Neuer dänischer Rekord für Seeforelle!!

MeFo-Schreck

Well-Known Member
Jonas Bak Bødskov war an den Seen von Silkeborg eigentlich unterwegs, um mit Jerkbaits auf Hecht zu fischen. Nachdem er zuerst eine gewaltige, dem Jerk (15 cm lang) folgende Bugwelle gesehen hatte (der nicht "zuschlug), dacht er zuerst an Hecht der Kategorie 10-Kilo-Plus und warf die Stelle noch mal an. Auch diesee Mal folgte ein Fisch dem Köder, biß wieder nicht an, konnte aber diese Mal als große Forelle identifiziert werden. War der Köder vielleicht zu groß? Er beschloß, ein "Downsizing"" zu machen und stieg auf einen 10-cm-Köder an seiner Barsch-Baitcaster-Rute um. Eine Stunde späterkamm dann doch noch mal ein Einschlag und ein langer und harter Kampf ging los!
Schlußendlich konnte sein Angelkumpel eine Prachtforelle von 78 cm und 8,3 Kilo(!!!) landen.
https://fiskogfri.dk/ny-dansk-rekord-for-soeoereed/
Wie die beiden Bilder beweisen
Bild 1
Bild 2
litt das "Tierchen " nicht wirklich an Nahrungsmangel :07_Cool
Nach Vermessen, Wiegen und Fotografieren wurde dieses Prachtstück übrigens wieder released, dennoch wurde der Fisch vom zuständigen Protokollausschuß als Rekord anerkannt!:sch_pro
 

Andal

Teilzeitketzer
Sehr ansehnliches Format. thumbsup

Nur bei "Dänischen Forellen" bin ich gerne etwas skeptisch, was die Provenienz angeht. ;)
 

MeFo-Schreck

Well-Known Member
Sehr ansehnliches Format. thumbsup
Nur bei "Dänischen Forellen" bin ich gerne etwas skeptisch, was die Provenienz angeht. ;)
Du meinst, dass es sich evtl. um eine starke Meerforelle handeln könnte??
Im Normalfall würde ich Dir Recht geben (die Unterscheidung Bachforelle, Meerforelle, Seeforelle ist sowieso mit Vorsicht zu genießen, weil es sich eigentlich nur um Standortformen der gleichen Spezies "Salmo Trutta" handelt) aber die großen Forellen aus den Seen bei Silkeborg sind "waschechte" Seeforellen, denn die großen Forellen aus den Seen bei Silkeborg können nicht abwandern weil stromab bei Tange immer noch ein E-Werk mit schlechter Fischtreppe an der Gudenau ist, die die Forellen davon abhält, zu wandern, sowohl stromab als auch stromauf! :)
 

Andal

Teilzeitketzer
Na ja... die Dänen "basteln" ja gerne und reichlich an den Besatzfischen herum. Nichts desto Trotz ist diese europäische Forelle aller Ehren wert!
 

MeFo-Schreck

Well-Known Member
Na ja... die Dänen "basteln" ja gerne und reichlich an den Besatzfischen herum. Nichts desto Trotz ist diese europäische Forelle aller Ehren wert!
Ach so, jetzt verstehe ich!:)
Naja, nach einer Forelle frisch aus einer Zucht sieht sie, zumindest was die Flossen angeht nicht aus...was natürlich nicht ausschließt, dass der Besatz mal aus einer Zuchtlinie kam, an der auch mal "genetische Spielereien" betrieben wurden. Allerdings stammte die frühere dänische Rekord-Seeforelle von fast der gleiche Größe (8,25 Kilo) aus eiern Zeit ( 1996 Esrum See auf Seeland, klick mich ) , in der solche genetischen Manipulationen noch nicht üblich waren.
 

Waller Michel

Well-Known Member
Ich denke mal @Andal meint das eher so !
Bei Seeforellen hadelt es sich um Lebensformen bzw auch Zuchtformen der Europäischen Forelle! Die zB auch in einer anderen Lebens/Zuchtform auch als Bachforelle auftreten kann!
Wirklich genmanipuliert ist diese Forelle nicht! Aber durch Haltung, Zucht, Futter etc zu einer eigenen Form gezüchtet!
Dafür sind die Dänen auch bekannt!
Das ist aber absolut nix negatives .....das ist ein toller Fisch und macht richtig Freude an der Rute !

LG Michael
 

Bilch

Otto-Normalangler
Sehr schöner Fisch, ich glaube aber auch, dass es sich hier nicht um ein 100 % wildes Tier handelt - dafür ist sie mMn zu schwer.
 

MeFo-Schreck

Well-Known Member
...
Bei Seeforellen hadelt es sich um Lebensformen bzw auch Zuchtformen der Europäischen Forelle! Die zB auch in einer anderen Lebens/Zuchtform auch als Bachforelle auftreten kann!
...
Bei der Aussage muss ich Dir leider widersprechen!
Die Seeforelle hat nichts aber auch gar nichts mit einer "Zuchtform" zu tun. Wie ich oben schon andeutete, gibt es die Spezies der "europäischen Forelle" mit dem systematischen Namen "Salmo Trutta", wobei die "Urform" wohl die wandernde Meerforelle ist.
Bachforellen und Seeforellen sind nur "Standortformen", die immer schon parallel zusätzlich existierten. Sie entstanden wenn die Urform am Wandern gehindert wurde (geologische Umstände oder menschengemachte Hindernisse) und/oder Nahrungsangebot, Wasserparameter, Besatzdichte etc. die Fische am Wandern hinderten oder die Lebensgrundlagen so gut waren, dass sie nicht wandern mussten.
Vor einiger Zeit habe ich hier im Forum schon mal was darüber geschrieben siehe hier Klick mich
Gerade die Seeforelle hatte auch schon immer ein gewaltiges Wachstums-Potential wenn die äußeren Bedingungen stimmten wie Futterangebot und günstige Wasserparameter. Und die dänischen Seeforellen sind gegenüber anderen europäischen Seeforellen durchaus noch "klein" wenn ich die Rekorde aus DE (18,2 Kilo https://fischundfang.de/deutsche-rekordliste-seeforelle/ ) , AUT (offiziell 20,85 Kilo, inoffiziell noch mehr http://www.rekordfische.at/groesste_Fische/tag/seeforelle/) und SUI (15,6 Kilo, 113 cm https://www.petri-heil.ch/sie/fangmeldung/schweizer-allzeit-rekorde/) anschaue.

Sehr schöner Fisch, ich glaube aber auch, dass es sich hier nicht um ein 100 % wildes Tier handelt - dafür ist sie mMn zu schwer.
Wie die von mir oben genannten Rekorde aus anderen europäischen Ländern (teils aus Zeiten vor selektiver Züchtung) zeigen, sind 8,3 Kilo im europäischen Vergleich eher "klein" und somit ist dieser neue dänische Rekord nicht zwingend aus einer Zucht/Zuchtlinie:sch_pro
 

Waller Michel

Well-Known Member
Bei der Aussage muss ich Dir leider widersprechen!
Die Seeforelle hat nichts aber auch gar nichts mit einer "Zuchtform" zu tun. Wie ich oben schon andeutete, gibt es die Spezies der "europäischen Forelle" mit dem systematischen Namen "Salmo Trutta", wobei die "Urform" wohl die wandernde Meerforelle ist.
Bachforellen und Seeforellen sind nur "Standortformen", die immer schon parallel zusätzlich existierten. Sie entstanden wenn die Urform am Wandern gehindert wurde (geologische Umstände oder menschengemachte Hindernisse) und/oder Nahrungsangebot, Wasserparameter, Besatzdichte etc. die Fische am Wandern hinderten oder die Lebensgrundlagen so gut waren, dass sie nicht wandern mussten.
Vor einiger Zeit habe ich hier im Forum schon mal was darüber geschrieben siehe hier Klick mich
Gerade die Seeforelle hatte auch schon immer ein gewaltiges Wachstums-Potential wenn die äußeren Bedingungen stimmten wie Futterangebot und günstige Wasserparameter. Und die dänischen Seeforellen sind gegenüber anderen europäischen Seeforellen durchaus noch "klein" wenn ich die Rekorde aus DE (18,2 Kilo https://fischundfang.de/deutsche-rekordliste-seeforelle/ ) , AUT (offiziell 20,85 Kilo, inoffiziell noch mehr http://www.rekordfische.at/groesste_Fische/tag/seeforelle/) und SUI (15,6 Kilo, 113 cm https://www.petri-heil.ch/sie/fangmeldung/schweizer-allzeit-rekorde/) anschaue.


Wie die von mir oben genannten Rekorde aus anderen europäischen Ländern (teils aus Zeiten vor selektiver Züchtung) zeigen, sind 8,3 Kilo im europäischen Vergleich eher "klein" und somit ist dieser neue dänische Rekord nicht zwingend aus einer Zucht/Zuchtlinie:sch_pro
Hab ich doch auch so gar nicht geschrieben :) vom Prinzip her hab ich doch das selbe gesagt wie Du :)
Nur das die Dänen die halt auch züchten und füttern etc .

LG
 

MeFo-Schreck

Well-Known Member
Ja, weit entfernt voneinander entfernt sind wir nicht :), mich hat eben gestört, dass Du Bach- und Seeforellen als "Zuchtformen" bezeichnet hast (Zitat: "Bei Seeforellen hadelt es sich um Lebensformen bzw auch Zuchtformen der Europäischen Forelle!") , was eben so nicht korrekt ist. Das alle 3 Formen der europäischen Forelle (Meerforelle, Bachforelle, Seeforelle) inzwischen auch gezüchtet werden, steht natürlich außer Frage! :cool:
 

Waller Michel

Well-Known Member
Nein das meinte ich damit nicht! Meinte dann so Lachsforellen usw !
Hatte mich vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt

LG
 

Andal

Teilzeitketzer
Selbst wenn ein Züchter, ganz nach alter Sitte, nur immer die aus seiner Sicht besten Vererber in die Reproduktion nimmt, betreibt er Genetik, respektive schließt er so bestimmte Gene von vorne herein aus. Es muss also nicht mit genetischen Möglichkeiten einher gehen, wie man sie aus den High Tech Laboren kennt.
 

Waller Michel

Well-Known Member
Selbst wenn ein Züchter, ganz nach alter Sitte, nur immer die aus seiner Sicht besten Vererber in die Reproduktion nimmt, betreibt er Genetik, respektive schließt er so bestimmte Gene von vorne herein aus. Es muss also nicht mit genetischen Möglichkeiten einher gehen, wie man sie aus den High Tech Laboren kennt.
So gesehen hast du natürlich Recht!
Ist ja auch eine Genmanipulation!
Ich dachte jetzt halt wirklich ans Labor. ....das braucht man dafür nicht ! Gehe ich jedenfalls mal fest davon aus. .....
Werden aber auch noch andere Faktoren wie Futter etc eine Rolle spielen!

LG Michael
 

Andal

Teilzeitketzer
Wobei ICH bei der Europäischen Forelle mit der Trennung von See- und Bachforelle eh nicht ganz glücklich bin. Es gibt einfach zu viele Stämme von beiden "Arten". Und das alles mit einer sehr geringen Lebenserwartung.
 

Hanjupp-0815

Well-Known Member
Ich gugg bei großen Forellen prinzipiell ersma auf die Schwanzflosse und den Kopf, zwischendrin kann es sehr variabel aussehen ;).

Viel anzuzweifeln gibts hier finde ich nicht, paar Punkte oben auf der Schwanzflosse kommen bei Seeforellen schon mal vor. Das Maul ist "vorschriftsmässig" bis hinters Auge gespalten, nur der leichte Laichhaken ist für die Jahreszeit etwas ungewöhnlich. Aber bei alten Fischen bildet der sich oft nicht mehr komplett zurück.
Und das unwichtige zwitschendrin ist hier aber mal so seeforellig, wie es kaum deutlicher geht. Da gibts etliche der charakteristischen x-förmigen Flecken, deutlicher gehts kaum.
Klar ist das Teil richtig fett, aber warum deshalb zweifeln ? Alter, erfahrener Bursche, gute Nahrungsgrundlage, finde ich nicht so ungewöhnlich für einen Fisch aus dem Stillwasser.
 

Andal

Teilzeitketzer
Nur damit es kein Vertun gibt. Das ist ein traumhaft schöner Fisch, für den man sich wahrlich die Finger lecken kann!
 

Andal

Teilzeitketzer
Wobei ICH bei der Europäischen Forelle mit der Trennung von See- und Bachforelle eh nicht ganz glücklich bin. Es gibt einfach zu viele Stämme von beiden "Arten". Und das alles mit einer sehr geringen Lebenserwartung.
Zucht geht immer mit einer Veränderung des Erbgutes einher. Denn Zucht hat immer ein Zuchtziel. Hätte sie kein Zuchtziel, wäre es reine Vermehrung. Ein Unterschied!
 

MeFo-Schreck

Well-Known Member
Nein das meinte ich damit nicht! Meinte dann so Lachsforellen usw !
Hatte mich vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt
LG
Huuih mit dem Stichwort "Lachsforelle" hast Du mir jetzt aber gerade eine Schauder über den Rücken gesendet ;)
Jetzt muss ich einmal ein wenig "Off-Topic" werden.
Das, was uns hier in DE immer als "Lachsforelle" vorgesetzt wird, ist nichts anderes als eine Regenbogenforelle, die über das Futter (enthält dann Karotin) "gefärbt" wird, somit ist dieser Terminus "Lachsforelle" nur ein Marketingname, der uns eine Nähe zum Lachs vorgaukeln soll. Die Regenbogenforelle ist natürlich in der Aquakultur sehr beliebt, weil sie relativ robust (gegen Verschmutzungen und Sauerstoffmangel) und schnellwüchsig ist und damit eben wirtschaftlich interessanter als die europäische Forelle namens "Salmo Trutta".
Wobei
1. die Regenbogenforelle zoologisch/systematisch nichts mit der europäischen Forelle zu tun hat, die Regenbogner stammen ja ursprünglich aus Nordamerika und wurden erst in den 1880er Jahren in Europa eingeführt. Alleine der zoologische Name "Oncorhynchus mykiss" der Regenbogenforlle deutet darauf hin, dass sie viel näher mit den pazifischen Lachsarten verwandt ist als mit der einheimische "Salmo Trutta".
2. die "europäische Regenbogenforelle" auch eigentlich keine reinrassige Art ist sondern meist ein bunt hybridisierte Mix der verschiedenen amerikanischen Unterarten wie Steelhead-Forelle, Kamloops-Forelle, Cutthroat-Forelle, Athabasca-Regenbogenforelle und noch einigen anderen Unterarten.

Der einzige Fisch, den man tatsächlich mit Fug und Recht als "Lachsforelle" bezeichnen könnte, ist ein Hybrid aus europäischer Forelle (Salmo Trutta) und dem atlantischen Lachs (Salmo Salar). Diese Hybriden sind biologisch möglich, sind in der Natur aber recht selten (es gibt sie unter anderem in der schwedischen Mörrum), da die Laichzeit dieser beiden Spezies doch
a. meist 3-4 Wochen auseinander liegt,
b. die Befruchtungsrate bei dieser Kreuzung wohl eher suboptimal ist
und
c. die daraus entstehenden Hybriden in aller Regel (seltene Ausnahmen bestätigen die Regel) sogenannte "Blendlinge" sind, also unfruchtbar und somit der "Spuk" nach einer Generation vorbei ist.

Wobei ICH bei der Europäischen Forelle mit der Trennung von See- und Bachforelle eh nicht ganz glücklich bin.
Rein zoologisch systematisch ist diese Trennung sicher falsch, wie gesagt es sind nur Standortformen der gleichen Art.
Es gibt einfach zu viele Stämme von beiden "Arten". Und das alles mit einer sehr geringen Lebenserwartung.
Wie gesagt, es sind keine unterschiedlichen Arten bei Meerforelle, Bachforelle und Seeforelle.
Hast Du evtl. eine Quelle zu der Aussage der geringen Lebenserwartung???
 

Andal

Teilzeitketzer
Quelle zur Lebenserwartung von Forellen: Blinker Sonderheft Salmoniden (das alte). Barsche blicken da auf Forellen mit beinahe der doppelten Erwartung herab. Laut Verfasser sollen Forellen mit rund 12 Jahren das Mögliche ausgereizt haben. Hechte und besonders die Waller stehen noch ganz anders da.
 
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