Sazalowski, der hier auch im Board aktiv ist: "Udo, was du hier schreibst, ist reine Propaganda. Ich schätze dich als Künstler und Mensch. Du hast viel für Frieden, Völkerverständigung, gegen Rechtsextreme und Rechtsradikalismus getan. (...) Umso enttäuschter bin ich jetzt, das hier zu lesen. Holocaustvergleiche, Kampagnen "der Holocaust auf Deinem Teller", Kampagnen, die sich gegen Kinder richten, deren Eltern Angler sind, Lehrer, Pädagogen und Sozialarbeiter werden mit Anzeigen überhäuft, nur weil sie mit Kindern zum Angeln gehen. (...)"

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Die Kritik blieb nicht ungehört. Udo Lindenberg reagierte und schrieb: "hey Leute, ich wollte mich hauptsächlich gegen tierquälerei, massentierhaltung, tiertransporte u sonstige grausamkeine an tieren aussprechen. all die anderen PeTa-Aspekte werd ich jetzt, durch euch angeregt, mal genauer durchstudieren, ok? no panic, udo"

Wir sagen: RESPEKT! Es ist nämlich überhaupt nicht selbstverständlich, dass eine solche Größe sich mit Kritik befasst. Und dann noch öffentlich zu reagieren und die Kritik anzunehmen, zeigt von echter Größe. Nach allem, was wir wissen, schreibt Udo seine Kommentar selbst - da sitzt kein glatt geschliffenes PR-Team dahinter. Auch dafür zollen wir ihm höchste Anerkennung. Udo, Dein PANIKHERZ sitzt am rechten Fleck!
 
Zuletzt bearbeitet:
Was dieser Lindenberg schon immer gemacht hat, mit seinen Aktionen, wie damals auch mit dem "Sonderzug nach Pankow", ist es erstrangig auf sich selbst aufmerksam zu machen!
Und dieses immer, mit der Sicherheit einer meinungsfreien Demokratie im Rücken.
Wenn er damals selbst in der DDR gelebt hätte, wäre nichts zu vernehmen gewesen, von unserem " Vorzeige-Künstler"?
Er folgt nur dem gegenwärtigen Mainstream, der es als schick erscheinen lässt, sich für Klima, Tierschutz u.ä. ein zu setzen.
Bundesverdienstkreuz Träger, wie auch der Kollege Heino!

Jürgen
Udo Lindenberg ist in der Tat ein Meister der Selbstinszenierung. Muss oder darf man ihm aber nicht übel nehmen, auch wenn er gelegentlich überzieht. Nobody is perfect.

Er hat seine Karriere sehr geschickt organisiert, was über so viele Jahrzehnte schon einiges an Fähigkeiten erfordert. Die Sache mit der DDR würde ich aber nicht unterschreiben. Da tust du ihm meiner bescheidenen Meinung nach unrecht. Er hat, auch wenn er sich aktuell, wie fast alle Künstler, manisch dem juvenilen Zeitgeist anbiedert um von der gnadenlosen Mitläuferschaft nicht als Gestriger aussortiert zu werden, immer sein eigenes Ding durchgezogen, auch gegen alle Widerstände "etablierterer Kreise". Zumindest in jüngeren Jahren. In der DDR wäre er wohl eher ins ländlichste aller Nirwanas abeschoben oder ausgewiesen worden. Traue ich mir zu zu beurteilen. Gemeinsame Herkunft und so. Kannte ihn mal ganz gut, auch wenn ich jünger bin.

Sein Engagement für diese unsägliche Organisation ist für mich bis heute nur so zu erklären, dass er als naturferner 100%-Großstädter, der rund um die Uhr mit seiner Außenwirkung, seiner Karriere oder urbanem Amusement beschäftigt ist, nie wirklich hinterfragt hat, für wen oder was er sich da eigentlich einsetzt. Nehme ich ihm, muss ich gestehen, ein wenig übel. Spätestens jetzt scheint er es begriffen zu haben und zieht sich hoffentlich zumindest unauffällig zurück. Sich offen seines Irrtums zu bekennen wird er sich, befürchte ich, nicht trauen. Leider.
 
Das Thema Klimawandel/ Umweltpolitik ist die möglicherweise größte Herausforderung, vor der wir gesellschaftlich stehen. Das zunehmende Engagement für dieses Thema als Mainstream zu bezeichnen, ist einfach nur lächerlich und ist lediglich ein Hinweis dafür, dass der dies Behauptende einem anderen Stream, ob er nun main oder nicht ist, erlegen ist. Wer das Faktum Klimawandel und die insoweit bestehende Verantwortung des Menschen unter dem Stichwort Klimaleugnung in Abrede stellt oder den Versuch unternimmt, die Gesamthematik als angeblich eine von vielen in die zweite oder dritte Reihe zu schieben, handelt aus meiner Sicht nicht nur komplett verantwortungslos. Er ist schlicht und ergreifend nicht ernst zu nehmen.
In Wirklichkeit geht es also darum, um Strategien zu ringen, die übrigens keine Lösungen, allenfalls Schritte in die richtige Richtung sind.
Was Udo ( und auch andere sog. Prominente) betrifft, ist es für mich alles andere als erstaunlich, dass einfache, nicht reflektierte, angeblich moralisch einwandfreie Botschaften in die Welt gesetzt werden. Genau hier setzt PETA an. Menschen zu ködern, ist nicht wirklich eine Herausforderung. Wirf ihnen die für sie passende und auf ihre Bedürfnisse passende Botschaft vor die Füße, und schon hast Du gewonnen.
Wir alle, und damit schließe ich mich ein, sind permanent in der Gefahr, in das Fahrwasser bestimmter Gaukler zu geraten...
 
Interessantes Demokratieverständnis. Gehst du immer mit abweichenden Meinungen so um?
1) In dieser Sachthematik eindeutig JA. Im Übrigen: Was hat das mit Demokratie zu tun? Ich sehe keinerlei Einschränkung darin, diese sog. abweichende Meinung auf welcher Ebene auch immer äußern zu dürfen und sie als Grundlage für ne gesellschaftlich/ politische Entscheidung zu nehmen.

2) Aus meiner Sicht ist der Zusammenhang Klimawandel - PETA geradezu offenkundig.

3) Allgemein: Ich habe nicht die geringste Absicht, weitergehende Diskussionen zum Thema ''Klima'' auszulösen. Ich beziehe eine Position. Ob man diese Position nun teilt oder nicht, ist mir im Grunde fast schon egal. Nicht egal sind mir hingegen Menschen, was auch immer sie denken. Und Menschen begegnen mir in der dreidimensionalen Wirklichkeit, nicht aber in der virtuellen Welt des Internet.
 
Hallo,

nach deren Logik gehören alle Wiederkäuer verboten.
Und man soll Verträge für "tierleidfreie Energie" aus Wind- und Wasserkraft abschließen und Wale essen.

Wenn man dafür Provision kriegt, zählen die Millionen Tiere, die in den Anlagen verletzt und getötet werden scheinbar nicht mehr.

Aber wie die Vorredner schon geschrieben haben, nur wenige Promis hinterfragen die Ideologie und Organisation solcher Gruppierungen. Da geht es es wohl eher um Publicity.

Bela B. scheint sich aber mittlerweile schon so seine Gedanken gemacht zu haben, wenn er richtig zitiert wurde.
 
die nutzen den Klimahype für sich, in dem sie behaupten, dass die Tiernutzung dafür verantwortlich sei
Hallo,

aber klar doch. Vor einiger Zeit war da mal ein Beitrag im BR dazu. Demach sind (auch) rülpsende Schafe auf Neuseeland schuld daran. Das haute mich fast vom Sofa. Da ich aber sehr selten Schaffleisch esse, habe ich da ein reines Gewissen:laugh2.
Mann o Mann werden die Leute vera....t:rolleyes:.

Gruß

Lajos
 
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