Nachtspinnfischen im See auf Zander

hecht99

3x99cm, noch keinen Meter
Hallo Leute,

nun ist die Zeit in der man die vergangene Angeljahre noch mal rückwirkend betrachtet und seine Erkenntnisse zieht. Hierbei ist mir speziell aufgefallen, dass die Zander mittlerweile bei uns zu allen Tageszeiten beißen und nicht wie vor einigen Jahren nur zur Dämmerung und Nachts. Tagsüber lassen sie sich wunderbar mit allen Methoden fangen und Nachts bin ich mit dem Köfi mehr als erfolgreich.
Nur mit dem Nachtspinnfischen auf Zander bekomm ich keine Konstanz (100 im Jahr am Tag, 3-5 in der Nacht auf Kunstköder bezogen) in meine Fänge. Das traurige ist, dass die Fressplätze mir bekannt sind und der Köderfisch an der Posenmontage dort auch fängt und fängt und fängt.

Doch die knallharten Bisse nachts will man einfach öfter spüren wenn ihr versteht was ich meine:):)

Die Zander Jagen nachts bei mir oft über 1-2 Meter tiefen Wasser ca. 50 cm unter der Oberfläche, mal mehr mal weniger (Fänge auf Pose). Seltsamerweise werden Wobbler, die in diesem Bereich angeboten werden, komplett ignoriert.
Das gleiche konnte man früh morgens in der letzten Stunde vor der Dämmerung beobachten (und auf Köfi in besagter Wassertiefe fangen). Führungsstile hab ich vom monotonen Einleiern bis hin zum aggressiven Twitchen alles probiert.

So, nun seid ihr dran: Immer her mit euren Tipps fürs Stillwasser - Nachtspinnfischen!!!
 

Franz_16

Mitglied
AW: Nachtspinnfischen im See auf Zander

Mir geht es da ähnlich. So wirklich erfolgreich bin ich beim Spinnfischen bei kompletter Dunkelheit nicht. Die gefangenen Zander bei völliger Dunkelheit kann ich an einer Hand abzählen.

Ich habe oft auch schon nachts mit Wobblern geschleppt - ebenfalls ohne den wirklich Durchbruch.

In kleineren, insgesamt flacheren Gewässern klappt das Wurfangeln mit dem Wobbler nachts einigermaßen, so habe ich schon ein paar bessere Zander bekommen - aber von einer Konstanz möchte ich da auch nicht sprechen.

Es ist wirklich verblüffend. Die Zander ziehen umher, man kann sie mit Köderfisch fangen und mit Kunstköder verzweifelt man.

Was ich mir schon überlegt habe ist, es nachts anstatt mit Wobblern auch mal ganz gezielt mit Spinnern im Mittelwasser zu versuchen - vielleicht reizen die die Zander eher?
 

Purist

Spinner alter Schule
AW: Nachtspinnfischen im See auf Zander

Die Zander Jagen nachts bei mir oft über 1-2 Meter tiefen Wasser ca. 50 cm unter der Oberfläche, mal mehr mal weniger (Fänge auf Pose). Seltsamerweise werden Wobbler, die in diesem Bereich angeboten werden, komplett ignoriert.
Das gleiche konnte man früh morgens in der letzten Stunde vor der Dämmerung beobachten (und auf Köfi in besagter Wassertiefe fangen). Führungsstile hab ich vom monotonen Einleiern bis hin zum aggressiven Twitchen alles probiert.
Probiere es doch einmal mit Spinnern (Größe 3-4), Tandemspinnern und kleineren Blinkern (unter 12g)- die Spinner als unbeschwerte, die Blinker als dünnblechige Modelle, damit du sie direkt unter der Oberfläche führen kannst.
 
L

Lommel

Guest
AW: Nachtspinnfischen im See auf Zander

Ich bin kein Nachtangler, aber ich halte bei mir im Gartenteich ja Weissfische, wenn ich da nachts mit einer Lampe reinleuchte sind die Fische null aktiv. Die stehen einfach auf der Stelle, hektisch herumschwimmen tut da gar keiner.
Übertrage ich das mal auf den Natursee ist es ja logisch das der Zander den passiven Köderfisch an der Posenrute bevorzugt (entspricht dem natürlichen Beutevorbild). Ein hektisch getwitchter Wobbler, geleierter Gummi oder gar Spinner hat da wahrscheinlich eher abschreckende Wirkung. Im Fluss sieht das vielleicht ganz anders aus.
 

Franz_16

Mitglied
AW: Nachtspinnfischen im See auf Zander

Zum Verhalten der Weißfische bei Nacht:

Wenn ich nachts mit dem Schlauchi unterwegs bin und die starke Kopflampe anmache sehe ich immer wieder Weißfische an der Oberfläche stehen. Warum die nachts an die Oberfläche kommen weiß ich nicht.

Ich habe das auch schon mal gefilmt:

[youtube1]UIGtCeGbNwE[/youtube1]
https://youtu.be/UIGtCeGbNwE
 

MikeHawk

BigBaitBursche
AW: Nachtspinnfischen im See auf Zander

Ihr kurbelt (wahrscheinlich) alle viel zu schnell. Für eine Kurbelumdrehung MIN. 5 Sekunden! (Wobbler)
 

Franz_16

Mitglied
AW: Nachtspinnfischen im See auf Zander

Ihr kurbelt (wahrscheinlich) alle viel zu schnell. Für eine Kurbelumdrehung MIN. 5 Sekunden! (Wobbler)
Okay, dass trifft dann bei mir auf jeden Fall zu. Ich kurbel zwar nicht besonders schnell, aber definitv schneller als von dir angeraten.

Wie siehts dann beim Spinner aus? Den kann man so langsam nicht kurbeln - fängt er trotzdem oder genau deshalb nicht?
 

jkc

...und Jessy; nun in "NL" :-(
AW: Nachtspinnfischen im See auf Zander

Hi, ich habe schon auf den 18g Abu Mörrum im dafür zu flachen Wasser gefangen - entsprechend schnell gekurbelt, aber grundsätzlich gebe ich dem Einwand Recht, so langsamer um so besser.

Grüße JK
 
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LOCHI

Well-Known Member
AW: Nachtspinnfischen im See auf Zander

In unseren großen Seen klappt das auch nachts mit Wobbler allerdings hab ich alle Zander ausschließlich auf Schwarz gefangen. Mit Spinnern konnte ich schon sehr viele Zander fangen und auch richtig gute allerdings nie in der Nacht. An sehr stark beangelten Stellen sind Spinner immer ein Versuch wert.
Nachts konnte ich auch beim Schleppen schon welche erwischen aber nicht hier bei uns und auch wieder auf schwarze Köder.
 

Fischkopp 1961

Well-Known Member
AW: Nachtspinnfischen im See auf Zander

Versuche es doch mal mit einer Drop-Shot-Montage.
Das kommt dem natürlichen Verhalten der Fische des nachts näher und Du musst, insofern was beißt, nicht auf den gewünschten Einschlag verzichten. ;)
 

ingo39

Member
AW: Nachtspinnfischen im See auf Zander

nachts raubende Zander konnte ich an der Elbe mal mit Fliege (schwarze Streamer, Gr. 2 oder größer) fangen und im Stillwassser mit schwarzen Flachläufer-Wobblern (aber nur im Sommer).
Dabei war es wichtig, den Wobbler langsam und gleichmäßig zu führen und ihn immer mal wieder auftauchen lassen. (Langsam war aber bei mir ca. 2s pro Kurbeldrehung)
 
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LOCHI

Well-Known Member
AW: Nachtspinnfischen im See auf Zander

Also hast du Nachts auch die Erfahrung mit schwarzen Ködern?
 

jkc

...und Jessy; nun in "NL" :-(
AW: Nachtspinnfischen im See auf Zander

Farben sind nachts egal #6
(genau so wie tagsüber auch :q).

Grüße JK
 

LOCHI

Well-Known Member
AW: Nachtspinnfischen im See auf Zander

Das dachte ich auch aber warum fängt schwarz und der Rest null?
 

jkc

...und Jessy; nun in "NL" :-(
AW: Nachtspinnfischen im See auf Zander

Weil die anderen Farben nicht mit genügend Vertrauen und Ausdauer gefischt wurden?|kopfkrat
Ich fange jedenfalls auf alle Farben; weil ich mir darüber auch keine Gedanken mache.
No brain, no headache.:q
 

Franz_16

Mitglied
AW: Nachtspinnfischen im See auf Zander

Versuche es doch mal mit einer Drop-Shot-Montage.
Das kommt dem natürlichen Verhalten der Fische des nachts näher und Du musst, insofern was beißt, nicht auf den gewünschten Einschlag verzichten. ;)
Wenn man sich das Filmchen anschaut dass ich eingestellt habe, sieht man ja dass die Weißfische nachts sich in oberflächennähe eher ruhig bewegen - von daher kann da schon was dran sein. Mit DS könnte man sowas durchaus gut imitieren.

Auch der Hinweis mit der sehr langsamen Wobblerführung erscheint da passend.

Was evtl. auch noch einen versuch wert wäre, wäre ein Köderfisch als Wobbler an einem Lip Scull oder halt ein völlig unbeschwertes Fischchen so austarieren dass es nur ganz langsam sinkt und das dann langsam durch Mittelwasser zupfen.
 
AW: Nachtspinnfischen im See auf Zander

Doch! Immer und immer wieder!
Absolut gleiche Köder?
Bei uns haben sich 2-3 Wobbler herauskristallisiert die egal in welcher Farbe alle anderen in den Schatten stellen. Solange keine starke externe Lichtquelle wie Straßenbeleuchtung hinzukommt, finde ich Farbe völlig irrelevant. Zu mindestens bei uns keinerlei Fangunterschiede.
 

Revilo62

Active Member
AW: Nachtspinnfischen im See auf Zander

Wer viel Zeit hat und wenig bis nix fangen möchte, geht mit der Spinne des Nachtens an einem See auf Zander angeln.
In den meisten Seen ( abgeschlossene Gewässer) ist die Zanderpopulation wohl eher gering, die Zander ziehen ihre Kreise und je nach Länge der Uferlinie oder der interessanten Kanten wird es wohl mehr oder weniger Lange dauern, bis sie wieder da snd.
Durch das Fehlen der Strömung muss der Zander sich auch nicht kurzfristig entscheiden, ob er zupackt oder nicht, deshalb klares Ja zum toten Fischchen an der Naturköderrute.

Tight Lines aus Berlin :vik:
 
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