Nitrat im Grundwasser- zu viel Gülle auf unseren Feldern

Andal

Teilzeitketzer

MarkusZ

Well-Known Member
Wenn jeder Bauer nur so viele Viecher hält, wie sein Land auch nähren kann, wäre der Stoffkreislauf theoretisch ein Geschlossener
Gibt wohl schon Bestrebungen, die Anzahl der Nutztiere an die bewirtschaftete Fläche zu koppeln, aber ob und wie das dann tasächlich auch gemacht wird.

Null Landwirtschaft, null Viehhaltung und dennoch über den erlaubten Wert hohe Nitratbelastung.
Da sollte man m.E. trotzdem keine importierte Gülle Holland draufkippen.

Zitat:"Wenn Grundwasser und Umwelt in Europa wirklich geschont werden sollen, müssen europaweit einheitliche Standards gelten - bei Tierhaltung, Einsatz von Pflanzenschutz und auch bei der Messung von Nitrat."
Was ist daran falsch?
Eigentlich erstmal nichts.

Die Frage ist wohin man will. Wenn bei uns die Nitratwerte hoch sind aber anderswo noch höher, sollte man m.E. trotzdem nicht den schlechtesten Wert als Benchmark nehmen.
 

Testudo

Schützer und Nutzer
Musst Du mal in der ARD Mediathek suchen.
Dazu gab es vor Monaten einen Beitrag. :XD

Null Landwirtschaft, null Viehhaltung und dennoch über den erlaubten Wert hohe Nitratbelastung.

Ich mach mich lächerlich? Aha, andere Meinung zum Thema und schon wird man lächerlich.
Ich bin der Meinung man sollte mit den Landwirten zusammen das Problem lösen und sie nicht zum Buhmann machen.
Derzeit: Massentierhaltung, Insektensterben, Nitratbelastung.

Was noch?

Und wir Verbraucher waschen unsere Hände in Unschuld.

Es stellt sich doch aber wirklich die Frage wo wird der Nitratgehalt gemesen?
Wo misst das Ausland? Wie werden die EU - Vorschriften dazu interpretiert?

Wie war das mit den Stickoxyden?
In Paris auf dem Dach gemessen, in DE direkt an der Ampel- Kreuzung

Aber Hocker macht sich lächerlich? Ach nee, das war ich.
Wenn du eine These aufstellst, wird man doch nach einer Quelle fragen dürfen, ich bemühe mich und liefere sie oft gleich mit, weil es mir um die Sache geht und die dann jeder für sich bewerten kann. Wenn du meinst, du wirfst den Knochen ins Gebüsch und ich renn hinterher und suche, hast du dich geirrt. Mit deinen Quellen kannst du dir ruhig etwas mehr Mühe geben.

Ich kann mir nicht vorstellen, warum es nennenswerte größere Flächen gäbe, die dauerhaft mit Nitrat versorgt sind und daher höhere Werte aufweisen, ohne durch den Menschen verursachten Eintrag. In der Natur gibt es da diverse Vogelkolonien zum Beispiel, aber die sind ja eher selten und räumlich begrenzt.
 
G

Gelöschte Mitglieder 208211

Guest
MarkusZ

Man sollte so vieles nicht.

Die Überwachung der Gülletransporte aus den Niederlanden ist leider sehr lückenhaft bzw. gar nicht vorhanden.Grösstenteils sogar illegal.
Auch ein Relikt aus rotgrüner NRW Regierung.
Hätten die Politiker schon längst regeln können.
 

Meefo 46

Active Member
Dann müsste man den Verbrauchern erst mal klar machen das bei Fleisch und Gemüse geiz eben nicht geil ist sondern der Umwelt schadet,das ist wie Eulen nach Athen tragen.Und den Bauern müsste man die natürliche Fruchtfolge auf den Pflanzflächen neu erklären.

Wer soll das machen.
 

Racklinger

Well-Known Member
Ich kann mir nicht vorstellen, warum es nennenswerte größere Flächen gäbe, die dauerhaft mit Nitrat versorgt sind und daher höhere Werte aufweisen, ohne durch den Menschen verursachten Eintrag. In der Natur gibt es da diverse Vogelkolonien zum Beispiel, aber die sind ja eher selten und räumlich begrenzt.
Ich kann mir schon vorstellen, dass es mehr oder weniger kleine, begrenzte Gebiete gibt, in den natürlicherweise eine erhöhter Nitratwert vorhanden ist. Gibt ja auch Gebiete mit erhöhter, dabei natürlicher Radioaktivität
Genausogut kann ich mir auch vorstellen, dass deutsche Behörden genau in solchen Gebieten Messungen vornimmt. Und dass dann nicht unterscheiden kann. Oder will......
Schildbürger lässt grüßen:whistling
 
G

Gelöschte Mitglieder 208211

Guest
Dann müsste man den Verbrauchern erst mal klar machen das bei Fleisch und Gemüse geiz eben nicht geil ist sondern der Umwelt schadet,das ist wie Eulen nach Athen tragen.Und den Bauern müsste man die natürliche Fruchtfolge auf den Pflanzflächen neu erklären.

Wer soll das machen.
Man müsste auch den Lebensmittelkonzernen auf die Füsse treten damit diese keine Dumping Preise den landwirten bezahlen...
Und dann keine Dumpinglöhne den Angestellten und...

Ach vergessen wirs...
 

Racklinger

Well-Known Member
Den Anfang müssten die Verbraucher machen und nicht mehr dass Billig-Fleisch aus der Theke nehmen und auch bewusster Fleisch essen. Dann würde auch die Massentierhaltung letztendlich weniger werden. Solange sich dass nicht ändert und der Absatz da ist...….
 

Lajos1

Well-Known Member
Hallo,

die meisten Bauern haben sich doch spezialisiert. Den Bauern von früher, welcher neben seiner Getreidewirtschaft noch so 15-20 Kühe und vielleicht 20-30 Schweine hatte, den gibt es doch kaum noch. Das rentiert sich doch nicht mehr. Entweder reine Getreidewirtschaft (dazu zähle ich auch Mais) oder 200 oder mehr Milchkühe etc. oder 1000 Schweine, oder auch mehr.

Gruß

Lajos
 

Kauli11

Well-Known Member
Precht hat Recht.
 

hans albers

rollin rollin rollin
gestern war ja ein termin dazu im landwirtschaftsministerium.

wie immer von frau klöckner:

ausser absichtserklärungen nichts gewesen,
obwohl ja das bussgeld der eu droht.

das landwirtschaftsministerium agiert mit dem verkehrsministerium um die wette,
wer mehr rückwärtsgewandt zu gunsten der lobby gesetze erlässt.:rolleyes:


ich frage mich auch,
wie lange das die böden eigentlich mitmachen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kauli11

Well-Known Member
Ich habe leider noch nie einen Landwirtschaftsminister MIT EIERN in Deutschland gesehen. Alles nur Weicheier.:laugh2
 

Kauli11

Well-Known Member
Ist ja nicht nur die Gülle, die ausgebracht wird. Bei Untersuchungen wurden Medikamentenrückstände (Antibiotika) und Krankheitskeime festgestellt.
Die Massentierhaltung läßt sich ohne Antibiotika eben schlecht durchführen.

@ Kopfschüttel, ich gönne dir ja nichts schlechtes, aber stell dir mal vor, du kommst mit einer schweren Erkrankung in die Klinik und die Ärzte wollen dich mit Antibiotika behandeln.
Leider schlägt dann kein Medikament mehr an, weil die Mittel in der Tiermast eingesetzt wurden und die Erreger somit resistent wurden.
Wünsche dir dann eine schöne Genesung. :(
 
G

Gelöschte Mitglieder 208211

Guest
Ist ja nicht nur die Gülle, die ausgebracht wird. Bei Untersuchungen wurden Medikamentenrückstände (Antibiotika) und Krankheitskeime festgestellt.
Die Massentierhaltung läßt sich ohne Antibiotika eben schlecht durchführen.

@ Kopfschüttel, ich gönne dir ja nichts schlechtes, aber stell dir mal vor, du kommst mit einer schweren Erkrankung in die Klinik und die Ärzte wollen dich mit Antibiotika behandeln.
Leider schlägt dann kein Medikament mehr an, weil die Mittel in der Tiermast eingesetzt wurden und die Erreger somit resistent wurden.
Wünsche dir dann eine schöne Genesung. :(
Ja, das ist schlimm wenn die Tiere "mit Antibiotika gemestet" werden.
Gleichzeitig rennt der deutsche Bürger für "jedes Niesen" zum Arzt und lässt sich Antibiotika verschreiben.
Während der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast sich verringert, steigt dieser in der Humanmedizin. ;)
Das Bakterien resistinzen gegen Antibiotika entwickeln ist übrigens ganz natürlich..
Es ist auch nicht das Antibiotika das Problem, sondern die resistenten Bakterien welche auf den Menschen übertragen werden können.
Fleisch mit Antibiotikarückständen kommen bei uns nicht in den Handel bzw. deren Wert liegt im Promillebereich.

Eine mögliche Resistenzenbildung im menschlichen Körper ist nicht das Problem.
Das Problem sind die resistenten Bakterien welche man sich über das Fleisch in die Küche holt und nicht wieder los wird. Weil es halt kein wirkliches Mittel dagegen gibt.
Ein grosses Poblem in Krankenhäuser welche aus dem Grund immer aufwendig desinfiziert werden müssen und sogar Todesfälle dadurch (Bakterien) zu beklagen haben.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

TeeHawk

Active Member
Wenn man von weniger Ertrag bei geringerem Einsatz von Dünger redet, sollte man auch die Anpflanzung von F1-Hybriden kritischer betrachten, die massenhafte Entsorgung von „abgelaufenen“ Lebensmitteln und die Herstellung von Energie aus Felderzeugnissen...
 

bombe20

Thomasianer
ich frage mich auch, wie lange das die böden eigentlich mitmachen.
die böden sind doch schon lange ein beliebiges substrat, welches nach analyse und bedarfsermittlung mit pflanzenverfügbaren nährstoffen angereichert wird. bei der bodenbearbeitung wird kaum noch der b-horizont tangiert, um zur bodenverbesserung humusschicht und unterboden zu durchmischen. das ist warscheinlich zu teuer und zu aufwendig.
und wenn man als land seine produkte in alle welt verkaufen soll um zum stetigen wirtschaftswachstum beizutragen braucht man sich nicht zu wundern, wenn industrielle landwirtschaft und tierhaltung auf maximalen ertrag getrimmt sind, bei minimalen einsatz der mittel.
 

Uzz

Active Member
Den Anfang müssten die Verbraucher machen und nicht mehr dass Billig-Fleisch aus der Theke nehmen
Och nöööö! Bitte, bitte, bitte nicht mehr mit diesem Satz kommen. Dass der Verbraucher über den Preis tatsächlich bestimmen kann, was gezüchtet/angebaut wird, ist doch für die breite Bevölkerung vollkommen unrealistisch. Im Zweifelsfall bezahlt dann ein Verbraucher für haargenau das gleiche Stück Fleisch, nur anders verpackt und als geknuddeltes Streichelzoofleisch ausgewiesen, den 5-fachen Preis. Was hat der Verbraucher mit dem Kauf erreicht? Einen höheren Gewinn in der Hersteller-/Lieferkette, eine freudentanzende Fleischlobby, für sich persönlich ein gutes Gefühl (er bemerkt die Verarsche ja nicht) und sonst nichts.

Dein "Den Anfang müssten die Verbraucher machen" ist weitgehend Quark. Höhere Endverbraucherpreise führen eben NICHT notwendigerweise zu besseren Produktionsstandards. Die tatsächliche Stellschraube sind höhere gesetzliche Standards bei der Herstellung mit wirksamer Kontrolle und Sanktionen. Punkt.

Wer am günstigsten produziert, darf gerne weiterhin der erfolgreichste Anbieter sein - nur muss das eben zu höheren und sicher garantierten Standards passieren. Ja, damit steigen letzlich auch die Endverbraucherpreise - allerdings a) gut begründet und b) ohne Möglichkeit, auf billige Drecksprodukte auszuweichen.

Ja- zugegeben - der Verbraucher ist nicht völlig machtlos. Konsumverzicht funktioniert z.B. prima. Ein Verbraucher kann auch extrem viel Aufwand betreiben, um zu überprüfen, ob er tatsächlich sein geknuddeltes Streichelzoofleisch bekommt. Das sind aber keine realistischen Mittel für die ganze Bevölkerung sondern nur für ein paar wenige Exoten ohne andere Hobbies. Die 3 "Spinner" spielen gesamtwirtschaftlich keine Rolle.
 
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