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Ziel der Bergierde zahlungskräftiger Angler: Gian Trevally (KI generiertes Bild)


Ein Urlaub auf dem abgelegenen Seychellen-Atoll Cosmoledo definiert Luxus völlig neu: Fernab von klassischem Komfort zahlen Gäste rund 20.000 US-Dollar pro Woche für den Zugang zu einer der ungerührtesten Naturlandschaften der Welt. Das Atoll, etwa 1.000 Kilometer von der Hauptinsel Mahé entfernt, beherbergt in der „Cosmoledo Eco Lodge“ maximal 16 Gäste gleichzeitig in nachhaltigen „Eco Pods“. Diese extreme Exklusivität ist jedoch kein Selbstzweck, sondern das Herzstück eines innovativen Naturschutzmodells, bei dem der Tourismus als aktiver Schutzschild fungiert.

Die Geschichte des Atolls verdeutlicht die Notwendigkeit dieses Konzepts: In Zeiten ohne touristische Präsenz war Cosmoledo schutzlos Wilderern ausgeliefert, die Schildkröten töteten, Seevögel plünderten und die Bestände an Seegurken durch illegale Netzfischerei dezimierten. Heute finanzieren die hohen Reisekosten eine Stiftung und die dauerhafte Stationierung von Rangern der Island Conservation Society (ICS). Die bloße Anwesenheit von Gästen und Personal schreckt Schwarzfischer ab, während die Ranger regelmäßig patrouillieren und illegale Aktivitäten direkt an die Küstenwache melden. So werden die Urlauber – ob sie nun Fliegenfischen, Tauchen oder Vögel beobachten – faktisch zu den ganzjährigen Hütern des Atolls.

Das ökologische Profil der Destination ist dabei streng minimalistisch: Die Unterkunft besteht aus umgebauten Schiffscontainern mit Solarstrom und minimalem ökologischen Fußabdruck. Im Zentrum des Erlebnisses steht die unberührte Fauna, die dem Atoll den Beinamen „Galapagos des Indischen Ozeans“ eingebracht hat. Während Fliegenfischer aus aller Welt kommen, um den „Gladiator der Meere“, den Giant Trevally (GT), unter strengen Catch-and-Release-Auflagen zu bändigen, finden Taucher und Schnorchler intakte Korallenriffe mit Hammerhaien und Riesenzackenbarschen vor. Auch für Birdwatcher bietet das Atoll mit seinen riesigen Tölpel-Kolonien und seltenen Arten wie dem Malegassennektarvogel ein weltweit einmaliges Refugium. Auf Cosmoledo wird deutlich, dass wahrer Luxus heute darin besteht, durch den eigenen Aufenthalt den Erhalt eines Paradieses zu sichern, das ohne diesen finanziellen und physischen Schutz längst verloren wäre.

Quelle: https://www.welt.de/reise/article69...touristen-eine-seychellen-insel-bewahren.html


Klar, das Ziel ist nur für eine kleine Zahl an Anglern interessant. Aber würdet Ihr Euch auch vorstellen können, mehr für eine Angelreise zu zahlen, wenn Ihr damit zum Schutz des Zieles beitragen würdet?
 
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