Oktopus-Alarm in der Nordsee

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Eine massive Oktopus-Welle bedroht die Fischerei im Ärmelkanal.

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Kraken-Invasion bedroht britische Fischer (Bild @pixabay)

Vor Südwestengland alarmiert eine ungewöhnliche Entwicklung Fischer und Forscher gleichermaßen: Die Zahl der Gewöhnlichen Kraken steigt stark an. Ursache ist der Temperaturanstieg im Meer, der die Tiere aus Südeuropa in den Ärmelkanal treibt.Die Populationsexplosion 2025 gilt als historisch und erinnert an seltene Ereignisse von 1900 und 1950. Wassertemperaturen lagen teils bis zu vier Grad über dem Durchschnitt. Ostwinde und sinkender Salzgehalt fördern zudem die Migration der Larven aus Frankreich und den Kanalinseln.

Für die Fischerei sind die Folgen gravierend. Kraken fressen Krabben, Hummer und Jakobsmuscheln, sodass die Fangmengen dieser Schalentiere bereits um 30 bis 50 % zurückgingen. Fischer finden oft nur leere Fallen mit den Überresten gefressener Beute. Einige Betriebe passen ihre Fangmethoden an und setzen auf Oktopusse, die derzeit etwa sieben Pfund pro Kilogramm bringen. Langfristig bleibt die Lage unsicher, da die Bestände im Winter stark schwanken und viele Tiere nach der Brutzeit sterben. Das britische Umweltministerium unterstützt nun Forschungen, um die Folgen dieser Verschiebung besser zu verstehen.




Quelle: https://www.nordisch.info/panorama/...edrohung-fuer-fischerei-rollt-auf-nordsee-zu/
 
Seltene Ereignisse ist relativ...in der Bretagne haben mir die Fischer erzählt, dass es die Oktopusse bis in die 70er Jahre immer und recht häufig gab.
Letztes Jahr wurde sich schon drauf eingestellt und viel harpuniert. In St. Quay habe ich einen Privatmann gesehen der in einer gutem Stunde locker 10 ausgewachsene Exemplare geschossen hat. Bei passenden Bedingungen waren in der Bucht immer zweistellig Harpunierer am Werk.
Das Problem für die Fischerei besteht wohl auch darin, dass man sich in den letzten Jahrzehnten an die Abwesenheit der Kraken gewöhnt hatte.
Im Übrigen sterben alle Kraken nach der Brut, und Salzgehalt ist wirklich nichts problematisches für sie, sonst wären sie im Mittelmeer nicht so zahlreich vorhanden. Bei einem Tier mit einer maximalen Lebenserwartung von 2 Jahren ändert sich die Lage mit zwei kälteren Wintern ruckzuck.
 
Wie fängt man so ein Vieh?????

Wie roadturuin schon meinte gibt es spezielle Oktopusköder.

Ein Bekannter fängt die mit einer Makrele die er mit Kabelbindern befestigt, ganz ohne Haken usw. Er hat sich dann Blei in einen Tennisball gegossen und "klopft" so den Boden ab und wenn er eine Beschwerung spürt holt er die Montage ganz langsam ein und hat den Kescher griffbereit.

Ich hab meine zwei größten Exemplare beim Inchikuangeln auf Drachenköpfe als Beifang gehabt.
 
Wer schon mal mit einem Oktopus beim Tauchen gespielt hat wird mir Recht geben, dass das ein einmaliges Erlebnis ist. Die sind super-schlau und sehr neugierig. Man muss es allerdings ruhig angehen, sonst gibt's Tinte. Wenn man ihn lässt benimmt er sich fast wie ein Hündchen.

Schade nur, dass er so lecker ist. Bekomme immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich mir Oktopus gegrillt oder als Salat bestelle. :whistling
 
Wie fängt man so ein Vieh?????
Berufsmässig per Amphoren/oder ähnlich geformte Gefäße, die an einer langen Leine angebunden/gebunden sind. Diese werden nach einer Weile hochgeholt und die Oktopuse per Hand rausgezogen...
Privat wie Roadtoruin und Markus beschrieben haben. Vater, und Onkel haben immer so vom Ufer als Hütejungen das Essen gefangen ;)
 
In der Bretagne dito...
Ich hab oft 3 Octos in der Falle,die kleineren Krustentiere werden von denen sofort gefressen.
Bei der letzten Tour durchgängig nur Kraken als Fang.
Strandkrabben,sonst eine Plage,sind selten geworden. Ebenso Meerspinnen im Uferbereich.
 

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kraken sind so einfach zu fangen wenn man weiß wie leicht sie zu überlisten sind

bezaubernd sind sie ja schon

aber wie blöd muss man sein sich an einer über den grund gezogenen eisenkette mit ner toten krabbe dran
festzuhalten die dann auf dem weg 50 meter nach oben zum boot nicht loszulassen
um erst wenn es trocken wird zu merken dass es gefährlich werden könnte

ich mache das jetzt ein paar jahre und glaube nicht an die angebliche intelligenz
sonst hätten die uns schon lange als feind erkennen müssen

ein befreundeter krakenjäger hat manchmal mehrere kraken in einer einzigen drahtreuse drin
angeblich sind die doch sooo schlau und kommen überall raus wo sie mal reigekommen sind

so zu mindest machen es die laborviecher in den reportagen vor
 
kraken sind so einfach zu fangen wenn man weiß wie leicht sie zu überlisten sind

bezaubernd sind sie ja schon

aber wie blöd muss man sein sich an einer über den grund gezogenen eisenkette mit ner toten krabbe dran
festzuhalten die dann auf dem weg 50 meter nach oben zum boot nicht loszulassen
um erst wenn es trocken wird zu merken dass es gefährlich werden könnte

ich mache das jetzt ein paar jahre und glaube nicht an die angebliche intelligenz
sonst hätten die uns schon lange als feind erkennen müssen

ein befreundeter krakenjäger hat manchmal mehrere kraken in einer einzigen drahtreuse drin
angeblich sind die doch sooo schlau und kommen überall raus wo sie mal reigekommen sind

so zu mindest machen es die laborviecher in den reportagen vor
Die werden eben nicht alt genug, um aus ihren Erfahrungen zu lernen. Im Alter von 2 Jahren ist der Mensch auch nicht die hellste Kerze auf der Torte ... ;)
 
Weiter nördlich, bei Norwegen im Nordatlantik, haben die Berufsfischer auch erst geklagt, über die Einwanderung von Königskrabben, die ursprünglich von den Russen noch etwas weiter nördlich angesiedelt wurden.
Ja bis sie gemerkt haben, dass man sich damit eine goldene Nase verdienen kann!
Heute gibt es gar Schonzeiten/Mindestmaße und trächtige Weibchen werden zurück gesetzt.
Ich denke mit den Kraken könnte dies ähnlich laufen, denn diese sind ja wirtschaftlich auch nicht so ganz uninteressant.
Vielleicht sollten die Fischer dort mal etwas Nachhilfeunterricht bei den Kollegen in der Adria nehmen?
Also etwas Flexibilität ist gefragt.

Jürgen
 
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Was z.B auch kaum jemand weiß. folgende Scene wurde damals vor Borkum und Juist gedreht.
Für den Dreh wurde aus dem Aquarium Wilhelmshaven ein dressierter Pazifischer Riesenkrake ausgeliehen.
Da dieser aber in der Nordsee, zusätzlich zu seinen Fütterungen, echte Mengen an Fisch und Krebsgetier zusätzlich zu sich genommen hat, wurde der Kraken zu groß für das Aquarium Wilhelmshaven.
In einer großangelegten Transportaktion wurde der Kraken dann in den Gewässern vor Französisch-Polynesien, was seine Heimatgewässer vor dem Fang waren, wieder frei gelassen.

 
Was z.B auch kaum jemand weiß. folgende Scene wurde damals vor Borkum und Juist gedreht.
Für den Dreh wurde aus dem Aquarium Wilhelmshaven ein dressierter Pazifischer Riesenkrake ausgeliehen.
Da dieser aber in der Nordsee, zusätzlich zu seinen Fütterungen, echte Mengen an Fisch und Krebsgetier zusätzlich zu sich genommen hat, wurde der Kraken zu groß für das Aquarium Wilhelmshaven.
In einer großangelegten Transportaktion wurde der Kraken dann in den Gewässern vor Französisch-Polynesien, was seine Heimatgewässer vor dem Fang waren, wieder frei gelassen.


Könnte es vielleicht sein, dass diese Geschichte im Paulanergarten geschrieben wurde
 
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