Matze Koch: Angeln in der Mitte der Gesellschaft - ein Vortrag beim DAFV

torstenhtr

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AW: Matze Koch: Angeln in der Mitte der Gesellschaft - ein Vortrag beim DAFV

Lars:
"So darf es nicht weitergehen. Ich fordere einen intensiven Einsatz für Angler von einem Bundesverband".
Ich denke mir hätte man nach 60 Sekunden das Mikro abgedreht...
Dir fehlen leider die Redegewandheit und Prominenz (nicht böse gemeint) .. Das ist aber auch das Problem,
MK kann vermutlich jeden Unfug verkaufen und ihm würde trotzdem zugejubelt.

Für mich wirkte der Vortrag eben wie eine Sonntagspredigt, Dinge wurden oberflächlich angeschnitten,
aber konkrete Lösungsansätze fehlen. Einige Dinge fand ich sehr fragwürdig wie Kati schon erwähnte.
Insb. auch die Luftpumpennummer mit Hocker von der FDP.

Ja, "Angeln in der Mitte der Gesellschaft" aber was ist mit:

(1) Reduktion der Einstiegshürden,
(2) Abschaffung der dümmlichen Fischerprüfung,
(3) Angeln als "vernünftiger Grund" im Sinne des TierSchG (oder Angeln aus dem Anwendungsbereich des TierSchG)
(4) Angeln als gemeinnützig anerkannte Tätigkeit im Sinne der AO
(5) Beseitigung der verkrusteten Verbands-/Vereinsstrukturen

Der Begriff hat was :):) merke ich mir ..
 

saza

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AW: Matze Koch: Angeln in der Mitte der Gesellschaft - ein Vortrag beim DAFV

Christoph und Gunnar. hier treibt ihr euch also rum. Leider lässt ihr mich ja in den anderen Diskussionen alleine. Ich habe euch scheinbar vergebens erklärt, was meine Beweggründe waren.
1. Hat die Partei überhaupt nichts mit der Wiedereinsetzung des Angelns in den Ferienpass zu tun.
2. Habe ich sogar geschrieben, das MK von der Partei erwähnt wurde.
3. Wisst ihr, das es eine Pressemeldung des Kreisvorsitzenden der Partei gibt. Daraus einen leidenschaftlichen Kampf zu interpretieren, fällt schon schwer bzw ist unmöglich.
4. Es waren die Parteien aus dem Stadtrat von Osnabrück, sowie viele Mitglieder und Redakteure und Administratoren des AB, der AVN, die NWA Osnabrück und viele Einzelpersonen. Ich habe geschrieben, dass ich sie nicht einzeln aufzählen möchte, weil ich Angst habe jemanden zu vergessen.
5. Von der besagten Partei Kamm eine gemeinsame Pressemeldung mit MK heraus. Hier der Text
Matze Koch und ich sagen: ES REICHT!!

offener Brief für die Rücknahme der Streichung der Angelaktion aus dem Osnabrücker Ferienpass

Sehr geehrte Stadtverwaltung Osnabrück, sehr geehrter Herr Wolfgang Griesert, liebe Jugendpflege Osnabrück,
geschätzte Vorstände der hiesigen Angelvereine, liebe Inhaber vom Sportfischreizentum OS und Spechts Anglershop,
geehrte Inhaber von Askari und Angeldomäne und liebe Anglerfreunde und Unterstützer im ganzen Land.

Am 8. März 2017 habe ich Kenntnis davon erhalten, dass zunächst in diesem Jahr unseren Kindern in Osnabrück Stadt und Land nicht mehr die Möglichkeit gegeben wird, in den Sommerferien im Rahmen des Ferienpassprogramms in das Angeln in freier Natur hinein zu schnuppern.

Nach Rücksprache mit dem Angelprofi, Angeljournalisten und Youtuber Matze Koch fordern wir gemeinsam:

Die sofortige Rücknahme der Streichung der Angelaktion aus dem Osnabrücker Ferienpass.
Weiterhin sollte noch viel mehr Kindern, nämlich mindestens 100 Kindern die Möglichkeit gegeben werden, in diese verantwortungsvolle
und lehrreiche Freizeitgestaltung Einblick zu erlangen.

Matze Koch ist es ein Anliegen, dass Kinder an die Angelei herangeführt werden und setzt sich auch persönlich dafür ein. Sollte die Streichung des Angelns aus dem Ferienpass zurückgenommen werden, schließt er es nicht aus, sofern sein Terminplaner es zulässt, persönlich hier zu erscheinen, was vielen Kindern Freude bereiten würde.

In dem angehängten Dokument des Bayerischen Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ist bereits eindeutig darauf eingegangen worden, dass „fachkundig angeleitetes Schnupperfischen“ sehr wohl als ein wertvolles pädagogisches Angebot anzusehen ist.

Besonders sollte von der Jugendpflege die Frage 5 auf Seite 4 ff sowie die entsprechende Antwort beachten; Ich zitiere:
Treffen die Bestimmungen der Verwaltungsvorschriften zum Vollzug fischereirechtlicher Bestimmungen (VwVFiR), hier vor allem Nr. 10.6.2 VwVFiR,
auch für Kindergruppen bei „Schnupperfischen“ im Rahmen von Ferienprogrammen zu?
Antwort:
In entsprechender Anwendung der Regelungen in Nr. 10.6.2 VwVFiR können nicht nur Schulklassen und Schülergruppen, sondern auch andere Kinder – und Jugendgruppen, deren Mitglieder das 10., nicht aber das 18. Lebensjahr vollendet haben, an die Fischerei herangeführtwerden, ohne dass sie im Besitzt eines Fischereischeins sind. So können Kinder- und Jugendgruppen auch im Rahmen von Ferienprogrammen oder sonstigen, durch Fischereivereine organisierten Kursen die Fischerei kennen lernen, ohne einen Jugendfischereischein besitzen zu müssen. Voraussetzung ist allerdings auch bei diesen Gruppen in jedem Fall Eine verantwortliche und sachkundige Anleitung und Begleitung der Kinder und Jugendlichen, die selbst nicht „Fischereiausübende“ sind.
Zitat ende.

Hier wird vom Staatministerium ganz klar ausgesagt, dass nichts dagegen spricht, dass Kinder und Jugendliche an das Angelfischen / Sportfischen herangeführt werden.

Die völlig unsinnigen Aussagen der PeTA, das die Kinder traumatisiert würden wenn sie sähen wie ein Fisch waidgerecht getötet würde, oder die Fische
gequält würden oder die Fische zum Spass und nicht zur Nahrungsgewinnung gefangen würden entbehrt jeglichen Bezug zur Wirklichkeit und kann nur als völlig realitätsfremd bezeichnet werden.

Fische liegen nicht einfach so im Kühlfach, Fleisch wächst nicht im Vakumpack heran, das wissen viele Kinder dank solchen Minderheitsvereinigungen wie der PeTA leider oft nicht. Wir alle haben die Verantwortung unseren Kindern den verantwortungsvollen Umgang mit, und der Ehrerbietung gegenüber der getöteten Kreatur, bei zu bringen.

Mir ist es eine Herzensangelegenheit, dass ausdrücklich ALLEN interessierten Kindern die Möglichkeit gegeben wird, in diese verantwortungsvolle Freizeitgestaltung „hinein schnuppern“ zu können. Wenn meine Position als Vorsitzender der Alternative für Deutschland, Kreisverband Osnabrück dazu beitragen kann, den Kindern hier in der Region diese Möglichkeit zu geben, bin ich gerne bereit mich ebenfalls einzubringen.

Ich zeige den Kindern gerne, wie z.B. Forellen die wir geangelt haben, vorbereitet, eingelegt und geräuchert werden.

Liebe Verantwortlichen in Verwaltung und in Vereinen nehmt dieser Herausforderung an und macht sie zu eurer. Gebt den Kindern zumindest die Gelegenheit die Sportfischerei kennen zu lernen.

Und Ihr liebe Ausrüster, unterstützt bitte mit zahlreichen Sachspenden diese Aktion. Alles Material wird den Kindern zur Verfügung gestellt und gespendet.

Macht bitte alle mit und vergesst für einen Moment eure politische Orientierung und denkt einfach mal NUR an unsere Kinder

Vielen herzlichen Dank auch im Namen von Matze Koch.


Mit freundlichen Grüßen
Besagte Partei

P.S.
Wer gerne etwas zu dieser Aktion beitragen möchte, als Sach- oder Geldspende, als Unterstützer oder Helfer, der möge sich bitte direkt per email an mich wenden.

Das alles dürfte euch bekannt sein.

Wir wollen und wollten niemals das Angeln im Ferienpass vor einen parteipolitischen Karren spannen lassen. Es geht um Angeln für Kinder.
Die Leidenschaft die ihr an den Tag legt, mir anderes zu unterstellen ist schon bewundernswert. Fragt euch mal, ob ihr auch so gehandelt hättet, wenn es um eine andere Partei gegangen wäre.

Übrigens, keins der angesprochenen Angelfachgeschäfte aus Osnabrück haben diesen offenen Brief jemals bekommen.
 

rippi

Pokemon-Trainer
AW: Matze Koch: Angeln in der Mitte der Gesellschaft - ein Vortrag beim DAFV

"Fische liegen nicht einfach so im Kühlfach, Fleisch wächst nicht im Vakumpack heran, das wissen viele Kinder dank solchen Minderheitsvereinigungen wie der PeTA leider oft nicht."

Hä? Weißt du (du bist der Verfasser des Briefes oder?) überhaupt was Peta ist und wofür die eintreten?
 

Nemo

Heckbremser
AW: Matze Koch: Angeln in der Mitte der Gesellschaft - ein Vortrag beim DAFV

ich geh jetzt angeln.
 
AW: Matze Koch: Angeln in der Mitte der Gesellschaft - ein Vortrag beim DAFV

...
Wenn meine Position als Vorsitzender der Alternative für Deutschland, Kreisverband Osnabrück dazu beitragen kann, den Kindern hier in der Region diese Möglichkeit zu geben, bin ich gerne bereit mich ebenfalls einzubringen.
...

Wir wollen und wollten niemals das Angeln im Ferienpass vor einen parteipolitischen Karren spannen lassen.
|kopfkrat
 

Testudo

Schützer und Nutzer
AW: Matze Koch: Angeln in der Mitte der Gesellschaft - ein Vortrag beim DAFV

Ich finde die Rede gar nicht schlecht, ne eigentlich sogar ganz gut und er hat auch wesentliche Ansätze geliefert, wie man den Eindruck verbessern kann.

Aber vielleicht sind die Absätze dem ein oder anderen zu banal, oder für Foren wenig geeignet.

Über allem stand mehr Einigkeit.

Stimmt doch, wenn selbst Angler anderen Angler sinnbildlich an den Hals gehen, dann ist der Weg zu Selbstzerfleischung geebnet.

Das fängt an mit Kochtopfanglern und C+R, aber die Art, wie man sich abarbeitet, ob Naturschutz nun zum Angeln gehört, oder nicht ist doch grotesk, denn jeder einigermaßen intelligente Mensch sollte ein Interesse am Naturschutz haben.

Nur weil Teile der Naturshutzverbände den Anglern ans Zeug wollen, den Naturschutz zu verteufeln und aus unseren Vereinen heraussektieren zu wollen......

Da lese ich nur noch jeden zigsten Post, das ist doch ermüdend.

Der Hinweis zum Umgang mit dem Kormoran ist doch ein guter Fingerzeig, wir hatten hier ja mal das Thema, da wurde öffentlich gefordert den Fischotter abzuschießen, man stelle sich vor, das käme auf ein Plakat, dürfte die Polarisierung noch deutlicher ausfallen und damit tun wir uns keinen Gefallen.

Und ob Matze jetzt die beste Wahl war, oder nicht?

Nun er hat es nicht schlecht gemacht. Aber prompt kommen wieder andere Protagonisten und erklären Wortreich wie es nach Ihren Vorstellungen noch besser gewesen wäre.

Aber die Krux, die hat man nicht gefragt und ein Teil wäre sicher auch gar nicht hingegangen, geschweige denn, das noch die Bereitschaft da wäre, eine konstruktive Zusammenarbeit überhaupt in Erwägung zu ziehen.

Übrigens, wenn ich irgend ein Ziel verfolgen würde, und auf Zustimmung der politischen Parteien hoffen würde, dann würde ich die AFD nicht mal in den Verteiler aufnehmen, denn deren Unterstützung dürfte es bereits fast ausschließen, das andere Parteien den Schulterschluss wagen.
 
AW: Matze Koch: Angeln in der Mitte der Gesellschaft - ein Vortrag beim DAFV

Übrigens, wenn ich irgend ein Ziel verfolgen würde, und auf Zustimmung der politischen Parteien hoffen würde, dann würde ich die AFD nicht mal in den Verteiler aufnehmen, denn deren Unterstützung dürfte es bereits fast ausschließen, das andere Parteien den Schulterschluss wagen.
... und das ist auch gut so! Mit solchen Verbindungen diskreditiert man jedes legitime Ziel.
 

nobbi1962

Moin Moin Leute
AW: Matze Koch: Angeln in der Mitte der Gesellschaft - ein Vortrag beim DAFV

Unsere jungen Angler machen das schon ganz alleine.

und das ist auch Natur.
 

saza

Active Member
AW: Matze Koch: Angeln in der Mitte der Gesellschaft - ein Vortrag beim DAFV

"Fische liegen nicht einfach so im Kühlfach, Fleisch wächst nicht im Vakumpack heran, das wissen viele Kinder dank solchen Minderheitsvereinigungen wie der PeTA leider oft nicht."

Hä? Weißt du (du bist der Verfasser des Briefes oder?) überhaupt was Peta ist und wofür die eintreten?
Wen meinst du?
 

rippi

Pokemon-Trainer
AW: Matze Koch: Angeln in der Mitte der Gesellschaft - ein Vortrag beim DAFV

Den Verfasser des Zitats, das ich nicht zuordnen konnte.
 

BERND2000

Well-Known Member
In stillem Gedenken
AW: Matze Koch: Angeln in der Mitte der Gesellschaft - ein Vortrag beim DAFV

Lars:
Dir fehlen leider die Redegewandheit und Prominenz (nicht böse gemeint) .. Das ist aber auch das Problem,
MK kann vermutlich jeden Unfug verkaufen und ihm würde trotzdem zugejubelt.

Für mich wirkte der Vortrag eben wie eine Sonntagspredigt, Dinge wurden oberflächlich angeschnitten,
aber konkrete Lösungsansätze fehlen. Einige Dinge fand ich sehr fragwürdig wie Kati schon erwähnte.
Insb. auch die Luftpumpennummer mit Hocker von der FDP.

Ja, "Angeln in der Mitte der Gesellschaft" aber was ist mit:

(1) Reduktion der Einstiegshürden,
(2) Abschaffung der dümmlichen Fischerprüfung,
(3) Angeln als "vernünftiger Grund" im Sinne des TierSchG (oder Angeln aus dem Anwendungsbereich des TierSchG)
(4) Angeln als gemeinnützig anerkannte Tätigkeit im Sinne der AO
(5) Beseitigung der verkrusteten Verbands-/Vereinsstrukturen

Der Begriff hat was :):) merke ich mir ..

Vermutlich hast Du seine Worte nicht verstanden?
Du willst mit Deiner Meinung durch die Wand, aber wirst das wohl kaum lange durchhalten.:)


Anders wie Du denkt er weiter, wenn Er meint das Angeln in ein anderes Licht gerückt werden muss, bevor man vielleicht auch Details verändern kann.
Da wird er gar nicht so verständnisvoll über Angler denken die sein Hobby in schlechten Ruf bringen.



Lediglich Punkt 5 scheint er sofort angehen zu wollen, wenn Er solche Reden dort hält.



Da bin ich voll bei Ihm, seine Wut und Ansichten kann ich gut verstehen.
Darum ein fettes DANKE!

Trennen tut uns lediglich Darwin und die Religion.:)
 

torstenhtr

Active Member
AW: Matze Koch: Angeln in der Mitte der Gesellschaft - ein Vortrag beim DAFV

Du willst mit Deiner Meinung durch die Wand, aber wirst das wohl kaum lange durchhalten.
Ich bin da ganz entspannt, es gibt Einige die meine Meinung teilen.

Anders wie Du denkt er weiter, wenn Er meint das Angeln in ein anderes Licht gerückt werden muss, bevor man vielleicht auch Details verändern kann.
Da wird er gar nicht so verständnisvoll über Angler denken die sein Hobby in schlechten Ruf bringen.
Ein Irrweg, der schon in den letzten Jahrzehnten nichts brachte. Verbände haben Angeln als Naturschutz verkauft, um sich eine weisse Weste zu verschaffen. (siehe dazu Arlinghaus etc.) So schlecht steht das Angeln nicht in der Öffentlichkeit da (vgl. Studie von Riepe/Arlinghaus).
Angler machen sich zuviele Gedanken um den eigenen Ruf.
Effektiver wäre es (meine Meinung) Angeln als Nutzung der Natur und sinnvolle Freizeittätigkeit entschieden zu vertreten und zu verteidigen.



Einfach mal über den Tellerrand kucken, und recherchieren wie andere Länder das Angeln fördern.

Lediglich Punkt 5 scheint er sofort angehen zu wollen, wenn Er solche Reden dort hält.
Viel habe ich dazu nicht wahrnehmen können.

Rein subjektiv für mich eine Showveranstaltung.
 

Grünknochen

Natur schützender Angler
AW: Matze Koch: Angeln in der Mitte der Gesellschaft - ein Vortrag beim DAFV

Das sehe ich genauso. Just for the show und in eigener Mission. Aber sei's drum. Die Anglerschaft ist gespalten im Hinblick auf die Wertigkeit des MK Beitrages. Was ursächlich nicht auf die mangelnde und immer wieder gerne kritisierte Uneinigkeit der Angler zurückzuführen ist, sondern darauf, dass sich die Dinge mit simplen Botschaften nicht unter einen Hut bringen lassen. Ich erinnere nur an Matze & Gero...


P.S.: So nett und sympathisch ich Matze finde, wenn es nur um die Angelei geht, so sehr verändert sich das Bild, wenn MK diesen Rahmen überschreitet. Das Konzept ''Schnellschuss mit viel Lärm'' funktioniert nicht mehr. Substanz ist gefragt. Deswegen schätze ich die Hartnäckigkeit von Lars (Anglerdemo) und Thomas (Netzwerk Angeln), die sich in ihre Themen wirklich hineinwühlen. Auch wenn ich bestimmte Grundansätze der beiden nicht teile ( was den Meinungsaustausch fördert, also am Respekt rein gar nichts ändert). Angelpolitik ist nicht große Botschaft, sondern harte Arbeit am Detail auf der Basis entsprechender Kompetenz.
 
Zuletzt bearbeitet:

Leech

Member
AW: Matze Koch: Angeln in der Mitte der Gesellschaft - ein Vortrag beim DAFV

Deutsche Angelgesetze sind größtenteils illiberaler Nonsense.
Grade im Kontext der "innereuropäischen Regelungen" - würde ich an einer Grenze wohnen, hätte ich meine deutsche Angelprüfung weggeworfen und wäre nur noch außerhalb Deutschlands unterwegs. Real Talk.

Die Gründe dafür hat Thorsten schon gut erfasst:


(1) Reduktion der Einstiegshürden,
(2) Abschaffung der dümmlichen Fischerprüfung,
(3) Angeln als "vernünftiger Grund" im Sinne des TierSchG (oder Angeln aus dem Anwendungsbereich des TierSchG)
(4) Angeln als gemeinnützig anerkannte Tätigkeit im Sinne der AO
(5) Beseitigung der verkrusteten Verbands-/Vereinsstrukturen

Matzes Vortrag an sich war ganz okay, ich bin aber weder arg gehypt dadurch, noch äußerst negativ berührt.
Der DAFV hat mehrfach gezeigt, dass er nicht die Fähigkeit besitzt die Dinge zu lösen.
Matze will quasi dort Leute verändern, wo er eine schlechtere Chance besitzt, Menschen anzusprechen, die bereit sind ihre Meinung zu ändern.

Man kann ihm aber nicht vorwerfen, es nicht versucht zu haben.
Denn das ist absolut okay und legitim.


Auf die Idee, dass die Lösung der Probleme eine Liberalisierung & Entbürokratisierung der Gesetze, sowie eine erhöhte Bereitschaft des Einzelanglers ist, Verstöße gegen diese liberaleren Vorschriften jederzeit anzuzeigen und nicht zu tolerieren, sind gefühlt erst wenige gekommen.
Viel zu oft will man durch Schaffung von mehr Regeln "deregulieren".
*seufz*
 

BERND2000

Well-Known Member
In stillem Gedenken
AW: Matze Koch: Angeln in der Mitte der Gesellschaft - ein Vortrag beim DAFV

@Leech

Du hast ja nicht unrecht, denn die Dinge sind ja nicht so schwarz/weiß wie so gern verstanden.
Von diesem Bundesverband erwarte ich gar nichts mehr....


Gegründet wurde er ja nicht um das normale Angeln in der Gesellschaft zu verankern.
Er wurde Gegründet um überregional Wettfischen zu veranstalten und dafür zu werben und natürlich die Fischereiliche Nutzung durch Angelfischer mit Vereinsstruktur voranzubringen.
Auf den Grundlagen baute es auf und entwickelt sich dann weiter.
Viele der Vorschrifften die uns nun stören, haben sie wohl selbst mit eingebracht oder auch durch Extremismus hervorgerufen.
Das doofe daran ist das uns nun die Eigenverantwortung fehlt und viele denken was nicht verboten ist oder nicht bestraft wird ist auch richtig... oder umgekehrt Gesetze folgen und vorauseilend befolgen wollen, wo Vernunpft und Rücksicht eigentlich zur Änderung rufen.


Ich mag mir kein Urteil erlauben ob die Prüfung sinnlos ist.


Aber ich weiß das Unwissen nicht vor Strafen schützen darf und die paar harmlosen Strafen gegen Angler wegen Naturschutzvergehen sind lachhaft, Schwarzfischen wird regional teilweise gar nicht mehr bestraft und Tierschutz na ja mag moralisch wichtig erscheinen, ist aber nicht bedrohlich.


Aber um den Menschen überhaupt die Natur nahe zu bringen, müssen sie Natur auch erleben.
Sonst sitzen sie in den Innenstädten in Biergärten und schwärmen für Verbote gegen die welche Natur erleben.
Oder Spenden für Naturerhalt in Afrika und glauben doch im Ernst das Deutschland ein Vorbild beim Arten und Naturschutz sei.
Dort in den Großstädten wählen, die oft Naturfehrnsten, die Naturschutzgesetze zum Schutz der Natur mit der Sie nicht viel anfangen können.
Da hilft auch keine Öko-Ernährung, sie lieben die Großstadtkultur und die zielstrebige Elite, mag Natur ja schätzen, hat aber so oder so keine Zeit sich mit Natur zu beschäftigen, aber stimmt schuldbewusst für den Schutz, weil sie sich selbst Verallgemeinert und Rücksichtslosigkeit vorraussetzt.
All diese Leute kann man erreichen, wenn man will und vorbildliche Naturliebe und Wissen zeigt.


Das ist in etwa das was M.K sicher auch meinte.
Die Deutschen entfehrnen sich immer weiter von der Natur und dem Eigen-Verantwortlichem Umgang mit der Natur und das ist aus meiner Sicht schlimm.
 

Leech

Member
AW: Matze Koch: Angeln in der Mitte der Gesellschaft - ein Vortrag beim DAFV

@Leech

Du hast ja nicht unrecht, denn die Dinge sind ja nicht so schwarz/weiß wie so gern verstanden.
Von diesem Bundesverband erwarte ich gar nichts mehr....


Gegründet wurde er ja nicht um das normale Angeln in der Gesellschaft zu verankern.
Er wurde Gegründet um überregional Wettfischen zu veranstalten und dafür zu werben und natürlich die Fischereiliche Nutzung durch Angelfischer mit Vereinsstruktur voranzubringen.
Auf den Grundlagen baute es auf und entwickelt sich dann weiter.
Viele der Vorschrifften die uns nun stören, haben sie wohl selbst mit eingebracht oder auch durch Extremismus hervorgerufen.
Das doofe daran ist das uns nun die Eigenverantwortung fehlt und viele denken was nicht verboten ist oder nicht bestraft wird ist auch richtig... oder umgekehrt Gesetze folgen und vorauseilend befolgen wollen, wo Vernunpft und Rücksicht eigentlich zur Änderung rufen.


Ich mag mir kein Urteil erlauben ob die Prüfung sinnlos ist.


Aber ich weiß das Unwissen nicht vor Strafen schützen darf und die paar harmlosen Strafen gegen Angler wegen Naturschutzvergehen sind lachhaft, Schwarzfischen wird regional teilweise gar nicht mehr bestraft und Tierschutz na ja mag moralisch wichtig erscheinen, ist aber nicht bedrohlich.


Aber um den Menschen überhaupt die Natur nahe zu bringen, müssen sie Natur auch erleben.
Sonst sitzen sie in den Innenstädten in Biergärten und schwärmen für Verbote gegen die welche Natur erleben.
Oder Spenden für Naturerhalt in Afrika und glauben doch im Ernst das Deutschland ein Vorbild beim Arten und Naturschutz sei.
Dort in den Großstädten wählen, die oft Naturfehrnsten, die Naturschutzgesetze zum Schutz der Natur mit der Sie nicht viel anfangen können.
Da hilft auch keine Öko-Ernährung, sie lieben die Großstadtkultur und die zielstrebige Elite, mag Natur ja schätzen, hat aber so oder so keine Zeit sich mit Natur zu beschäftigen, aber stimmt schuldbewusst für den Schutz, weil sie sich selbst Verallgemeinert und Rücksichtslosigkeit vorraussetzt.
All diese Leute kann man erreichen, wenn man will und vorbildliche Naturliebe und Wissen zeigt.


Das ist in etwa das was M.K sicher auch meinte.
Die Deutschen entfehrnen sich immer weiter von der Natur und dem Eigen-Verantwortlichem Umgang mit der Natur und das ist aus meiner Sicht schlimm.

Die Sinnhaftigkeit der Prüfung kann man problemlos offen hinterfragen. In anderen Ländern sind die Einstiegshürden deutlich niedriger. Dort wird vielen Kindern, wenn gewünscht, schon früh das Angeln näher gebracht, sodass die Erfahrung und der Umgang & das Wissen bereits quasi von der Wiege mitgelernt wird. So entsteht ein reger Austausch. Dieser Austausch ermöglicht es auch älteren Anglern mit anzufangen, denn sie finden eigentlich immer offene Türen bei irgendeinem Angler, weil es sie überall gibt. Diese angeregte Austausch-Community fehlt hier leider komplett.



Das sorgt auch dafür, dass die Angler vor Ort selbst bei Schwarzfischerei, Verstößen mit Reusen etc. selbst die Behörden einschalten - und die greifen in der Regel hart durch - ein Verhalten, dass zwangsläufig dazu führt, dass die Angler tatsächlich auch öffentlich als Gruppe wahrgenommen werden, die sich im Zweifel mit aller Kraft für die Einhaltung der deutlich liberaleren Regeln im ökologischen Sinne einsetzen und für diese Verstöße auch selbst harte Strafen einfordern. Einschlägige Videos dazu gibt es bei YouTube. Sinnloses Abschlagen eines Amerikanischen Hechtes ohne Verwertungsabsicht? Entzug der Angelerlaubnis sowie Geldstrafe, weil ein anderer Angler diesen Angler der Aufsichtsbehörde mit Zeugen & sogar Video meldete. So sollte das mMn auch sein.



Das hat nichts mit "Verrat" zu tun, sondern wir muss als Community von sich selbst aus fordern, dass wir die Regeln, die wir uns selbst stecken im Zweifel auch bereit sind durchzusetzen. Liberalere Gesetze ohne Eigenkontrolle sind schwärlich denkbar gegenüber der Gesellschaft, wenn die Anglerschaft dann nicht bereit ist, die Einhaltung dieser Regeln von sich selbst einzufordern....



Und was M.K. teilweise meinte - mit der Entfremdung von der Natur - ist ein akzeptables Argument. Aber ich weiß nicht wie sehr es vor einem Publikum eines Verbandes zieht, der bereits offen die Entfremdung des Anglers von den eigenen Flüssen fordert.
 
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