Landesanglerverband M-V beschließt freiwillige Selbstbeschränkung zur Stützung der Dorschbestände

  • Ersteller Gelöschtes Mitglied 150887
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torstenhtr

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Es geht erst einmal darum, dass die Empfehlungen der Wissenschaft eingehalten werden und Angler fair behandelt werden. Rückblickend wurden Angler verarscht, es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend leider fortsetzt.
 
G

Gelöschtes Mitglied 150887

Guest
Es geht erst einmal darum, dass die Empfehlungen der Wissenschaft eingehalten werden und Angler fair behandelt werden. Rückblickend wurden Angler verarscht, es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend leider fortsetzt.
Da könnte man ja mal gegen ankämpfen, vielleicht kann man mehr Menschen mobilisieren, wenn man nicht so offensichtlich für eine Minderheit einsteht, sondern der Vernunft folgend Vorschläge unterbreitet.
 

Meefo 46

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Moin Du meinst also einen Kompromiss anstreben .

Das geht aber nur wenn beide Seiten aufeinander zu gehen ,nicht wenn eine Seite schon vorab falsche Signale sendet.

Das ist in meinen Augen der verkehrte Weg.
 

zander67

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Moin Du meinst also einen Kompromiss anstreben .

Das geht aber nur wenn beide Seiten aufeinander zu gehen ,nicht wenn eine Seite schon vorab falsche Signale sendet.

Das ist in meinen Augen der verkehrte Weg.
Und das ist der Unterschied, bei einem Teil der Angler ist es ein falsches Signal und es gibt aber auch Angler, die sehen darin ein richtiges Signal.
Nicht mehr und nicht weniger.

VG
 

Meefo 46

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Moin Klar wir beschränken uns selber noch mehr und die Quoten der Fischer werden wieder erhöht.
 
G

Gelöschtes Mitglied 150887

Guest
Seid mir nicht böse, ihr gebt immer noch die alten Antworten, aber die Fragestellung hat sich verändert. Die Überfischung ist nicht das hauptsächliche Problem, wie wir Jahrzehntelang geglaubt haben, es sind die Veränderungen des Biotops, die Veränderungen des Klimas, die dem Dorsch heute die Karten legt. Alle Nutzer beschleunigen den Verfall des Bestandes, aber die Herausforderungen sind andere.

Wenn man den Dorschbestand in den letzten Jahrzehnten ansieht,erkennt man eins, es geht fas immer nur bergab.

Es gibt Intermezzi, in denen es einen Aufwärtstendenzen gibt, aber nach einem hoch geht es dann konsequent wieder bergab. Und zwar mittlerweile gegen den Nullpunkt.

Da ist es nicht mehr zeitgemäß, sich zu echauffieren, das es Menschen gibt, die Zeichen setzen. Die neuen Zahlen zeigen, das diese Zeichen bei weitem nicht ausreichen dürften.

Aber hier noch zu reklamieren, das man zuerst gezuckt hätte, ohne das die anderen sich rühren, ist nicht zeitgemäß.
 

Dorschgreifer

Well-Known Member
Da ist es nicht mehr zeitgemäß, sich zu echauffieren, das es Menschen gibt, die Zeichen setzen. Die neuen Zahlen zeigen, das diese Zeichen bei weitem nicht ausreichen dürften.

Aber hier noch zu reklamieren, das man zuerst gezuckt hätte, ohne das die anderen sich rühren, ist nicht zeitgemäß.
Doch, das ist mehr als zeitgemäß, das ist typisch Deutsch, purer Egoismus und allgegenwärtig... Immer sollen erst die Anderen und dann schaue ich mal, ob ich auch etwas tue. Das verwundert mich schon seit Jahren nicht mehr.

Wie ich schon ein paar mal geschrieben habe, ich bin auch gegen Einschränkungen, sehe es auch so, dass wenn es für Fischer nicht mehr wirtschaftlich ist, es keine Subventionen geben dürfte, sondern die Flotte so reduziert werden müsste, dass jeder, der noch übrig bleibt ohne staatliche Hilfe davon leben können muss, im Zweifel Komplettabschaffung... Ich sehe es auch so, dass man, bevor man Angler einschränkt, auch mal auf die Nebenerwerbsfischer schaut... (Nebenerwerb ist ja Zuverdienst neben einem Hauptberuf), da kann man sich durchaus fragen, ob das bei den Bestandsproblemen noch zeitgemäß ist. Dazu müssten alle Berufsfischer so scharf kontrolliert werden, das kein Rückwurf des Beifange mehr stattfinden kann und er voll mit in die Quoten geht, so wie es eigentlich vorgesehen ist. Das ganze Thema ist so komplex, dass da kaum noch einer durchblickt und schon gar nicht irgend ein Angler..., selbst, wenn man tausend mal mit irgend welchen Statistiken wedelt...

Und auch wenn es viele nicht wahr haben wollen, die Idee aus MV ist absolut nicht neu, vor einigen Jahren hatte hier noch jeder 2. aktive Meeresfischer im Anglerboard in seiner Signatur stehen: "Schützt die Laichdorsche".... Und Kapitäne wie der damalige der Forelle, der regelmäßig auf Laichdorschtouren gefahren ist, wurde hier heftig angeprangert....

Ist scheinbar alles in Vergessenheit geraten, dass das Thema Dorschbestand hier schon seit beginn des AB diskutiert wird. Laichdorschschonung und ein höheres Mindestmaß wurde ganz besonders hier im Anglerboard jahrelang vehement von den Anglern (nicht von irgend einem Verband) gefordert... nun vertritt der Verband seine Angler (auf Antrag) und macht das, was man auch hier im AB jahrelang als Angler forderte, die meisten Meeresfischer hier immer wollten und nun ist der Verband böse..., na denn....

Und jetzt ist nur noch der Angeltourismus wichtig..., was stört uns der Dorschbestand.... Alle Kutter müssen überall unbegrenzt hinfahren dürfen, es müssen unbegrenzt viele Dorsche gefangen werden dürfen... Es lebe die Freiheit der Angler, bis es keine Fische mehr gibt..., oder so...

Genau dieses Szenario gab es ja schon einmal:

https://www.n-tv.de/wissen/Kabeljau-ergreift-Chance-article3939461.html

und

https://www.zeit.de/entdecken/reisen/merian/neufundland-fischerei-verbot-kabeljau-kanada/seite-2

Ich weiß jetzt nicht, ob diese Entwicklung richtig ist....
 

Meefo 46

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Moin: Und auch dort können Ausnahmen genehmigt werden wenn ich das richtig interpretiere.:sick

Auch wieder nur halbherzig dann.
 

torstenhtr

Active Member
Missbrauch für eigene Argumentation durch Themenvermixung, Ablenkung und OT .. Diese norwegische Region ist überhaupt nicht vergleichbar, andere Bestandsentwicklung wie bspw. der ICES Advice vom angrenzenden Kattegat zeigt.

Anglern puren Egoismus vorzuwerfen finde ich etwas neben der Kappe ..

Wie ich schon ein paar mal geschrieben habe, ich bin auch gegen Einschränkungen, sehe es auch so, dass wenn es für Fischer nicht mehr wirtschaftlich ist, es keine Subventionen geben dürfte, sondern die Flotte so reduziert werden müsste, dass jeder, der noch übrig bleibt ohne staatliche Hilfe davon leben können muss, im Zweifel Komplettabschaffung... Ich sehe es auch so, dass man, bevor man Angler einschränkt, auch mal auf die Nebenerwerbsfischer schaut... (Nebenerwerb ist ja Zuverdienst neben einem Hauptberuf), da kann man sich durchaus fragen, ob das bei den Bestandsproblemen noch zeitgemäß ist. Dazu müssten alle Berufsfischer so scharf kontrolliert werden, das kein Rückwurf des Beifange mehr stattfinden kann und er voll mit in die Quoten geht, so wie es eigentlich vorgesehen ist.
Wie intensiv hast du entsprechende Quellen gelesen? Für Dorsch spielt die Nebenerwerbsfischerei praktisch kaum eine Rolle. (Viele MeFo Angler kritisieren die, aber andere Thematik) Die Schleppnetzfischer besitzen hingegen einen großen Einfluss ..
Berufsfischer müssen sich schon längst an das Rückwurfverbot halten (die Gesamtquote ist eher das Problem). Einfach Subventionen zu kürzen wäre sozial unverträglich, insb. wo doch die EU/Thünen den Fischern Hoffnung gemacht hatte. Man sollte das verfolgen was in der Pressemitteilung des LVFMV zu lesen ist:

[..] Die Kutter- und Küstenfischer sehen sich in einer dramatischen Situation. Der Vizepräsident des Deutschen Fischereiverbandes, Dirk Sander, meinte, die Fischer würden die nächsten fünf Jahre ncht überstehen. An die Politik gewandt sagte er: "Sie sollte den Mut haben zu sagen 'Ich kann euch nicht am Leben erhalten, dann helfe ich euch wenigstens beim Sterben'." Die älteren Fischer sollten in Rente gehen können, den jungen der Ausstig erleichtert werden, etwa mit Abwrackprämien für die Fischereifahrzeuge. [..]

Desweiteren sollte man prüfen ob MSY das geeignete Bewirtschaftungskriterium für die Ostsee ist.

Das ganze Thema ist so komplex, dass da kaum noch einer durchblickt und schon gar nicht irgend ein Angler..., selbst, wenn man tausend mal mit irgend welchen Statistiken wedelt...
Wenn man nicht durchblickt, sollte man keine Entscheidungen fällen .. sondern einfach den Spruch von Dieter Nuhr anwenden (meine jetzt insb. Verbände).

--

[1] http://www.ices.dk/sites/pub/Publication Reports/Advice/2018/2018/cod.27.21.pdf
[2] Sterbehilfe für Fischer https://www.lfvmv.de/mitteilungen.php?pp=5&id=
 

Brillendorsch

Teilzeitangler
Seid mir nicht böse, ihr gebt immer noch die alten Antworten, aber die Fragestellung hat sich verändert. Die Überfischung ist nicht das hauptsächliche Problem, wie wir Jahrzehntelang geglaubt haben, es sind die Veränderungen des Biotops, die Veränderungen des Klimas, die dem Dorsch heute die Karten legt. Alle Nutzer beschleunigen den Verfall des Bestandes, aber die Herausforderungen sind andere.

Wenn man den Dorschbestand in den letzten Jahrzehnten ansieht,erkennt man eins, es geht fas immer nur bergab.

Es gibt Intermezzi, in denen es einen Aufwärtstendenzen gibt, aber nach einem hoch geht es dann konsequent wieder bergab. Und zwar mittlerweile gegen den Nullpunkt.

Da ist es nicht mehr zeitgemäß, sich zu echauffieren, das es Menschen gibt, die Zeichen setzen. Die neuen Zahlen zeigen, das diese Zeichen bei weitem nicht ausreichen dürften.

Aber hier noch zu reklamieren, das man zuerst gezuckt hätte, ohne das die anderen sich rühren, ist nicht zeitgemäß.
So nen Scheiß hört und liest man von Seiten der Verbände seit Jahrzehnten, das hat uns in eine Ecke manövriert, in der jeder
Pseudoexperte auf uns eindreschen kann und wird auch noch bejubelt.
Einseitige freiwillige Selbstbeschränkung der Angler führt zur Erhöhung der Quoten der Industriefischer.
Das war schon bei Einführung des Baglimits ähnlich gelaufen.

Ausgerechnet wir geben alte Antworten?
pfffff--- das ist doch wohl Projektion in Reinkultur
 
G

Gelöschtes Mitglied 150887

Guest
Wie soll eine freiwillige Selbstbeschränkung, von der niemand Rückschlüsse auf das tatsächliche gelebte Verhalten und die die dann im Endeffekt tatsächlich entnommenen Fische denn beziffert werden, um überhaupt auf eine andere Quote angerechnet zu werden?

Nur wenn diese Verhaltensweise einen positiven Effekt hätte, könnte ein Teil dessen in eine Quote einfließen.
 

torstenhtr

Active Member
Eben, gar nicht, Rückschlüsse auf Quoten von *freiwilligen Selbstbeschränkungen* sind nicht möglich, deswegen wird man das auf EU Ebene sicherlich ignorieren. Ein rein politischer Vorstoß, der aber nix bringt. Der geringste Aufwand für die EU ist das Baglimit zu adaptieren.
 

Brillendorsch

Teilzeitangler
Wie soll eine freiwillige Selbstbeschränkung, von der niemand Rückschlüsse auf das tatsächliche gelebte Verhalten und die die dann im Endeffekt tatsächlich entnommenen Fische denn beziffert werden, um überhaupt auf eine andere Quote angerechnet zu werden?

Nur wenn diese Verhaltensweise einen positiven Effekt hätte, könnte ein Teil dessen in eine Quote einfließen.
wo ein Wille ist, da ist auch ein ……. siehe Verhaltensweise bei Einführung des Baglimits. Da wurde auch mit Fantasiezahlen gearbeitet
und die errechnete Einsparung der Angler gleich mehr als doppelt den Industriefischern zugeschlagen
 

Meefo 46

Active Member
Moin : Wenn es wie in der Vergangenheit abläuft das die Angler geben und die Industriefischer dafür doppelt belohnt werden hört bei mir die Freiwilligkeit auf .
Jetzt müssen für mich erst andere mal abliefern.
 
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