Massenhaft tote Fische am Eckernförder Ostseestrand

degl

Well-Known Member
AW: Massenhaft tote Fische am Eckernförder Ostseestrand

Dieses Phänomen tritt ab und an mal in der Eckernförderbucht auf...........glaube vor 5 Jahren das letzte mal.........

Es liegt eindutig an der Beschaffenheit und der jetzt vorherrschenden Windrichtung(Südwest)..........das schiebt das Wasser aus der Bucht und dann liegen die Fische leider auf dem Trockenen..........

September.......immer wieder ein Monat, der zur Fäulnisbildung durch absterbende Pflanzen und andere organische Teile führt........bitter in der derzeitigen Gesamtsituation der Ostsee und wenn heute der Weststurm vorüber ist kanns noch heftiger werden.........

Und wie die PPflanzen und Algen in der Ostsee gedüngt werden ist ja hinreichend bekannt und ausser "Lippenbekenntnisse" der handelnden Personen ist seit Jahrzehnten es eher schlimmer geworden|bigeyes

Achja.....ein "Baglimit" hamse jeschafft|uhoh:

gruß degl
 
G

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Guest
AW: Massenhaft tote Fische am Eckernförder Ostseestrand

Zur Zeit ist in den Medien viel über das Fischsterben an der Ostseeküste bei Eckernförde und Kiel zu lesen. Wir haben beim Leiter für den Fachbereich "Ostseefischerei" des Thünen- Institues Herrn Dr. Zimmermann nachgefragt.



Ursache des Fischsterbens ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Blase mit sehr geringem Sauerstoffgehalt, die an die Küste gekommen ist. Über den Sommer bilden sich Sauerstoffmangelzonen unterhalb der Sprungschicht (auch in der Lübecker, Kieler und Eckernförder Bucht). Diese Zellen, die erstaunlich gross sein können, können bei bestimmten Windereignissen am Übergang von Sommer zu Frühherbst ins Flachwasser gelangen, wenn die Sprungschicht aufbricht und das "abgestandene" Wasser an die Oberfläche kommt. Wenn diese Zellen gross genug sind und das ganze schnell genug passiert, können auch Fische ersticken. Dass viele verschiedene Fischarten betroffen sind, ist ein weiterer Hinweis auf Sauerstoffmangel. Ein natürliches Phänomen, aber sicher verstärkt durch Überdüngung/Eutrophierung. Daten des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde zeigen, dass diese Sauerstoff-Mangelzonen in den 1970er in der Mecklenburger Bucht noch nicht so aufgetreten sind.
Diesen örtlich auftretenden Sauerstoffmangel z.B. durch Belüftung technisch zu beheben ist extrem aufwändig und teuer, die benötigte Menge Luft oder Sauerstoff ist riesig. Selbst in einem eher begrenzten Gebiet wie der Flensburger Innenförde ist ein solches Experiment schon vor vielen Jahren gescheitert. Der sinnvollere Ansatz ist daher, die Nährstoffeinträge in die Ostsee weiter zu reduzieren. Die Quelle sind vor allem die Düngung in der Landwirtschaft, aber auch der Verkehr.



Dass in diesem Jahr neben Plattfischen auch viele kleine tote Dorsche angespült wurden, ist eher ein gutes Zeichen, weil es auf einen stärkeren nachwachsenden Jahrgang hinweist.

[Anmerkung Red.: Erlaubnis zum veröffentlichen seitens Institut liegt uns vor]
 
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Thomas9904

Well-Known Member
AW: Massenhaft tote Fische am Eckernförder Ostseestrand

komisch, dass viele Dorsche nicht klein, sondern in der Größe des verschwundenen 15er Jahrganges zu sein scheinen, wenn man die Bilder anguckt, oder noch größer (neben auch vielen kleinen), die es ja gar nicht geben dürfte..

Vielleicht hat da die "Wissenschaft" da auch einfach andere Bilder, als uns zur Verfügung stehen...
 

daci7

Grobrhetoriker
AW: Massenhaft tote Fische am Eckernförder Ostseestrand

komisch, dass viele Dorsche nicht klein, sondern in der Größe des verschwundenen 15er Jahrganges zu sein scheinen, wenn man die Bilder anguckt, oder noch größer (neben auch vielen kleinen), die es ja gar nicht geben dürfte..

Vielleicht hat da die "Wissenschaft" da auch einfach andere Bilder, als uns zur Verfügung stehen...
Das waren dann wohl die letzten ... jetzt kann man wohl mit Fug und Recht behaupten der Jahrgang existiert nicht. Das ist nun praktisch bewiesen. #t
 

BERND2000

Well-Known Member
In stillem Gedenken
AW: Massenhaft tote Fische am Eckernförder Ostseestrand

Zur Zeit ist in den Medien viel über das Fischsterben an der Ostseeküste bei Eckernförde und Kiel zu lesen. Wir haben beim Leiter für den Fachbereich "Ostseefischerei" des Thünen- Institues Herrn Dr. Zimmermann nachgefragt.



Ursache des Fischsterbens ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Blase mit sehr geringem Sauerstoffgehalt, die an die Küste gekommen ist. Über den Sommer bilden sich Sauerstoffmangelzonen unterhalb der Sprungschicht (auch in der Lübecker, Kieler und Eckernförder Bucht). Diese Zellen, die erstaunlich gross sein können, können bei bestimmten Windereignissen am Übergang von Sommer zu Frühherbst ins Flachwasser gelangen, wenn die Sprungschicht aufbricht und das "abgestandene" Wasser an die Oberfläche kommt. Wenn diese Zellen gross genug sind und das ganze schnell genug passiert, können auch Fische ersticken. Dass viele verschiedene Fischarten betroffen sind, ist ein weiterer Hinweis auf Sauerstoffmangel. Ein natürliches Phänomen, aber sicher verstärkt durch Überdüngung/Eutrophierung. Daten des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde zeigen, dass diese Sauerstoff-Mangelzonen in den 1970er in der Mecklenburger Bucht noch nicht so aufgetreten sind.
Diesen örtlich auftretenden Sauerstoffmangel z.B. durch Belüftung technisch zu beheben ist extrem aufwändig und teuer, die benötigte Menge Luft oder Sauerstoff ist riesig. Selbst in einem eher begrenzten Gebiet wie der Flensburger Innenförde ist ein solches Experiment schon vor vielen Jahren gescheitert. Der sinnvollere Ansatz ist daher, die Nährstoffeinträge in die Ostsee weiter zu reduzieren. Die Quelle sind vor allem die Düngung in der Landwirtschaft, aber auch der Verkehr.



Dass in diesem Jahr neben Plattfischen auch viele kleine tote Dorsche angespült wurden, ist eher ein gutes Zeichen, weil es auf einen stärkeren nachwachsenden Jahrgang hinweist.

[Anmerkung Red.: Erlaubnis zum veröffentlichen seitens Institut liegt uns vor]
Die Frage ist, ob es zufällige lokale Einzelerscheinungen sind, oder doch erste Vorboten oder Erscheinungen eines Ostseeweiten Problems.
Wenn Parallel die Dorsche immer seltener werden, könnte das Problem halt viel größer sein.

Solche Binnenmeere wie die Ostsee oder auch das Mittelmeer sollen durchaus auch ganz umkippen können.
So etwas soll es durchaus auch schon in der Vergangenheit schon gegeben haben.
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Massenhaft tote Fische am Eckernförder Ostseestrand

Die Frage ist, ob es zufällige lokale Einzelerscheinungen sind, oder doch erste Vorboten oder Erscheinungen eines Ostseeweiten Problems.
Wenn Parallel die Dorsche immer seltener werden, könnte das Problem halt viel größer sein.
Wenn man den gleichen "Wissenschaftlern" trauen will, ist ja aktuell der Bestand Westdorsch auf dem Wege der Erholung, der Ostsdorsch fast "explodiert" (so viel wie vor 20 Jahren), so dass angeblich zu wenig Futter da wäre und die "kaum durch Filiermaschinen passen", weil zu dürr..

Zu wenig Futter bei Nährstoffüberschuss??

Oder nur falsche Nährstoffe ??

Ich versteh das alles nicht, weiss nur sicher, dass ich diesen "Wissenschaftlern" schon lange nicht mehr vertraue..
 

hans albers

rollin rollin rollin
AW: Massenhaft tote Fische am Eckernförder Ostseestrand

Der sinnvollere Ansatz ist daher, die Nährstoffeinträge in die Ostsee weiter zu reduzieren. Die Quelle sind vor allem die Düngung in der Landwirtschaft, aber auch der Verkehr.
denke ich auch.
überdüngung spielt da eine nicht unwesentliche rolle..

aber ein umdenken bei der agrarwirtschaft (bzw. dem landwirtschaftsministerium)
passiert nicht , nur lippenbekenntnisse..(monsanto & co lassen grüssen)
 
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Heilbutt

Endlich : Die Ehe für Aale
AW: Massenhaft tote Fische am Eckernförder Ostseestrand

Das Ökosystem Ostsee ist sowieso sehr anfällig,
gerade was den Sauerstoffeintrag betrifft.

Es wird ja sogar gemutmaßt, bzw. ist glaub ich bereits bewiesen,
das die Pfeiler der Brücke über den großen Belt, die seit 20 Jahren dort steht, relativ große Veränderungen am Wasseraustausch zwischen Kattegat und Ostsee bewirken.

Durch die Pfeiler oder deren Fundamente entstehen Verwirbelungen die einen gleichmäßigen Wasseraustausch nicht unwesentlich beeinträchtigen.

Dieser Austausch, ist eh von Jahr zu Jahr unterschiedlich groß, und einer der Hauptfaktoren was wann wie gut in der Ostsee gedeiht...

Gruß

Holger
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Massenhaft tote Fische am Eckernförder Ostseestrand

Kann sein, aber! Fischsterben in der Eckernföder Bucht sind leider normal. Spätestens alle 2 Jahre gibt es ein mehr oder weniger großes Fischsterben. Diese gab es auch schon in den 70zigern fast Jährlich wg Sauerstoffmangel.
 

Hering 58

Hamburger Jung
AW: Massenhaft tote Fische am Eckernförder Ostseestrand

Kann es sein das es auch an den Munitionsmüll aus den 2.Weltkrieg liegt das in der Ostsee versenkt wurden ist.
 

Heilbutt

Endlich : Die Ehe für Aale
AW: Massenhaft tote Fische am Eckernförder Ostseestrand

Kann sein, aber! Fischsterben in der Eckernföder Bucht sind leider normal. Spätestens alle 2 Jahre gibt es ein mehr oder weniger großes Fischsterben. Diese gab es auch schon in den 70zigern fast Jährlich wg Sauerstoffmangel.
Echt?! Okay!;+
Hat man so irgendwie noch nie gelesen / gehört, und in dem NDR-Bericht klang das auch nicht gerade so als ob das jährlich bzw. soo regelmäßig vorkommt...

Gruß

Holger
 

hans albers

rollin rollin rollin
AW: Massenhaft tote Fische am Eckernförder Ostseestrand

wobei in dem bericht ja auch die algenexplosionen
genannt werden , und dann geht es wieder richtung landwirtschaft
trotz ( oder leider auch) wasserumwälzung.
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Massenhaft tote Fische am Eckernförder Ostseestrand

Komisch dabei nur, dass ausgerechnet die Quallen (Zeichen für Nährstoffüberschuss) so abgenommen haben, die bisher sich vom Plankton ernährt haben (sol lein grund für "Sauerstoffzehrung" dieses Jahr sein, weil zu wenig Plankton von Quallen gefressen wurde - wenns aber so tolle Bedingungen wären für Quallen, wieso gibts dann sowenig dieses Jahr??? ) ....

Und dass die Dorsche im Ostbestand wegen Nahrungsmangel so dürr sind, dass sie kaum durch Filiermaschinen passen..

Passt alles nicht zusammen, was da veröffentlicht wird.

Und DAS macht mich mehr als misstrauisch.

Ich habe keinerlei reale, wirklich vertrauenswürdige Erklärung....

Bei so viel widersprüchlichem seitens interessierter Schützer- und Regierungseiten und von Öffentlichkeit/Medien etc. ein ganz unangenehmes Grummeln im Bauch...

Wenn man mal rumgoogelt, nimmt die Nährstoffbelastung der Ostsee seit 1980 sogar ab, sie gilt in weiten Teilen nicht mehr mehr als eutroph...

Das alles passt da nicht zusammen...

Der einzige Fakt bisher:
Wir sehen tote und sterbende Fische.................
 

Mulder

Hauptsache ans Wasser
AW: Massenhaft tote Fische am Eckernförder Ostseestrand

Ist dort nicht auch ne Torpedo Teststrecke?
Vieleicht hat das Militär irgendwas getestet|kopfkrat
*verschwöhrungstheoretisch*
Auf jeden Fall sehr traurig alles..
Wollen in den Herbstferien dort Campen (schon gebucht)
Wir sind gespannt, was uns dort erwartet.
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Massenhaft tote Fische am Eckernförder Ostseestrand

Komischerweise nimmt seit Ende der 80er Jahre der Nährstoffeintag ab.
Alleine von 1985 bis 2005 sanken die Nährstoffeinträge in die Oberflächengewässer im deutschen Einzugsgebiet der Ostsee wie folgt:
Die Phosphoreinträge 76 %
Stickstofffeinträge um 50 %

Das kommt vom anglerfeindlichen und der spendensammelnden Schützerindustrie so nahestehenden Umweltbundesamt...

Und die Hälfte der Nährstoffe kämen über die Luft und nicht über die Flüsse.
 
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