Neuer Raubfisch breitet sich aus

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Der Wolgazander (Sander volgensis) breitet sich seit 2010 von Braunschweig aus in Norddeutschland aus.

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Der heimische Zander ähnelt dem Wolgazadner (Bild @pixabay)

Der nicht heimische Wolgazander (Sander volgensis) breitet sich seit 2010 in Norddeutschland aus. Erstmals wurde die Art damals im Braunschweig im Mittellandkanal nachgewiesen – außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets (Donau, Wolga, Ural). Der Wolgazander ist kleiner als der heimische Zander, hat deutlichere Streifen und keine ausgeprägten Fangzähne. Laut der Zeitschrift für Fischerei wurden für eine Studie über 1.100 Fänge ausgewertet, mehr als 98 Prozent davon von Anglern gemeldet. Bis Ende 2024 wurde die Art in elf schiffbaren Gewässern in sechs Bundesländern nachgewiesen – mit weiter steigender Tendenz. Inzwischen hat sich der Fisch in norddeutschen Bundeswasserstraßen etabliert und bildet reproduktive Bestände. Experten betonen, dass die Ausbreitung ohne die Hinweise von Anglern kaum bemerkt worden wäre.

Habt Ihr schon einmal in Deutschland einen Wolgazander gefangen? Schreibt's uns in die Kommentare!




Quelle: https://braunschweig.t-online.de/re...m-eroberungszug-erstfund-in-braunschweig.html
 
Nein, der Wolgazander (Sander volgensis) hat in Deutschland kein Mindestmaß und keine Schonzeit.
Da es sich um eine gebietsfremde (invasive) Fischart handelt, die sich vor allem in niedersächsischen Kanälen (Mittellandkanal, Elbe-Seitenkanal) ausgebreitet hat, gelten für ihn folgende Regeln:
  • Kein Mindestmaß: Auch kleine Exemplare müssen oder sollten entnommen werden.
  • Keine Schonzeit: Er darf ganzjährig geangelt und entnommen werden.
  • Entnahmepflicht: Aufgrund der Einstufung als invasive Art wird in vielen Gewässerordnungen (insbesondere in Niedersachsen) dazu aufgerufen, jeden gefangenen Wolgazander zu entnehmen, um die Ausbreitung zu bremsen.
Wichtig zur Unterscheidung:
Der Wolgazander unterscheidet sich vom heimischen Zander durch das Fehlen der Fangzähne (Hundszähne) im Unterkiefer und deutlich ausgeprägte, barschartige Streifen
 
Vom Geschmack her finde ich ihn sogar einen Ticken besser als den normalen Zander.
Das kann ich unterschreiben.

Bei gleicher Größe auch bulliger und ergiebiger im Fleisch.

Was auch noch interessant ist: Im Supermarkt als "Zanderfilets" verkauftes Frostgut sind ebenfalls Wolgazanderfilets.
Merkt man schnell, wenn man auf der Verpackung im kleingedruckten den lateinischen Namen liest.

Da diese Filets aus Aquakultur stammen, unterstelle ich einfach mal, dass die Wolgis rundum robuster sind als der heimische Zander.

Die anfänglichen Befürchtungen aus 2010 - die Wolgis könnten sich mit den heimischen Zandern kreuzen - hat sich ja bis heute nicht bestätigt.
 
Ein weiteres Erkennungsmerkmal ist der voll beschuppte Kiemendeckel. Auch die Maulspalte ist beim Zander deutlich tiefer ausgebildet.

Wir hatten hier im MLK schon Wolgazander, die für ihre Art eigentlich sehr blass waren, mit wenig Ausprägung der Streifen.
In den letzten 4 Jahren sind mir selbst 7 Stück ans Band gegangen, 2 davon auf Tauwurm, Rest auf Grundel.
 
Was auch noch interessant ist: Im Supermarkt als "Zanderfilets" verkauftes Frostgut sind ebenfalls Wolgazanderfilets.
Merkt man schnell, wenn man auf der Verpackung im kleingedruckten den lateinischen Namen liest.

Da diese Filets aus Aquakultur stammen, unterstelle ich einfach mal, dass die Wolgis rundum robuster sind als der heimische Zander.

dies ist mir hier noch nie aufgefallen, die angebotenen zanderfilets stammen von s. lucioperca und kommen u.a. aus (stau)seen/flüssen der ukraine und kasachstan.
 
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