Forschende aus Kiel haben eine neue Methode entwickelt, mit der sich eine der wichtigsten Meeresströmungen der Erde mithilfe Künstlicher Intelligenz und bestehender Messbojen genauer beobachten lässt.
Seit über 20 Jahren treiben rund 4.000 autonome Argo-Messbojen durch die Weltmeere. Sie tauchen regelmäßig bis auf 2.000 Meter ab und erfassen beim Aufstieg Daten zu Temperatur, Salzgehalt und Druck (Foto: Christian Clauwers)
Forschende des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel nutzen Künstliche Intelligenz, um Daten des internationalen Argo-Messbojenprogramms auszuwerten. Ziel ist es, die Atlantische Meridionale Umwälzzirkulation (AMOC) – ein Strömungssystem mit entscheidendem Einfluss auf das Klima in Europa – effizienter zu überwachen.
Für ihre im Fachjournal Ocean Science veröffentlichte Studie analysierte das Forschungsteam Temperatur- und Salzgehaltsdaten von rund 4.000 autonomen Messbojen. Mithilfe eines KI-Modells lassen sich daraus Rückschlüsse auf die Stärke der Atlantikströmung ziehen. Bislang ist deren Überwachung auf wenige, technisch aufwendige und kostspielige Messstationen im Atlantik angewiesen.
Die Forschenden betonen, dass die neue Methode klassische Messungen nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen soll. Sie könnte künftig helfen, Beobachtungslücken zu schließen und bestehende Messnetze für die langfristige Überwachung des Klimawandels gezielt zu verbessern.
Quelle: https://www.geomar.de/news/article/kuenstliche-intelligenz-blickt-in-den-ozean
Seit über 20 Jahren treiben rund 4.000 autonome Argo-Messbojen durch die Weltmeere. Sie tauchen regelmäßig bis auf 2.000 Meter ab und erfassen beim Aufstieg Daten zu Temperatur, Salzgehalt und Druck (Foto: Christian Clauwers)
Forschende des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel nutzen Künstliche Intelligenz, um Daten des internationalen Argo-Messbojenprogramms auszuwerten. Ziel ist es, die Atlantische Meridionale Umwälzzirkulation (AMOC) – ein Strömungssystem mit entscheidendem Einfluss auf das Klima in Europa – effizienter zu überwachen.
Für ihre im Fachjournal Ocean Science veröffentlichte Studie analysierte das Forschungsteam Temperatur- und Salzgehaltsdaten von rund 4.000 autonomen Messbojen. Mithilfe eines KI-Modells lassen sich daraus Rückschlüsse auf die Stärke der Atlantikströmung ziehen. Bislang ist deren Überwachung auf wenige, technisch aufwendige und kostspielige Messstationen im Atlantik angewiesen.
Die Forschenden betonen, dass die neue Methode klassische Messungen nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen soll. Sie könnte künftig helfen, Beobachtungslücken zu schließen und bestehende Messnetze für die langfristige Überwachung des Klimawandels gezielt zu verbessern.
Quelle: https://www.geomar.de/news/article/kuenstliche-intelligenz-blickt-in-den-ozean