Mit Pose auf Zander und Aal

DenizJP

Well-Known Member
Nabend! Heute erfolglos vom Wasser zurück bzw. vorzeitig abgebrochen.

Nachdem ich mehrere Videos gesehen habe wo Angler erfolgreich mit Pose und KöFi auf Aal und Zander angeln am MLK dachte ich mir, das probierste auch mal!


Gesagt getan und mit Knicklich-Zanderpose, meiner Spinnrute (soll ja reichen..) und ner Geflochtenen 0,13mm ans Wasser.

Nach ca. 1 Stunde aber wieder abgebaut, da die Pose trotz ausloten mit Blei und knapp über dem Grund mit KöFi immer wieder abtrieb und ich von vorne neu einkurbeln und auswerfen musste..

Strömung war nicht wirklich stark hier am Main heute..


Nun meine Frage: wo lag mein Denkfehler? War es die Geflochtene? Zu wenig Bebleiung? Zu tief und damit in der Tiefenströmung?


Oder lag es einfach am Gewässer?


VG
 

Andal

Teilzeitketzer
Ich bin ja schon seit einigen Zeiten nicht mehr der Posologe. Aber warum unbedingt ein Schwimmer, wenn du den Köder eh am Grund anbieten willst?
 

DenizJP

Well-Known Member
Ach war nach den Videos etwas angefixt und wollte es einfach mal probieren :)

PS: Und ich fand die Rücken bzw. Schwanzbehakung so simpel und stressfrei ^^
 

zokker

Mecklenburger Seenplatte
Mit Geflochtener und Pose ist kein guter Einfall, da treibt die Montage noch schneller. Ich angle ausschließlich mit Pose aber nur mit Mono. Wenn die Montage zu schnell treibt, kannst du den Köfi auch auf Grund legen, er wird dann durch die Strömung über Grund gezogen. So kann man große Bereiche absuchen, denn manchmal muß man die Aale dort abholen wo sie liegen.
 

Rheinspezie

Fischender Gentleman
Gibt es viele Steine / Hänger?

Wenn nein, reicht die Grundrute von 2,70.

Selbst bei leichter Strömung und Pose brauchst Du eine Rute mit der Länge, die die Montage am Platz hält - eine sogn. Stellfischrute über 4m.+++

Die Pose wird dann von der Rutenspitze am Platz gehalten und beim Biss musst du mit der Rute nachgeben - da das nicht so schnell geht, würde ich die Rolle öffnen aber selbstverständlich vorher die Montage mit dem Gummiband fixieren.

Verstehts Du den Trick?die weite ausladende Rutenspitze hält darunter die Pose am Platz - und der Zug der Rute hindert die Abdrift.

Der Köder muss von ausreichen Posenblei ( der Strömung angemessen ) in Grundnähe gehalten werden.

Bei leichter Strömung würde ich es mal mit 8g. Pose versuchen und das Vorfach nicht zu lang.

Für diese Art der Angelei reichen in Kleinsten Flüssen auch mal Karpfenruten mit angepassten Rutenhaltern - i.d.R. sind sehr lange sogn. Stellfischruten eforderlich;

da man genau unter der Rutenspitze fischt - das sind dann richtige "Hebel" und haben mit der normalen Angelei Nix mehr zu tun.

Gibts im fängigen Bereich wenige Hänger , nimm die Grundrute - bei vielen Steinen hilft es wohl nix , da stehen dann größere Investitionen in Spezial-Längen und Halter an.

R.S.
 

magi

Active Member
Ich wäre da gedanklich auch bei einer Stellfischrute. Muss ja für die ersten Gehversuche kein high-end sein und soweit ich weiß ist das die einzige Methode, um die Pose dauerhaft zumindest auf der gleichen Entfernung bzw. am Spot zu halten - wenn es unbedingt mit Pose fischen sein muss. Da hilf auch nicht mehr Blei an der Pose bzw. ein Schnurtausch. Im Aale 2020-Thread wird ja viel zum Thema geschrieben...vielleicht gibt es da noch weitere Tips.
 

Waller Michel

Well-Known Member
Ich mache mir am MLK da gar nicht so viel Aufwand!
Rute 3,60 Meter WG 50 - 100 Gramm !
Köfi leicht aufgepoppt und die Montage auf Grund.
Nicht unbedingt die ganze Nacht nur eine Stelle beangeln sondern evtl dann auch mal umziehen bringt eher den Erfolg als raffinierte Montagen ......so meine Erfahrung am MLK .

LG Michael
 

DenizJP

Well-Known Member
Verstehe :)

hatte mich übrigens an diesem Video orientiert gehabt


Da ich am Main fische, scheint aber die Strömung ja doch ein anderes Kaliber zu sein als bei euch am MLK
 

Angler2097

Dirty Roach/Fast Sinking
Könntest auch statt Klemmblei ein schweres Grundblei nehmen und die Pose "überlang" einstellen, so dass Sie auf der Wasseroberfläche aufliegt. Beim Biss richtet Sie sich dann auf. Musst nur gut ausloten.
Und ich würde Mono nehmen.
 

Luis2001

Active Member
Pose ausbleien, dann an das Vorfach noch ein Schrotblei anbringen, so das die Pose untergeht. Montage ausloten, das Blei am Vorfach liegt auf dem Grund auf. Pose bleibt dann auch bei geringer Strömung am Platz. Biss wird sicher angezeigt wenn der Köder aufgenommen und das Blei am Vorfach angehoben wird. Hat bisher immer einwandfrei funktioniert.
Ich finde Posenangeln halt einfach spannend und entspannend.
 
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Bimmelrudi

Well-Known Member
Da ich am Main fische, scheint aber die Strömung ja doch ein anderes Kaliber zu sein als bei euch am MLK
Im Fluss hast ja doch eher Strömung aus einer Richtung, außer du angelst in Kehrströmungen oder in Buhnen.
Im Kanal wie den MLK hast du vielerorts wechselseitige Strömungen, die auch nicht permanent kommen, sondern nur hin und wieder.
Dies ist immer dort wo durch Schleusenbewegungen Pumpwerke den Wasserstand regulieren. Man merkt diese Strömungen aber durchaus auch noch etliche Kilometer weiter.
Hinzukommen dann natürlich auch noch diverse Bewegungen durch Schiffsverkehr.

Bei sowas ist Posenangeln nicht ganz einfach, am besten funktioniert das wirklich nur mit Stellfischruten, ist aber freilich auch limitiert in der Auslegeweite die eben die Rutenlänge dann vorgibt. Man brauch aber eigentlich auch nie weiter raus, die interessantesten Bereiche sind sowieso eher in Ufernähe.

Ansonsten geht freilich auch eine Endbleimontage mit ausgeloteter Pose als optische Anzeige und variablen Seitenarm. Ist etwas fummelig so eine Montage zu bauen, da man sehr auf Längenverhältnisse beim Seitenarm und unterer Verbindung zum Blei achten muß, wenn man tüdelfrei fischen will....aber sie funktioniert.
Je nach Strömungsstärke muß man natürlich auch schauen, wie schwer die Posen sein müssen, damit sie nicht weggedrückt werden. Bei richtig strammer Strömung wie in Rhein, Elbe und auch Weser kommen durchaus Posen mit 40-60g zum Einsatz. Darunter funktioniert das Angeln mit Schwimmern in diesen Strömungsbereichen einfach nicht.

Was viel wichtiger ist ist der zu beangelnde Untergrund. Fischt du auf der Packung (also viele aufgehäufte Steine) ist Ausloten und exakte Anwerfen das A und O. Sonst hast du mehr Hänger und Abrisse, das dir eher das Angeln dabei vergeht.
Selbst wenn du normale Wurfruten nimmst, nimm nicht zu kurze Modelle. Unter 3m würd ich definitv nicht gehen, grad bei Aal nicht wo du den Fisch von den Steinen weg haben willst. Da sind längere Ruten mit kräftigem Rückgrad deutlich im Vorteil.
 
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Aalzheimer

Well-Known Member
Danke an alle

vermutlich wurde in dem diversen Videos auch damit geangelt und ich hab es falsch verstanden
Ich denke ich kenne das Video was Du meinst. Viele der Kanalangler nehmen kurze Ruten, werfen aus und legen die Montage auf dem Grund ab.
Das ist auch bei dem Video vom Fishing-Team Heileit so gewesen. Das kann funktionieren, was die aber nicht gefilmt haben, ist, dass die Pose eben
auch bei der relativ leichten Wechselströmung des Kanals verdriftet und neu ausgeworfen werden muss. Zudem ist die Hängergefahr sehr groß.
Nun kannst Du die Strömung am Fluss, wie dem Main, nicht mit der des Kanals vergleichen. Hier wird noch mehr Druck auf die Pose kommen.
Das Zauberwort lautet, wie auch schon von @Rheinspezie geschrieben, Stellfischrute. Klappt am Fluss, am Kanal und See. Wirklich hilfreiche Monster.
Lediglich die Handhabung ist halt gewöhnungsbedürftig. Ich fische fast ausschließlich mit solchen Ruten, und darum ist es mir persönlich so ins Blut übergegangen, dass es mir egal ist, ob meine Stelli nun 4,50m oder 10,50m hat, alles Gewöhnungssache.

Zu den gewünschten Eigenschaften einer solchen Rute habe auch ich mich hier im Forum schon einige Male sehr ausführlich ausgelassen.
Kannst ja mal über die Suchfunktion gehen. Ansonsten gerne auch wieder per PN Deniz ;)
 

Andal

Teilzeitketzer
Warum die "Zielfischrute Aal" für Uferangler meistens ein kümmerlicher Stecken von grad mal zweieinhalb Metern sein muss, werde ich auch mein Leben nicht begreifen. Lang muss das Teil sein, am besten noch länger und mit einer sensiblen Spitze. Dann klappt das auch mit der Bissanzeige, man erwischt sie "spitz" und meistens sind sie dann auch mit einem Schwung am Ufer.

Wenn man dann noch so etwas wie den Larchy Hakenlöser benutzt, hat man sie berührungsfrei im Eimer, im Setzkescher, oder auch gleich wieder im Fluss.

Der Larchy...
 

PirschHirsch

Well-Known Member
Warum die "Zielfischrute Aal" für Uferangler meistens ein kümmerlicher Stecken von grad mal zweieinhalb Metern sein muss, werde ich auch mein Leben nicht begreifen.
Kommt halt auch drauf an, wo genau man angelt - ich sitze meist mitten in Pampa-Gebüschlücken unter teils recht weit herunterhängenden Baumästen.

Da muss man je nach Stelle schon mit nem 270er-Stock aufpassen, dass man nicht dauernd oben/seitlich hängenbleibt (insbesondere bei Nacht) und/oder die Rute beschädigt:

360er oder noch länger sind da nur schlecht bis gar nicht bedienbar bzw. schränken an meinen bevorzugten Aal-Strecken die Stellenwahl sehr stark ein (da ist überall Dichtvegetation mit Bäumen).

Ansonsten schätze ich meine 330er bis 360er aber nach wie vor sehr und setze die anderswo bei genügend "Freiraum" auch weiterhin gern ein.

Insbesondere bei Posen-Verwendung und/oder längeren Vorfächern.
 
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